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SMS, ich weiss, wofür für sie gut sind …

… die Sudden Motion Sensoren, die Apple seit 2005 in ihren mobilen Rechnern verbaut. Sie sollen eigentlich bei plötzlichen Bewegungen zum Beispiel bei Stürzen den Schreib-und-Lese-Kopf der Festplatte wieder in seine Parkposition fahren, so dass zu mindestens dieser keinen Schaden mehr anrichten kann.

Aber diese Sensoren sind auch für kleine Spielereien gut zu gebrauchen. Und einige möchte ich hier in diesem Artikel vorstellen:

1. Der Programmierer meines Lieblingsbildschirmschoner “Anèmon” hat eine kleine Anwendung programmiert, die diesem Screensaver nicht sehr unähnlich ist. Man kann die kleinen Partikel, die auch im Screensaver zum Einsatz kommen durch hin und her bewegen des Notebooks sehr realitätsnah über den Monitor jagen. Das macht richtig Spass und ist sehr beeindruckend.

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LiquidMac ist Freeware und aktuell auch immer noch weiterentwickelt. Downloaden kann man es hier.

2. Mit SeisMac kann man seinen Mac in einen Seismographen verwandeln. Mit dieser Software kann man sehr schon sehen, wie empfindlich die Sensoren sind, wie sie jede noch so kleine Erschütterung aufnehmen.

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Auch SeisMac ist kostenlos als Freeware erhältlich.

3. MacSaber ist eine reine Funapplikation und gibt die gewonnenen Sensordaten als Sound aus. Und zwar als StarWars Schwerter Sound. Auch sehr lustig, wer es mag.

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MacSaber ist auch kostenlos erhältlich und funktioniert wie alle hier vorgestellten Programme unter Mac OS X 10.5. (aber auch unter 10.4)

4. Mit Jilt gibt es eine Java Library, mit der man auf die Sensordaten zugreifen kann. Jilt ist OpenSource und eine Beispielimplementation kann man hier in diesem Video bewundern:

[youtube aM0PrEu-xO8]

5. BubbleGYM ist ein Spiel, genauer gesagt ein Shareware Spiel, welches sich die Sensoren zu Nutze macht, aber ehrlich gesagt, wirklich toll ist es nicht.

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6. Mit SkipChecker versucht der Entwickler ein etwas sinnvolleren Nutzen aus den Sensordaten zu gewinnen. Man kann zB. mit diesem Tool durch Kippen des Notebooks zum nächsten Song in der iTunes Playlist springen. Oder man kann sich Vorlesen lassen, wie man das Gerät gerade bewegt. Hier kann man zum Beispiel auch andere Scripte einsetzen und ausführen.

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SkipChecker ist Opensource und hier finden interessierte Entwickler gute Ansätze zum Programmieren mit den Sensoren.

Und sonst noch?

Es gibt natürlich noch mehr Programme. Hier noch vollständigkeitshalber eine Liste der Tools, die mit den Daten der Sensoren arbeiten:

iAlertU – die Alarmanlage für dein Notebook
Smacbook – den virtuellen Desktop wechseln
[youtube 6uvQTTPr9Rw]
Ein Plugin für Quartz Composer
Gameklassiker Pong

Gibts noch mehr? Dann her da mit.

Links
http://uri.cat/software/LiquidMac/
http://www.suitable.com/tools/seismac.html
http://kortenkamps.net/tiki-index.php?page=Jilt
http://de.wikipedia.org/wiki/Sudden_Motion_Sensor
http://isnoop.net/blog/2006/05/20/macsaber-turn-your-mac-into-a-jedi-weapon
http://www.balooba.se/baloobasoftware/texts/bubblegym.htm
http://earthlingsoft.net/Skip%20Checker/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

7 Kommentare

  1. Tolle Applikationen. Da ich aber noch kein MBP habe kann ich sie noch nicht ausprobieren… ;)

  2. Geht auch mit einem MacBook ohne Pro ;-) LiquidMac ist sehr witzig. Sinnlos, aber witzig :-))

  3. uha und ich hatte mich schon gefreut das mein N73 es merkt wie hell es ist und dann halt die Tastaturbeleuchtung an oder aus schaltet. Aber wenn das Powerbook das schon kann dann war ja Apple immer hoch entwickelt gewesen. Wahnsinn!

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