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Asus EeePC T91MT im Test

Asus EeePC T91MT, ein kleines Netbook mit drehbaren Display und Touch-Technologie. Gute Zutaten für einen vielseitigen und sehr mobilen Begleiter?

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Technisch auf dem Papier gesehen, macht das kleine Netbook einen guten Eindruck. Dieser Eindruck lässt sich aber rein gar nicht in der Praxis bestätigen. Ich habe seit langem kein Gerät mehr in der Hand gehabt, was so unbenutztbar ist, wie dieses eigentlich recht kleine, schicke Netbook. Die von ASUS mit installierte Software TouchSuite, die eine bessere Bedienung mittels Finger ermöglichen soll, braucht fast 1 Minute zum Starten. Selbst der Taschenrechner startet nur mit einer Verzögerung von einigen Sekunden (min. 30 Sekunden). Und so zieht es sich durch das ganze System. Es fühlt sich einfach nur langsam an. Selbst auf einem fast 2 Jahre alten Samsung NC10 läuft das Windows 7 System flüssig.

„Unbenutzbar“ habe ich wohl noch kein Gerät betitelt. Das ASUS EeePC T91MT hat es aber definitiv verdient. Bedenkt man, dass in diesem Tablet-Netbook eine 32GB SSD und eine Atom Z520 CPU (1,33Ghz) stecken, dann sollte doch ein besserer erster Eindruck entstehen. Eventuell kann man die Perfomance durch mehr Arbeitsspeicher und einigen Optimierungseinstellungen im System steigern. Die standardmässig eingebauten 1GB Ram sind sicher auf Dauer zu wenig um Windows 7 Premium Edition auf Touren zu bringen, nur habe ich das bei anderen Modellen, wie zum Beispiel dem ASUS 1005PE , das auch mit 1 GB Ram ausgerüstet war, ganz anders empfunden.

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Das Display ist mir dazu viel zu dunkel und kann leider auch nicht überzeugen. Legt man sich das Netbook mit eingeklappten Display flach auf den Tisch, kann man mit einer Deckenbeleuchtung rein gar nichts mehr erkennen. So ist das Gerät in so einer nicht ganz unüblichen Situation definitiv nicht zum Lesen oder gar Mitschreiben geeignet.

Natürlich gibt es nicht nur negative Sachen aufzuzählen. Dieses Netbook gehört mit unter 1 kg (980g) zu einen der leichtesten Netbooks auf dem Markt. Es lässt sich daher sehr gut transportieren. Als Lesegerät ist es dann aber doch wieder etwas zu schwer, um dieses längere Zeit in der Hand halten zu können. Zugeklappt misst es ca. 2,8 cm, ist damit auch nicht so dünn und bei weiten kein Konkurrent zu einem typischen eBook Reader. Da es eine SSD Platte verbaut hat und keinen Lüfter hat, ist es quasi geräuschlos. Finde ich prima. Leider wird das Gerät aber auch sehr warm in der Hand. Kollegen betitelten es sogar als heiß. Hält man das Gerät in der Hand, hat man das Gefühl, das Display ist das schwerste Teil am Gerät und es ist insgesamt nicht ausbalanciert.

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Das Schanier zum Drehen geht leicht und gut von der Hand. Die Verarbeitung macht ASUS typisch einen recht guten Eindruck. Auf der schwarz glänzenden Oberfläche bleiben prima jegliche Fingerabdrücke erhalten. Das Gerät sieht schon nach wenigen Minuten nicht mehr lecker aus und man sollte immer ein Tuch zum sauber wischen dabei haben. Der eingelassene Knopf zum Drehen des Displays lässt sich nur schwer drücken. Eventuell hätte man auch Lagesensoren wie beim iPhone oder beim iPad verbauen sollen. Das Gerät lässt sich über Finger und über einen Stift bedienen. Man braucht auch definitiv diesen Stift, da man einige Windows 7 Fensterelemente gar nicht richtig treffen kann, da diese auf dem 8,9 Zoll Display einfach zu klein sind. Windows 7 ist auch definitiv kein Touch Betriebsystem. Das merkt man an so vielen Ecken. Ich konnte dieser Bedienung beim besten Willen nicht viel Positives abgewinnen.

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Im Vergleich zu aktuellen ASUS Netbooks bietet dieses Gerät leider auch nur bis zu 5 Stunden Akku Laufzeit. Tauschbar ist der Akku auch nicht so einfach. Man muss schon das Gerät komplett aufschrauben. Tastatur und Touchpad sind EeePC Netbook typisch nicht schlecht. Mir persönlich aber doch auf Dauer zu klein.

Fazit: Wenn man auf Touch verzichten kann, sollte man lieber zu einen anderen Netbook Modell greifen. Man braucht von Netbooks nicht viel Leistung erwarten, es sollte sich aber flüssig bedienen lassen und besonders dann, wenn man es frisch aus dem Karton geholt hat.

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

4 Kommentare

  1. Das gleiche Phänomen, was du im Fazit ansprichst, hatte ich auch bei meinen Dell Inspiron Mini 10v. Ausgeliefert mit Ubuntu, jedoch von Dell modifiziert mit Launcher und einigen vorinstallierten Programmen. Und dazu noch: langsam!
    Ich dachte immer, das man Ubuntu nicht so langsam bekommen kann, Dell hat es geschafft. Ein neues Ubuntu und auch Windows 7 Professional laufen flüssig und schnell.

  2. Ich hab den Eee PC T91 und auch den T101MT und was man bei den Asus Convertible Netbooks immer machen muss ist: sämtliche Software die im hintergrund startet deinstallieren.

    Aber es stimmt, der T91 ist durch den Z520 Atom Prozessor ziemlich langsam. Der T101MT, also das neuere Modell, läuft auf der Pinetrail Plattform und ist deutlich schneller. Kommt auch mit 2GB Ram, hat aber einen Lüfter. Falls euch der T101MT interessiert: http://www.touchmemobile.de/2010/03/asus-eee-pc-t101mt-unboxing-erster-eindruck/

    Es kommen dem nächst übrigens noch mehr Touchscreen Netbooks auf den Markt. Auf der CeBit hab ich den Gigabyte T1000P gesehen und der war von der performance deutlich den Asus Modellen überlegen.

  3. Ich hab mir vor vier Monaten das t91 zugelegt und bin damit sehr zufrieden. Unter Ubuntu hab ich nicht das Gefühl, dass es langsam ist. Auch zum Mitschreiben in Meetings mit xmind hat es sich bei mir bestens bewährt. Ansonsten benutze ist es in erster Linie als Kalender.
    Den restlichen Kritikpunkten (Fettfinger, Spiegeldisplay) kann ich mich allerdings anschließen. In der Tabletstellung ist es maximal zum surfen auf der Couch geeignet. Das liegt vor allem daran, das die GUI halt nicht für Touchbediehung gemacht ist.
    Das Problem mit solchen Geräten ist wahrscheinlich, dass sie eine Erwartungshaltung wecken, die sie dann aber nicht erfüllen können. Ich sehe es als Netbook mit Touchscreen als Nice-to-have.

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