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Google Chrome OS: Zukunft der Betriebssysteme?

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Im Groben hat man es so schon vermutet: Chrome OS wird die Basis, der Unterbau eines neuen Systems: Google Chrome OS. Ein auf die Benutzerwünsche ausgerichtetes System, welches in wenigen Sekunden betriebsbereit sein soll.

Google sprach von 7 Sekunden bis zum Login Screen und 3 Sekunden für den Login. Nach Googles Vorstellung benutzen heutige User zu 99% nur ihren Browser und die Anwendungen im Web. Netbooks, Notebooks – alles wird immer günstiger. Eine normale Familie hat bis zu 5 Notebooks/Netbooks/Computer. Nach Googles Meinung ist der Verwaltungsaufwand für die Pflege dieser Geräte sehr hoch.

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Mit Chrome OS braucht man sich nicht mehr um die Datensicherung kümmern. Alle Daten liegen in der großen, bunten Wolke (Cloud) – bei welchen Hersteller auch immer. Google denkt natürlich in erster Linie an sich.

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Tabs sind die Programme. Verschiedene Desktops gibt es um sich besser zu organisieren. Ende 2010 sollen die ersten Chrome OS Devices auf dem Markt kommen.

Derzeit kann man sich schon mal den Quellcode ansehen: http://src.chromium.org/
Chrome OS ist OpenSource.

Es ist auf jeden Fall ein interessante Konzept, welches aber noch viele Fragen aufwirft. Haben wir heute die Zukunft eines unserer neuen Betriebsysteme gesehen? Ich denke ja. Wie denkt ihr da drüber?

Schön fand ich das Google einen Video Livestream der Presseveranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Lief alles sehr reibungslos. So stellt man sich das heutzutage vor.

Video:

[youtube 0QRO3gKj3qw]

Links
http://www.youtube.com/watch?v=0QRO3gKj3qw
http://src.chromium.org/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

31 Kommentare

  1. Also ich persönlich kann mich damit nicht anfreunden, aber vielleicht auch nur „noch“ nicht … wir werden sehen …

  2. Ich finde, es ist auf jeden Fall eine spannende Entwicklung. Und sie haben recht, die meisten Nutzer brauchen fast nur noch das Internet. Und vielleicht ein Office, aber das gibts ja auch online.

    Für mich selbst kann ich es mir momentan noch nicht vorstellen, da ich einfach auch einige Anwendungen benötige, die nicht einfach so online funktionieren können. Aber für ein Netbook – klar, warum nicht.
    Interessant ist jedenfalls, dass so langsam die Unterschiede zwischen Smartphone und Laptop verschwimmen.

    Und zu dem Livestream: damit sollte bewiesen sein, dass es funktioniert. Ich hoffe Apple fängt bei seinen Keynotes auch bald damit an. Sollen sie halt notfalls auch den iTunes Store offline nehmen und dessen Kapazitäten mit nutzen :)

  3. Die Zukunft? Falls ja, wäre die Zukunft wieder die Vergangenheit.

    Ich schätze am Computer, dass ich ihn universell einsetzen kann – gerade das macht den Computer aus. Ebenso schätze ich das lokale Speichern … ich gebe aber zu, dass die Cloud für Diktaturen und Demokratiesimulationen perfekt ist, so kontrollieren Staaten und Grosskonzerne im Verbund den allergrössten Teil der menschlichen Leben.

  4. da jetzt die Source offiziell draußen sind, warte ich mal, bis fähige Leute das in eine VM gepackt haben. Dann schaue ich es mir mal an. Das Konzept finde ich aber sehr gut und denke auch, dass es viel verändern wird.

  5. Man muss sich vielleicht von den Gedanken lösen, dass dieses Konzept (mehr ist es glaube ich noch nicht, auch wenn es sehr gut auf die Google Services zugeschnitten ist) nur mit bestimmten Herstellern funktioniert. Wieso das ganze nicht auch als eigene Server betreiben. Oder einen Server oder einen Bereich mit Services für sein ein Konzept anmieten.

  6. Ich bin skeptisch. Was wenn ich den Cloud-Dienst eines Dienstleisters in Anspruch nehme und dieser plötzlich pleite geht. Der Datenverlust würde nicht nur meine persönlichen Daten, sondern einfach alles umfassen. Und was ist, wenn ich gerade kein Internet zur Verfügung habe? Zum Beispiel, wenn ich in der Bahn sitze. Dann kann ich das Netbook nur noch als Untersetzer oder Beinwärmer nutzen.

