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steereo.de – der etwas andere Musikdienst

Vor einiger Zeit habe ich Euch auf einen Trick aufmerksam gemacht, mit dem man Spotify in Deutschland kostenlos nutzen kann. Leider funktioniert dieser nicht mehr zu 100% (man kann das Land nach Anmeldung nicht mehr auf Deutschland umstellen), sodass Spotify nach einigen Wochen seinen Dienst verweigert. Wenn also jemand einen weiteren Trick hat – immer her damit ;)

Um nun aber in der Zwischenzeit nicht völlig ohne Musik dazustehen, habe ich mir das werbefinanzierte Steereo.de angesehen, bei dem man ebenfalls völlig kostenlos und legal Musik bzw. ganze Alben hören kann. Ich wage daher die These: „Es handelt sich hier um eine Art Spotify light – allerdings im Web-Browser.“

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Warum light?! Ganz einfach: Das Musikangebot ist längst nicht so ‚erschöpfend‘ wie bei Spotify. Derzeit werden ca. 1,5 Millionen Titel angeboten. Bei Spotify liegt die Marke bei ca. 3 Millionen Songs und wird, zumindest gefühlt, täglich mehr. Aber das Steereo-Projekt befindet sich noch in der Beta-Phase und wird im Laufe der Zeit sicher auch immer mehr Plattenlabel in sich vereinen.

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Nachdem man sich einen Account angelegt hat, was derzeit durch die Closed Beta nur über einen Invite-Code möglich ist, steht dem Hörvergnügen ala Spotify nichts mehr im Wege.

Die integrierte AJAX-Live-Suche nach Alben, Künstlern oder Titeln funktioniert problemlos. Hat man seinen Favoriten gefunden, wird, ganz Spotify-like, eine Biographie, erhältliche Alben, ein passendes Webradio, ähnliche Künstler usw. angezeigt.

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Der Media-Player selber, egal ob für Webradio oder einzelner Titel, befindet sich immer am unteren Browserrand. Über diesen Player ist es dann beispielsweise möglich, die gehörten Songs einer Art Black- bzw. White-Liste (blockiert oder Favorit) zuzuordnen.

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Darüber hinaus kann man den Song auch bei seinem favorisierten Webdienst kaufen, Tickets für Festivals oder Konzerte bestellen oder den Song bzw. das entsprechende Album einen Freund via E-Mail oder diverser Social-Networks empfehlen. Zusätzlich lassen sich natürlich auch eigene Playlisten erstellen.

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Dass sich der ganze Dienst noch im Aufbau befindet, merkt man auch sehr schön an fehlenden Songs, die aber als verfügbar angezeigt werden. Man bekommt dann allerdings einen kleinen netten Hinweis (siehe Screenshot) im Browser angezeigt.

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Noch kurz zur Werbefinanzierung des Portals: Bis auf einige Banner, ein gelegentlicher „STEEREO“-Sound vor dem Abspielen eines Songs oder kurze nervige aber abbrechbare Pop-Up-Videos konnte ich nichts feststellen. Reicht aber auch für meine Begriffe. Ähnlich wie bei Spotify soll es zukünftig wohl auch eine kostenpflichtige und dafür komplett werbefreie Version von Steereo geben.

Alles in allem eine feine Sache mit Potential. Systemupdates von Steereo werden im Regelfall auf dem Steereo-Blog veröffentlicht – feiner Service.

Achja, Steereo gehört zur Grassroots Media GmbH, welche eine Tochtergesellschaft vom Holtzbrinck-Verlag (StudiVZ lässt grüßen) ist. Es ist daher, so denke ich, nur noch eine Frage der Zeit, bis Steereo in die VZ-Landschaft Einzug halten wird.

LINKS
http://www.steereo.de
http://blog.steereo.de

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

28 Kommentare

  1. Also nachdem ich jetzt auch einen Betazugang habe muss ich leider sagen das es GRausam aussieht, nicht rund läuft(okay es ist beta) und das Angebot noch net so prall ist.

    Fazit: LastFm für Arme(bedienung, Angebot) und für Blinde(Designtechnisch erbärmlich).

    Wirklich überraschen tut mich das aber nicht, immerhin ist dieselbe Firma für Studivz verantwortlich und die sind auch noch nie Durch Innovationen aufgefallen, eigentlich sogar nur für das schlechte Klauen von Ideen.

