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kompliziert, komplizierter, Apple…

Ein Tatsachenbericht über das Apple Rabatt Programm.

Zum Hintergrund: Ich, als Student, bestellte mir am 24.10.2008 über den Apple Online-Store mein neues MacBook inkl. eines „rabattierten“ iPod Touch. Ich schreibe das in Gänsefüßchen, weil ich als armer Kunde erstmal nichts von diesem Rabatt habe. Ich muss zunächst den kompletten Preis des iPod bezahlen und dann nach Lieferung des Ganzen ein kompliziertes Verfahren über mich ergehen lassen, um dann den mir zustehenden Rabatt bei Apple einzufordern.

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Nachdem dann am 07.11.2008 sowohl das MacBook, als auch der iPod Touch via UPS geliefert wurden, setzte ich mich den rauffolgenden Samstag hin, eröffnete ein Ticket zum Rabatt Programm auf der Apple Homepage, druckte das Ganze aus, schnitt die Seriennummern aus den jeweiligen Kartons aus (MacBook und iPod), packte alles in einen Brief und schickte diesen am 10.11.2008 fristgerecht nach England.

Um die Sache abzukürzen: Knapp zwei Wochen (!!!) später erhielt ich eine Eingangsbestätigung meines Briefes und mein „Antrag“ auf Gewährung des Rabatts wurde am 22.12.2008 genehmigt.

Gestern nun, am 08.01.2009, erhielt ich von Apple den heiß erwarteten Verrechnungsscheck, den ich heute bei meiner Bank einlösen werde.

DANKE APPLE!!! Keine zwei Monate und ich kann den Vorgang endlich zu den Akten legen aber eine Frage habe ich noch:

Mal ganz davon ab, dass ich sowohl den Karton des MacBook und des iPod zerschnippeln musste… wieso zum Geier wird der Rabatt nicht direkt von der Rechnung beim Kauf abgezogen? Ich möchte nicht wissen, was dieses komplizierte Verfahren an Verwaltungskosten für jeden einzelnen Käufer verursacht – sicher wesentlich mehr als die 125 Euro, die ich beim Kauf damals durch das Rabatt Programm gespart habe. Vom Unmut der wartenden Kunden und daraus folgenden „bösen“ Anrufen beim Apple Support möchte ich gar nicht erst anfangen. Oder spekuliert Apple gar darauf, dass sich viele Kunden dieses Verfahren nicht antun möchten oder ihre schicken Kartons nicht zerschneiden wollen? Ich weiß es nicht…

Nun kommt ihr. Ich hab genug gemeckert – drescht auf mich ein ;-)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

33 Kommentare

  1. Warum musst du denn den Karton zerschneiden? Hätte es nicht auch einfach nur gereicht die Plakette abzulösen?

  2. ich möchte apple diese spekulation sogar unterstellen!

    zweimal bei so einem rabattzeug mitgemacht und beide male nur probleme. ich bin nicht der einzige. von den schecks bis heute keine spur. nur aufwand, zusätzliche kosten und zeit an der hotline.

  3. Jetzt macht mir keine Angst… hatte auch iPod und Drucker über die Rabattaktion bestellt, sind 250,- die ich vorgelegt habe und habe bis heute keine Bestätigung über den Eingang der Barcodes oder Sonstiges! Und ich habe ungefähr im selben Zeitraum bestellt wie du, Björn.
    Hatte auch schon bei Apple angerufen und die sagten mir, dass das etwas dauern kann, weil die ca. 30.000 solcher Dingens checken müssen und was weiß ich. Aber, dass ich nicht mal eine Email oder ähnliches bekommen habe… man man man…! Und für mich sind 250,- € Ocken verdammt viel Geld.

  4. @dagassa: Echt jetzt? Na ich hätts trotzdem mal probiert.
    Die können doch nicht verlangen, dass ich so eine stylische und schöne Verpackung einfach kaputt mach!