  7. @Oli: Genau das wäre ein riesen Reiz für Firmen. Damit könnten sie jede Menge lästige Sachen umgehen, wenn sie Mitarbeiter mit Laptops ausstatten, gerade auch wegen den Daten, Programme etc.
    Also ich bin gespannt, wie sich Chrome OS entwickelt.

  8. @Teo: Web-Anwendungen können mit Offline-Funktionalität ausgestattet werden, wie es heute bereits bei vielen Google-Anwendungen der Fall ist.

    Ich stimme Dir aber zu, dass die Abhängigkeit von einem Anbieter gefährlich ist. Bei einer Pleite könnte ein Datenverlust allerdings noch das geringste Übel sein, schlimmer wäre ein Weiterverkauf der Daten … auch so ist zu befürchten, dass die eigenen Daten weniger privat sind als man gerne hätte – Unternehmen und Staaten haben bekanntlich beinahe unendlich grosse Begehrlichkeiten, der deutsche Überwachungsstaat ist nur ein Beispiel von vielen.

  9. Meine Daten, sind meine Daten und liegen nur auf MEINEN FESTPLATTEN und nicht bei Google in einer „Wolke“ oder sonst wo!

    Dieser Irrsinn mit der „Cloud“ und dem „Cloud-Computing“ das wird sich rächen, sehr böse irgendwann, wenn ich das dann noch erleben kann, werde ich mich daran wohl „Totlachen“!! ;-P

  10. Hurra back to the roots. Ich erinnere mich an Grüne Monitore die nur mit Großrechnern verbunden sind und selbst nichts können. Spätestens an der mangelnden Spielefähgkeit wird es scheitern.

  11. @Tscherno: Je nach Spielen … aber fürs Spielen gibt es ja schon länger entsprechende Konsolen – hinzu kommt, dass sich auch Spiele in die Cloud verlagern.

  12. Mein Mac startet aus dem Ruhezustand in weniger als 7 Sekunden ;) und soo schlimm ist fast eine Minute booten auch nicht. Solang kann man ja schonmal „alles andere“ hinrichten..

    Mir gehts wie vielen hier: Ich will nicht, dass irgend ein Anbieter, besonders Google, so viel Daten und „Wissen“ von mir hat. Die Macht die Google dadurch erlangt ist beträchtlich groß.

    Für Netbooks könnte ich mir trotzdem vorstellen dass das Chrome OS – mit entsprechender Offline-Unterstützung – oft genutzt werden wird.

  13. Pingback: Google Chrome OS | lordmats heiterkeit!

  14. @nodch: danke – habe es jetzt auch mal ausprobiert und bin beeindruckt wie schnell das startet, sogar in einen VM – das ist wie damals mit DOS nur jetzt mit Grafik ;)

  15. Interessant, wie alle auf der Cloud & Google rumhacken. „Meine Daten“, „Es geht niemanden was an“, … Tiefergehend hat sich damit aber wohl leider von den Kommentarpostern noch keiner beschaeftigt. Das das ganze bisher ein sehr gut durchdachtes Konzept ist beachtet leider keiner, genauso wenig, wie das fast alles, was Google bisher gemacht hat unter OpenSource gestellt worden ist. Google hat angekuendigt, sowohl Grossteile der eigenen Implementierung als auch das des Wave-Protokolls als Open Source bzw. als offenen Standard zu veroeffentlichen, wodurch die Realisierung eigener Wave-Systeme ermoeglicht werden wird. Zudem koennen ueber eine API Erweiterungen fuer Google Wave geschrieben werden. Bereits jetzt sind schon Teile davon freigegeben (Konsolen basierend), womit man sich saepter auch seine eigene Cloud erstellen koennen werden kann bzw. schon JETZT Teile davon nutzen kann.

    Das Chrom OS habe ich brigens heute morgen problemlos selber bauen koennen… Lordmat hat ja in dem Trackback bereits darueber geschrieben. PS: In Links gehen gerade keine Umlaute – ich bitte um Entschuldigung!

  16. @trinec: Schön das du nur Block-Text kannst, ist sehr gut lesbar.

    Dir ist wohl nie in den Sinn gekommen, was für eine Macht an Wissen Google damit erreicht, wenn Google in allen Daten rumschnüffelt, von Privat-Personen!?

    Aber passt schon, wie konnte ich nur erwarten das es gebildete Leute im Internet gibt die nicht jeden Scheiss, ähm Hype mit machen…

  17. @LexX Noel:
    Danke für deinen Kommentar, allerdings glaube ich, dass du den Inhalt nicht wirklich verstanden hast. Mein Posting zielte darauf hin ab, dass du auch weiterhin entsprechende Services dank OpenSource auf eigenen Servern in die eigene Cloud schieben kannst (unabhängig von Google und ohne schnüffeln) und dir die Software nach deinem Belieben modifizieren kannst.

