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[Nerdkochen] lecker Bolognese, hausgemacht

Mit diesem Beitrag starte ich hier mal mit einem artfremdes Thema. Ich hatte zwar schon mal anlässlich von Stefans Kochbuch ein Koch-Rezept für ein Bohnen-Mais-Salat veröffentlicht. Damit möchte ich in unregelmässigen Abständen weitermachen. Aber mir geht es nicht darum, zu zeigen, wie toll ich kochen kann. Kann ich nämlich gar nicht. Ich will nur zeigen, wie einfach es ist, etwas tolles schnell zu zaubern. Das kann sogar ein Nerd. Versprochen.

Und ich will noch etwas anderes damit bezwecken: meine Rezepte sind nie perfekt. Ich möchte gerne die Macht der kommentierenden Leser dieses Blogs nutzen, um diese meine Lieblingsgerichte durch eure Anregungen und Zutun zu perfektionieren und sie noch besser zu machen. Haltet euch also bitte mit Kommentaren nicht zurück.

Heute fange ich mit einem Gericht an, welches mir gerade ein sehr gute Freund gezeigt hat und mich so eigentlich indirekt auf die Idee dieser Artikelserie gebracht hat. Heute beschreibe ich, wie man in 15 Minuten eine lecker Bolognese Soße zaubert.

Bolognese selbstgemacht

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Die Zutaten für 4 Personen

Für die Bolognese braucht man 500g Gehacktes, ich benutze am liebsten ein Gemisch aus Schweine- und Rindfleisch. Dazu 1 Flasche Tomatenketchup (ich habe mir im Nachhinein sagen lassen, dass sich Werder-Ketchup sehr gut für eine Bolognese eignet, da dieser nicht so doll nach Tomaten schmeckt), eine Zwiebel, eine Mohrrübe und Gewürz (Salz, Pfeffer und ???). Zu einer Bolognese gehören natürliche Spagetti und zum Drüberstreuen frischen Parmesankäse. Diesen gibt es besonders frisch an jeder Käsetheke.

Die Zubereitung

Die Zubereitung ist wirklich einfach. Eine hohe Pfanne auf den Herd stellen, ein wenig Öl zerlaufen lassen und das Gehackte anbraten. Das Gehackte kann man jetzt schon mit Salz und Pfeffer würzen. Die Zwiebel und die Mohrrübe klein machen. Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist, mischt man das zerkleinerte Gemüse in die Pfanne und brät es noch kurz mit an. Dazu dann die Flasche Tomatenketchup, nach Geschmack eventuell auch nur die halbe Flasche und ein wenig Wasser. Alles gut verrühren und aufkochen lassen.

Die Soße sollte man jetzt noch ein wenig abschmecken. Ich habe dazu bisher nur Salz und Pfeffer benutzt, habe mir aber sagen lassen, dass man auch Oregano, Balsilikum und Tymian benutzen kann. Nach ca. 15 Minuten Kochen auf mittler Stufe ist die Soße dann auch schon fertig. Spagetti wie gewohnt kochen.

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Variationen

Unsere Kinder sind totale Zwiebelgegner, so dass wir die Zwiebel sehr klein hacken müssen. Diese werden dann aber so zerkocht und man bemerkt diese dann nicht mehr. Alternativ kann man auch noch Paprika, Chili und Knoblauch als Gemüse verwenden. Wenn man etwas mehr Zeit hat, kann man auch frische Tomaten und Tomatenmark verwenden. Als Alternative kann man auch ein Glas Rotwein mit verkochen.

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Die Zubereitung dauert keine 30 Minuten und ist wirklich ein leckeres Essen. Man kann diese Bolognese natürlich noch viel aufwendiger kochen. Wenn ihr für mich Tipps habt, wie ich es das nächste Mal noch besser machen kann, wäre ich euch natürlich dankbar. Auch wenn ihr ein tolles Rezept habt, welche in wenigen Minuten zubereitet werden kann, immer her damit.

Viel Spass beim Nachkochen.

Links
http://www.aptgetupdate.de/2008/01/20/blogschlemmer-das-kochbuch-der-blogger/
Stefans Kochbuch  

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

40 Kommentare

  1. Ketchup? Gibt es in Deutschland keine Pelati zu kaufen?

    Generell sollte man Saucen längere Zeit einkochen lassen, bei einer Tomatensauce dürfen es ein bis zwei Stunden sein.

