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[HardwareTest] Sansa Fuze 2GB – MP3 Player

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Endlich mal wieder neue Hardware in der Hand über die ich schreiben kann. Heute bekam ich von der Firma SanDisk einen MP3 Player zugeschickt, den ich gleich mal durch den Kakao ziehen werde. Nein, natürlich nicht. Ich werde ganz objektiv dieses Produkt beurteilen, obwohl ich gerade im Hinblick auf MP3-Player sehr durch Apples Geräte geprägt bin und diese natürlich dann auch als Maßstab heranziehen werde.

Der erste Eindruck

Der Player, welcher mit einer Speicherkapazität von 2GB daherkommt und sich zusätzlich auch noch mit microSD Speicherkarten erweitern lässt, macht eine durchaus hochwertigen und sehr guten ersten Eindruck. Optisch gesehen, orientiert sich SanDisk mit dem Sansa Fuze ganz stark an dem iPod nano der 3ten Generation und kann auf den ersten Blick mit vielen Features mithalten. Die obere Schale besteht aus durchgezogene Plaste, welches sehr kratzfest wirkt. Die Unterseite ist etwas griffiger, da die Oberfläche aus einem gummierten Plastikstoff besteht. Das “Klick-Wheel” ist das auffälligste Bedienelement, das an den iPod erinnert und sich auch sehr ähnlich bedient, aber nicht wie beim iPod auf Berührung reagiert, sondern  mechanisch gedreht wird.

4/5 Punkte

Zubehör

Zu dem Player liefert SanDisk eine dünne Schutzhülle, einen normalen, schwarzen Kopfhörer, Anleitungen, eine CD und ein USB-Kabel. Die Kopfhörer sind ok, könnten aber durchaus besser sein. Das Kabel ist recht dünn, aber sollte die erste Zeit wohl gut durchhalten. Hier sparen ja irgendwie alle Hersteller. Aber man kann sich ja nach Bedarf bessere Kopfhörer besorgen. Mit der mitgelieferten, kleinen CD habe ich mit meinem Slot-in-Laufwerk mal wieder schlechte Karten, so dass ich hierfür auch Punkte abziehen muss.

3/5 Punkte

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Bedienung

Auch hier richtet sich SanDisk an den Marktführer und kopiert sehr gut das gesamte Bedienkonzept des iPods. Ich finde das jetzt nicht schlimm, da diese Bedienung intuitiv und sehr gut durchdacht ist. Mit dem Klick-Wheel wählt man das Feature aus und bestätigt dann mit dem mittleren Knopf. Die Lautstärke wird auch durch Drehen am Rad eingestellt. Das Rad hat oben, unten, rechts und links Druckpunkte die mit den Funktionen Spulen, Lieder durchschalten, Play, Pause usw. belegt sind. Ein Einschalter befindet sich an der rechten Seite und muss etwas länger gedrückt gehalten werden. Ein zusätzliche “Home” Button über dem Rad bringt einem immer sofort in das Hauptmenü.

Der microSD Kartenslot befindet sich auf der linken Seite. Die Kopfhörereingänge findet man typischerweise unten am Gerät, wie auch den USB Anschluss.

4/5 Punkte

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Das Display und der Videoplayer

Das Display ist ausreichend hell. Der Blickwinkel ist nicht so gross, aber bei so einem kleinen Display auch eher unrelevant. Das Display liegt komplett unter der oberen Schale, was ich sehr gut finde. Der Sansa Fuze besitzt, wie auch der iPod nano die Möglichkeit Videos abzuspielen. Aber mehr als ein zusätzliches Gimmick würde ich das bei dieser Displaygrösse nicht bezeichnen. Es funktioniert durchaus sehr gut und wer unbedingt seinen Lieblingssong auch als Video mit sich rumschleppen will, der ist damit recht gut bedient. Wieso auch nicht. Na meinetwegen.

Es können natürlich auch Fotos, wie im iPod angesehen werden. Dieses Feature ist aber, wie auch Videoansehen eher “nice to have” – mehr nicht. Displaygrössen wie beim iPhone eignen sich schon eher für den mobilen Filmgenuss. Aber man kann und ist hier nicht eingeschränkt.