    Zum angemeckerten Block-Text – ich zitiere mein eigenes Posting nochmal: „PS: In >Links< gehen gerade keine Umlaute – ich bitte um Entschuldigung!" << Links(2) ist ein Webbrowser auf der Konsole – daher habe ich leider kein grafisches Frontend zur Verfügung gehabt, da hier nicht mal ein X-Server läuft.

  18. @trinec: Da habe ich das Problem wieder, Du glaubst das du etwas glaubst, von dem du aber nicht mal weisst, das es wirklich so ist.

    Wissen = Macht = Geld = Mehr Macht = Monopol = Kontrolle eines Marktes = „unendlich weiter definierbar“!

    Wissen ist macht und wer Macht über das Wissen einer Gesellschaft hat, wird Macht über die Menschen darin haben.

    Jedoch, weiss Ich anders als DU, das DU das nicht verstehen wirst, eben Weil DU das ganze nicht im vollen Umfang erfassen kannst.

  19. … ich habe das jetzt dreimal gelesen, aber keine Ahnung, was es bedeuten soll – trinec wies nur darauf hin, daß man das Ganze auch in der eigenen Cloud laufen kann, und du leitest daraus ab, daß er keine Ahnung vom bösen militärischen Industriekomplex mit all seinen schwarzen Hubschraubern hat? ;)

    Google Chrome OS: Finde ich interessant, aber ich weiß nicht, ob es ankommen wird, hat bisher vielleicht zu wenig „Bling“ für die Zielgruppe, die ich mir da vorstellen kann – im Gegensatz zu z.B. Jolicloud.

    PS: Bloß nicht impfen lassen, die wollen uns Ortungschips spritzen. Habe ich gehört.

  20. @LexX Noel: Sag mal – bist du so merkbefreit oder ist trollen einfach ein Hobby von dir?
    ChromeOS ist Open Source – wer mag und dazu in der Lage ist, baut sich „sein“ ChromeOS aus den Sourcen zusammen. Damit ist es dann auch recht einfach möglich, ein ChromeOS zu bauen, das eben NICHT mit Google Synchronisiert sondern mit dem EIGENEN Server – quasi „ChromeOS without Google“, was er auch explizit angesprochen hat.
    Mal ganz davon ab erkenne ich in dem was du so von dir gibst doch eine gewisse Portion von „mit zweierelei Maß messen“. Anders lässt sich dein wettern gegen Google auf der einen und das verteidigen von Apple auf der anderen Seite in meinen Augen nämlich nicht erklären – also am besten immer locker durch die Hose atmen und das denken denen überlassen, die sich noch Gedanken machen und nicht mit einem „DAGEGEN! WARUM WEISS ICH NICHT ABER DAGEGEN!“ Schild in der Hand rumrennen.

    Zum Inhalt des Artikels: Klingt sehr interessant gerade im Hinblick auf den offenen Quellcode. Wäre eine schöne Alternative zu EyeOS zum Beispiel – mit dem Vorteil das der „Systemkern“ lokal läuft.

  21. @Janina: verdammt – dann habe ich jetzt einen Ortungschip inkl. aber mein Körper scheint ihn wohl abstossen zu wollen – ich fühle mich heute nach 3 Tagen immer noch total dreckig

    zum Thema: selbstverständlich muss man mit dem Thema Google kritisch umgehen, Daten in der Cloud bereiten mir auch ein flaues Gefühl im Bauch, dieses Gefühl unterscheidet sich aber nicht von dem Gefühl, wenn ich ein Apple- oder ein Microsoftbetriebsystem und -services benutze – ich will jetzt Google auch nicht in den Himmel heben oder so, aber immerhin schaffen sie es am ehesten den OpenSource Gedanken weiterzutragen und ihre Ideen in Produkte umzumünzen

  22. @Janina: Es gibt Dinge die kann man halt nicht verstehen, es reicht dann vollkommen aus wenn man weiss das es Sie gibt. ;-)

    @Chris//Das3Zehn: Wow, nicht schlecht deine Wortwahl. So richtig WebZwoNull-Sprache, jear gib’s mir! :-P

    Merkbefreit, scheinbar weisst du gar nicht mal was diese Wort eigentlich ausdrückt. Aber dennoch guter Ansatz, wobei ich gerne mal im Detail wüsste was Du da meinst zu „erkennen“ bei mir.

    Ist der Hellseher im WebZwoNull überhaupt noch auf der Höhe der Entwicklungs-ZEIT?