  2. ich verwende ja routinemäßig passierte Tomaten und gebe meist Tomatenmark zu. Ketchup höchstens als Gewürzketchup und nur in kleinen Mengen.

    Eine winzige Menge Sambal Olek (ein viertel Teelöffel) verleiht meinen Soßen übrigens meist etwas Schärfe… das geht zwar meilenweit am italienischen Original vorbei, muss aber manchmal einfach sein.

  3. @Dr. Azrael Tod: danke

    Es muss nicht so wie das Original schmecken, dass es schmeckt, ist viel wichtiger. Ein Koch werde so oder so nicht. Ich habe mich aber sehr gefreut, dass ich mal überhaupt ohne (Maggi-)Tüte etwas ordentliches zu stande gebracht habe. ;)

  4. maggi-tüten sind eh sehr trügerisch.. meist handelt es sich um reine gewürzmischungen, die man mit 1-2 Handgriffen viel besser nachbilden kann. Meist ist das aufgedruckte Rezept viel eher der verkaufte Wert als die Würzmischung in der Tüte.

    BTW: Pelati sind geschälte Tomaten, die gibts in Dosenform auch hier (es steht halt nur „geschälte Tomaten“ drauf)

  5. Ich will ja keine Spaßbremse sein, aber weisst Du, wieviel Zucker in so einer Ketchup-Flasche ist?

    Wenn man keine Maggi-Soßenmischung verwenden will, sollte man wohl am besten zu passierten Tomaten und Tomatenmark greifen, da kann man dann auch gut noch mit Wasser das Volumen erhöhen und anschließend ein wenig andicken.

    Mir persönlich sind aber die Tüten ausreichend, ich verfeiner dann noch mit zusätzlichen eigenen Gewürzen.
    edit: Kräutern zum Beispiel, oder ein Schuß Tabasko, oder irgendwas ganz seltsames. :)

  6. Da bin ich ja auf deine Rezepte gepsannt. Bolognese ist leider nicht so mein Fall…
    Sollte auch öfters mal selbst kochen. Als ich noch Jünger war machte ich das noch gerne…

  7. Na ich schließe mich mal der „Wo sind die Tomaten“-Fraktion an (nehme selbst frische Tomaten, Tomatenmark[dieses immer etwas anbraten] und falls mengenmäßig benötigt Pelati), finds aber schon bestens das ausser dem Ketchup nix fixundfertiges drin ist.

    Als selbst kochender Nerd verweise ich dann mal ganz uneigennützig auf meinen Rezeptblog

    http://wasgabsheute.de/

  8. Mach doch Deine Nudeln mal selber aus Mehl und Eiern – sind dann zwar Tagliatelle statt Spagetti, aber Du verbrennst schon beim Machen Energie und stärkst Deine Oberarme, die beim Laufen zu kurz kommen.

    Für den Anfang brauchst Du keine Nudelmaschine. Zwei Eier mit rund 200g Mehl vermischen. Zehn Minuten kneten bis Du einen schönen Teig hast (der auch nicht kleben sollte) – mit einem Nudelholz aus dem Tisch ausrollen (schön platt) und mit dem Messer Nudeln schneiden.

    ich mach seit Jahren eigentlich nur noch eigene Nudeln – es schmeckt einfach viel viel besser und macht Spaß. Und wenn man den Dreh erst mal raus hat, geht es auch ziemlich fix. Ob das dann allerdings noch unter Nerdkochen fällt ist eine andere Frage ;-)

  9. ich mach seit Jahren eigentlich nur noch eigene Nudeln – es schmeckt einfach viel viel besser und macht Spaß. Und wenn man den Dreh erst mal raus hat, geht es auch ziemlich fix.

    Davon möchte ich mehr wissen! Das letzte Mal machte ich eigene Nudeln in den Hauswirtschaftswochen am Gymnasium … ;)

    @Oliver Friedrich:

    Pelati sind gekochte Tomaten in der Büchse, ich verwende jeweils jene, die noch nicht geschält oder gehackt sind.

  10. Ich ersetzte das Hackfleisch gerne mal mit Tofu, das ich mit einer Gabel zerdrücke. Optisch und haptisch fast kein Unterschied zum Hackfleisch, dafür aber weniger Fett und gutes Eiweiß.

