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shortView – yet another WEB-Zwo-Punkt-Null Plattform?

Dies ist ein von trigami vermittelter AuftragHinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag.

Mit ShortView startet ein weiteres Community Portal, welches um die Gunst der User buhlt und versuchen wird, sich die Web2.0 Krone in Deuschland oder darüber hinaus aufzusetzen. Ich habe mir ShortView angesehen, habe versucht aktiv am Communityleben teilzunehmen und möchte hier ein kleines Review geben, wie der aktuelle Stand ist und wie viel Potential die neue Plattform hat.

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Wer steckt hinter ShortView?

Hinter Short steckt nicht irgendein Newcomer der Webszene, sondern ein alter Hase im Webgeschäft: die Web.de GmbH. Will Web.de den schon am Bahnhof auslaufenden Zug noch schaffen oder wird Web.de mit ihrer großen Erfahrung im Online-Geschäft diesen Bereich von hinten aufrollen? Das war so mein erster Gedanke, als ich erfuhr, dass ShortView ein Kind von Web.de ist. Im ersten Teil meines Reviews, werde ich kurz beschreiben, wie die Anmeldung verlaufen ist und wie man sich auf der Webseite zurechtfindet.

Die Anmeldung

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Die Anmeldung gestaltet sich einfach und schnell. Angaben zum Namen, Geschlecht, Geburtsdatum und der Postleitzahl sind Pflichtfelder und müssen angegeben werden. Das Datum kann später nicht mehr geändert werden. Nach dem Abschicken des Formulars erhält man nach kurzer Zeit eine Mail für die Bestätigung der Richtigkeit der eMail-Adresse. Damit ist die Anmeldung abgeschlossen und man kann sich in die Community stürzen. Wie bei fast allen Web2.0 Anwendungen verlangt auch ShortView einige private Daten von einem ab. Dieses sollte man immer im Hinterkopf behalten und nicht zu leichtsinnig zu viele Informationen von sich preisgeben, eventuell im gutmütigen Glauben, es interessiere ja so oder so keinem.

Meine ersten Schritte

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Als erstes animierte mich der fett hervorgehobene Link „Aktuelles“, in diesem Bereich zu schnüffeln, was denn überhaupt so los ist in der neuen Community. In diesem Bereich kann man sich über neue Mitglieder informieren. Neue Fotos, Beiträge finden, Locations suchen und in den eingetragenen Terminen suchen. Wie ich dem Log entnehmen konnte, wurde ich gleich der Gruppe Internet · Shortview.de und Region · Bad Doberan hinzugefügt. Dafür also die Angabepflicht der Postleitzahl. Schnell noch ein richtiges Bild hochgeladen und los kann es gehen. Als Userbilder werden nur richtige Bilder akzeptiert, Zeichnungen oder andere Avatar-typische Bilder werden nachträglich überprüft und gegebenfalls entfernt. Das soll wohl den Persönlichkeitsfaktor steigern.

„Das innvovative Konzept von ShortView basiert auf der Idee, eine Plattform im Internet zu schaffen, mit deren Hilfe sich Menschen über Ihre persönlichen Interessen und Hobbies unkompliziert und schnell miteinander vernetzen und kommunizieren können.“ So stehen meine Interessen im Mittelpunkt, ich kann ausgehend von meinen Interessen Gruppen mit ähnlichen Interessen suchen und mich daran beteiligen, mit eigenen Inhalten, wie zum Beispiel: Videos, Bilder, Links und Texte. Das klappte für mich persönlich auch ganz gut. So fand ich gleich eine Apple- und eine Linuxgruppe mit je fast 100 teilnehmenden Benutzern. Tendenz steigend. Aber es geht bei ShortView nicht nur um die gemeinsamen Inhalte, nein der soziale Aspekt übernimmt mit den Diskussionsforen und Fragemöglichkeiten eine sehr wichtige zentrale Rolle und könnte eventuell altbekannte Foren ersetzen.

