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Snow Leopard – erste Eindrücke Teil 2

Snow Leopard verspricht mehr Performance und das merkt man schon jetzt in den letzten Entwicklerversionen. Dieses Empfinden ist natürlich irgendwie nicht messbar – ein frisch installiertes Leopard reagiert genauso flott. Aber alleine dem Finder merkt man an, dass er nun auch in Cocoa geschrieben wurde. Hier macht es Spass die Icon bzw. Vorschaugrösse mit dem neuen Schieberregler hin- und herzuschieben. Sehr smooth das Ganze. Snow Leopard bootet ca. 10 Sekunden schneller auf dem gleichem System wie 10.5. Man hat das Gefühl, dass System ist schneller verfügbar. Aber auch das lässt sich schwer mit einem System vergleichen, welches schon eine kleine Geschichte hinter sich hat.

Quicktime

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Quicktime X wird wohl einer der grössten sichtbaren Änderungen darstellen, wenn man von 10.5 aktualisiert. Dieses neuentwickelte Quicktime besitzt aber nicht nur optische Veränderungen, wie der schwarze Rahmen und das rahmenlose Abspielfenster, es bietet jetzt auch die Möglichkeit Videos in Fullscreen anzusehen, was sonst nur Quicktime Pro Usern vorenthalten war. darüber hinaus kann man nun mit Quicktime auch Audio-, Video- und Bildschirmaufnahmen machen, diese direkt in Quicktime schneiden und nach Youtube, iTunes oder MobileMe exportieren.

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Man merkt dem Quicktime Player aber noch seinem frühen Entwicklungsstadium an, so stürzt er noch bei diversen Aktionen ab und bietet auch noch keine Einstellungsmöglichkeiten. Ich denke aber bis zum Start von 10.6 wird sich hier noch so einiges tun.

Änderungen am Dock

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„HUD Anzeigen überall“ – mit der letzten Version wurden auch die letzten grauen Menüs aus dem Dock entfernt. Das gefällt mir persönlich sehr gut.

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MB statt MiB

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Wie schon in mehren Artikel geschrieben, zeigt der Finder die Dateigrössen nun in Dezimalpräfixen an, nicht mehr in Binärpräfixen.

Ordneraktionen

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Neu für mich sind die Ordneraktionen, die man jetzt für Ordner festlegen kann. Das kann durchaus praktisch sein und könnte Tools wie Hazel ersetzen bzw. ersparen. So kann man zum Beispiel informieren lassen, wenn eine neue Datei in einem Ordner angelegt wurde. Bilder automatisch kleiner machen usw. Also alles was man mit Applescript anstellen kann.

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Safari und die Plugins

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Safari wird mit Snow Leopard ein wenig absturzsicherer bzw. lagert jetzt externe Plugins wie Flash auch als extra Prozesse aus. Sterben diese Prozesse, hängt sich jetzt nicht mehr Safari in den Schuppen, sondern nur Flash und Safari läuft munter weiter. Kann man sehr schon in der Aktivitätsanzeige beobachten und hier auch mal zum Testen den Flashprozess beenden.

Dock: Ablage der Fenster

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Neu ist eine Fenster-Konfigurationsmöglichkeit des Docks. „Fenster im Dock ablegen (Docksymbol)“ Wenn dieses angestellt ist, erzeugen minimierte Fenster nicht mehr ein extra Icon im Dock, sondern minimieren sich in das zugehörige Dock-Programmicon. Dieses Verhalten macht mit den neuen Exposè Features Sinn.

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Datumanzeige

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Endlich kann man nun auch in der OS X Menüzeile neben der Uhrzeit sich auch das aktuelle Datum anzeigen lassen und brauch dazu nicht ein extra Tool. Wenn sich hier beim Klick darauf noch ein Kalenderblatt öffnen würde und direkten Zugriff auf iCal bieten würde, dann wäre es perfekt. Gibt es aber leider so noch nicht.

Den ersten Teil meiner ersten Eindrücke kann man hier nachlesen.

Links
http://www.aptgetupdate.de/2009/07/02/snow-leopard-erste-eindruecke-teil-1/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

12 Kommentare

  1. Ordneraktionen gab es auch schon in 10.4. Aber ich würde mir an der Stelle noch eine Integration in z.B. Growl wünschen. Ein zentrales Benachrichtigungstool wäre toll.

  2. „[…] es bietet jetzt auch die Möglichkeit Videos in Fullscreen anzusehen, was sonst nur Quicktime Pro Usern vorenthalten war.“

    Äh nein? Habe kein Quicktime Pro auf meinem Leopard und komme mit Apfel+F ohne Probleme in den Fullscreen.

  3. @Axel: Ja, das wurde doch bei einem Update vor einiger Zeit als kostenloses Feature hinzugefügt. Ich glaube momentan macht nur noch der Export und das Speichern von Videos den Unterschied zwischen der kostenlosen und der PRO Version aus.

  4. Hab’s mal auf mein Netbook installiert, bootet gefühlsmäßig schneller und die Unterschiede sind (irgendwie enttäuschend ;) ) unspektakulär und minimal. Ich habe immer gehofft, daß der Finder Richtung Path Finder überarbeitet wird… =P

  5. Endlich keine lästigen Minimierten Fenster mehr im Dock :)

    Nur, was haben eigentlich alle mit diesen IMHO urhässlichen Schwarzen Menüs?

  6. @Tempura: ja das ist wie immer ein Geschmacksfrage, wie bei allen Sachen eigentlich und konzequenterweise müssten sogar alle Menüs diesen schwarzen Look bekommen, mir würde es gefallen – noch besser, man könnte es konfigurieren

  7. ComplainingDude

    13.07.09, 15:32, #12

    Wenn Exposé jetzt noch ne Filtertextbox bekäme, mit denen man die angezeigten Fenster anhand des Fenstertitels filtern könnte wär ich glücklich :C
    Blöder Switcher für Vista, der das kann -.-