  5. Da Apple das ja immer so macht, werden die tausendfach 150€ auf Iihren Konten liegen haben. Und das bringt auf dauer bestimmt ganz schön dicke Zinsen.

  6. @wazi der karton des produkts ist beim versand noch mal in einem andern karton und von dem muss man es ausschneiden.

  7. Ich dresch sicher nicht auf Dich ein, im Gegenteil, das ist wirklich ziemlich mies von Apple.

    Mein Samsung-Notebook hab ich damals über Studentbook.de inklusive Rabatt gekauft, alles was die wollten, war wenn ich mich Recht entsinne, eine Studienbescheinigung vorab, fertig.

  8. Dahinter steckt doch ein perfider Plan: Das Verfahren ist so kompliziert und so langwierig, dass Apple darauf spekuliert, viele User werden diesen Schritt nicht gehen und auf ihren „Rabatt“ verzichten.

    Kapiert?

  9. bei mir lief glücklicherweise gut, ich hab die etiketten einfach vom karton abgefönt und auf den antragsausdruck geklebt und so weggeschickt, nach zwei wochen war die rückerstattung dann auf meinem konto

  10. also ich hatte damals (vor etwas mehr als einem Jahr) keinerlei Probleme. Ich hab meinen Rabatt innerhalb von 2 Wochen überwiesen (!) bekommen – kein Scheck.

  11. Ich habe die Barcodes von den Produktkartons genommen, die sollen es auch sein. Allerdings war mir das Ausschneiden der Kartons zu dumm und wollte die Verpackung nicht ruinieren. Habe die Barcodes heißgefönt und vorsichtig abgezogen und dann auf ein Din A4 Papier geklebt.

  12. Also ich sag mal das is Masche.

    Je komplexer ich so eine Geschichte gestalte desto weniger wird sie langfristig verwendet.

    Da Apple wohl sehr genau weiß das ein Großtei lder USer aber derart in die Kategorie Fanboy passt, dass sich solche Schikanen nicht wirklich auf die Absatzzahlen auswqirken (whyeveR) kann man das relativ stressfrei durchziehen….

    Abgesehen davon ist die Sache die Zahlung rauszuzögern auch lukrativ für Apple. Jede Firma probiert doch dier eingehenden Zahlungen asap zu erhalten, die eigenen ausgehenden Zahlen aber am letztmöglichsten Zeitpunkt zu tätigen. Kleiner Trick der sich in der Menge absolut auszahlt.

    Kurzum: überall die gleiche dreckige Wäsche ….. bleibt nur noch zu sagen:
    „Keine Wäsche ohne Abholschein“ =)

    Das jmd ernsthaft Probleme hat ein Karton zu zerschneiden weil er so schick ist habe ich mal getrost überlesen … wir haben hier UnMengen Apple Kartons, kann die gerne sammeln und euch via ebay zum Verkauf anbieten hehe.

  13. @wazi: Ja du musst den Karton zerschneiden. Ich hatte da n ziemlich gepfeffertes Gespräch mit dem Apple Support…

    Der eigentliche Karton vom MacBook und iPod ist ja nochmal in einem größeren Karton verpackt, auf dem ähnliche Informationen stehen, wie auf den Produktkartons. Apple möchte aber, aus welchen Gründen auch immer, die Aufkleber von den Produktkarton haben. Diese lassen sich aber nicht so einfach ablösen und man muss demzufolge den „schicken“ Karton zerschneiden.

    Wie auch immer… Mir gehts auch mehr um das Verfahren ansich. Komplizierter geht es wohl kaum!

  14. Wenn ein Sticker nicht ab will, dann einfach mit dem Haarfön anheizen, dann lässt er sich ganz einfach lösen :-)

  15. Man merkt dabei einfach dass Apple eine amerikanische Firma ist. In den USA heißen solche Aktionen „Mail-In Rebate“ und da ist das ganz üblich. Man schickt irgendwelche Kaufbelege zusammen mit Coupons ein und bekommt dann Geld zurück. Geworben wird dann natürlich schon mit dem rabbattierten Preis und es wird ein „…after Mail-In Rebate“ angehängt.

