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[Projekt Strandfigur] 1000-Seen-Marathon

Zu diesem Thema gab’s ja lange nichts mehr. Liegt vielleicht daran, daß sich die Strandsaison langsam dem Ende neigt. Nichtsdestotrotz oder vielleicht auch als Negativvorlauf zu den Weihnachtsvöllereien eine kleine Aktion für Wassersportbegeisterte:

Der 1000-Seen-Marathon!

Es gibt ihn schon eine Weile und ich selbst nehme dieses Jahr zum dritten Mal teil. Was ist das überhaupt? Nun ja, ganz 1000 Seen werden nicht befahren, aber es geht schon darum, eine bestimmte Distanz per Muskelkraft in einem Boot auf dem Wasser fahrend zu bewältigen. Die Auswahl ist dabei sehr vielfältig. Es stehen zunächst mal drei Streckenlängen zur Auswahl:

  • 21km für Familien und Einsteiger (Halbmarathon)
  • klassische 42km (Marathon)
  • und für die Freaks 62km (Langstrecke)

Auf diesen Strecken kann sich in verschiedenen Altersklassen mit den unterschiedlichsten Gefährten betätigt werden. Generell gibt es Kajaks (also diese Paddelboote mit Doppelpaddel) und Kanadier (die Dinger, mit denen Winnetou immer rumschippert, mit Stechpaddel). Beide jeweils als Einer oder Zweier, die Kanadier auch noch mit mehr Teilnehmern und wer will, beides auch als Rennboot.

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Ich für meinen Teil mag am liebsten Kajaks und hab mich immer für den Marathon im Einer-Kajak entschieden. Hört sich alles schlimmer an, als es ist. Wer schon mal so ein Böötchen bewegt hat, kann sich zumindest die kleine Strecke zum reinschnuppern zutrauen. Man muß ja beim ersten Mal auch nicht gleich gewinnen. :)  Am Ende hingen mir zugegebermaßen aber immer ganz schön die Flüchten runter. Das ist dann ja aber wohl auch der Sinn der Veranstaltung, was die Strandfigur anbetrifft.

Der 1000-Seen-Marathon hat immer einen sehr schönen Rahmen. Man reist am Freitag an. Dort hat man dann Gelegenheit, sich mit den vielen anderen Gesinnungsgenossen zu unterhalten, die zahlreichen interessanten Aussteller von Wassersport- und Outdoorzubehör zu besuchen oder auch nur schlicht ein Bierchen am gemütlichen Lagerfeuer zu trinken.

Aber bitte nicht zu viel, denn am nächsten Tag geht’s dann morgens je nach Strecke gegen 8:30 auf die nasse Piste. Wer die Mecklenburger Seen kennt, weiß um die reizvolle Natur. Hier ist wohl auch der Grund der Namensgebung der Veranstaltung zu suchen. Die Veranstalter haben wirklich schöne Strecken ausgesucht. Am Anfang herrscht meist großes Getümmel, später zieht es sich dann auseinander und man bekommt bestimmt Gelegenheit, darüber nachzudenken, was zum Teufel man denn hier eigentlich treibt. Besonders, wenn man auf dem letzten Drittel der 42km-Distanz von gefühlt über 60jährigen Teilnehmern der Langstrecke ganz entspannt überholt wird und diese kaum zu schwitzen scheinen. Aber Durchhalten ist gefragt. Wenn man es locker angeht, eigentlich auch kein Problem. Die Veranstaltung ist außerdem gut abgesichert (Wasserwacht allen ortens) und keiner wird zurückgelassen, wenn er es nicht schafft oder ein Problem hat.

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Wenn man nach der Zielankunft, bei der es für jeden ein Foto gibt, seine Wunden geleckt hat, kann man versuchen, mit den kaputten Flügeln das eine oder andere isotonische Getränk auf Gerstensaftbasis zu heben und den Abend bei Musik und Lagerfeuer ausklingen lassen. Am Sonntagvormittag ist dann die Siegerehrung und eine große Tombola, bei der sich die Sponsoren eigentlich nie lumpen lassen. Ich hab bis jetzt jedes Mal gewonnen. Dann geht’s gemütlich nach hause.

Wer Lust bekommen hat, in schöner Umgebung etwas für seinen aus der Form geratenen Körper zu tun, kann sich hier anmelden. Die Startgebühr beträgt 15 Euro. Vielleicht treffen wir uns ja dort – ich hab mich gerade angemeldet…

LINKS:
http://www.1000seen-marathon.de

8 Kommentare

  1. Danke dir für deinen interessanten Artikel. Ich verspüre sogar etwas Lust mitzumachen. Ich denke aber das ich beim Laufe bleibe ;) erst mal, solange meine Kniescheiben noch mitmachen ;)

  2. Klingt echt gut, Mecklenburg ist mir aber einfach zu weit weg.
    Viel Spaß, Grüße aus dem Rheinland!

  3. Klingt sehr gut. Ich war aber dieses Jahr schon in MeckPomm beim Paddeln. Da haben wir 21 km an 2 Tagen gemacht. ;-)

  4. Hmm, also generell hab ich ja nix gegen das Paddeln aber ich befürchte einfach, dass ich mit meinem Paddeltempo für den Marathon ca. ne Woche unterwegs wäre ;)

    #Insider

  5. @björn: Also der Halbe geht auch um 9:00 los, da solltest Du gegen Abend locker wieder da sein – ich kann Deine Paddelperformance ja in etwa einschätzen :D
    Meinen ersten 42er haben wir auch mit ein paar Bier und Whiskey und reichlich Pause bis gegen 17 Uhr erledigt gehabt, da solltest Du die Hälfte bis dahin auch schaffen… Oli schien übrigens auch gar nicht soooo abgeneigt, zumindest randinterssiert ;) –> aptgetupdate-Zweier!

  6. Wolf Spillner

    03.09.09, 13:10, #8

    Warum in die Fere schweifen, liegt das Gute doch so nahe! Dieses Jahr war ich zum dritten Mal beim Dalsland-Maraton+. Das ist erstens eine Strecke von 55 km -. mit drei Umtzragen – und das ist zweitens ein wunderbares – internationales! – schwedisches Volksfest mit vielen, vielen hundert Besuchern, die dem Letzten gleichermaßen zujubeln wie den großen Hirten, die nach schon 4,17 h ins Zil gelangen. Es wäre schön, die Veranstaltung in Mecklenburg würde ähnliche Begeisterung und Freude auslösen. Na, warten wir´s ab. Die Küken zählt man im Herbst. Man trifft sich! Wolf