    Und ja, schmecken tut es auch, ihr Carnosaurier

    Hilfreich für die Strandfigur. ;-)

  11. muhahaha… Also da muss ich doch glatt mal trollen. Tut mir leid aber ich kann nicht anders.

    Tofu.. weil ich auch ohne Fleisch auskomme muss ich es mir nachbauen. Das Zeug ist eine der genialsten Erfindungen der Menschheit.
    Bei der Unterscheidung zwischen „gutem“ und „bösem“ Eiweiß kringel ich mich glaube gleich endgültig auf dem Boden.

  12. Ich wollte nicht unterscheiden, Eiweiß ist immer gut. ;-)

    Ist sowohl in Tofu als auch in Hackfleisch drin. Aber wenn die Strandfigur her muss, hat Tofu einfach weniger Kalorien.

  13. Omg. Tomatenketchup.
    Neeeeiiiiiiin!!!! ;-)

    Unbedingt Olivenöl als Basis nehmen, dann die Zwiebeln anschwitzen, DANN erst das Gehackte hinzu (damit die Zwiebeln schonmal Aroma abgeben), frischen, gehackten Knoblauch hinzu, das hebt den Geschmack (muss ja nicht soviel sein, dass man ihn direkt rausschmeckt), salzen, pfeffern und mit Paprikapulver versehen erst, wenn das Fleisch angebraten ist, dann aber so reichlich, dass die Soße hinterher gleich mitgewürzt wird. Dann frische Tomaten hinzu, zerkochen lassen, mit etwas Wasser oder Brühe aufgießen und Tomatenmark (!!!)dazu geben. Wenn das Fleisch gut gewürzt war, kann man sich das Abschmecken jetzt sparen, der Geschmack ist super. Frischen Basilikum hacken, unterheben, Nudeln rein, gehobelten Parmesan drüber. Fertig. Und auch alles in einer halben Stunde.

    Ich persönlich schmeiße auch immer noch gerne kleingeschnittene Oliven rein und peppe es mit einem Schuss Sahne auf.
    Besonders lecker wird es, wenn man über die Nudeln nach dem Abgießen nochmal ordentlich Olivenöl schmecken lässt.

    :-)

  14. seltsam, wie sie alle bei essen aus ihren löchern gekrochen kommen und was dazu sagen müssen, – ich schließe mich dem an. :)

    Ketchup darf sein, nur nicht zu 100%, ich mische meist mit passierten oder mit bereits geschälten tomaten aus der dose.

    zum vorkommentator: an nudeln gehört kein öl oder fett jeglicher art, das hält die soße nur davon ab an den nudeln zu haften. (ausnahme: man isst nudeln pur mit angebräunter butter)

    und noch ein kleiner tip: ein wenig zucker um die säure der tomaten zu neutralisieren und den geschmacksumfang etwas zu pushen.

    so. beitrag geflaggt. jetzt darf nur niemand die datenbank löschen… ;)

  15. @Christian: genau!

    bis auf die sache mit dem olivenöl auf die nudel.
    auch ins wasser soll kein öl.

    die nudeln über al dente kochen und dann in die sauce geben damit sie sich mit sauce vollsaugen. garen dann auch fertig.
    öl oder butter nicht damit die sauce auch gut haftet.

    bitte kein ketchup!!!!!!!

  16. @Christian: Ahh, endlich einer, der eine Bolognese machen kann :) Genauso wie Du beschrieben hast, mache ich es auch. Ich habe allerdings in letzter Zeit eine nette Variante entwickelt:
    Hackfleisch mit Knobi und Zwiebeln im Olivenöl anbraten – anschliessend mit Kräutersalz, Pfeffer und Paprika würzen. Hackfleisch aus der Pfanne raus – Fein gehobelte Karotten im restlichen Öl dünsten – mit Sojasauce und Rotwein löschen – einkochen bis Karotten weich – Hackfleich wieder dazugeben – blanchierte tomaten und noch etas Rotwein – einkochen – abschmecken – gelingt fast immer…..

  17. Mmmh, yummy, klingt gut. Werde ich auch mal probieren.
    Rotwein schütte ich auch gerne mal nach Gusto rein, wenn welcher im Haus ist. Kann nie schaden ;-)

    @dagassa: Öl im Wasser bringt sowieso nichts, weil es sich eh nicht darin löst und deshalb die Nudeln auch nicht vor dem Verkleben bewahren kann. Ist ja auch so ein allgemeiner Irrglaube.
    Wenn man nach dem Abtropfen etwas Öl hinzu gibt, macht das aber geschmacklich eine ganze Menge aus und die Nudeln nehmen trotzdem noch mehr als genug Soße auf. Kann ich also nur mal empfehlen.