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Design, Optik, Bedienung

Der erste Eindruck auf mich war sehr professionell, schlicht und habe doch ShortView als Web2.0 Onlineportal erkannt. Die Farbgestaltung wirkt sehr modern und kann sich durchaus sehen lassen. Wichtige Punkte werden kräftig hervorgehoben, so dass man sich schnell zurechtfindet. Ich habe die Seite mit unterschiedlichsten Browsern getestet und konnte keine nennenswerten Unterschiede feststellen. Der einzige Punkt, der mich ein wenig stören würde, ist die zu helle graue Schrift auf weissem Untergrund. Sie ist lesbar, aber ich könnte mir vorstellen, dass einige User damit Probleme haben. Die Webseite ist ansonsten klar strukturiert und die Bedienung ist für mich als erfahrender „Webbenutzer“ kein Problem und sollte auch für weniger erfahrende kein Problem darstellen.

User generated content

Auch ShortView lebt oder wird vom sogenannten „User generated Contend“ leben, also von Inhalten, die direkt von den aktiven Nutzern generiert werden. Um welche Nutzergruppen handelt es sich bei ShortView? Mein erster Eindruck war eher positiv, im Durchschnitt fast mein Alter, also so um die 30 Jahre, konnte ich beobachten. Ist an der These, dass nur sehr junge Onliner an den sogenannten Web2.0 Plattformen teilnehmen, doch nicht so viel dran?

Fazit

Die noch sehr junge Communityplattform hat in meinen Augen sehr viel Potential. Web.de präsentiert eine technisch ausgereifte Plattform, wo mit Sicherheit sehr viel eigene Erfahrungen mit eingeflossen sind. Fehlen jetzt nur noch die Massen an User, die ShortView mit Leben erfüllen würde. Dazu soll natürlich auch dieser beauftragte Artikel beitragen und Web.de wird mit Sicherheit keine Kosten scheuen, mit noch weiteren Aktionen auf sich und ShortView aufmerksam zu machen. Viel Glück dafür von meiner Seite. Ich werde ShortView noch ein wenig im Auge behalten, besonders die Apple- und Linuxgruppen.

Links
http://www.shortview.de

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

9 Kommentare

  1. Könnte gut sein, ich werde mir das Ganze auf jeden Fall ein Weile anschauen. Ich muss aber auch sagen, dass ich für mich zur Zeit mehr als genug „Community-Feeling“ habe, durch meinen eigenen Blog und die vielen anderen Blogs (deinen auch), die ich täglich lese und aktiv kommentiere. Das ist für mich auch eine Art gewachsene Community. An die muss sich ShortView bei mir erst mal messen und behaupten ;)

  2. …vielen anderen Blogs (deinen auch), die ich täglich lese und aktiv kommentiere…

    Ich werd ja ganz rot :)

    Aber du hast Recht. Ich hab durch die ganzen Blogs auch kaum Zeit für Communitys, dabei sind einige echt richtig interessant (wenn nicht immer soviele Idioten dabei mitmischen ….)

  3. Der Name ist ja recht „interessant“ — meint der Betreiber damit eine gewisse Kurzsichtigkeit seinerseits? ;-)

    SCNR
    Mathias

  4. Hmm… Ich wurde in meinem GMX-Webmailer nach dem Login mit der ShortView-Werbung begrüßt (GMX == Web.de == United Internet). Ich habe aber nicht direkt den Link in der Werbung (mit personalisiertem URL) geklickt, sondern habe die Domain selbst im Browser aufgerufen.
    Dann bin ich nicht mehr weitergekommen, denn ohne mich anzumelden, kann ich dort keinerlei Funktionen testen. Und wenn ich hier erfahre, dass ich Klartextnamen und möglichst noch Realfoto benutzen soll, ist das Ganze für mich gestorben.
    Von der Sache mit den UserIDs mal ganz zu schweigen…

  5. Das System ist ganz interessant. Allerdings ist die automatische Bildung von Gruppen nicht für alle sinnvoll. Bei mixxt z.B. kann man sich sein komplett eigenes Social Network zusammenklicken, z.B. für den Sportverein, den Freundeskreis oder für jegliche anderen Formen von Gruppen.