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Windows virtualisiert auf Xen (Teil 1)

Habe jetzt unseren „Xen-Cluster“ fast 2 Jahre im Einsatz, aber um Windows zu virtualisieren, bin ich bisher immer herumgekommen. Nun, nach dem der „Xen-Cluster“ durch Aufstockung der Knoten mehr Kapazitäten bekommen hat, wurde ich quasi gezwungen, auch mal Windows auszuprobieren. Ansonsten habe ich ausschliesslich Linux virtualisiert. Dieses sehr Ressourcen sparsam und stabil. Und mit den xen-tools aus sehr praktisch einsetzbar. Zum Beispiel dauert das Aufsetzen eines neuen Linuxhost keine 5 Minuten.

Bild 606

Wie sieht das Ganze nun mit Windows XP aus?

Ich beschreibe mal hier meine Installation (das ist kein Howto, ich werde unter Links auf ein paar Howtos verweisen):

Als Hardware steht mir ein HP Server DL360 G5 (Quadcore) zur Verfügung mit 4GB Ram. Die virtuellen Platten liegen auf einem SAN (Selbstbau, müsste ich auch eigentlich mal einen Artikel schreiben) und werden per LVM angeboten.

Festplatte erzeugen:
/sbin/lvcreate vgxenimages -L 10gbM -n xpmini-disk

Konfigurationsdatei erzeugen und anpassen: xpmini.cfg

# Kernel + memory size
kernel = ‚/usr/lib/xen/boot/hvmloader
builder =’hvm‘
memory = ‚256‘
device_model=’/usr/lib/xen/bin/qemu-dm‘

# Disk device(s).
disk = [ ‚phy:/dev/vgxenimages/xpmini-disk,ioemu:hda,w‘,’file:/root/install/winxp.iso,ioemu:hdc:cdrom,r‘ ]

# Hostname
name = ‚xpmini‘

# Networking
vif = [ ‚type=ioemu, bridge=xenbr0, mac=00:16:3E:13:88:88‘ ]

# Behaviour

#on_poweroff = ‚destroy‘
#on_reboot = ‚restart‘
#on_crash = ‚restart‘
boot=’d‘
vnc=1
vncviewer=0
sdl=0
audio = 0
stdvga = 0
serial = ‚pty‘
shadow_memory = 8

Installation starten:
xm create /etc/xen/configs/xpmini.cfg

und per VNC dann die Installation zu Ende bringen. Unter Mac OS X benutze ich als VNC Client JollyFastVNC. Dieser funktioniert super und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

-mehr in Teil 2-

Links
http://xen.org/
http://www.xen-tools.org/software/xen-tools/
http://www.pug.org/index.php/Xen-Installation-Seite-3
http://www.trullala.de/technisches/windows-auf-xen/
http://www.jinx.de/JollysFastVNC.html

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

3 Kommentare

  1. Gerne nutze ich den Remote Desktop Connection Client von MS, um Win-Maschinen remote zu bedienen.
    Wenn es ein VNC-Client sein soll, dann den VNC Enterprise Edition Viewer von RealVNC, den es für viele Platformen zum runterladen gibt und der deutlich besser funktioniert als der mit Leopard mitgelieferte VNC-Client. CotVNC oder JollysFastVNC nutze ich nicht mehr.

  2. Du hast recht, wenn die Installation fertig ist, benutze ich auch RDP nicht VNC. Kommt mir auch immer ein wenig flotter vor. Wusste gar nicht, dass es den RealVNC auch für Mac OS X gibt.