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Da ist sie nun, meine langersehnte neue Apple Maus. Und ich habe lange auf sie gewartet. Eigentlich schon seit der Veröffentlichung des weißen Vorgängermodels. Auch wenn ich die Mighty Mouse nie gegen eine andere Maus eintauschen mochte, hatte sie eben diese Kugel-Macke: nach ein paar Monaten Benutzung stockte meistens die Radbewegung, bis gar nichts mehr scrollte. Kurzes, kräftiges Rubbeln brachte die Kugel ein paar Male wieder auf Fahrt, aber irgendwann kam man um eine aufwendige Säuberungsaktion leider nicht herum. Dummerweise war das Öffnen dieser Maus von Apple nie so vorgesehen. Und so hinterließen meine ersten Versuche auch eher unschöne Mighty Mouse Exemplare zurück. Ich glaube, ich habe 5 dieser Mäuse verschlissen.

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Aber nun ist sie ja endlich da: meine neue Diva, meine Magic Mouse. Und endlich ohne störenden Ball auf der Oberfläche. Sie fäßt sich sogar besser an, als meine bisherige Favoritin, die durchsichtige Pro Mouse. Die Magic Mouse hat eine sehr sehr glatte Oberfläche aus durchsichtigem Plexiglas auf weißem Grund. Die Unterseite, der fast halb so flachen Maus, besteht aus Alu und zwei schwarzen Gleitern. Daher passt, so finde ich, diese Maus auch prima zur günstigen Konsumer- wie auch zur etwas teureren Pro Linie der Apple Notebooks.

Die Einrichtung

Ist man mit seinem Mac OS X System auf einem aktuellem Stand (10.6.2) dann ist die Einrichtung ganz Apple typisch sehr einfach gehalten: Maus mit dem kleinem Schalter an der Unterseite anmachen, darauf achten das Bluetooth am Rechner angeschaltet ist und schon kann man die Maus benutzen. In den Systemeinstellungen findet man nun unter “Maus” eine angepasste Treiberkonfigurationseite, in der man per Videos in die einzelnen Besonderheiten der Magic Mouse eingeführt wird.

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Standard ist nicht genug

Die Standardeinrichtung der Maus bietet den windowstypischen, aber auch aus der Mac Welt nicht mehr wegzudenkenden Rechtsklick. Dabei gibt es wie auch schon bei der Mighty Mouse dafür keine extra Tasten, sondern die Maus weiß durch Sensoren in welchem Bereich man geklickt hat und interpretiert das dann entsprechend. Das klappt prima. Wie ich aber auch das von der Mighty Mouse gewöhnt bin. Das zweite Standard-”Muss” einer Maus heutzutage ist die Möglichkeit typischerweise lange Fenster nach unten bzw. nach oben zu scrollen. Hierbei bewegt man einfach einen Finger hoch und runter, wie auch schon bei einem Rad oder eben bei einer Kugel. Die mechanische Gegenwirkung habe ich in keiner Sekunde vermisst. Das Gefühl entspricht auch eher einem Touchpad am Notebook. Und die Scrollbewegungen können genauso genau ausgeführt werden, wie man sich das eigentlich nur vorstellen kann.

Linksklick, Rechtsklick und Scrollen. Mehr brauche ich im Grunde für die Bedienung meines Macs nicht. Aber wie auch schon von den Multitouchpads und dem iPhone gewöhnt, trainiert Apple den Benutzern immer mehr Gesten an. Vielleicht als Vorbereitung auf einen ganz neuen Eingabe-Lösung. Und so haben standardmäßig 2 Dinge auch in die Magic Mouse Einzug gehalten: erstens das Zoomen des Bildschirms, in dem man auf der Tastatur die “control”-Taste drückt und auf der Maus die Scroll-Bewegungen ausführt. Und zweitens kann man mit zwei Fingern entweder nach rechts oder nach links wischen und führt z.B. im Browser ein Vor und Zurück aus. Ich muss sagen die letzte Bewegung bereitete mir am meisten Schwierigkeiten. Aber vielleicht gewöhne ich mich noch daran.

