Artikelformat

Re: Im Web nichts neues. Oder?

Bild 816.jpg

Ein Art Stöckchen bzw. eher eine Art Frage, die mir da Gerrit von brownsilence.wordpress.com an den Kopf geworfen hat und ich antworte natürlich gern. Ich fasse seine Frage mal kurz zusammen: Gerrit meint, nach dem kein Mensch mehr weiß, wie es zu Web1.0 Zeiten war und Web2.0 auch schon bei fast jedem angekommen ist, ist das Internet irgendwie langweilig geworden und es könne quasi nur etwas neues Innovatives oder halt ein Web3.0 helfen.

Ich persönlich mag diese nummerische Einteilung des Internets überhaupt nicht. Auch nicht das man bestimmten Personen so was wie den Begriff Web2.0 zuordnet. Entwickelt haben es viele und die Masse hat dazu beigetragen, dass wir heute da sind wo wir sind. Web2.0 ist ein nicht fassbarer Begriff, den viele Menschen für sich anders interpretieren und das ist auch gut so. Ich für meinen Teil fühle mich eigentlich recht wohl. Nutze bei weiten nicht alle Dienste. Ich probiere aber vieles aus und bleibe auch bei einigen Sachen. Und ich sehe jeden Tag, wie sich das Internet dynamisch weiter entwickelt und dabei kaum Regeln befolgt. Es gibt jeden Tag neue Applikationen, Ideen, die umgesetzt werden und Tausenden, gar Millionen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Gerrit, ich kann deine recht negative Haltung ehrlich gesagt nicht verstehen und nach vollziehen.

Und diese dynamische Entwicklung geht doch immer noch weiter. Wir stehen doch erst am Anfang eines Netzes, dass man wirklich immer dabei hat, wo man sämtlich Geräte, angefangen vom Fernseher bis hin zur Waschmaschine vernetzen kann. Gerade im mobilen Bereich werden dadurch doch immer mehr Möglichkeiten geboten. Voraussetzung hier ist natürlich, dass Menschen dieses mobile Netz auch auch irgendwie günstig nutzen können. Leider haben es die mobilen Internetbetreiber bisher immer noch nicht ganz begriffen, dass man auch mit Applikationen und Diensten Geld verdienen kann. Aber diese Schranken werden fallen und dann wird die Entwicklung unseres Netzes viel schneller voranschreiten, als du dir vielleicht jetzt noch vorstellen kannst. Nenne es dann meinetwegen Web3.0.

Um auf deine Frage zu antworten: Das Web2.0 wird langweilig? Nein, ich finde es immer noch sehr spannend im Internet und freue mich, jeden Tag neue Dinge zu entdecken.

Ihr könnt euch gerne an diese Diskussion beteiligen? Ist euch das Web2.0 zu öde und langweilig geworden? Wie definiert ihr für euch diesen Begriff?

Links
http://brownsilence.wordpress.com/2009/02/12/im-web-nichts-neues-oder/  

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

3 Kommentare

  1. Viele Menschen wissen noch nicht einmal, was Blogs und Newsfeeds überhaupt sind – die haben sicher noch was zu entdecken.
    Und die alten Hasen im Web 2.0-Geschäft werden den fließenden Wandel ins Web 3.0 sicher begrüßen, die anderen Netznutzer bekommen das sicher gar nicht mit. Aber auch für vom Web 2.0 „gelangweilte“ Leute gibts immer wieder frische Ideen, wie man Web 2.0 noch erweitern kann. Sollen die halt selbst mal Hand anlegen ;)

  2. Nun ich breche es mal runter auf einen Gedanken von mir:

    Das statische HTML Web (1.0) war nicht übersäht mit Spielereien und diente überwiegend zur Informationsbeschaffung. Einzig Foren war da interaktiv.
    Das Web 2.0 hat sich vom statischen ins dynamische Web verwandelt. Vieles war neu, vieles musste probiert werden. Aber hier greift auch wieder die stetige Logik – alles was irgendwie mal Spass macht und an seine Grenzen stößt wird Langweilig.

    Lnage Rede kurzer Sinn: Es wird nicht langweilig, sondern die Leute erkennen das dieser ganze Social-Kram einfach keinen richtigen Nutzwert hat – und wir bewegen uns in ein buntes, Informationsfressendes WEb 3.0 Monster das als nächsten Schritt die komplette Steuerung von unserem Leben übernimmt :)

  3. Hi Oliver, erstmal freut es mich das du mitmachst und dementsprechend auch die eMail angekommen ist und nicht im Spamordner gelandet ist, oder? ;)

    Ich weiß jetzt nicht ob du das falsch verstanden hast oder ich dort blöd formuliert habe, doch ich meine eigentlich das es Leute gibt die den Begriff Web 2.0 garnicht kennen aber soziale Netzwerke nutzen. Aber eben auch Leute wie du, die Sie nutzen aber die offizielle (da find ich jetzt gerade kein anderes Wort) Definition kennen.

    Das das komplette Web langweilig ist, kann ich ja garnicht feststellen und das es innovative neue Projekte gibt kann ich auch nicht bestreiten, nur hab ich sie bisher nicht kennengelernt. Und auch wenn ich Monopolisierung und Mainstream oft nicht ab kann, so finde ich es doch seit neuestem echt doof das mir nur Forks unters Auge kommen. Teilweise probiere ich die auch aus, gucke was die anders machen ect. aber mich nervts auch n bisschen.

    @Luca Ein Plan ist schon vorhanden, das aneignen von den nötigen Kenntnissen (PHP/SQL und vielleicht auch Ajax, muss mal sehen ob ich das brauche) steht aber erstmal im Vordergrund. Dann, wenn ein Kollege -mit Kenntnissen in PHP und SQL- wieder Zeit hat und ich fundierte Kenntnisse aufweise, dann gehts so etwa in den Osterferien los schätze ich.

    @Patrick: Am Web 2.0 gefällt mir ja auch einiges so ist es ja nicht, als da wären die Interaktion und die Geschwindigkeit.
    Aber nicht nur Grenzen verderben einem (oder zumindest mir) den Spaß, auch wenn etwas mehr und mehr von wirklich so gut wie jedem bedient werden kann, dann ist es meiner Meinung nach keine Herausforderung mehr. Zwar ist es gut wenn ein besserer; leichterer und auch komfortablerer Weg gefunden wird Menschen ins Netz zu bringen. Bei zu wenigen Usern wird es auch häufig langweilig aber da muss man ja durchhalten und werben, vorstellen und empfehlen. Bei zu vielen Benutzern, wird es langweilig und man kann seinen Mitzug im Idealfall schnell beenden.

    Außerdem hat das Web 2.0 uns ja schon vieles abgenommen und so das Leben noch komfortabler gemacht. Sollte es beim Web 3.0 bereits soweit sein das wir von einem ‚Semantic Web‘ sprechen können, dann würde es mich freuen. Zugleich aber auch schockieren, denn wenn die Entwicklung so weiter geht langweilt uns irgendwann noch das echte Leben…