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Techtalk Opensolaris 2008.11

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Pünktlich zum OpenSolaris 2008.11 Versions-Release lud Detlef Drewanz, seines Zeichens Senior Systems Engineer und Ambassador Operating Systems bei Sun zum OpenSolaris TechTalk in Rostock ein.

Es war ein interessanter Abend mit Glühwein und Kaffee, der wieder mal viele Fragen aufwarf und mich dazu bewegt hat, mich endlich mal wieder ein bisschen mehr um mein Solaris Knowhow zu kümmern, was immer mehr einschläft, da Linux Solaris bei mir fast vollständig verdrängt hat. Da war es kein Wunder, dass Fragen kamen wie, warum ist das Interesse an Solaris gefühlt in den Jahren eher zurückgegangen? Wieso interessieren sich Studenten, Schüler usw. eher an Linux oder anderen Betriebssystemen? Was denkt ihr woran liegt es?

Ich für meinen Teil werde mich in diesem Zuge auf jeden Fall mit dem Filesystem ZFS in naher Zukunft mehr herumschlagen müssen, auch in Hinblick auf eine hoffentlich baldige komplette Integration in Mac OS X. Meine Eindrücke davon sind aber sehr positiv und ich denke hier hat Sun wirklich sehr gute Entwicklungsarbeit geleistet.

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Ich fand, es war ein netter Techtalk und es war auch nicht zu überfüllt und überlaufen, so dass man ganz gut Dinge ausprobieren konnte und Fragen spontan durch die Vortragenden und den anwesenden Teilnehmer sehr gut beantwortet wurden. Auf unseren Apple Notebooks läuft aber natürlich weiterhin OS X. OpenSolaris durfte in VirtualBox unseren Rechnern Rechenzeit stibiezen.

Wer mehr über den Abend erfahren möchte, kann gerne beim Blog-Kollegen Ingo vorbei schauen, welcher ebenfalls anwesend war und noch eine Menge mehr Fotos präsentiert. (Danke für die Fotos)

Links
http://blog.windfluechter.net/index.php?url=archives/205-OpenSolaris-TechTalk-in-Rostock.html
http://opensolaris.org/os/
http://blogs.sun.com/solarium/  

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

6 Kommentare

  1. Ich denke viel hängt von den Applikationen ab. Bei den Solaris Systemen mit denen ich arbeiten muss, ist z.B. immer nur der Ur vi installiert und ich vermisse den vim (der auf Linux eigentlich Standard ist) schmerzhaft. Nichts desto trotz hat SUN ein paar tolle Sachen entwickelt (z.B. ZFS und nicht zu vergessen Java) und im Rechenzentrumsbetrieb ist es immer noch ein fester Bestandteil in der Serverlandschaft.

  2. @juhu:
    Ich denke auch, dass ein richtiges Unix in Sachen Stabilitaet und Performance immer noch gewisse Vorteile hat.
    Bei Linux wird an zu vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet. Staendig wird irgendwas geaendert, jeder kleine Hardware wird in den Kernel gehauen, es gibt allzu haeufig keine klare Linie… irgendwie Frickelware halt… ;)

    Insofern bin ich dann mal auf OpenSolaris gespannt, wenn ich meinen Rechner aus Berlin wieder hier habe… schade, dass es auf dem PPC nicht laeuft, den ich hier uebrig habe…

  3. @Ingo Juergensmann: zu 1. kein Problem, dieses Bedürfniss haben wir ja alle mal ;)

    zu 2. naja meine Erfahrungen mit Linux gerade im Serverumfeld sind durchweg positiv.
    Hardwaretechnisch ändert sich an einem Server ja auch in seinem Lebenszyklus kaum was. Neue unterstützte Hardware interessiert auch kaum, da der Linux Kernel ja ein modularer Kernel ist und die Treiber nur nach Bedarf geladen werden.

    Also wenn ich unter Solaris anfage Software zu installieren und ich Stunden damit verbringen muss, irgendwelche Libs zu suchen, dann würde ich eher das als Frickeln bezeichnen.

    Solaris oder die bezeichneten anderen Unixe sind nur dann stabil, wenn man den vorgeschlagenen Supportweg (der auch nicht wenig kostet) verlässt. Aber leider sieht es im alltäglichen Leben immer etwas anders aus. Da kommt man doch manchmal vom Weg ab und muss nicht zertifizierte Software einsetzen und schon bin ich in der Frikelfalle, bekomme keinen Support und auch kaum Hilfe in der Community, da diese eben recht klein ist und eher unwahrscheinlich, dass mein Problem schon mal aufgestossen ist.

  4. @Oliver Friedrich: Ja, natuerlich… ich weiss auch noch sehr wohl, dass die erste Frage beim SGI Support immer die Frage nach der Maschinen-ID des Rechners und somit nach dem Wartungsvertrag war.

    Dass die Community bei Linux sehr viel groesser ist, ist sicherlich ein Vorteil. Nur ist es dann halt schade, wenn man Probleme derart hat, dass die 08/15 Community auch nicht so recht helfen kann. Es mag sein, dass man manchmal auf etwas hoeheren Niveau leidet, aber gerade dann finde ich einen bezahlten Support nuetzlich – vor allem, wenn ich ihn nicht selber zahlen muss. ;)

    Und natuerlich haben traditionelle Unix-Vendors es auch dahingehend einfacher, dass sie meistens ja auch die Hardware fuer ihr Unix selber hergestellt haben und diese natuerlich bis ins kleinste Detail kannten. Den Vorteil hast Du bei Apple ja auch.

    Linux hat sicherlich viele Vorteile – aber eben auch Nachteile. Und der Weisheit letzter Schluss ist es auch nicht. ;)

  5. @ij: Ja, das ist richtig. Nur hat man eben bei OpenSolaris keine standardisierte Hardware mehr und steht vor den gleichen Problemen wie Linux, nur hatte Linux schon 15 Jahre Zeit.

    Bei Solaris und einem Sun-Eisen hat man diese Probleme selbstverständlich nicht.