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[Linux] OpenSuse 11.0 – Mein Test (Teil 1)

Kaum war gestern offiziell die neue OpenSUSE 11.0 veröffentlicht worden, lag heute schon das Paket auf meinem Tisch. Und ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, mal genauer ein Blick auf diesen neuen Release zu werfen.

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Was als erster auffällt, ist die überarbeitete Installationsroutinen, die sogar optisch überzeugen und einen sehr zügigen und aufgeräumten Eindruck hinterlassen. Aber seien wir mal ehrlich, die Installationsroutine sieht man bei einem guten System, wenn alles normal läuft auch nur einmal, aber wie wir alle wissen, der erste Eindruck ist wichtig und sehr einprägsam. Also schon mal ein Punkt für die neue SUSE. Ein wenig schmunzeln musste ich über die Windowmanager-Auswahl. SUSE beschränkt sich nicht wie zum Beispiel Ubuntu auf einen Windowmanager, sondern bringt neben KDE 3.5 und KDE 4, auch noch den neusten Gnome und XFCE mit. Aber, und das liess mich schmunzeln, SUSE selektiert keinen dieser WMs mehr vor und schreibt sebst bei der Installation: “… Windowmanager sind Geschmackssache …du darfst selber wählen”. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, das diverse Vorselktierungen zu so machen Aufstand in der Community geführt hatten und da ist dieser Kompromiss wohl noch der bessere.

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Die Standardinstallation mit KDE 4 ging erstaunlich flott von statten. Ich glaube ich hatte die SUSE 11.0 in unter 10 Minuten fertig installiert. Mein Testsystem ist ein Intel DualCore 2 Core2Duo Rechner mit 2GB Ram und einer NVIDIA 7600GT. Beim “Accountanlegen” ist wieder “automatischer Login” aktiviert. Das sollte man dem User doch so nicht anbieten – ist irgendwie Win95-like und doch nicht mehr zeitgemäss oder? (Machen aber andere System komischerweise genauso.)

Das KDE 4, welches man immer noch nicht als stabil und ausgereift bezeichnen kann, hinterließ das erste Mal bei mir einen sehr positiven Eindruck. Wenn die KDE Entwickler ihre Versprechen halten und die geforderten, notwendigen Features in KDE 4.1 implementieren, dann gebe ich dem KDE 4 echt eine Chance sich auch weiterhin neben Gnome zu behaupten zu können.

Mein Testsystem ist kein besonders, exotisches Sytem und man sollte erwarten, dass jegliche Hardware ordentlich erkannt und eingerichtet wird. Ich hatte mit meinem Samsung SyncMaster 181T unter Ubuntu auch in der letzten Version immer wieder Schwierigkeiten. Die SUSE konnte auch in diesem Punkt überzeugen und ich brauchte überhaupt nichts nacharbeiten. Den Nvidia-Treiber habe ich über den Umweg Wiki installiert, denn man bekommt standardmässig (wie immer) nur den nv Treiber installiert. Natürlich wollte ich Compiz aktivieren und bin erstaunt, wie gut das mit den neuen Dialogen (Desktop-Effekte) funktioniert und ins System integriert ist.

Über das Online-Update wurden auch gleich der Firefox auf die finale Version 3 aktualisiert und ein paar weitere Patches installiert. Das funktionierte alles ohne Probleme.

Und hier noch ein paar Fakten zur neuen Version:

* Linux Kernel 2.6.25.5
* Kompression bei den RPM Paketen wurde von bzip auf lzma umgestellt, was zu kleineren RPM-Paketen führt
* YaST 2.16.71 mit teilweise überarbeiteten und neuen Modulen
* SaX2 und YaST-Qt-Schnittstelle wurden auf Qt4 portiert.
* Verfügbar für die Architekturen i386, x86_64 und PowerPC
* Verkaufsversion: Doppellagige DVD für 32bit und 64bit, gedrucktes Benutzerhandbuch, kostenlose Installationsunterstützung
* 2 Jahre Produktlebensdauer

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mehr Erfahrungen gibt es dann in 2.Teil …

Links
http://de.opensuse.org
http://en.opensuse.org/Nvidia#openSUSE_10.3_and_openSUSE_11.0
http://www.pro-linux.de/news/2008/12832.html
http://www.golem.de/0806/60459.html

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

8 Kommentare

  1. Habe gerade die OpenSUSE 11 GnomeLiveCD auf meinem Macbook 2G getestet. Compiz etc. funktionieren einwandfrei, aber W-LAN wird nicht richtig erkannt/angezeigt, komisch nur das die Module dafür geladen wurden (Ath5). Multimonitor Support ist mangelhaft und aus dem Ruhezustand wacht er mit schwarzem Schirm und flackerndem Mauszeiger auf. Das alles betrifft aber alle Distris, die ich bisher testen konnte. Schade, denn ich mag Linux eigentlich sehr.

  2. Ja, genau die Box. Die haben wir seit 6.2 im Abo ;)

    Ich habe kurz eingeschnuppert in die Videos, gar nicht mal schlecht gemacht. Vom Themespektrum aber eher „basic“ würde ich sagen.

  3. Was zahlt man für eine Boxed Version ?

    Ich hatte damals mal die 8er Version als Boxed.

    Hm, ok…. über Basic dürfte ich hinaus seine. :-)
    Dank dir :)

  4. 49,90 oder 59,90 – ich bin mir nicht ganz sicher. Man braucht die Box aber eigentlich nicht – ich sehe das eher als Beitrag für die Community und hoffe das es irgendwie ankommt. Den Support habe ich noch nie in Anspruch genommen.

  5. Ich hab es mir mal geladen und in Vmware installiert. Mal schauen.
    Zum Ausprobieren sind mir 50-60€ zu viel.

  6. Was mich an fast allen Linux-Distributionen stört, ist die grauenvolle Lokalisierung.

    Fehlerhaft, unvollständig, teilweise schauen die sogar nach einer Google-Übersetzung aus.
    Wenn ich jetzt schon in der Installation bei der „Desktop-Auswahl“ etwas von „… ist die letzte Version …“ lese (sicher ist die neueste Version gemeint), dann vergeht mir schon wieder die Lust.

    Entweder vernünftig lokalisiert oder gar nicht.