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[Hardware] Dell Latitude D630C Test

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Mein Kollege Udo hat nun endlich eine Entscheidung getroffen – einen Mac konnte ich ihm leider nicht aufschwatzen. Nun ist seine sehr schwierige Wahl auf ein Dell Latitude D630c gefallen und er konnte es jetzt eine Woche lang testen. Die ersten Eindrücke von diesem Gerät möchte ich Euch auch nicht vorenthalten. Ich habe zu diesem Zweck eine Art Interview mit meinem Kollegen geführt.

Oliver: Wie war der erste Eindruck? Bist Du grundsätzlich zufrieden? War es die richtige Wahl?

Udo: Ja, der Gesamteindruck ist gut. Ich schicke ihn nicht zurück. Mein Wunschnotebook mit einem 17 Zoll Display und 1kg Gewicht ist es nicht geworden, aber ich denke, es ist ein wirklich guter Kompromiss.

Oliver: Apropos Gewicht und Display.

Udo: Das Notebook liegt mit 2,4 kg im guten Mittelfeld dieser Notebookklasse und ist damit gerade so noch mobil-tauglich. Das Display ist gleichmässig ausgeleuchtet und die Auflösung WXGA+ (1440 x 900 Pixel) passt perfekt zum 14,1 Zoll Display. Die Farbdarstellung empfinde ich als gut.

Oliver: Dein Vorgängernotebook war auch ein Dell, ein X200. Inwieweit unterscheiden sich die Tastaturen die Geräte?

Udo: Die Tasten sind schön gross und der Hub gefällt mir auch sehr gut. Sehr angenehm empfinde ich, daß Einfüge- und Entfern-Tasten vorhanden sind. Das hatte ich beim dem kleineren Gerät nur über den Function-Key. Neben dem Touchpad gibt es noch die alternative Steuerung per „Gnuppel“ (Trackpoint). Diesen musste ich entfernen, da er beim Schreiben störte und ich ihn sonst sowieso nicht benutze. Das Touchpad ist gross genug und lässt sich gut bedienen. Ein wenig störend empfinde ich, dass die oberen Tasten beim Touchpad nicht klicken.

Oliver: Was mich immer besonders interessiert, ist die Akkulaufzeit. Viele Hersteller schönigen die Laufzeiten. Wie sieht es da bei Deinen ersten Tests aus?

Udo: Ich habe ein Vista Ultimate installiert und komme mit dem Standard-Akku (56 Wh) auf gefühlte 2 Stunden. Eher etwas mehr. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich Wlan benutzte und das Display auf vollste Helligkeit eingestellt war. Durch die Möglichkeit, ein zweites Akku in den DVD-Laufwerks-Schacht zu schieben, kann man bei diesem Gerät die Laufzeiten drastisch erhöhen.

Oliver: Wie empfindest du die Verarbeitung? Ich fand beim ersten Anfassen, fühlte sich das Gehäuse sehr kalt, fast wie Metall an. Ist es aber nicht, oder?

Udo: An der Verarbeitung kann ich nichts aussetzen. Das Notebook hinterlässt einen sehr robusten Eindruck. Das Display ist sehr steif und lässt sich kaum biegen.

Oliver: Fasse mal bitte die Vor- und Nachteile zusammen, so weit du das schon nach einer Woche Nutzung sagen kannst.

Udo:

Vorteile: gutes Preis- /Leistungsverhältnis, gute solide Verarbeitung, ausbaubare Dockingstation, Gewicht ok, Fingerprint- & SmartCardReader, Wlan & Bluetooth ausschaltbar, RS232, UMTS Simcard-fähig, 4 USB, sehr guter schneller Vor-Ort Support

Nachteile: Lüfterlautstärke bei hoher CPU Leistung teilweise sehr hoch (würde mir eine stufenlose Regelung wünschen – momentan ist es eher eine Zweipunkt-Regelung), keine Webcam

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Technische Daten:

Dell Latitude D630c

Intel® CoreTM 2 Duo Prozessor T9500 (2,6 GHz, 6 MB L2-Cache, 800Mhz)
4GB Ram, nVidia Quadro NVS 135M

Vielen Dank auch noch mal von mir für die guten und sehr hilfreichen Kommentare (hier).

Links
http://www.dell.de
http://www.aptgetupdate.de/index.php/2008/02/09/die-qual-der-wahl/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

11 Kommentare

  1. Lustig. Habe heute ein Precision M4300 eingerichtet. Also eine Nummer größer, mit 15″, ordentlicher Grafikkarte, Auflösung 1920×1200, 3GB RAM und daran ein 2408WFP. Ganz nett. :)

  2. …natürlich ist das nicht entscheidend, das ist mir schon klar. Trotzdem: Das Auge ist halt immer mit, deshalb muss die Bemerkung erlaubt sein, dass das Teil nicht grad besonders schön is ;-) Dann doch lieber die Produkte mit dem Apfel… die schmecken meinem Auge persönlich besser.

  3. @malte: Stimmt sicher. Obwohl ich sagen muss, dass es mit zu den besseren gehört, optisch gesehen. Aber es ist halt Dell-Design. Die erkennt man auch 3 Meilen gegen den Wind. Mich würde eher stören, dass kein Mac OS X drauf läuft (offiziell supported).

  4. Wird wohl auch mein nächstes Gerät werden. Aber sind 1440x900px nicht etwas zu viel für einen 14-Zoll-Display? Ich wollte eigentlich die Standardauflösung mit 12??x800 nehmen.

  5. @Oliver,
    bin mir eigentlich sicher das der Prozessor einer von den neuen Intel C2D T9xxx ist. Ich guck aber morgen nochmal auf die Rechnung drauf.

    EDIT: Bin gerade im Mediamarkt und schreiben diesen Kommentar vom Macbook Air *ein Traum aber laut Preisschild mit 1899 Euro viel zu teuer*

  6. @Bernd: die 1440×900 sind für die 14,1″ schon voll okay. Alles darunter, vor allem, was die Höhe betrifft, war für mich auch inakzeptabel (zuvor hatte ich sogar mit 15″ und 1680×1050 geliebäugelt). Ich hatte vor meinem Desktop-Wide-Screen jahrelang eine Auflösung von 1280×1024 und hatte mich daran gewöhnt. Nun wollte ich auf keinen Fall in eine SVGA-Auflösung, bloß breiter, zurückfallen. Das ewige Rumgescrolle würde mich nerven.
    Oli fand die Auflösung übrigens nach Inaugenscheinnahme auch okay und wir sind beide keine Kleinst-Icon-Fetischisten mit zusammengekniffenen Augen ;-)

  7. Ach so, hatte ich ganz vergessen: ich habe gestern die Akkulaufzeit nochmal genauer beobachtet. Mit dem 6-Zellen Akku (56 Wh) kam ich auf über drei Stunden, wobei etwa die Hälfte davon mit eingeschaltetem WLAN und BT war. Das Display hatte ich dabei mit dem eingebauten Ambilight laufen. Der Akku war am Anfang nicht ganz voll (96%) und am Ende nicht ganz leer (13%).

    Ein Test mit dem Mediabay-Akku steht noch aus.

  8. OK danke, das mit dem Scrollen ist natürlich ein Argument. Ich war nur etwas skeptisch, weil mein bisheriger 17″ auch „nur“ 1440×900 hat und mir das eigentlich immer voll gereicht hat.