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Cebit: Überraschung – ASUS eBook-Reader – DR-900

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Die Überraschung unseres CeBIT Besuchs war definitiv die neuen eBook-Reader von ASUS.

Wir konnten den DR-900, ein 9 Zoll Gerät mit E-Paper-Display ausgiebig testen und das was wir gesehen haben, hat uns wirklich überzeugen können. Der DR-900 fühlte sich qualitativ an wie ein Kindle ohne Tastatur. Das ASUS Gerät besitzt aber im Gegensatz zum Kindle ein Touch-Display. Das Display reagierte auch ausreichend schnell. Wenn man auf dem Gerät geschrieben hat, wurden die Zeichen erst nach wenigen Augenblicken angezeigt.

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Das Gerät wird es in einer weiteren 6 Zoll Variante geben. Genaue Preisangaben konnten noch nicht gemacht werden. Der Preis soll sich aber am Kindle orientieren.

Technische Daten:

  • 1024x786px bei 150 dpi (16 Graustufen)
  • 2GB/4GB Festplatte/Speicher
  • 3,5 Stunden um das Gerät voll aufzuladen
  • USB 2.0 Anschluss
  • Wlan/UMTS/WiMAX
  • 3,5 mm Audioausgang
  • unterstützte Formate: txt, pdf, mp3, ePub, hmtl, jpeg, gif, png, bmp

ASUS wird wohl mit einem eigene Book-Store starten. Dieser war aber noch nicht testbar. Applikationen wie Browser, RSS-Reader, Taschenrechner und viele weitere Beispiele werden von Anfang an unterstützt. Das E-Paper Display ließ sich genauso gut lesen, wie andere von uns getestet e-Ink-Geräte. Einen Unterschied konnten wir nicht wirklich feststellen. Einen Lagesensor haben wir etwas vermisst. Man kann die Ausrichtung nur per Knopfdruck ändern. Ist aber auch kein Beinbruch und eventuell sogar von Vorteil.

Auch wenn Golem schreibt das Gerät wird sich nicht zum Surfen nutzen lassen, haben wir einen Browser entdecken können, der wohl auch funktioniert hätte, wenn das Gerät ans Netz angeschlossen wäre.

Abschliessend muss festgehalten werden, dass ASUS mit dem DR-900 einen wirklich interessanten, hochwertige und gut durchdachten e-Book-Reader auf dem immer grösser werdenden Markt geworfen hat und dass sich Konkurrenten wie Sony oder Amazon doch jetzt schon mal warm anziehen können. Die gemütlichen Zeiten sind vorbei.

Links
http://www.golem.de/1003/73552.html

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

9 Kommentare

  1. Der Browser soll angeblich nur mit dem Bookstore funktionieren – komisch, wäre ziemlich blöd.
    Mir geht’s wie – wer war’s im Podcast? -, ich hätte gerne wieder einen Ebook-Reader, aber mehrere Hunderter NUR für ein Lesegerät (Kosten für die Ebooks nicht eingerechnet) ist mir doch zuviel. Ich warte doch erst mal auf’s iPad und ob iBooks wirklich PDFs kann. ^^

  2. Als jemand, der gewohnt ist mit drucktechnischen Maßen umzugehen, hab ich mal kurz nachgerechnet:
    1024 x 768 Pixel ergeben eine rechnerische Diagonale von 1280 Pixeln, die durch 9″ geteilt rund 142 DPI (besser PPI) ergeben, und eben keine 150 DPI. Die fehlenden DPI machen tatsächlich einen Unterschied.
    Apple gibt die Auflösung beim iPad mit 9,7″ Diagonale und ansonsten gleicher Pixelzahl richtig mit 132 PPI an.

  3. Wenn Ich ein iPad haben kann, wozu brauche ich dann noch solche schnöden E-Buch Lesegeräte? Okay, jedes Gerät hat irgendwo seine Berechtigung, aber ich bin dennoch der Ansicht das solche Präsentationen etwas spät sind.

  4. Also:
    Ich habe gestern zum ersten Mal so ein e-Ink Pad in der Hand gehalten und war echt erschrocken.

    Die Dinger sind meiner Meinung nach alles andere als marktreif. Einzig das wirklich scharfe, stromsparende Display, die Verarbeitung des Gerätes und die Akkuleistung konnte mich überzeugen.

    Die Reaktions- und Touchfähigkeit des Displays sind alles andere als gut. Damit ist kein „Spaß“ zu erreichen. Toll, dass man Anmerkungen ect.pp. zum Text machen kann aber sorry… ich will keine 5 Minuten (ich übertreibe mal) warten, bis meine kleine Anmerkung auf dem Bildschirm erscheint.

