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[Test] BlackBerry Curve 8310

Ich hatte die letzten Tage die Zeit und Gelegenheit ein neues Spielzeug zu testen: den BlackBerry Curve 8310 vom Hersteller Research in Motion (RIM).

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Erster Eindruck:
Beim Auspacken des Gerätes fiel mir zuerst die Größe des Gerätes ins Auge. Ich finde es ist mit 107x60x15,5mm (HxBxT) – für ein Smartphone – passend dimensioniert und mit 111g auch noch recht leicht. Die Verarbeitung war tadellos und mich störte neben dem Vodafone Branding am unteren Ende des Smartphones eigentlich nur das Kunststoffgehäuse. Wieso wird hier nicht grundsätzlich (nicht nur bei Smartphones) auf ein edles Metallgehäuse gesetzt?! Aber ich rege mich schon seit Jahren drüber auf – wieso sollte sich das ausgerechnet hier ändern…

Lieferumfang:
Da kann man nun (fast) überhaupt nicht meckern. Neben dem Handy samt Akku wird ein USB Datenkabel, Stereo-Kopfhörer (3,5mm Klinke), ein Netzteil mit Adaptern für, ich glaube, Großbritannien (?) und Japan (?) und einem schwarzen Lederetui angeboten. Wünschenswert wäre ganz sicher noch eine microSD Karte für den erstmal verwaisten Erweiterungsslot gewesen. Die muss man sich leider extra dazu kaufen.

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Design:
In den Zeiten von iPhone & Co. müssen sich die Hersteller schon was ganz Besonderes einfallen lassen um mich vom Hocker zu reißen. Das schafft der BlackBerry leider nicht – was meinen Rücken schont :)
Neben dem schon erwähnten Kunststoffkleid fällt natürlich sofort die vollwertige QWERTZ Tastatur ins Auge. Hier kommt auch der große Kritikpunkt – wer soll diese Tastatur bedienen? Ich persönlich habe schon keine große Hand und trotzdem arge Schwierigkeiten eine einzelne Taste (ca. 4x5mm) zu treffen.
Zusätzlich bietet der Curve eine Art Trackball zum Navigieren im Menü. Hier sehe ich wiederum Schwächen in der Verschmutzung des Gerätes – was aber die Zeit zeigen wird. Der Trackball ist trotz alledem sehr gut zu bedienen – ich halte einen Joystick aber immer noch für die bessere Lösung.

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Auf der Rückseite des Gerätes befindet sich neben einer zwei Megapixel Digitalkamera mit 5-fach Digitalzoom ein LED-Blitzlichtgerät. Hier fehlt meiner Meinung nach eine Abdeckung des Ganzen. Eine verkratzte und verstaubte Linse scheint mir hier vorprogrammiert.

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Display:
Das 50x38mm großen Display hat eine Auflösung von 320×240 Pixel und kann 65.536 Farben darstellen. Leider ist das Display nicht entspiegelt – was bei direkter Sonneneinstrahlung nachteilig ist. Auch ansonsten muss ich sagen das Display etwas matt wirkt und die Farben alles andere als „knallig“ sind. Dafür ist die Helligkeit aber sehr überzeugend.

Funktionsumfang:
Es handelt sich hier um ein Quad-Band Handy, das neben den typischen Infrarot- und Bluetooth-Funktionen über ein integriertes GPS-Gerät verfügt. Sehr lobenswert wie ich finde – was wiederum durch die fehlende UMTS-Funktion aber wieder zunichte gemacht wird. Wer also im Web surfen will, muss auf GRPS oder EDGE zurückgreifen.
Wie sich der BlackBerry durch das integrierte GPS als Navigationsgerät schlägt, habe ich nicht ausprobiert – mir aber sagen lassen das Google das Kartenmaterial liefert.

Als Symbian geplagter Handynutzer kam ich mit dem Betriebssystem des BlackBerry sofort gut klar. Die Bedienung ging mit dem Trackball gut von der Hand und lief trotz Java-Basis angenehm flüssig.

Abschließend bleibt zu sagen das der Akku nach knapp einer Woche noch halb voll ist – was ich als sehr gut ansehe. Anbei noch einige Vergleichsbilder mit einem Nokia E60 und einem Sony Ericsson W890i.

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LINKS
http://de.blackberry.com/

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

8 Kommentare

  1. Jep, die BBs sind besser als ihr Ruf… wir haben verschiedene Modelle im einsatz und alle kommen prima klar damit.
    Wegen den Tasten: hab auf keinem Gerät Probleme – hilfsweise Fingernägel spitz zufeilen *lol*
    Im Ernst, das ist bei allen Smartphones mit Volltastatur rin Ärgernis. Aber einen Tod stirbt man halt immer ;-)

  2. Ich entwickel Software für die Dinger und hab entsprechend oft die Geräte in der Hand und mit den Kunden zu tun. Das 83xx/Curve gehört meiner Meinung nach zu den besten BlackBerrys, die von dir aufgeführten Kritikpunkte sind aber durchaus berechtigt. ;)
    Mit der Tastatur komme ich (und die meisten anderen) gut klar, wobei das ältere 8700 zumindest in meiner Abteilung da immer noch dran vorbeizieht. Von Problemen mit dem Trackball (Stichwort Schmutz) hab ich erstaunlicherweise noch nichts mitbekommen, ich hatte beim ersten Anblick auch Bedenken…
    Übrigens: UMTS braucht man mit dem Teil nicht, der Browser ist eh nicht so prickelnd… :D

  3. Entscheidend an BB ist letztlich das Blackberry Enterprise Infrastruktur / Server zur zentralen Verwaltung und Anbindung an die Unternehmensdienste. Fuer privat ist ein BB auch nett, aber da tummeln sich noch genug andere ;-) Im Unternehemseinsatz finde ich BB aber unschlagbar, schon wegen der Tastatur und der guten Integration. Auch die erhaeltlichen Applikationen lassen kaum Wuensche offen und haben dazu – soweit bisher gesehen – auch ein hohes Mass an Stabilitaet aufzuweisen.

  4. Also von der Optik sehen die Blackberrys soweit alle gut aus. Und was an vergangenen Modellen in der 8000er Reihe oft kritisiert wurde (fehlende WLAN-Unterstützung, sprödes Betriebssystem oder kein UMTS/Wifi) hat man ja jetzt beim Blackberry 9000 wie es scheint, soweit alles berücksichtigt.

    Ob er sich für den Privatmann lohnt, muss wohl jeder selbst wissen. Für Business People aber sicher alle mal zu empfehlen. Ansonsten ein absolutes Pro für. :-D

  5. Hatte jetzt auch gerade das neue BlackBerry 8310 Curve in den Händen und muss sagen meine Anforderungen hat es komplett erfüllt. Super design und von den Funktionen fast ungeschlagen.

  6. Ich hab auch das 8310 Curve und hatte längere Zeit über Probleme mit dem Trackball. Nachdem ich es dann umgetauscht hatte, war das gleiche Problem [Trackball lässt sich nicht oder nur ganz schwer drücken) nach nur 4 Tagen wieder da. Morgen hole ich mir das dritte und wenn der Fehler wieder auftritt reichts. So schön und praktisch wie es sonst ist – aber ich bin ganz schön genervt. Weiß aber nicht auf welches Modell ich dann umsteige.