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Das Netbook: man hat ja so seine Ansprüche: relativ günstig soll es sein, trotzdem mit all dem Komfort eines großen Notebooks. Fehlt was, ist man sauer. Entspricht etwas nicht der gewohnten Qualität, ist man unzufrieden. Mit diesen Gefühlen bin ich immer mit meinem Netbook (Samsung NC10) rumgelaufen. Und dabei war und ist die Performance gar nicht mal das KO Kriterium gewesen, sondern Sachen wie das unbenutzbare Mini-Touchpad, die kleine Tastatur (obwohl die schon zu den bessern in der Klasse der Netbooks zählt) und ganz vorne mit dabei, das immer wieder zu kleine Display bzw. die mir zu kleine Auflösung.

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Das ist jetzt keine Kritik an Netbooks an sich. Die haben sicher auch weiterhin ihre besondere Daseinsberechtigung und sind auf jeden Fall fast um die Hälfte günstiger. Ich glaube aber, ich habe jetzt für mich eine bessere Lösung gefunden: das neue weiße Unibody Macbook. Ich bin eher ein Freund der Pro Serie und habe mir echt Sorgen gemacht, als ich mir letzte Woche das Teil bestellt habe. Aber die Sorgen haben sich vollkommen in Luft aufgelöst. Ich habe mit dem neuen weißen Macbook ein richtig schickes, ausgereiftes und wie ich finde, sehr hochwertiges, aber auch recht günstiges Notebook erstanden, das mein jetziges Netbook ersetzen wird. Ich wurde nicht ganz freiwillig zu dieser Entscheidung gezwungen, bereue den Kauf aber bisher nicht. Der Defekt meines Macbook Pros wird sich doch noch ein wenig hinziehen und mit diesem tollen Zweit-Gerät fühle ich mich einfach besser.

Es ist mit 2,13 kg nur geringfügig schwerer als das Netbook, bietet aber den gewohnten Apple-Komfort. Eine tolle, große Tatstatur, ein riesiges Touchpad und mit dem 13 Zoll Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 angenehm viel Platz für meine Programme. Auch wenn sich dieser Text mal wieder anhören sollte, als ob er aus einer Hochglanz-Apple-Broschüre entsprungen wäre, bei diesem Gerät weiß ich mal wieder, wieso ich zu einem echten Mac-Fanboy geworden bin. Es überzeugt in fast allen Details, auch wenn man hier und da auch Kritik fallen lassen muß.

Aber gut, gehen wir mal ein bisschen ins Detail:

Verarbeitung

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Da dieses Gerät voll aus Polycarbonat (Plastik) besteht, fühlt es sich schon deutlich anders und nicht so hochwertig wie die Alu Geräte an. Optisch konnte ich an meinem Gerät keinerlei Mängel feststellen. Die glatte, glänzende Oberfläche könnte man kritisieren, aber auf der schneeweißen Oberfläche sieht man die Fingerabdrücke kaum und diese glatte Oberfläche schmeichelte meinen Händen doch sehr. Die recht scharfe Kante, wie auch bei den neuen Macbook Pros ist etwas gewöhnungsbedürftig. Das Gerät an sich ist aber so gross, dass die Hände immer komplett auf bzw neben der Tastatur liegen können und nicht quer halb daneben auf dieser scharfen Kante. Die Unterschale ist einfach perfekt verarbeitet und das Display schliesst sehr gut und millimetergenau rund herum ab. Nur Hinten ist ein grösserer Spalt zusehen, da hier kein Gummi benutzt wurde.

Die neue Gummifläche der Unterseite hat den Vorteil, dass das Gerät auf dem Schoß wirklich sehr kühl bleibt. Sie wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Fussel und Grümmel anziehen. Und wie anfällig diese Oberfläche wirklich ist, kann man erst nach längerem sagen.

Das neue runde Design und das Unibody-Gehäuse gefallen mir persönlich sehr gut. Einerseits weil es gut in der Hand liegt und andererseits weil es noch weniger Schnörkel (Schrauben, Ritzen) als das schon sehr schlichte Vorgängermodell besitzt.

Tastatur und Touchpad

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Ich war bisher noch nicht in den Genuss eine solchen Multi-Touchpads gekommen, hatte nur hin und wieder auf Fremdgeräten neugierig damit gespielt. Ich kam aber gleich von Anfang gut mit diesen eingebauten Tasten zurecht. Das Touchpad besteht komplett aus Glas und fäßt sich sehr kühl und glatt an. Und es ist einfach riesig. An den vor definierten Gesten gewöhnt man sich auch sehr schnell. Zum Beispiel die Exposè-Geste, um alle Fenster anzuzeigen oder wegzuwischen scheint mir sehr sinnvoll zu sein.

Display

Im direkten Vergleich zu dem Macbook Pro (late 2007 15”) Display steht das im Macbook verbaute Display keinen Deut nach und ist gerade im Hinblick auf die Winkelfestigkeit und der Helligkeit ein riesen Gewinn zum Display des Macbook (late 2008). Sehr gut finde ich auch den Biegewinkel des Displays, also wie weit man das Display nach hinten kippen kann. Da war man beim Macbook Pro Late 2007 doch recht eingeschränkt.