    Gleiches gilt fürs Webbrowsen. Es dauert ewig, bis meine Eingabe auf dem Bildschrim erscheint.

    Dann stört immernoch dieser lästige „Zaubertafel-Effekt“. Immer wenn sich der Bildschirm neu aufbaut, wird er kurz schwarz. Dass das derzeit nicht anders möglich ist, ist mir auch klar ABER dann muss man sich ne andere Technik überlegen bzw. irgendwas machen, dass sowas nicht mehr sichtbar ist und der ganze Vorgang des Blätterns von Seiten ect. schneller voran geht.

    Daher sind diese e-Ink Pads für mich nichts anderes als Prototypen und für mich nicht nutzbar. Vom Preis will ich gar nicht erst anfangen. 500+ Euro sind ne Frechheit für so ein Gerät.

    Aber dennoch: Ich denke, die guten e-Ink Pads sollten sich aufs Wesentliche konzentrieren: DEM LESEN VON BÜCHERN!

    Alles andere ist Spielkram (Touch, Notizen, Browsen…), macht die Dinger unnötig teuer und funktionieren letztendlich eh nicht in „gewohnter Form“.

    • Stimme ich im Grundgedanken zu, aber gerade bei der Hauptfunktion sind die Geräte selbstverständlich marktreif. Man darf eben nicht Hühner mit Hähnen vergleichen – das übliche Spiel. Du erwartest ein iPhone. Das Teil ist aber ein e-Book-Reader. Das muss man schon klar trennen. Ich denke aber auch, dass die Grenzen zwischen bunten Multimedia-Touch-Gerät und diesen Readern immer mehr verwischen werden. Aber das dauert noch.

      Zum Preis: richtig, aber das Teil wird weit unter 300€ kosten. (reine Spekulation) Vielleicht nicht zur Einführung, aber spätestens zum Weihnachtsgeschäft. Sonst wird es sich nicht verkaufen.

      Wenn ich schon ein iPad habe, wird es schwer mich von einem anderen Gerät zu überzeugen. Klar. Ich kann mir aber vorstellen, ohne dass ich das iPad jemals in den Händen gehalten habe, dass bestimmte Eigenschaften, wie eben die besseren Lese-Display-Eigenschaften (kein Ermüden der Augen – gerade für Vielleser), eine um Längen bessere Akkulaufzeit und zusätzlich das geringere Gewicht für LESER besser geeignet sind. Wir werden sehen.

      Der lästige Zaubertafeleffekt kann bei den meisten Geräten auch abgeschaltet werden, hat aber natürlich auch seinen Sinn.

      • Naja, ich erwarte kein iPad oder iPhone in groß. Dafür sind diese e-Book Reader ja auch gar nicht gemacht.

        Aus meiner Sicht haben die e-Ink Pads sogar ne weitaus höhere Daseinsberechtigung als das bei Apples iPad jemals der Fall sein wird.

        Dennoch: Die Technik ist für den ganzen Spielkram beiweitem nicht ausgereift. Für das normale Lesen von Büchern brauche ich weder Touchpad noch Browser, Videoabspielfunktion noch sonstwas. Mal ganz davon ab, dass die Videofunktion (avi-Fähigkeit ist vorhanden) im 6 Zoll Gerät von ASUS sicher ein schlechter Witz sein soll. Mehr wie 2-3 Bilder in der Sekunde kann das Display doch gar nicht wiedergeben…

        Aber zurück zum Thema: Es reicht n stinknormaler Bookstore und ein Gerät mit WLAN/3G-Fähigkeit. Dazu noch ne Top-Verarbeitung, Akkulaufzeit von 2-3 Wochen und fertig ist der Fisch.

        Man muss das lesen doch nicht neu erfinden und irgendwelchen Mist einbauen, der das Gerät unnötig schwer und/oder teuer macht.

        • Naja zusätzliche nützliche Tools wie zB. einen RSS Reader kann ich mir schon gut vorstellen. Prinzipiell hat eine Erweiterungsmöglichkeit noch keinem Gerät geschadet. Nutzer und Entwickler haben vielleicht Ideen im Kopf, an die du jetzt noch gar nicht denken möchtest oder kannst.

          • Naja, für Apps hast du dein Notebook bzw. Smartphone und sollten auf einem eBook Reader nichts zu suchen haben aber egal…

            Eine Sache noch zum Preis:
            Alles was über 100 Euro angesetzt ist, finde ich nicht tragbar. Die Reader sollten sich primär über den Bookstore finanzieren und nicht von vornherein total überzogen angeboten werden.

  5. Pingback: CeBIT 2010 Experiment | jarchow.de