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[Gastartikel] Things gets things done

Diesen Artikel habe ich in Zusammenarbeit mit Mladen Milinovic in der Reihe Gastartikel Sommer 2009 geschrieben. Wer mehr von Mladen lesen will, findet unter http://riseofdesign.de/blog/ seinen Blog und hier seinen Twitter Account. Vielen Dank.

Things vom Entwickler Cultured Code heißt das Programm, dass Task-Managing so einfach macht. Es ist ein GTD Programm mit einem schicken Leopard-Look. Zur Desktop Version gibt es auch noch einen mobile Ableger.

Things iPhone ist im App Store verfügbar und bietet alle Funktionen, die die Desktop Version auch hat. Zusätzlich ist es möglich zwischen den beiden Versionen zu synchronisieren.

Things für den Mac

WVf6a.jpgThings ist ein GTD Programm, dass sehr einfach zu bedienen ist. Andere GTD Programme, die ich ausprobiert habe, fand ich nicht so überzeugend, da sie teilweise sehr unübersichtlich und kompliziert aufgebaut waren.

Hier macht Things einige Sachen deutlich besser. Ein Vorteil dieser App ist beispielsweise, dass sie keine weiteren Spalten für Datum, Tags etc. hat. Die Daten sind clever eingebracht und man findet sie sehr schnell wieder. Aber der Reihe nach:

Things Today.png

Aufgaben kann Things in mehreren Bereichen fokussieren. Sollte man einmal nicht wissen, wo man eine Aufgabe einordnen soll, kann diese im Eingang liegen gelassen und später zugeordnet werden. Hierzu bietet Things die Ablagen Heute, Als Nächstes, Geplant, Irgendwann und Projekte. Die Ablagen sind selbsterklärend und Aufgaben können einfach via Drag & Drop in die jeweilige Ablage verschoben werden.

Um eine neue Aufgabe zu erschaffen, nutzt man einfach die Schnelleingabe unten rechts oder einen zu definierenden Shortcut.

Quickedit.png

Hier können dann neben der eigentlichen Aufgabe auch einfach zu identifizierende Tags und zusätzliche Notizen eingegeben werden. Bei den Notizen können so beispielsweise via Drag & Drop zusätzliche Informationen wie Bilder, Links oder Emails gespeichert werden. Außerdem kann ein Fälligkeits-Datum und eine entsprechende Ablage zur Fokussierung festgelegt werden. Zudem ist das Design der Schnelleingabe wunderschön ;)

Things Projekte.png

Rückblickend auf die Tags, muss man sagen, dass diese nicht unübersichtlich in einer extra Spalte, sondern oben in einer Leiste, der so genannten Magical Tag Bar, angeordnet sind. Das hat den Vorteil, dass man so relativ einfach seine Aufgaben durch einen Klick auf den jeweiligen Tag sortieren kann. Des Weiteren kann ich durch das Programm einzelne To-Dos an bestimmte Personen delegieren. Dazu hat Things eine Anbindung ans Mac OS X Adressbuch, aus dem die Daten entnommen werden.

Bild 1.jpg Things.jpg

Damit aber nicht genug: Things kann Verantwortungsbereiche anlagen, um so Aufgaben besser verwalten.

Things bietet auch die Möglichkeit mehrere Aufgaben in einem Projekt zu vereinen. Dazu muss in der Ablage Projekte nur ein neues Projekt erstellt und die To-Dos hineingezogen werden. Zusätzlich wird die Anzahl der Aufgaben des Projektes inkl. Projekt-Fortschritt angezeigt. Zur besseren Fokussierung ist es auch möglich einzelne Projekte temporär zu deaktivieren.

Erledigte Aufgaben werden bei Things im Logbuch archiviert und sind so auch immer wieder auffindbar. Sollte man einmal eine überfüssige Aufgabe erstellt haben, kann diese natürlich gelöscht bzw. in den Papierkorb geschoben werden.

Des Weiteren zeigt Things die Anzahl der Heute zu erledigenden Aufgaben mit einer kleinen Zahl im Dock-Icon rechts oben an. Ich persönlich würde mir noch so eine Art transparentes Desktop-Overlay mit den einzelnen To-Dos wünschen, denn ich habe mein Dock, dank Quicksilver, nur selten im Blickfeld und was ist mit den Leuten, die ihr Dock ausblenden?!

[youtube MdBOPLFU8d8]

Things für den Mac kostet 49,95 $. Trotzdem es nicht gerade günstig ist, kann ich das Programm ausnahmslos empfehlen. Es tut das, was es soll und sieht gut dabei aus ;) Aber im Ernst: Das Interface ist schick, funktional und einfach zu bedienen. Außerdem kann man seine To-Dos mit iCal synchronisieren.

