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GyroWheel – nie wieder blutige Nasen

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Kindern das Fahrradfahren beizubringen ist eine Erfahrung, die jeder Vater bzw. jede Mutter und vor allem auch die Kinder machen sollten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, voller Angst meine beiden Kleinen los zulassen und sie alleine rollen und später fahren zu sehen. Und sie sind beide gefallen und haben ihre Erfahrungen gemacht. Aber sie haben es auch schnell gelernt und fahren heute sehr sicher auf ihren Rädern durch den Straßenverkehr. Wir als Eltern sind stolz auf die beiden.

Und ich finde, so muss das sein, geht aber vielleicht mit GyroWheel einer neuen Erfindung auch ganz ohne Hinfallen.

GyroWheel:

[youtube Cbfe2_2DDc0]

„Gyrowheel, revolutionizes how children can learn to ride a bike and renders training wheels obsolete. Gyrowheel senses unbalanced biking and re-centers the bike underneath the rider’s weight at the point when tipping starts to occur. With Gyrowheel, riders experience a faster, safer, easier and more fun way to learn to ride a bike.“

Ich finde die Idee nicht schlecht und sie wird bestimmt auch vielen Kindern helfen. Aber mal ehrlich: haben wir das auch nicht ohne geschafft?

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Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

9 Kommentare

  1. Das erinnert mich irgendwie an:
    „Ich: „Juhu, ich kauf mir morgen Snow Leopard“ – Frau: „Wozu? Geht doch alles.“ – Ich:“hmmmgrmpft, aber, aber … ach egal““.
    (C) slith76, 2009

  2. Wenn ich so zurückdenke, ist das Fahrradfahrenlernen eine der intensivsten Erinnerungen an meine Kindheit. Ich denke das liegt auch gerade am Hinfallen, trotzdem ist es keine negative Erinnerung.

    Das Gyro-Wheel ist vielleicht für manche Kinder hilfreich, aber es ist ein Produkt in einer Reihe von Entwicklungen in Sachen Kindererziehung, die mich schon etwas beunruhigt. Für mich gehört das Hinfallen einfach zur Kindheit. Vielen Eltern fällt es heute schwer ihre Kinder einfach mal von der Leine zu lassen, wodurch sie immer langsamer selbstständig werden. Früher war es eine Ausnahme, wenn ich zur Schule gefahren wurde, heute ist es eine Ausnahme, wenn ein Kind zur Schule läuft.

  3. Oha, ob wir das brauchen ist die eine Frage, ob es sinnvoll ist die andere. Wenn die Kids beim Fahren-Lernen nicht mal mehr auf die Nase fallen, kommt doch auch der Respekt vor der (doch vorhandenen) Gefahr nicht auf, Selbstüberschätzung dürfte dann schnell die Folge sein. Das ist wie beim Autofahren, eigentlich sollen ESP und der ganze Krempel die Sicherheit in Extremsituationen verbessern, letztlich nutzen viele die neu geschaffenen Grenzen bis zum letzten aus und wundern sich dann, wenn der Baum auf einmal mitten in den Überresten des Autos steht.

    Auf der anderen Seite nimmt es natürlich auch eine schöne Erfahrung (für beide Seiten), wenn Mutti oder Vati dabei helfen und die ersten wackligen Versuche noch begleiten.

  4. Meine Kinder sind über das Laufrad hin zum Fahrradfahren gekommen – hatten also von vornherein schon den Gleichgewichtssinn geschult und konnten sofort ohne Stützräder loslegen.

    Auf die Erfahrung von blutigen Nasen oder aufgeschürften Händen musste ich dabei verzichten – komme aber damit klar.

  5. So wahnsinnig cool der Technikgeek in mir das Teil findet – ich denke ich bringe meinen Kindern das klassisch bei, sei es nun mit Laufrad oder Stützrädern.
    Ich hoffe aber auch, dass ich nicht zu so einem Vater werde, der durchdreht und gleich ins Krankenhaus rennt, wenn das Kind mal ein aufgeschürftes Knie hat.
    „Das gehört halt dazu“ klingt so wahnsinnig blöd, aber aus uns ist doch auch irgendwie was geworden, obwohl wir uns auf dreckigen Straßen blutige Wunden geholt haben…

    @royalty: ymmd! :D
    Ich kauf so ein Ding nicht für meine Kinder, sondern für mich!