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Bin wieder drin

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Die ersten Tage ohne die Verbindung ins Netz der Netze war durchaus erträglich. Ablenkung gab es reichlich. Österreich ist wirklich ein Land an dem man sich kaum satt sehen kann. Besonders für ein Fischkopf, wie ich es bin, sind die Berge etwas ganz besonderes. Deshalb vergingen die ersten Tage wie im Flug. Wir sind recht viel durch die Berge gefahren (ja und auch gelaufen – Wandern nennt man das hier ;) ) und ich muss sagen, ich bin Abends ins Bett gefallen, so anstrengend ist das „hoch und runter“ mit teilweise 15% Neigung, dann dazu die Kurven und die vielen genervten Österreicher, die mit ihren Jeeps mir immer noch zeigen mussten, wie toll unser Auto für die Berge geeignet ist (bzw. der Fahrer an seine ach so tollen Grenzen kam). Hatte aber den wahnsinnigen Vorteil, dass ich dann kaum einen Gedanken an die Verbindung ins Netz verschwenden musste. So vergingen die Tage wie im Flug.

Informationen kann man sich durchaus auch aus anderen Quellen besorgen. Das war die zweite Erkenntnis der ersten Tage. Obwohl mir schon langsam die Fähigkeit Informationen auf „normalen“ Weg zu besorgen verloren schien, funktioniert es durchaus Wetter-, Sport und sonstige -Infos auch aus dem Fernsehen oder einer Zeitung zu beziehen. Aber die Erkenntnis bleibt auch, dass alle Alternativen um ein vielfaches schwieriger sind, als schnell mal einen Browser aufmachen. Schwieriger und um ein vielfaches langsamer. Internet ist einfach viel direkter und ja auch um einiges günstiger. So habe ich erst heute erfahren, dass mein Fussballclub auf Platz 1 in der 2ten Bundesliga steht. Wer hätte das gedacht. Aber für so was interessiert sich kein Mensch in 2500 Meter Höhe. Hätte mich auch gewundert. Aber, passt schon.

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Was mir aber persönlich am meisten gefehlt hat, ist die schnelle direkte Kommunikation, die man durch kein Offline-Medium ersetzen kann. Aber es sollte ja Urlaub sein und ich hatte eine Menge Filme und Stoff zum Lesen dabei, so dass ich auch diesen schmerzlichen Verlust gut über die Zeit gebracht habe.

Nun bin ich aber wieder da und freue mich auf neue Aufgaben und spannende Geschichten.

Kaum war ich über die Grenze gefahren, zuckte es schon in meinen Händen und ich brauchte nur noch wenige Minuten warten bis das kleine „E“(dge) im iPhone aufblitzte und ich endlich einen Blick in meine Mailbox werfen konnte. Nur ca. 1000 Mails. Habe ich auch fast geschafft die Fahrt über zu lesen, leider machte das Akku recht schnell schlapp. Muss mir wohl mal bei Zeiten die Zusatzakkus ansehen, die es seit neusten gibt.

Heute Abend warten noch ca. 5000 ungelesene Feeds – ich weiss aber ehrlich gesagt nicht so genau, ob ich die noch in Angriff nehmen soll. Vielleicht sollte ich einfach alle löschen und morgen ganz frisch starten. Was meint ihr?

Also mein Fazit: Geht es ohne Netz? Ein paar Tage ja, länger als eine Woche? Definitiv NEIN. Ich brauche diese Erfahrung ehrlich gesagt auch nicht so schnell wieder. Nächstes Mal fahre ich wieder im Inland in den Urlaub bzw. habe auch für das Ausland eine vernünftige Flatrate oder ein Hotel mit Wlan.

Nun bin ich aber wieder drin und die Matrix hat mich wieder. Bis dann.

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

14 Kommentare

  1. 5000 feeds? ich lösche ja so schon die meisten oder überfliege sie abends nur noch, wenn ich unter tags nicht zum lesen komme…

  2. Aboniert ihr so viel RSS von vielen Blogs oder ist das einfach nur von News-Seiten? Ich muss zugeben nur 6 Seiten in Vienna (RSS Reader für den Mac) zu haben und lese da noch nicht mal unbedingt alles.

  3. Moin Oliver,

    welcome back! ;) Die Zeit ohne Netz steht mir diese Woche auch bevor. Ich fliege nach Spanien um in Andorra Wandern zu gehen. Aber vielleicht ist die hochtechnisierte Welt der Gefahren dort noch nicht angekommen und ich finde das ein oder andere offene WLAN für mein Handy. Dann werde ich auch aus dem Urlaub heraus ein wenig bloggen.

    Ich suche nur noch einen vernünftigen Client der auch offline Postings schreiben kann und auch direkt Bilder mit hochladen kann, so dass ich die auf meinem E51 vorschreiben kann.

    Donnerstag gehts los! Mit dem Flieger nach Girona und dann per Tramp weiter nach Andorra. – Ich bin mal gespannt, wie das so wird. Nach dem Urlaub gibt es auf jeden Fall einen ausführlichen Reisebericht.

    Bis demnächst dann.

  4. Ahoy ahoy! :-)

    5000 Feeds ist schon sehr happig. Viel Spaß beim Drüberfliegen ;-)

    @Julius: wtf, warum fährt man nach Spanien zum Wandern? Kann man das nicht auch im eigenen Land machen? :D

  5. „passt schon“ hihi ;)

    Na klingt doch alles in Allem ganz lustig, mal wandern gehen ist doch auch schön, ne? Muss nur nicht ständig sein.

  6. Markier einfach alle als gelesen. Alle. Ausser die vielleicht in der Kategorie „Freunde“ stecken. Der Rest ist Wissen der sich im Netz leider ganz ganz oft wiederholt. Und wenn mans nicht weiss, macht es auch nix. Der Spagat zwischen „ich muss ich weiterbilden“ und am Ende in der Newsflut zu ersticken ist ständig gegeben. Nicht im Urlaub, sondern mit neuen Aufgaben in der Offline-Welt hab ich für mich gelernt, die Newsflut im Web runterzuschrauben.

    Freu mich aber wieder auf neue Posts von dir :)
    Gruss. M

  7. Hallo Oliver!

    Freut mich, dass du wieder da bist! Nun habe ich auch wieder ein Morning-Coffee mehr im Feedreader (;

    Ich war in der Zwischenzeit auch 2 Wochen „offline“, muss aber gestehen, dass mir die Zeit ohne Computer auch mal richtig gut getan hat! Man hat wirklich mal an was anderes gedacht, entspannt und war anderweitig aktiv!

    Zu den Feeds: Ich habe auch nur die relevantesten gelesen und den rest als „gelesen“ markiert… (; Mach einfach morgen einen „Neustart“ bei Null!

  8. Kannst beruhigt den Feed leer machen. In den letzten Wochen gabs nichts tolles.
    Außer mein Blog natürlich ;)

    Endlich gibts neue Beiträge!

  9. Welcome back to the Web. ;)

    Naja, dass es keine schnelle Offline-Kommunikation gibt, … Ein direktes Gespräch (oder ein Telefonat – und dafür kann man sogar das iPhone benutzen ;) ) ist schneller, als jedes getwittere oder jeder Chat.

    Mir geht’s immer genau andersrum. Die erste Woche ist hart, danach fehlt einem Tastatur und Bildschirm nicht mehr.

    Gruß
    Stefan

  10. hai oliver,
    was zum teufel is denn wohl dieser süüüüsse löwe fürn app!?