Artikelformat

[Mac] MacPorts – Welche Ports habe ich installiert?

Nach meinem letzten Artikel über MacPorts wurde ich gefragt, was ich den so über dieses System installiere und nutze. Diese Frage nehme ich gerne zum Anlass um euch jetzt einmal ein paar Tools vorzustellen, die so leider nicht bei OS X dabei sind, aber mit Hilfe von MacPorts sehr einfach nachinstalliert werden können. Wie man MacPorts installiert und konfiguriert hatte ich in dem besagten Artikel hier schon beschrieben.

htop

Bildschirmfoto 2009-10-12 um 08.14.38.jpg

Htop ist ein top Ersatz, der nicht nur besser aussieht, sondern auch noch ein paar Sachen mehr kann und sich sehr einfach mit Hilfe der Funktionstasten konfigurieren und bedienen lässt. Htop gehört für mich zu den Programmen, die ich mir immer als erstes neben lsof, vim und tcpdump installiere.

port install htop

wget

Ein bisschen verwundert bin ich schon, dass dieses Standardtool nicht mit OS X ausgeliefert wird. Wobei man OS X aber auch hier eher lobend beistehen muss, denn OS X bringt sonst fast alle Tools mit, die man aus der Unix-Linux-Welt gewöhnt ist.

Mit wget kann man über http/https bzw. ftp Dateien laden. wget bietet zB. auch die Möglichkeit komplette Webseiten zuladen und vieles mehr.

port install wget

trafshow

Bildschirmfoto 2009-10-12 um 09.07.45.jpg

trafshow ist ein Konsolentool mit man sehr schnell einen Blick auf den aktuellen Traffik seiner Netzwerkinterfaces werfen kann.

port install trafshow

mc

Bildschirmfoto 2009-10-12 um 10.02.04.jpg

Der Dateimanager Midnight Commander (kurz mc) ist der Norton Commander-Clone und für alle die noch mit DOS groß geworden sind, ein Tool mit sehr hohen Nostalgiewert, aber natürlich auch sehr praktisch bei grösseren und umfangreichen Kopieraktionen.

port install mc

git

Git ist wie zum Beispiel Subversion oder CVS ein Versionsverwaltungsprogramm für Dateien und wird zB. bei der Linux Kernelentwicklung eingesetzt und braucht man sehr häufig, wenn man irgendwelche Source laden muss, denn viele Entwickler setzten neuerdings auf git.

port install git-core


Das waren jetzt nicht alle Ports, die ich so installiert habe, aber ich denke die wichtigsten Tools für mich. Vielleicht könnt ihr in den Kommentaren noch ein paar andere nette Tools aufzählen, die ihr benutzt, aber man so aber nicht in OS X finden kann.

Links
http://www.macports.org/
http://www.aptgetupdate.de/2009/09/26/macports-noch-mehr-software/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

18 Kommentare

  1. Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube der Port für git heißt git-core.
    Ansonsten erkennt man Deiner Zusammenstellung den Mac besitzenden Linux-User :)
    Sieht bei mir genauso aus.

    /oliver

  2. Anstatt htop verwende ich den Mac OS X Activity Monitor. Curl ist ein bereits installierter wget Ersatz. Für trafshow habe ich keinerlei Verwendung. Path Finder ersetzt mc und git gibt es als Mac OS X Installer.

  3. Statt wget kann man auch prima curl nutzen. Das ist nämlich von Hause aus dabei.

  4. @Hans Ist wohl Geschmacksache, ob man curl oder wget benutzt. Ich finde wget etwas leichter zu bedienen und weniger sperrig als curl. curl ist aber wohl mächtiger und vollständiger. Ich bin von Linux her einfach mehr den Umgang mit wget gewöhnt und will auch auf dem Mac nicht darauf verzichten.

  5. Ähhm, übrigens, bin ich nicht der Autor des Artikels. Hab nur zufällig denselben Vornamen. Hab mein Kürzel jetzt geändert.

  6. Morgen! :)

    Ich hab mir grad mal MacPorts installiert, hat mich irgendwie angesprochen das Ganze :D
    Aber ist das normal, dass htop immer wieder vergisst wie es ausssehen soll oder gibt es irgendwo einen versteckten Savebutton?

  7. @tfunck htop speichert seine Einstellungen in ~/.htoprc. Funzt bei mir tadellos. Evtl. Probleme mit den Schreibrechten bei Dir?

  8. MacPorts ist schoen und gut wen man sich den Stress mit den Dependencies nicht geben will, aber dass das immer alle seine eigenen Binaries (Perl, Ruby, Haskell…) kompilieren muss und nicht einfach auf die bei OS X mitgelieferten Sachen zurueckgreift find ich teilweise schon sehr nervig.

    Ich habe unter Leopard noch MacPorts genutzt, wobei ich wahrscheinlich nur ’ne handvoll Apps installiert hatte und meine MacPorts-Installation hatte durch die Dependencies so um die 2 GB auf der Platte gefressen.

    Ansonsten geht’s mir da mittlerweile so wie dem Rafael, hab‘ dafuer eigentlich ueberhaupt keine Verwendung mehr, da OS X von Haus aus mit genug Unix-Apps ausgeliefert wird und den Rest installier ich dann halt haendisch.

    Greetings

  9. Bei mir läuft aus Webentwicklungszwecken ein eigener apache mit php52, da manche CMS PHP 5.3 immer noch nicht mögen, was ja im Snow Leopard mittlerweile Standard ist.
    Desweiteren: texlive, mysql5, git-core, ImageMagick, lynx, wget etc. – aber das wurde ja auch schon genannt.

  10. Von Fink habe ich im Moment dvtm, mysql, und nmap/zenmap installiert, via MacPorts git, lynx, rsync (könnte auch ’ne Abhängigkeit sein), wget, außerdem ImageMagick und sqlite3 zum Bauen entsprechender PHP-Module/Ruby-Gems.

    Unter 10.5 hatte ich noch einen Apachen und (aus purer Neugier) jede Menge KDE- und Gnome-Kram. Der Spieltrieb hat inzwischen aber nachgelassen, ich beschränke mich auf’s Nötigste.

    htop ist ein toller Tip, in Fink ist der nicht drin und in MacPorts habe ich nie gesucht.

  11. Es wäre schön zu erwähnen, warum immer mehr Entwickler GIT statt Subversion / CVS einsetzen und die Vor- und Nachteile erläutern, da es immer darauf ankommt, was man eigentlich Entwickelt. ;)

  12. @David: hatte ich auch dran gedacht, hätte aber wahrscheinlich den Rahmen hier gesprengt – könnte man aber sicher mal etwas näher betrachten – vielleicht finde ich ja mal einen kompenten Gastautor zu diesem Thema, den ich bin eher SourceCode-Konsument und brauche den GIT Client um halt die Sourcen zu laden

  13. MacPorts oder Fink gut und schön.

    Wer allerdings auf ’nem frisch aufgesetztem MacOSX ohne großartige Mühen (Xcode-Installation, PATH-Variablen anpassen, Kompilierzeiten, Abhängigkeiten auflösen) schnellstmöglich alle gängigen Unix-Tools parat haben möchte,
    dem kann ich nur Rudix empfehlen.

    http://rudix.org/

    Kann als Gesamtpaket (aber auch als einzelne Pakete) auf Knopfdruck installiert werden und fügt sich geschmeidig in den /usr/local/-Path ein. Also direkt nutzbar :-)

    Schneller und schlanker geht’s nicht :-D
    Sollte zumindest mal erwähnt werden (vielleicht mal auch als Artikel)

    Ciao