Things für das iPhone

iphone.jpgThings gibt es, wie gesagt, auch fürs iPhone bzw. iPod Touch und die App bietet exakt die gleichen Funktionen wie die Desktop Variante. Der Clou liegt aber in der Synchronisation bei beiden Programme untereinander begründet. So kann ich auch unterwegs neue Aufgaben hinzufügen oder als erledigt abhaken.

Zur Synchronisation müssen sich Mac und iPhone im gleichen WLAN befinden und nach der Eingabe eines auf dem Mac angezeigten Sicherheitscodes, gelingt der Sync in Bruchteilen von Sekunden.

Leider muss man aber auch sagen, dass Things für das iPhone in der aktuellen Version 1.3.10 keine Push Notifications unterstützt aber da hoffe ich einfach mal auf ein Update von Cultured Code ;)

[youtube -z8lbXTQNCY]

Things iPhone kostet derzeit 7,99 Euro und kann über iTunes gekauft werden.

LINKS
http://culturedcode.com/things/
http://culturedcode.com/things/iphone/

http://riseofdesign.de/blog/
http://twitter.com/mladenmilinovic

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Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

10 Kommentare

  1. Leider kriegt Cultured Code mit «Things» nicht alles auf die Reihe. Viele versprochene Funktionen und bekannte Fehler werden nicht umgesetzt beziehungsweise behoben. Und wer synchronisiert zwischen den Versionen für Mac und iPhone/iPod Touch, sollte sich bewusst sein, dass die Synchronisation per WLAN im Klartext erfolgt – Mitleser freuen sich, sofern man sich nicht allein einem verschlüsselten WLAN bewegt … :->

    Mehr dazu und anderen Macken von «Things»: http://www.macmacken.com/tag/things/

  2. Das Programm sieht wirklich vielversprechend aus, aber 50$ sind mir entschieden zu viel für so ein Helferlein.

  3. Ich nutze das Programm auch bereits eine ganze Weile, bin mit dem Verhalten von Cultured Code auch alles andere als zufrieden. Versprochene Features werden nicht geliefert, Foren sang- und klanglos gelöscht. Murks. Die Software ist toll, aber der Hersteller ist leider typisch Deutsch.

  4. und das mit der synchronisation ist auch nicht so dolle. Notizen die man sich zu einem Todo anlegt werden überhaupt nicht gesynct oder nur fehlerhaft. Äergerlich wenn man sich unterwegs doch SOOOO sicher war die notiz auf dem Mac doch eingefügt zu haben…

    Ich hoffe ja das The Hit List in nächste Zukunft eine iPhone App bringen. Da tut sich zwar schon ein ganzes weilchen nichts jedoch ist das feedback in der UserGroup um so angeregter :)

  5. Ich hatte Things einige Wochen im Einsatz und wurde davon ziemlich enttäuscht. Ich konnte mich mit TheHitList ( http://www.potionfactory.com/thehitlist/ ) deutlich besser anfreunden, es ist auch deutlich einfacher aufgabe anzulegen, verwalten usw. :) Leider ist mir eine iPhone Synchronisierung nicht bekannt.

  6. Ich hatte mir überlegt Things für mein iPhone zu kaufen.
    Habe mich dann aber letztlich für ToDo entschieden. Und ich bereue es nicht. Zwar ist Things von der Aufmachung wirklich viel schöner. Aber die Möglichkeiten bei ToDo sind größer.

  7. Ich nutze Things auch. Mich stört am meisten, dass der Sync nur über WLAN funktioniert. Daher muss man ständig dran denken, manuell einen Sync zu machen. Da alles andere Wichtige (Mail, Kontakte, Termine) automatisch over the Air läuft, vergesse ich das gerne …

  8. Im Moment ist „The Hit List“ deutlich besser als Things auf dem Desktop, aber leider fehlt eine mobile App. Aber Cultured Code arbeitet wohl mit Hochdruck an einer stark verbesserten Version von Things. Mal schauen, wie die wird.
    Und der Vollständigkeit halber, OmniFocus ist viel zu kompliziert, Toodledo ist nur eine WebApp und die iPhone App nicht so simpel wie Things und ToDo gibt’s nur für’s iPhone und es sync-t nicht richtig mit Toodledo.

    Man sieht, andere kriegen’s auch nicht hin. Soviel zum Thema „typisch deutsch“.
    Vielleicht könntest du mal genauer spezifizieren, was du eigentlich genau mit „typisch deutsch“ meinst, @Ulf.

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