  23. Hmmm, so neu ist das nicht. ChromeOS sieht für mich sehr nach Splashtop aus. Splashtop ist eine Linux-Distro für Mainboards. Umgesetzt und verkauft wird das ganze schon mit Asus-Boards. Dort heißt das dann Express Gate.
    Express Gate:
    * Bootet in max 8 Sek
    * bietet Browser mit Flash
    * Skype
    * und Stuff

    @see:
    http://www.youtube.com/watch?v=Zu4CdPRYdVc
    http://en.wikipedia.org/wiki/Splashtop#Motherboards_featuring_Splashtop

    Edit: Warum gibts kein NetBook mit Splashtop? Würd ich mir sofort kaufen!

  24. ChromeOS ist Open Source – wer mag und dazu in der Lage ist, baut sich “sein” ChromeOS aus den Sourcen zusammen. Damit ist es dann auch recht einfach möglich, ein ChromeOS zu bauen, das eben NICHT mit Google Synchronisiert sondern mit dem EIGENEN Server – quasi “ChromeOS without Google”, was er auch explizit angesprochen hat.

    Google Chrome OS ist Open Source, aber damit allein arbeitet man noch nicht – insofern ist Open Source hier weitgehend irrelevant, Open Source bedeutet hier im Wesentlichen, dass Computerhersteller Google Chrome OS verwenden können ohne Lizenzzahlungen leisten oder Patentstreitigkeiten fürchten zu müssen.

  25. @LexX Noel: „WebZwoNull“-Sprache.. aha… Ich kann mich nicht daran erinnern und auch nach mehrmaligem Lesen nicht herrausfinden, was zum GEIER du überhaupt damit meinst, denn explizite „WebZwoNull“ Begriffe habe ich nicht verwendet. – was mich dann zurück zum „Merkbefreit“ bringt: „Ignorieren wir einfahch mal was dort steht und hauen IRGENDWAS raus – ob es zum Inhalt passt oder nicht ist doch egal!“. Auch deine Attitüde hinsichtlich „Ich schreibe irgendwelchen Zusammenhangslosen Kram und wer das nicht versteht ist halt dumm wie Brot“ ist unter aller Sau. Ich empfehle dir wirklich, deine Profilneurose mal unter ärtztliche Aufsicht zu stellen.

    und @MacMacken: Sicherlich arbeitet man nicht mit dem reinen OS – aber es gibt, wenn man denn die Augen aufmacht, genug Alternativen zu den Google Services: Y! Mail, MS Online Office (was bspw. explizit auch während der ChromeOS Präsentation gezeigt wurde), Foxmarks zum Bookmarks-Synchronisieren, Präsentationstools in Hülle und Fülle, WebDAV oder auch Dropbox zwecks speichern von Dateien und so weiter und so fort.
    Sicher gibt es hier und dort garantiert Schwierigkeiten, diese Services sauber zu integrieren, da nicht alle eine derart offene API verwenden wie es bei den Google Services der Fall ist. Es ist aber mitnichten so, das man auf die Google Services angewiesen wäre – es muss nur der Wille und ein fähiger Programmierer bzw. fähige Programmierer (Mehrzahl…) vorhanden sein. Sicher konzentriert sich Google bei der Entwicklung auf ihrer eigenen Services – so lange aber der GESAMTE Code offen liegt (was ja zumindest derzeit noch der Fall ist) ist es nicht unmöglich diese „Probleme“ aus der Welt zu räumen.

  26. @LexX Noel: Das Feature gibts seit Anfang 2008.
    Auf der verlinkten Wiki-Seite gibts eine kurze Übersicht über die Boards.

  27. @Chris//Das3Zehn: Siehst Du ich versuche es zu vermeiden, fremde Menschen persönlich anzugreifen oder zu beleidigen wie du das machst.

    Zudem schreibe ich nicht einfach irgendwelchen Kram wie du es nennst, sondern versuche mich so verständlich auszudrücken jemand weniger gebildetem gegenüber wie mir möglich.

    Gebildet in dem Sinne, auf dich Bezogen, das du mich eben so anmachst wie du es getan hast. Natürlich könnte ich es im Detail ausführen, das Warum/Wieso/Weshalb und dergleichen. Doch das würde nicht nur den Rahmen des Kommentars hier sprengen, sondern darüber hinaus dich nur noch mehr aufbringen.

    Eben weil du nicht in der Lage bist zu verstehen was ich schreibe. Vielleicht weil du es nicht kannst, oder willst, oder dergleichen.

    Ich werde es nun dabei belassen und dich somit in deinem Glauben lassen, das du was auch immer gewonnen oder bewiesen hast, wenn auch gleich das ein Irrglaube sein kann oder ist.

    @crudeOIL: Aha, habe mir das Video angeschaut. Nicht so mein Fall, aber interessanter Ansatz.