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Cebit: Google Streetview startet in Deutschland

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Gestern konnten wir den ersten CeBIT Auftritt von Google überhaupt bewundern. Hat mich persönlich, muss ich sagen, nicht so sehr vom Hocker geworfen. Ich habe da wohl ein wenig mehr erwartet. Google hat doch nun wirklich viele innovativere Produkte am Start als das Streetview Projekt. Ich habe eher das Gefühl gehabt, Google geht es bei diesem Auftritt eher um Schadensbegrenzung, Aufklärung um gerade genau dieses sehr heikle Projekt aus Datenschutzsicht auch endlich in Deutschland starten zu können.

Uns wurde als offizieller Starttermin für Streetview ein schwammiges Ende 2010 genannt. Dabei seien alle Fotoaufnahmen gemacht. Die vorhandenen Bilddaten der dutzend Google-Streetviewautos werden wohl noch nachbearbeitet, verbessert und schlechte Aufnahmen neuaufgenommen.

Bildschirmfoto 2010-03-03 um 08.48.20.jpg

3 dieser Aufnahmeautos wurden live vor unseren Augen von Künstlern „verschönert“, um sie besser sichtbar zu machen. Verharmlosungstaktik? Die Pressesprecherin betonte mehrmals, dass Google nicht das einzige Unternehmen in Deutschland wäre, welches mit ähnlicher Technik Fotoaufnahmen macht.

Links
http://www.google.de/streetview/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

11 Kommentare

  1. Was ja auch stimmt, Microsoft z.B. läuft sogar mit Rucksäcken durch nicht durchfahrbare Gegenden.
    Ändert aber nichts am Grundsätzlichen.

    • Vielleicht nicht sowas wie SteetView aber die Pressetante von Google meinte, dass beispielsweise auch sehr viele Hersteller von Kartenmaterial für Navisoftware mit ähnlichen Fahrzeugen durch die Gegend fahren.

      Geht hier dann, meiner Meinung nach, eher um die Darstellung von 3D-Gebäuden. Datenschutzprobleme mit Personen, Kennzeichen ect.pp. sind da natürlich nicht zu erwarten.

      Von daher ist es von Google ne gute Idee mit den bunten Autos. So ne große Kamera aufm Dach eines schwarzen Autos kann man schonmal schnell übersehen ;)

  2. Ich muss jetzt mal Google in Schutz nehmen. Sie machen Fotos von der Welt und haben vielleicht ein Konzept im Hinterkopf und das war’s dann auch. Denke ich zb an „Infas Geodaten“, sieht es gleich anders aus. Sie haben auch Deutschland kartografisch erfasst aber ergänzen das ganze noch mit Konsum- und Milieudaten. Diese „Karten“ bieten sie dann Firmen an.

  3. Ich kann die Aufregung um Street View auch nicht verstehen. Es ist wirklich einer der harmloseren Dienste.
    Aufklärung sollte stattdessen z.B. bei Analytics (ist es jetzt in D legal oder nicht?) oder dem neuen Maps-Feature, das alles in der Umgebung anzeigt stattfinden. Letzteres sammelt einfach Adressen im Internet, mit der Folge, dass man massenhaft private Websites in Maps eingetragen findet.

  4. apropos Datenenvorratsspeicherung, die wurde heute, in ihrem derzeitigen ausmaß, vom Verfassungsgericht in Karlsruhe als verfassungswidrig erklärt und alle bisher erhobenen Daten sollen aus diesem Grund unverzüglich gelöscht werden. zum Glück haben wir eine Verfassung und noch ein paar Leute im Staat die in manchen Fällen noch richtig urteilen können.

  5. ja genau der!

    03.03.10, 16:57, #7

    Im RSS Reader lese ich „Google Streetview startet in Deutschland“, überfliege aufgeregt den Text zwei mal um die wichtigste Passage zu finden um anschließend festzustellen, dass die Überschrift auch „Google Streetview startet in Deutschland Ende 2010“ hätte heissen können. Schlecht!

    Generell ist die StreetView Sache eine feine. Doch seit dem Google mit Buzz versucht, ihre Nutzer zu personalisieren (Vorname, Nachname und Wohnort sind fast ein ‚muss‘), nutze ich jetzt die Google Dienste mit einem ganz ganz anderen Verständnis.

  6. Finde ich super, ich fühle mich keineswegs ausspioniert wie Frau Aigner befürchtet! jedoch wer was zu vertuschen hat?

  7. ich finde das „typisch deutsch“ …. sich über bilder von strassenzügen im internet aufregen (was auch jeder sehen kann, der die strasse selbst langfährt), aber in stayfriends, schüler-VZ“, studie-VZ und ähnlichen diensten fotos von saufgelagen, ganze lebensläufe, einschliesslich schuhgrüsse, lieblingsessen und bevorzugte sexpraktiken veröffentlichen … hammer

    • Es gibt nur einen großen Unterschied: Bei social networks kann ich(!) noch darüber entscheiden, was ich online stelle. Google erstellt Bilder von Privathäusern und Gärten. Ungefragt.
      Durch die Masse an Bilder, die sie erstellen, wird eine gewisse Anonymität empfunden. Doch jetzt mit Google Buzz – ein Tool welches auf korrekte Daten der Benutzer basiert – hat sich meine Meinung zu dem Dienst geändert.