4/5 Punkte

Soundqualität

Mir kam der Player ein wenig leise vor. Die maximale Lautstärke fand ich ehrlich gesagt nicht befriedigend. Die iPods sind ja auch nicht die lautesten Player, aber der Sansa Fuze ist mir eine Spur zu leise. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich sehr gerne laut Musik höre. Die Soundqualität dagegen konnte mich überzeugen und mit integrierten Equalizer kann man diese noch zusätzlich seinen Hörgewohnheiten anpassen.

4/5 Punkte

Fakten und Features

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Die wiederaufladbare Batterie, die man wohl auch nicht selber wechseln kann, soll bis zu 24 Stunden im Audiobetrieb und 5 Stunden bei Videowiedergabe halten. Das ist durchaus akzeptabel und mit den Apple Geräten vergleichbar.

Punkte sammeln konnte der Player mit seinen zusätzlichen Features, wie zum Beispiel einem integrierten Radiotuner und einer Sprachaufzeichnungsfunktion. Auch die Möglichkeit, das Gerät mit einer zusätzlichen Speicherkarte aufzuwerten, ist durchaus praktisch und verdient sehr viel Lob.

Der USB Anschluss ist der selbe wie bei den Applegeräten. Ich konnte das Gerät auch im iPhone Dock benutzen.

5/5 Punkte

Software und die Verbindung zum PC/Mac

Und in diesem Bereich zeigt das Gerät leider die meisten Schwächen. Da SanDisk nicht wie Apple mit einer eigenen Softwarelösung aufwarten kann, muss sich SanDisk einer Lösung wie dem Windows Media Player bedienen. Windows Media Player läuft bekanntermaßen nur unter Windows und fällt dabei bei mir schon mal komplett durch. Ich kann aus Zeitgründen das Zusammenspiel zwischen Mediaplayer und MP3 Player nicht testen.

Man kann aber natürlich das Gerät ganz normal per manuellen Dateikopieren befüllen. Ich bevorzuge lieber die iTunes-Komplettlösung, aber ich kenne auch viele Leute, die viel lieber ihre Lieder und Dateien sortieren und organisieren und auf eine solche Komplettlösung gar nicht angewiesen sind.

3/5 Punkte

Fazit

Der Sansa Fuze ist ein qualitativ hochwertiges Gerät, welches durchaus mit dem iPod Nano in einer Klasse spielen kann. Als Mac und iTunesnutzer kommt diese Player aber für mich nicht in Frage. Mir wurde das schicke kleine Gerät aber auch schon entrissen und wird fortan als Musikplayer meiner Frau dienen. Was wiederum für den Player spricht. Wer aber einen Sansa Fuze gewinnen will, kann mal bei helmi vorbei schauen, welcher ebenfalls als Macuser nichts mit dem Player anfangen kann ;)

Ergebnis

sehr gute 4 von 5 Punkte

Fotos

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Technische Daten

* Wiedergabe von Videos, Musik, Fotos und Hörbüchern
* Digitales FM-Radio
* Sprachaufnahmen mit integriertem Mikrofon
* Großes, klares 1,9″-Display
* Bis zu 24 Stunden für die Audiowiedergabe und 5 Stunden für Videowiedergabe mit einem internen, wiederaufladbaren Akku
* microSD™/microSDHC™-Steckplatz für zusätzliche Speichererweiterung
* Abmessungen: 7,9 cm x 4,8 cm x 0,8 cm (H x B x T)

Links
http://sandisk.de/

http://blog.helmschrott.de/mp3video-player-zu-verschenken

[Update] Preise: auf sandisk.com steht als Preis: 79$ für die 2GB und 99$ für die 4GB Variante – für wieviel sie in Deutschland verkauft werden, ist mir noch nicht bekannt

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

25 Kommentare

  1. Sansa sagt mir doch etwas, lief auf der Serie nicht Rockbox? Sollte das immer noch der Fall sein, wäre das Gerät ja glatt interessant. (Ich möchte mir eigentlich seit Jahren einen Audioplayer für unterwegs zulegen, aber irgendwie hab ich noch kein brauchbares Gerät erwischt.)

  2. ich benutze seit einiger Zeit den Sandisk Sansa Clip 2GB und bin vollauf zufrieden. Vor allem beim Joggen erste Wahl.