Dieser Standard ist mir ehrlich genug, aber wer will kann aus dieser Maus noch einiges mehr heraus holen und so haben sich schon 2 kostenlose Softwaretools in der Mac-Gemeinde etabliert und buhlen um die Gunst der Magic Mouse Besitzer. Und diese 2 Tools möchte ich im Folgenden noch kurz vorstellen.

Bitte mehr

1. … mit BetterTouchTool

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BetterTouchTool ist ein umfangreiches Konfigurationstool, mit dem man alle denkbar möglichen Gesten sehr vielen vordefinierten Aktionen zuweisen kann. Die Gesten kann man einzelnen Applikationen oder dem ganzem System zuweisen. Auch die Einstellungen sind umfangreicher als die Standardmöglichkeiten. So kann man z.B. den Rechts- Mittel und Links-Klickbereich festlegen. Alle Möglichkeiten dieses kostenlosen Tools, welches auch die Anpassung der Touchpads bietet, kann ich hier nicht aufzählen. Das würde wohl den Rahmen sprengen.

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… oder mit MagicPrefs

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MagicPrefs ist ebenfalls kostenlos verfügbar. Dieses Tool ist aber nur für die Magic Mouse gedacht und kann neben Tracking Speed und Tap Sensitivity ein bis vier Finger-Klicks Aktionen zuweisen. Aber nicht annähernd so vielen wie beim vorher erwähnten Tool. Interessant bei MagicPrefs ist die Live-Anzeige der Touch-Oberfläche der Maus. Hier kann man auch sehen, das diese berührungsempfindliche Oberfläche bis runter zu dem Apple-Logo geht.

Kritik?

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Was könnte man jetzt an dieser Maus bemängeln? Ich habe lange überlegt. Der Preis? 69€ sind für eine Bluetooth Maus von Apple gewohnt viel. Wenn ich aber bis zur nächsten Maus nur eine von dieser verbrauche, da kaum noch mechanische, sich abnutzende Bauteile vorhanden sind, dann kommt mir das gerade doch wiederum sehr günstig vor. Natürlich sind 69€ viel Geld, man bekommt aber auch sehr gutes Material, eine sehr gute Verarbeitung und einmalige Touch-Technik geboten. Daher finde ich den Preis doch durchaus gerechtfertigt. Ich hoffe Apple wird in dem neuen Jahr noch eine Kabel-Maus nachliefern, die dann auch etwas günstiger sein kann.

Die zu flache Form? Ich habe oft gelesen, das die flache Form ein Kritikpunkt wert sei. Dem kann ich mich aber gar nicht anschließen. Der Rand ist da wo man ihn anfäßt genauso dick wie meine Daumen und brauchen auch nicht dicker zu sein. Meine Hand verkrampft in keinen Stellung, außer vielleicht bei den Mehrfingerübungen. Ich finde die flache Bauform sehr angenehm. Eine höhere Bauform wäre wahrscheinlich für die Gesten eher unangebracht.

Der Batterieverbrauch? Hier kann ich leider auch noch gar nichts weiter sagen, da mir die Maus ja erst direkt vom Weihnachtsmann unter den Baum gelegt wurde. In den 5 Tagen Benutzung zeigt die Anzeige auch immer noch 100%. Ich werde, wenn gewünscht meine Erfahrungen dazu später wiedergeben.

Nun kann ja eigentlich kaum noch was verschmutzen an der Maus. Bedenken habe ich nur bei der nicht verschließbaren Laseröffnung auf der Rückseite der Maus. Aber damit hatte ich bisher eigentlich auch keine Probleme. Aber vielleicht ist das ja ein Kritikpunkt wert. Die kabellose Mighty Mouse verschloss sich beim Ausschalten.

Fazit

Ich bin doch sehr begeistert von der Magic Mouse und den Möglichkeiten der neuen Multi-Touch-Oberfläche. Wird das der neue Standard bei Mäusen werden? Ich kann es mir wirklich sehr gut vorstellen. Dazu hat Apple mal wieder einen wirklichen Hingucker entwickelt. Auch wenn man denkt, da geht nichts mehr, zaubert Apple wieder mal etwas ganz Besonderes aus dem Hut. Und die Magic Mouse gehört definitiv zu meinen persönlichen Apple Highlights.

Links
http://www.apple.com/magicmouse/
http://blog.boastr.net/?page_id=195
http://vladalexa.com/apps/osx/magicprefs/