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Menübar-Messie-Tool: tohide 1.1

Seit dem ich mit dem weißen 13 Zoll Macbook unterwegs bin (immer noch sehr glücklich, muss mal dazu gesagt werden), ist eine Applikation wieder stärker in meinem persönlichen Fokus und täglichen Benutzungsverhalten aufgetaucht, die im Grunde genommen eigentlich keine Erwähnung wert wäre, wenn Apple dem Zustand ein wenig mehr Beachtung geschenkt hätte.

tohide versucht eine in meinen Augen sehr „große Schwachstelle“ in der OS X GUI zu umgehen. Im Speziellen spreche ich damit die Menübar an, die man immer eingeblendet sieht und gerne für diverse Tools und Toolchen benutzt. Diese Tools ermöglichen dem Benutzer einen schnelle Zugriff auf bestimmte Applikationen oder zeigen ihm bestimmte Systemstatus, wie zum Beispiel die Uhr, Lautstärke, Wlan usw. an. Sehr sinnvoll, aber bei zunehmender Anzahl, auch zunehmend unpraktisch, da bei Programmen mit großem Menüs diese sinnvollen Anzeigen und Icons von links kommend überblendet werden. Dieses Verhaltet ärgert mich schon seit meinem ersten Mac Notebook, dem genialen 12“ Powerbook. Zugegeben, bei großen Display ist dieses Verhalten zu verschmerzen.

tohide 1.1

tohide.jpg

Das Tool tohide macht also nichts anderes, als sich selbst anzuzeigen ohne großartiges Menü. Damit stellt es automatisch fast die gesamte Menübar frei.

Ich habe jetzt tohide ein richtiges Icon verpasst und es unter 10.6 kompiliert. Die alte Version lief irgendwie nicht mehr.

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Wie kann man nun tohide sinnvoll starten?

Klar man kann es, wie gewohnt aus dem Programme-Verzeichnis starten oder per Schnellstarter (Quicksilver, Spotlight, LaunchBar usw.). Ich habe mir aber angewöhnt, tohide per Tastatur-Shortcut zu starten. Geht wesentlich schneller und macht dann auch „mehr Sinn“ für mich. Früher habe ich das immer mit Spark erledigt. Heute möchte ich mal 2 alternative Vergehensweisen zeigen, die man nutzen kann, ohne ein extra Tool zu installieren.

1. per Quicksilver (wenn es sowieso da ist)

Bildschirmfoto 2010-03-15 um 07.56.41.jpg

In den Quicksilver Einstellungen unter Triggers kann man ganz einfach Shortcuts definieren. Einfach das Programm auswählen, als Action „Open“ wählen und dann noch ein Tastenkürzel ausdenken und setzen. QS einmal neu starten, falls es nicht gleich aktiv ist. Fertig.

2. per Service und Automatorscript

Bildschirmfoto 2010-03-15 um 08.10.08.jpg

Will man auf Tools wie QS, Spark usw. verzichten und so ein Tastenkürzel zum Starten eines Programms unter Mac OS X mit Boardmitteln erstellen, bietet es sich an, einen kleinen Dienst in Automator zu erstellen. Dieser Dienst macht nichts anderes als ein Programm, in diesem Fall tohide zu starten. Diesen sehr einfachen Dienst kann man dann im Tastatureinstellungsdialog ein Menü-Shortcut für alle Programme zuweisen. Diese Möglichkeit funktioniert. Das Ausführen dauert aber eine gefühlte Sekunde länger, als die erstgenannte Lösung mit Quicksilver.

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Es gibt bestimmt noch mehr Möglichkeiten ein Programm unter OS X per Shortcut bzw. Tastenkürzel zu starten. Nutzt dazu bitte die Kommentarfunktion und teilt euer Wissen mit uns.

Ich habe auch überlegt, dieses „Shortcut setzen“ direkt in tohide einzubauen. Eventuell kann mir ja da ein XCode Freak oder – Auskenner einen guten Tip geben, wie ich so was angehen könnte.