  18. Hallo!

    Als Hobbykoch blutet da mein Herz! ;-(
    Eine richtige Bolo muss mindestens 3 Stunden vor sich hin köcheln! Auch nix mit Ketchup! Da kommen „richtige“ Tomaten rein.
    Wir machen das immer so, dass wir einmal richtig viel kochen und dann die Bolo in viele kleine Tütchen einfrieren. So muss man zwar einmal richtig ran, aber für das nächste Mal geht es richtig schnell!

  19. …. ich hab beim Lesen Deines Rezeptes förmlich gespürt, wie mein italienischer Opa in seinem Grab aufgeschrien hat ;-)

    Himmel… doch kein Tomatenketchup! ;-)

  20. Ich mags da auch lieber vegetarisch. Fleisch durch Tofu oder Soja-Hack ersetzt schmeckt kaum schlechter als mit Fleisch, nur der Biss ist je nach Tofu oder Soja-Hack etwas anders. Wer’s vegan will, ersetzt den Ketchup durch geschälte/Passierte Tomaten.

    Ich mag’s aber am liebsten ganz puristisch: Gekochte Nudeln mit Olivenöl, Kräutersalz und viel frisch gehacktem Knoblauch.

  21. So, Christian A (oder B?) meldet sich noch mal zu Wort zum Thema selbstgemachte Nudeln. Am besten geht es natürlich mit einer Nudelmaschine (Imperia ist eine gute Marke), aber die braucht man gar nicht.
    Es ist wirklich genau so, wie ich schon geschrieben habe. Pro 100g Mehl zwei Eier und dann lange und kräftig kneten, einmal um Kalorien zu verbrennen und zum anderen, um den Kleber im Mehl freizusetzen, damit der Teig schön wird. Der Teig darf nicht kleben, also ein bisschen Mehl dazu geben, wenn. Er darf aber auch nicht völlig trocken sein. Also 10 Minuten kneten und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz (man beachte den Namen!!) schön flach ausrollen (und wieder wird der Oberkörper gestärkt und die Kalorien verbrannt).
    Tagliatelle sind übrigens viel leckerer, wenn sie nicht ganz so dünn sind. Dann den Teig in schöne lange Nudeln schneiden und die halt dann ganz normal kochen (ein bisschen kürzer als aus der Packung). Nicht zu lange – erst bei selbstgemachten Nudeln erschließt sich der Sinn von al dente. Gekaufte sind meistens noch hart oder schon weich. Selbstgemachte haben Biss und sind doch durch. Außerdem riechen sie so schön, fast wie Brot, weil sie einen Eigengeschmack (ganz leicht säuerlich) haben, was gekaufte normalerweise auch nicht haben, weil es einfach Industrieware ist. Insgesamt ist das mit den Nudeln ein wenig wie mit dem Unterschied echte (Eier-)Tomaten gegenüber Ketchup.

    Wegen dieser Prozedur hat eine echte italienische Mama übrigens so kräftige Oberarme :-)

  22. Ich mache die Soße seit Jahren immer selbst. Ich nehme allerdings auch immer frische Tomaten und würze auch mit Oregano nach;) Etwas Maggi dran schadet auch nicht. Aber ich bin sowieso ein Würzfreak^^

  23. @Basti: Da meine Tochter Vegetarierin ist, „muß“ ich meine Bolognese auch immer in der fleischlosen Variante mit machen. Ich verwende dazu eigentlich immer Sojagranulat. Sieht schon aus wie Hackfleich und kann, nachdem es in etwas Sojasauce engeweicht wurde, auch genauso verwendet werden. Also anbraten mit Zwiebeln, Knobi etc… Schmeckt auch ziemlich ähnlich, nur die Konsistenz ist so gar nicht meins :/

  24. Hi Udo, danke für den Tipp mit dem Video, da konnte ich auch als völlig unbegabte doch wirklich mal beim Kochen glänzen :-))

  25. Das mit den Möhren ist eine gute Idee, habe ich bisher so noch nie probiert. Danke für den Tipp, werde ich am Wochenende mal ausprobieren.