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Opera erfindet das Web neu?

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Soweit würde ich nun vielleicht nicht gehen, aber was uns da Opera mit dem seit heute veröffentlichten Opera Unite präsentiert, hat meiner Meinung nach durchaus Potential.

Mit dieser im Browser verankerten Technologie lassen sich Dienste anbieten, für das der Nutzer sonst extra einen Server benutzen musste. So behauptet Opera „Der Browser wird zum Server“ und bietet schon jetzt in der öffentlichen Betaphase verschiedenste Beispieldienste an:

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eine Mediaplayer, mit dem Musik- und Videodateien sharen kann, einen allgemeinen Dateisharingdienst, einen Fotodienst, einen Chatkanal und einen Kühlschrank, an dem man sich lose Zettel kleben kann. Und dann noch einen Webserver, wo man richtige Webseiten hosten darf.

Diese Dienste können immer mit einem Passwort versehen oder für die Allgemeinheit freigegeben werden.

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Um Unity zu testen, muss man die aktuelle Betaversion runterladen.

Video

[youtube D5hr-6cw4M8]

Fazit

Nette Idee. Könnte auch von Apple sein, so wie einfach und intuitiv wie Unite umgesetzt worden ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass das eines der wichtigen Killerfeatures für Opera sein kann, um endlich aus den Schatten der anderen markbeherrschenden Browsern herauszutreten. Offene Fragen habe ich aber trotzdem: Werden Daten über Opera zwischengecacht? Oder bleiben meine Daten auch meine Daten?

Ist dieses Angebot für euch interessant? Habt ihr auf so einen Dienst gewartet?

Links
http://labs.opera.com/news/2009/06/16/
http://www.youtube.com/watch?v=D5hr-6cw4M8

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

17 Kommentare

  1. Auf jeden Fall eine nette Idee.
    Ich selbst bräuchte es nicht unbedingt aber für Leute die beispielsweise nicht mal eben einen Webserver zur Hand haben bzw. denen das technische Know-how fehlt, natürlich ne coole Sache.

  2. Ich sehe (selbstverständlich) neue Sicherheitsprobleme …  ausserdem sind die üblicherweise asynchronen Internet-Verbindungen bei privaten Benutzern problematisch für das Hosten von eigenen Angeboten. Mal sehen … :)

  3. Ich habe das ganze direkt mal mit einem Freund ausprobiert, und habe ihm ein paar Bilder zur Verfügung gestellt, die er auch relativ zügig sich anschauen konnte. Alle Bilder hatten eine grüße von mehreren MB, von daher scheint meine Internetverbindung für sowas schon zu reichen.
    Vor allem praktisch finde ich den Dienst, um während einer Online-Diskussion „mal eben“ den Diskussionspartnern Dateien, Bilder oder sonst was zu zeigen, ohne diese dafür extra auf den Webserver zu laden und mit einem Passwort zu versehen. Da ist Unity irgendwie intuitiver und auch zügiger zu bedienen.
    Die Sicherheitsfrage ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen, aber da Opera Proxyserver zur Verfügung stellt, über die der Service läuft, können die auch sehr einfach die Daten abgreifen. Mal schauen, was da noch an Infos auftauchen.
    Ich bin von der Idee auf jeden Fall erstmal begeistert.

  4. Sehr netter, sehr hübscher Overkill. Aber gerade deswegen, vermute ich mal, könnte Opera ein Nischenbrowser(?) bleiben.
    Den Kühlschrank finde ich aber toll, nie wieder vom Rechner aufstehen und in die Küche müssen.

  5. Pingback: » Opera Unite bringt den Server nach Hause - im Designpicks Blog

  6. Weil Opera (die Firmenserver) nur als Proxy und ich vermute mal als Registrar agieren. Die eigentlichen Dienste übernimmst du selbst. Stells dir vor wie eine Sammlung aus Firefox-Extensions, die von außen angesprochen werden können.

    Prinzipiell IMO ne gute Sache und es könnte durch Opera in ein paar neue Marktsegmente einführen.

  7. @Rubén: der Browser (Opera 10) fungiert als Webserver. Also muss zumindest die „gebende“ Seite den Opera installiert haben. Die andere Seite kann meines Wissens auch ein anderer Browser sein.

  8. Hm, abgesehen davon, dass mir kein einziger nützlicher Use-Case einfällt…
    Warum sollte ich auf meinem potentiell unsicheren Client-Betriebssystem freiwillig irgendwelche neuen Sicherheitslücken aufreißen?

  9. In der Werbung und in den Betriebseigenen Tests sieht das alles immer klasse aus. Bleibt abzuwarten wie es in der Realität ausschaut damit und wie es letztendlich beim Benutzer ankommt.

    Denn letztendlich entscheiden die Benutzer als Maße darüber, durch ihr Verhalten, ob es ein Browser weiter schafft oder nicht.

  10. Ist dafür Unite nicht viel zu einfach abzudrehen? Geht ja noch immer alles über die zentrale Instanz bei Opera.

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