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Asus eee PC: Mein erster Test

Endlich habe ich ein Exemplar in die Finger bekommen und konnte diesen kleinen Winzling einen Tag lang ausgiebig testen. Ich habe hier die 4G Version in schwarz mit 512 MB Ram zur Verfügung gehabt. Wir haben auf dieses Gerät ca. 3 Wochen gewartet. Und das sind meine ersten Eindrücke:

Gleich zum Anfang muss ich sagen: Mich hat dieses Gerät wirklich in vieler Hinsicht positiv überrascht. Angefangen mit der sehr guten Verarbeitung, bis hin zum Gewicht und dem Betriebssystem wirkt dieses kleine Kraftpaket wie ein kleines Wunder auf mich.

Die Verarbeitung

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Die Verarbeitung ist wirklich gut und einer der grössten Stärken des Gerätes. Nichts klappert. Das Notebook fühlt sich sehr gut an und wirkt wie aus einem Guss. Nicht ganz so wie die Macbooks, aber es kommt schon sehr nahe ran. Ausserdem gefällt mir das matte Schwarz sehr gut. Das Display lässt sich gut mit einer Hand öffnen, ist aber trotzdem sehr stabil und fest verbaut. Es besitzt keinen Schnappmechanismus, sondern wird einfach durch die Scharniere zusammen gerückt.

Das Gewicht

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Wir haben es auf einer Briefwaage gewogen und dort brachte es incl. Akku auf 950g auf die Waage. Was für ein Notebook wirklich sehr leicht ist. Es lässt sich sehr gut mit einer Hand tragen.

Das Display

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Das grösste Manko an diesem Gerät ist das sehr kleine 7 Zoll Display. Mit einer Auflösung von 800×480 eignet es sich für viele Webseiten einfach nicht. Eine Auflösung mit 1024×768 hätte ihm wesentlich besser gestanden. Aber das bei diesem Preis irgendwo Abstriche gemacht werden müssen, daß war mir schon klar. Das Display an sich ist gut ausgeleuchtet und macht einen flotten Eindruck. Für viele Anwendungen reicht aber erstaunlicher Weise die Grösse. Wenn jetzt noch der Browser Firefox das stufenlose Zoomen unterstütze würde, dann würde das Manko auch nicht mehr so stark wirken. Auf vielen Bildern wirkte das Display auch immer ein wenig verloren, neben den Boxen und dem dicken Rand. Aber in Natura macht das gar nicht so viel aus.

Die Tastatur

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Die Tasten sind schon ein wenig klein, das muss man zugeben. Aber ich denke man kann sich daran gewöhnen. Ich habe versucht einen längeren Text zu schreiben und nach einer kurzen Eingewöhnungphase gelang mir das auch ganz gut. Die Handballen können aber bei mir nicht ganz aufliegen, da das Gerät aber sehr flach ist, ist das nicht weiter schlimm.

Die Wärmeentwicklung

Das Gerät wird nach einer Weile merklich warm, besondern im vorderen Bereich und auf der Rückseite. Unangenehm war es aber nicht.

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Was mir weiter gefiel

Nicht schlecht fand ich, daß Asus ein passendes Skincase mitliefert. Dafür muss man sonst immer noch mindestens 10 bis 30 Euro hinlegen. Die Webcam machte auch einen schnellen und guten Eindruck. da habe ich schon oft schlechteres gesehen. Der Sound ist ok. Man kann sehr gut Videos abspielen. Auch Musik kann man hören. Es klingt ein wenig blechern und der Bass fehlt. Aber wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat, dann reicht die Sound-Fähigkeit vollkommen aus.
Neben dem VGA Ausgang, bietet das EEE 3 USB Anschlüsse, Mikrophone IN und einen Kopfhörer Ausgang, einen Ethernet Port und einen Kartenleser für MMC und SD-Karten.

Zum Betriebsystem

Was Asus da aus dem KDE gezaubert hat, gefällt mir ausserordentlich gut. Als Basis dient ein Xandros Linux, welches wiederum auf Debian basiert und sich dadurch sehr schön mit APT erweitern lässt. Die eigens für dieses Notebook entwickelte Desktopoberfläche ist gut durchdacht und erweiterbar. Die Icons sind sehr schön gewählt und machen einen professionellen Eindruck. Als kleines Manko empfand ich, daß ich über die Oberfläche die Konsole nicht starten konnte. Ich fand aber in der Hilfe den Befehl zum Starten der Konsole: Strg-Alt-t.