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Ich bin kein Freund von Glossy Displays, nein wirklich nicht, aber dieses hier spiegelt nicht ganz so doll wie zB. das Display des 13” Macbook Pro und vor allem nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Das liegt höchstwahrscheinlich an der fehlenden Glasscheibe und erscheint mir als ein guter Kompromiss. Und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase komme ich doch recht gut damit zurecht. Störend finde ich eigentlich nur helle Fenster, aber man findet doch immer schnell eine Position, wo nichts spiegelt. Und da man das Display eigentlich sowieso immer schräge angekippt benutzt, sieht man sich selbst eigentlich nie im Display und damit auch keine Bewegungen. Das empfand ich sonst sehr störend bei Standdisplays. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Display unterwegs im Zug nicht so toll ist. Habe ich aber noch nicht ausprobieren können. Hätte ich aber eine Wahl gehabt, ich hätte wohl trotzdem ein mattes Display genommen.

Akku

Herstellerangaben sind bei der Akku-Laufzeit erfahrungsgemäß immer übertrieben. Apple gibt bei diesem Modell satte 7 Stunden an. Nach 3 – 4 Ladezyklen erreiche ich bei normaler Benutzung, also Wlan an, Display fast komplett hell eingestellt fast 6 Stunden. Das ist doch ein sehr guter Wert und lässt sich eventuell durch Abdunkeln des Display noch steigern.

Die Ladezeit beträgt ca. 1,5 bis 2 Stunden – eher etwas weniger.

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Der neue alu-farbende MagSafe Netzstecker ist wieder magnetisch, was ich gut finde. Das Design passt aber irgendwie nicht zum weißen Macbook. Probleme mit den Vorgängermodellen hatte ich bisher nie und kann den Umstieg auf Metall an dieser Stelle nicht nachvollziehen.

Performance

Mit den gleichen Programmen und Einstellungen merke ich so gut wie keinen Unterschied zu meinem Macbook Pro (Baujahr Ende 2007). Mit den standardmässig verbauten 2GB RAM bin ich recht zufrieden. So hat man noch eine Aufrüstmöglichkeit, falls es dann doch mal eng werden sollte. Die verbaute NVIDIA Grafikkarte 9400M sollte auch für das eine oder andere Spiel ausreichen. Quake Live läuft auf jeden Fall ohne Ruckeln ;)

Macbook aufgeschraubt

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Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen und schaue mir auch gerne die Innereien an. Die 8 Kreuzschrauben sind schnell gelöst und die untere mit Gummi beschichtete Abdeckung lässt sich leicht öffnen. Geöffnet kann man dann recht einfach die Festplatte, Ram oder den Akku wechseln.

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Sonstiges

Apples Reduktion auf das Wesentliche wird besonders bei den verfügbaren externe Anschlüssen deutlich. Hier findet man 2 USB Anschlüsse, 1 mal Ethernet (Gigabit), einen Mini-Display Anschluss, einen Anschluss für einen Kensington-Schloss und den neuen kombinierten Audio Ein- und Ausgang. Firewire fehlt komplett. 2 USB reichen mir eigentlich nicht, aber selbst 4 wären zu wenig, so dass ich sowieso einen USB Hub benutzen muss. Von da ab ist es eigentlich egal. Ich hätte mir nur einen der beiden USB Anschlüsse auf der rechten Seite gewünscht, um meine Apple Maus dort anschliessen zu können, denn die kommen eigentlich mit sehr kurzen Kabel daher.

Besonders positiv muß ich noch die Lautstärke des Gerätes hervorheben: ich habe bisher nicht einmal den Lüfter gehört, noch nicht einmal beim 3D Quake Test. So ein leises, gerauschloses Gerät hatte ich bisher noch nie in der Hand gehabt. Wahnsinn. Genauso bleibt das Gerät angenehm kühl über die ganze Zeit, wo ich damit gearbeitet hatte. Das fällt mir immer besonders auf, da ich warme Oberflächen unter meinen Händen überhaupt nicht ausstehen kann.

Fazit

Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit meinem neuen kleinen Freund, auch wenn ich Anfangs doch sehr skeptisch war. Die wenigen Anschlüsse stören mich persönlich gar nicht, das Schreibgefühl der Tastatur ist super und die lange Akkuzeit entschädigen für den einen oder anderen fehlenden Anschluss, den man wahrscheinlich sowieso nie gebraucht hätte. Ich werde auf jeden Fall nach ein paar Monaten dieses Reviews das Gerät neu bewerten und erzählen wie es sich im Alltag so gemacht hat und vor allem wie es sich wirklich abnutzt.

Wenn ich noch irgendeinen Aspekt vergessen habe und ihr Interesse an meiner Meinung dazu habt, fragt ruhig in den Kommentaren.

Preise

Ich habe mir das Gerät in der Standardkonfiguration direkt bei Apple gekauft. Die Lieferung dauert nach Zahlungseingang genau 6 Tage.

Das Macbook Pro kostet direkt bei Apple ohne Studenten oder Campus Rabatt 899€ – bei Amazon bekommt man es in dieser Konfiguration schon für 849€.

Links
Macbook Test bei FsckLog.com
http://www.apple.com/de/macbook/

Apple MacBook MC207D/A bei Amazon