    Die Alternative dazu heißt: „Instant Rebate“ – Was wir aus Deutschland kennen :-)

  16. Da hab ich ja wohl nochmal Glück gehabt :D
    Hab mir n MacBook Pro im RetailStore bestellt und nen 60 Euro Drucker gabs „gratis“ dazu.

    Alles ausgeschnitten und die Kaufbestätigung ausgedruckt, hingeschickt. Nach ein, zwei Wochen habe ich dann auch eine Bestätigung bekommen, wodrin stand, dass es bis zu 8 wochen dauern könnte, bis das Geld bei mir ist.

    Nach einer Wocher oder so war das Geld auf meinem Konto, da ich die Bankverbindung angegeben habe.

    Fand ich auch alles recht umständlich aber ich habe meine Geld bekommen. Das ist das wichtigste :)

    Ich glaube auch, dass Apple darauf spekuliert, dass man sich selbst den ganzen Stress der damit verbunden ist nicht antut usw. …

  17. Wenn ihr alle mal nachgefragt hättet, dann wüsstet ihr, dass es reicht die Etiketten einzuscannen und die Ausdrucke davon einzuschicken. Außerdem braucht man sich auch nicht mit einem beknackten Scheck rumzuquälen. Die überweisen einem das Geld auch gerne (IBAN und SWIFT/BIC-Code vorausgesetzt).

    Hatte damit sowas von keine Probleme. Anfragen, einsenden, und ganz entspannt abwarten. Und siehe da, Geld wurde überwiesen.

    Sehe keinen Grund sich selbst über Wochen verrückt zu machen.

  18. Nein, das ist weder Abzocke noch Schikane von Apple, sondern wenn man ein wenig drüber nachdenkt, sogar sinnvoll.

    1) Einschicken der Barcodes mit allen Kartonschichten: Das resultiert noch aus der Zeit, als iPods in Pappkartons verpackt waren und die Barcodes wie bei MacBooks auch außen angebracht waren (heute sind die Barcodes in den Schneewittchensärgen innen angebracht)
    Wenn man nun die Barcodes einfach von der Verpackung ablösen könnte, wäre es ein leichtes in einem Laden die Codes von dutzenden Verpackungen abzuziehen und bei Apple einzureichen. Der Karton wäre unversehrt, der „ehrliche“ Käufer würde nicht erkennen, was mit der Verpackung schon gelaufen ist.

    2) Einschicken der Unterlagen: Auch das macht Sinn, per Definition erhalten nur Schüler/Studenten und Lehrkräfte diesen Rabatt, und zwar nur dann, wenn sie einen entsprechenden Nachweis erbringen, sprich Immatrikulationsbescheinigung/Schülerausweis. Wie soll man diesen Nachweis bei einem direkten Abzug des Rabatts erbringen? Richtig, nicht möglich.

    Ich habe im Oktober bereits zum zweiten Mal am BTS-Programm teilgenommen, dieses Jahr habe ich direkt nach der Lieferung nur das Onlineformular ausgefüllt, kurz vor Ende der Frist war die Kohle auf dem Konto (ja, wenn man eine Kontonummer angibt wird auch kein Scheck geschickt). Die Barcodes und den Nachweis hatte ich übrigens noch nicht weggeschickt.

  19. Huhu, habe das ganze Prozedere auch hinter mir. Wollte meiner Freundin unbedingt so nen roten Ipod nano unter den Weihnachtsbaum legen :)
    Den Karton habe ich aber NICHT zerscnippelt. Hab die Etiketten mit einem Fön abeklebt und auf ein gewöhnliches Blatt Papier aufgetragen. Hat auch funktioniert.