Ich habe es jetzt in mehreren Wlan-Netzen getestet, alle mit WPA verschlüsselt. Mit keinem hatte es Probleme. Die Verbindung baute sich aber gefühlt 5 Sekunden langsamer auf als auf meinem Macbook Pro. Aber ich denke man kann damit sehr gut leben.

Das OS bootet sehr sehr schnell und das Einloggen erfolgt fast ohne Verzögerung. WOW

Der Schlafmodus funktionierte zuverlässig. Das Notebook wacht aber beim Öffnen nicht alleine auf, sondern muss extra durch den Powerknopf aus seinem Schlaf geweckt werden. Das bin ich von anderen Notebooks anders gewöhnt.

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Was fand ich nicht gut

Nicht gut fand ich den Intel-Aufkleber. Kann man ja gott-sei-dank abmachen. Merkt es euch doch mal, damit wertet man kein Gerät auf. Auch die externe Auflösung ist nicht so pralle. Ich konnte nur 1024×768 einstellen. Aber vielleicht gibt es hier auch Lösungen für. Ich konnte zwar im Firefox und in Skype meinen Proxy einstellen. Negativ viel mir aber auf, daß man keine Möglichkeit hat einen Proxy systemweit einzurichten. Auch das versteckte kcontrol brachte keine Option zur Tage.

Fazit

Ich bin im Grossen und Ganzen mehr als zufrieden mit diesem Gerät. Das Linux ist sehr gut konfiguriert und erweitert. Ich denke dieses kleine Gerät macht sich besonders als mobiler Begleiter sehr gut. Ob man auf Dauer mit 4GB Speicherplatz auskommt, wird sich zeigen, wobei man aber schon bei der Standardinstallation nur 1,4GB zur Verfügung hat. Der günstige Preis mit 299 Euro tut sein weiteres. Wenn, wie ich hier in diesem Spiegel Artikel gelesen habe, Asus noch einmal stark nachbessert und für einen Aufpreis von 100 Euro folgende Features mehr bietet:

* Der Arbeitsspeicher wird von 512 Megabyte auf ein Gigabyte verdoppelt,
* Der Festspeicher wird von vier auf zwölf Gigabyte verdreifacht und
* Der Bildschirm wird von sieben auf 8,9 Zoll vergrößert,

dann wird dieses ASUS-Produkt mit Sicherheit ein Renner.

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Links

http://eeepc.asus.com/de/index.htm

http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,539067,00.html

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

12 Kommentare

  1. Ich finde das Teil wirklich niedlich. Ich glaube aber, dass ich auf die nachgebesserte Version warte…. Obwohl es mich ja sehr in den Fingern juckt.

  2. Sehr schöner Artikel. Ich arbeite seit fast einem Monat schon mit dem kleinen und bin mehr als zufrieden. Es ist für mich eine schöne Ergänzung zum Macbook.
    Habe mit 2 SD Karten auch genug Platz zum Arbeiten unter Win XP und eee-ubuntu. Einfach super.

  3. Pingback: Rappelsnut » Modell 900

  4. Danke für deinen Artikel (sachlich-informativ), das hat mich bewegt den Asus doch nicht zu kaufen ;). Bin kein Fan von Mini-Ausgaben, da ich selbst 1,98m groß bin, sind meine Hände auch nicht gerade dafür geeignet :P .

  5. Hier im new economy Amt gab’s heute für mich die initiale eeepc Sichtung. Leider ein Exemplar mit grafischem DOS drauf. Ich hab’s ordentlich befummelt und freue mich nun noch mehr auf eine Version mit etwas grösserem Display. Wie du schon erwähntest – 800×480 sind doch etwas eng.

  6. Man kann die neuen ja schon bewundern. Das Display sieht viel besser aus. Aber ich konnte nirgens einen Hinweis auf die Auflösung finden? Weiss jemand mehr? Sind es 1024×768? Das wäre tool.