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[Vim Tipps] Code Folding – Kommentare ausblenden

Bild 2114.jpg

Tipp 4:

Einer der interessanteren Features von Vim ist das so genannte Code Folding, welches auch viele ausgewachsene IDEs unterstützen und Teile vom Code für eine kurzfristige, bessere Lesbarkeit wegklappen können.

Beispiel:

Mit zf6j kann man zum Beispiel die nächste 6 Zeilen einklappen. Befindet man sich mit dem Cursor über der eingeklappten Zeile kann man mit zo die Zeilen wieder vollständig aufklappen.

Möchte man zB. einen kompletten Codeblock, welcher in geschweiften Klammern eingeschlossen ist, einklappen, benutzt man folgenden Befehl: zfa}

In diesem Zusammenhang kann man dieses Feature zum Beispiel auch verwenden, um in einer der recht häufig vorkommenden Konfigurationsdateien (wie zB. squid.conf oder auch die Apacheconfigs), temporär die Kommentare auszublenden, muss man in der vim.local Konfigurationsdatei folgende Erweiterung hinzufügen:

 
set fdm=expr
set fde=getline(v:lnum)=~'^\\s*#'?1:getline(prevnonblank(v:lnum))=~'^\\s*#'?1:getline(nextnonblank(v:lnum))=~'^\\s*#'?1:0

Dann kann man mittels zi sämtliche Kommentare herausfiltern bzw. ein Kommentarblock mittels zo und mit zc faltet man diesen wieder auseinander.

Diese Tipp ist Teil einer Serie:

Tipp 1: Zahlen hochzählen und runterzählen
Tipp 2: Aus klein mach gross und umgekehrt
Tipp 3: Zeilen sollen nicht einrücken

Ich nehme auch gerne immer noch eure Lieblingskniffe für VI bzw. VIM entgegen und erwähne sie hier. Vielleicht wird es ja irgendwann mal eine schöne Sammlung

Links
via
http://www.debian-administration.org/articles/616

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

2 Kommentare

  1. Einen einzelnen Code-Block kann man auch einfach mit [SPACE] wieder unfolden, dass geht meist etwas schneller als das ‚zo‘.

    Beim Suchen, z.b. nach einem Funktionsnamen, wird der aktuell matchende Block automatisch ausgeklappt.

  2. Pingback: delicious Bookmarks von 13.09.2008 bis 16.09.2008 | Hardly ever offline - Das Blog von Andreas Rodler