    Panik hatte ich erst in der Bank, nachdem die gute Frau an der Information sowas wie: „Was ist das denn für ein komischer Scheck? Da ist ja gar keine ID drauf….“ vor sich hergemurmelt hat und erst einmal einige Kollegen befragen musste, was sie denn mit diesem sonderbaren Scheck anstellen solle.

    Naja, hat trotzdem alles geklappt. Und die Wartezeit verging mit meinem neuen Spielzeug wie im Flug :)

    Gruß
    Robert

  20. Ich hatte noch den GAU, dass die Unterlagen auf dem Weg nach England verschollen sind. Dank Einschreiben konnte ich die Post dazu ermuntern da mal nachzuforschen. In der Zwischenzeit habe ich mit der netten Apple Hotline ebenfalls diskutiert, warum jetzt ein Stab von Studenten die Aufträge bearbeiten müssen, obwohl mit der Bestellung als solche, sämtliche Referenzen (einschließlich der Seriennummern, die auf dem Lieferschein stehen) vorliegen. Ich habe das Schulterzucken förmlich sehen können. Nervöser wurde ich, als ich trotzdem immer wieder aufgefordert wurde die Unterlagen einzureichen und DHL dann schriftlich zugab, dass alles verschollen sein. Na prima dachte ich. Die Diskussion am Telefon mit dem Support hat wohl Früchte getragen, nachdem ich mich nochmals wegen dem Verlust gemeldet hatte. Nach Tagen erhielt ich dennoch die Botschaft, dass das Geld überwiesen werde. Als Resümee kann ich nur sagen, dass dies Zeit und Geld gekostet hat. Wirtschaftlich kann solch ein Vorgehen nicht erklärt werden.

  21. Gleiches Thema hier. In 2006 auch an diesem Verfahren teilgenommen. Es hat auch 2-3 Monate gedauert, von der langen und unklaren Wartezeit wie den Anrufen zu schweigen.

  22. Ich habe auch an den Rabattprogramm teilgenommen und meinen Scheck am 31.12. erhalten.
    Nun habe ich den gleich bei der Bank eingelöst und die hat 10,90 an Gebühren einbehalten. Ganz toll…

  23. Scheiß Bürokratie auf der Welt!

    Letztendlich läuft alles darauf hinaus, das der Kunde sagt „das tue ich mir nicht an“ oder er geht wo anders hin und kauft da nicht mehr.

    Kundenfreundlichkeit wäre besser!

  24. Wieso manche Sachen immer so kompliziert sein müssen wenn sie doch eigentlich sehr einfach sind.

  25. zwanzigtausend

    12.01.09, 17:43, #29

    Die Rabatt-Policy bei Apple ist grausam. Bei mir war´s genauso. Zusätzliches Bonbon: Meine Bank (Postbank) verlangt 15 € Gebühren für die Scheckeinlösung.

    Echt eine Verarsche.

  26. Das ging doch noch schnell. Bei mir hat das ca. drei Monate gedauert.

    Warum habt ihr Schecks bekommen? – Ich hab das einfach aufs Konto überwiesen bekommen..

  27. gibts denn in deutschland keine anderen shops, die mac ware verkaufen? in der schweiz gibts zb. digitec, da bekommt man den rabatt sofort…

  28. Hey Björn,
    hab da mal ne frage:
    Ich hab auch nen mac book pro mit nem ipot-touch gekauft und auch den check bekommen,aber ich kann das ding nicht einlösen,weil ich keine ahnung hab welche zahl was bedeutet.die leute von der postbank drücken mir so einen zettel in die hand, den ich ausfüllen soll, aber woher weiß ich denn welche zahl wohin gehört?

    es wär super wenn du mir helfen könntest.
    danke schon ma

    paul

  29. @paul: Ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich habe meinen Check einfach bei der (Deutschen) Bank abgegeben und damit war die Sache durch.

    Geh einfach zu deiner Bank und lass den Zettel von denen ausfüllen. Sollte ja wohl zum Service gehören.