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TweetMyMac: Mac per Twitter steuern

Es gibt immer wieder Sachen, da denkt man, gibt’s doch gar nicht. Wozu das nun wieder. Tja, eine Antwort darauf habe ich natürlich auch nicht. Die meisten Entwickler, Bastler, Hacker die solche Dinge, Ideen entwickeln, werden sagen, „Tja, weil wir es können und Spass daran haben“. Aber das ist auch gar nicht das Thema.

Mit TweetMyMac ist ein kleines, kostenloses Tool entwickelt worden, mit dem man seinen Mac über Twitter kontrollieren, steuern bzw. einige ausgesuchte Befehle ausführen kann. Klingt spannend und gefährlich zu gleich. Wie funktioniert das nun?

Als erstes TweetMyMac hier laden und installieren. Dann sollte man sich einen neuen Twitteracount anlegen und diesen von deinem Haupt-Twitteraccount folgen und am Besten den öffentlichen Zugang zu diesem Account sperren.

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Jetzt richtet man TweetMyMac mit dem neu angelegt Twitteraccount ein. Fertig.

Bildschirmfoto 2009-09-03 um 07.21.30.jpg

Den Mac Rechner kann man jetzt Befehle senden, in dem man dem neuen Account Direkt-Nachrichten zu sendet.

Dazu gibt es auf TweetMyMac Seite eine lange Liste der Befehle, die man absetzen kann:

z. B.

shutdown – um den Mac runterzufahren
restart – für einen Neustart
isight – um ein Foto von der iSight Kamera zumachen
screenshot – ein ein Screenshot des Desktops zu machen
ip – sendet dir die aktuelle IP Adresse des Rechners zu

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… und vieles mehr

Fazit

Recht lustige Anwendung von Twitter. Über den Sinn oder Unsinn lässt sich sicher vortrefflich streiten. Wie findet ihr TweetMyMac? Wie findet ihr diese Idee?

Links
http://www.themacbox.co.uk/tweetmymac/
https://twitter.com/signup

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

15 Kommentare

  1. Was interessant zu wissen wäre bei dieser Idee/Anwendung wie hoch die Gefahr von Missbrauch ist und ob sowas, in welchem Umfang dann, schon vorgekommen ist.

    Über den Sinn/Unsinn lässt sich wohl wirklich streiten…

  2. Naja, das ist doch nichts anderes, als würde ich meinen Mac per Mail steuern.

    Das kann man schon lange per AppleScript machen. Und da sehe ich die Gefahr einer Missbrauchs nicht so hoch an.

  3. Habe mir mal was ähnliches mit AutoIt für meinen PC gebaut. Sah dann allerdings wenig Sinn darin und habs Projekt aufgegeben.

  4. Hört sich verdammt nach tweetmypc an, ich glaube das gabs auch etwas ehr. unglaublich diese kreativität von pc benutzern… muss mal google nach tweetmylinux oder tweetmyphone fragen, obs das auch schon gibt…

    aber mal ehrlich: wozu braucht man das? lieber geh ich doch gleich per ssh, telnet, vnc oder oder oder auf nen bitverarbeiter.

  5. @bastelluder: ja wozu? vielleicht als Notfallvariante, wenn alles andere nicht mehr geht

    Ich muss aber zugeben, schnell mal einen Befehl per Twitter absenden, ist sehr einfach und auch mobil sehr praktisch. Kann man natürlich auch über andere Protokolle realisieren. Mail würde sich auch anbieten.

  6. Mmhhh.. fehlt noch ’ne Anwendung mit der man alle seine Daten der Websphäre überlassen kann. Dann ham’mers. ;)
    Ne, mal im Ernst, was soll der Scheiß? Gibts dafür nicht OpenSSH etcpp?

  7. Ich finde die Missbrauchsgefahr eines solchen Tools extrem hoch. Wie oben erwähnt, SSH ist die sicherste Methode für den Fernzugriff auf einen Mac. Das bisschen Terminal-Fu kann man auch lernen.

  8. Ich glaube es sollte auch mal jemand was Positives sagen.
    Wenn es möglich ist die Screenshots auf Twitpic hochzuladen wäre das doch praktisch um zu sehen ob es Updates oder ähnliches gibt. Wenn man diese dann installieren und den Mac neustarten kann, ist das doch super! Das macht sich im Urlaub gut, wenn man danach nicht ewig auf die Updateinstallation warten will.

  9. Nun klär mich mal auf, lieber Oliver, vielleicht leiste ich mir dann doch noch so einen Twitter-Account :P

    Im Falle des Diebstahls oder Verlustes meines MacBooks, könnte ich da bei nächster Gelegenheit meinem abhanden gekommenen Kumpel den Befehl twittern, er möge doch bitte ein Photo von dem Saftsack schießen und mir dessen aktuelle IP-Adresse mitteilen?

    Dann hätten die Pessimisten und Paranoiker hier nämlich schon mal eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit in Aussicht 8)

    Lieber Gruß
    Rata

  10. @Ancro und Rata:
    Man kann natürlich auch versuchen, sich wirklich ALLES irgendwie schönzureden und entsprechende Szenarien zu kreieren.. ;)

    Ich mach dann einfach das Gegenteil. *hust*

  11. Speaker, ich will ja gar nix schönreden :)
    Ich suche nur seit Jahren nach einer vernünftigen „Diebstahllösung“ für die Fälle der Fälle.
    Die am Markt befindlichen Lösungen sagen mir ehrlich gesagt nicht zu.

    Lieber Gruß
    Rata,
    der immer noch auf Olivers Nachricht wartet ;)

  12. @Rata: was meinst du genau? stehe gerade auf einen Schlauch

    @speaker: es geht doch nur um Idee und die Machbarkeit, konkrete Einsatzzwecke kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen, aber die Idee dahinter finde ich erst mal cool

  13. Also ich finde es zwar auch extrem überflüssig, aber SSH zum Beispiel muss ja nicht überall funktionieren da es möglicherweise an einer Firewall hängen bleibt. Der Transfer von Daten über http ist deswegen auch eine gute Notlösung, der sich auch Skype bedient, wenns gar nicht anders geht…

    Zum „missbrauchen“ vom Twitter hab ich letztens auch mal n bissl was gebloggt, was recht nett ist, wenn man zum Beispiel ausm Bash-Skript heraus twittern will o.ä. –> http://pinguinblog.de/allgemeines/twitter-mal-anders/