Sollte es darüber hinaus noch eine andere, bessere Lösung für das Problem an sich mit der zu kleinen Menübar geben, lasst es uns bitte wissen. Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Links
http://www.aptgetupdate.de/wp-content/uploads/2010/03/tohide.zip
http://www.shadowlab.org/Software/spark.php
http://www.blacktree.com/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

12 Kommentare

  1. oder einfach mit der Maus in die rechte untere Bildschirmecke (Exposée) und dann Klick auf den Schreibtisch…. Dann ist schon wieder viel mehr Platz in der Menüleiste, wenn der Finder aktiv ist…

    • damit konnte ich auf dem 15 Zoll Macbook Pro auch recht gut leben, aber leider überschneidet sich das Findermenü bei meinem 13 Zoll Display jetzt

  2. Find ich schonmal gut, da ich das auf meinem 13-Zoll-Book recht problematisch finde.
    Allerdings find ich die Lösung auch noch nicht wirklich ganz toll :/
    hm..

  3. Der rechte Teil der Menubar erfüllt in meinen Augen v.a. die Aufgaben der klassischen Notification Area / des Systrays anderer Desktopumgebungen. Das beste Management hat hier imho Windows – sowohl GNOME als auch OS X könnten es sich abschauen.

    Besser als diese tohide-Lösung, die bei Bedarf Platz schafft für einen dauerhaft fetten rechten Menubar-Abschnitt, fände ich ein Tool, das den rechten Menubar-Abschnitt dauerhaft schlank macht und dann nur bei Bedarf alle dort abgelegten Icons anzeigt.

  4. noch schlimmer wird dieses Problem, wenn ich einen Beamer anschließe und die Monitore synchronisiert sind. Da ist dann noch weniger Platz. Für diese Momente ist tohide perfekt ;-) DANKE!

  5. hoffentlich gewinner

    15.03.10, 21:45, #6

    OOOOOOOOOOOOOOO,
    ich sprecht mir alle aus dem Herzen. Ich dachte, ich sei der einzige mit diesem Problem.
    Vielen Dank
    Wenn es was Neues gibt, bitte drüber bloggen. Auf Twitter geht sowas sonst unter.
    Danke

  6. Ich kenne die Problematik – ebenfalls vom MacBook – und setze (gleichfalls) u.a. iStatMenus, Dropbox, XMarks, Evernote und SmartReporter ein. Hinzu kommen die Standard-Icons für Spaces, Spotlight, Benutzerwechsel, Landeseinstellungen usw. Den meisten Platz beansprucht iStatMenus. Nebenbei bemerkt ist es auch das einzige Tool (neben den Apple-eigenen), dessen Icons sich mit Befehl-Mausklick verschieben lassen. Mir wäre es lieber, wenn ich die wichtigen Erweiterungen, wie Evernote etc. weiter nach rechts verschieben könnte – geht leider nicht.
    iStatMenus ist – seien wir ehrlich – eigentlich eher geekmäßig für den Kontrollfreak. In der Regel muss ich nicht wissen, wie warm mein Mac ist oder wie viel Platz auf der Festplatte ist. Netzwerkverkehr zeigt auch LittleSnitch an (wenn auch anderer Anwendungszweck). Bei näherem Nachdenken kann man iStatMenus sicher deutlich abspecken…

  7. Vielen Dank! Auf meinem Dell Mini 10v die Rettung. War schon am verzweifeln :-)

  8. BetterTouchTool bringt diese Möglichkeit in der neusten Version mit sich außerdem ist mach nicht mehr nur auf Gesten angewiesen sondern kann auch Tastenkombinationen dafür verwenden.
    BTT ersetzt mir inzwischen schon ziemlich viele sachen…da es auch so ziemlich das selbe wie Cinch kann^^

  9. ich hatte auch immer das Problem, dass ich Menubar Apps nicht wirklich nutzen konnte, da sie immer wenn man sie benötigt verdeckt sind.

    Ich habe mir deshalb ein kleines Programm geschrieben, das den gleichen Ansatz wie toHide verfolgt. Allerdings beinhaltet das Programm auch gleich eine Lösung für die Aktivierung per Keybord-Shortcut oder Maus-Geste (anklopfen an den oberen Bildschrimrand oder Drücken gegen den oberen Bildschirmrand; auch wenn man gerade beim Draggen ist).

    Das Programm ist unter

    http://www.ortisoft.de/accessmenubarapps/

    kurz beschrieben und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.