  2. @Sonyon: mein erster Eindruck war: „man ist die Werbung schlecht integriert, das kann man doch viel besser machen, Werbung die nicht stört ist doch viel wirkungsvoller, aber wohl auch eine Kunst, die nicht jeder versteht“ und ich gebe dir auch recht, das Portal hat zwar Potential, aber wirkt viel zu durcheinander und aufgeblasen, „Weniger ist machmal mehr“ wurde hier geflissen ignoriert – aber es ist eine Alternative – die Spotify-App gefällt mir aber um Längen besser, das bleibt wohl festzuhalten

  3. Also ich fand es auch einfach nur schrecklich. Ich hab nach 5 Bands gesucht und keine einzige wurde gefunden. So einen schlechten Geschmack hab ich nun auch wieder nicht.

    – furchtbar schlechte Musikangebot
    – Layout ist viel zu unübersichtlich
    – diese blöde Leiste am Browser (einfach nur störend)

  4. @Zettt: HotSpot Shield ist ein amerikanischer Service mit Servern ausschließlich in den USA. Du bekommst daher auch eine US-IP. Nützt bei Spotify also wenig, da wir eine UK-IP brauchen. So ist zumindest mein letzter Stand…

    @Oliver: Um ehrlich zu sein: Ich sehe weder Banner noch Videos im Firefox – Adblock und Noscript sei Dank ;) Allerdings sah es im Safari sehr überladen aus – muss ich dir Recht geben.

    @Andreas: @mcmatten: Darf ich fragen, warum Ihr Euch meldet oder steh ich gerade aufm Schlauch?!

  5. @Björn.
    Das ging ja fix! :) Vielen Dank
    Die erste Suche leider gleich vergeblich. (Amy Macdonald).
    Aber ich werde weitertesten! Für Spotify gibt es noch keine neue Lösung, oder? Das war schon wirklich klasse!

  6. Hat man da eigentlich eine begrenzte Anzahl an Invites über?
    Wenn ja, Oli und Björn, ich hab meine Invites noch nicht weg. Könnt also gerne mir Bescheid sagen, wenn es hier Leute gibt die noch nen Invite brauchen.

  7. @Patrick: Das Ganze ist wie gesagt noch im Aufbau und wird im Laufe der Zeit sicher immer mehr werden. Ein Spotify kanns aber nicht ersetzen. Da hast du wohl Recht ;)

    Apropos: NEIN, ich habe noch keine Lösung für „das Problem“. Die einzige Möglichkeit soll Insiderkreisen zufolge darin bestehen, sich dort nochmal anzumelden (ohne Proxy) – heißt also einmalig 10 Euro – und dann direkt zu kündigen. Nach einem Monat läuft der Premium Account ab, man hat aber seinen (deutschen) Account weiterhin und kann das Angebot weiternutzen.
    Ich selber habe diesen „Trick“ nicht ausprobiert, da ich meinen Account noch auf Deutschland umstellen konnte aber er klingt für mich recht plausibel.

    @Zettt: Machen wir. Bisher konnten wir aber problemlos Invites verteilen.

  8. @Björn
    Da muss ich jetzt nochmal nachfragen. Man meldet sich für den Premium-Account an. Kann man dann dort ohne Kündigungsfristen sofort wieder kündigen? Und dann bleibt der Account bestehen und man kann weiter über Spotiy Musikhören?
    Das klingt für mich sehr seltsam. Das würde doch dann jeder machen und die hätten keine Kunden, die länger als einen Monat dort zahlen.
    Bist du sicher, dass das funktioniert?

  9. Hallo,
    ich habe mir nach eurem Tipp schon Spotify angesehen. Aber die Probleme damit sind ja bekannt. Nun würde ich mir auch gerne steereo.de ansehen, über einen Invite würde ich mich sehr freuen! :)

  10. @Patrick: Nein, bin mir nicht sicher, dass das funktioniert. Ich hatte es mal irgendwo gelesen und in der Spotify FAQ steht auch folgendes:

    When I try to login it says that my current country does not match my profile?
    „When you login Spotify checks the internet protocol (IP) address that you use to connect to the internet and compares it to the country you set in your profile when you registered. If they do not match and you are away from your home country more than 14 days you will not be able to log in. If you have moved we suggest you change the country in your profile or if you travel a lot you can purchase a premium subscription to have unlimited travel…“

    What happens if I cancel my premium subscription?
    „If you purchased a Spotify premium subscription and then decide to cancel, your account will automatically revert to a Spotify free account after that month’s subscription period expires…“

    siehe: http://www.spotify.com/en/help/faq/

    @sibbe: klar doch ;)

  11. @Björn
    Das wäre einen Versuch wert. Mal sehen, ob ich es irgendwie mit dem Trick Dieter hinbekomme, indem ich die Internetverbindung trenne.
    Ansonsten überlege ich mir deine Lösung :)
    Danke auf jeden Fall für den Tipp!!