    PS: die Basislautstärke kann im Menü zwischen “normal” und “laut” umgestellt werden (jedenfalls beim SansaClip). Danach lässt sich der Sound mit den Lautstärkereglern einiges Lauter einstellen.

    cheers broedu

  3. das ding hat den gleichen anschluß wie der ipod? ich hab gedacht dass wär ein apple-interner anschluß…

  4. @broedu: Herzlichen Dank für Deine Info, die Lautstärke-Boost-Funktion hätte ich nie gefunden (und immer bei voller Lautstärke das Gefühl zu haben, es ist immer noch zu leise, ist ja auch doof).

    @Oliver Friedrich: Mit anderen Worten, es funktioniert auch am Fuze. :D

  5. hm, ich weiss bis heute noch nicht genau für was die Lautstärke-Boost-Funktion eingentlich gut ist…

    habt ihr ne idee?

  6. Pingback: Buenos Dias Elias

  7. Hallo Ihr,

    mein Problem ist, dass der Player nicht vom PC erkannt wird! Komm gar nicht dazu, die Musik zu erkennen. Naht Hilfe???

  8. Pingback: SanDisk Sansa Fuze im Kurztest | Sebbis Blog

  9. @Staadie: Solche Supportanfragen liebe ich: Du hättest auch schreiben können “Geht nicht!” – Hast du es mal an einem andere PC, Mac versucht?

    Am besten wendest du dich aber direkt an SanDisk. Die haben bestimmt ein Forum.

  10. Pingback: Der SanDisk Sansa Fuze Test… | momworx

  11. Pingback: Moni’s Appartment » Review: SanDisk Sansa Fuze 2GB

  12. Pingback: Irgendwie ungerecht =/ at Fearblog

  13. Hallo,
    ich habe auch einen Sansa Fuze, und weiß immoment noch nicht wie man mit ihm Podcasts abonnieren tut. Zur zeit lade ich sie mir immer als mp4 format runter un lads sie dann so drauf, aber das sind ja dann videos un werden nicht aktualisiert, also muss ich jede woche neue laden…. :(
    nich so praktisch, praktischer wär es wenn alles so wie beim ipod funktionieren würde. vielleicht weiß ja jemand wie es geht…

    lg

  14. Pingback: Basic Thinking Blog | SanDisk: SlotMusic, SlotMusicPlayer und Sansa Fuze

  15. Pingback: Sandisk Sansa Blog» Blogarchiv » Links zum SanDisk Fuze

  16. bei neuen update ist die lautstärke regelung von leise auf laut weg was für eine schei… das ding verschenke ich jetzt lg ich

  17. ich habe mir jetzt einen Sansa Fuze gekauft -> Firmenupdate drauf und wollte Musik hören, aber wie #11 schon beschrieben hat, ist die Lautstärkeregelung weg

    beim sansa forum fand ich keine hilfe und bei der Hotline sagt mir nur jemand im gebrochenen Deutsch das die Support nummer derzeit nicht erreichbar ist!

    ich bitte um Hilfe

  18. ich bin soeben fündig geworden.
    Werkseinstellungen wiederherstellen -> Sprache Deutsch -> Land Nordamerika und dann hat man wieder die Lautstärkeregelung

    Fragt mich bitte nicht wer sich so einen Scheibenkleister ausgedacht hat

  19. Das sich der Player nicht per Itunes sondern über einen normalen Dateimanager (oder den WMP) befüllen läßt ist für mich kein Nachteil sondern im Gegensatz der größte Vorteil gegenüber der Konkurennz aus dem Hause Apple. Letztere würde ich mir als Linux Nutzer alleine deswegen die anschaffen.

    Toll ist auch das der Player nach dem letzen Firmewareupate auch ReplayGain zu Lautstärkenangleichung unterstützt.

    Das verstecken der Lautstärkereglung nach dem letzten Firmwareupdate ist aber wirklich schlecht gelöst. Da wäre ein Hinweis gut gewesen. Dank den Kommentaren hier war es aber zum Glück schnell behebar.

  20. Die Synchronisierung funzt übrigens auch hervorragend mit dem MediaMonkey. Und der ist eh das Beste, was man für seine MP3-Sammlung tun kann.