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Testbericht: Externer Akku ‘HyperMac MBP-100′

Gastbeitrag: von Jan Jastrow aka @DTDSR

Vor knapp drei Monaten bin ich durch einen Tweet von @calilewis auf die externen Akkus der Firma HyperMac aufmerksam geworden. Nachdem ich auf ein paar englischsprachigen Seiten weitere positive Berichte über dieses Stück Hardware gelesen habe, war mein Interesse geweckt.

Und so bestellte ich mir vor ungefähr zwei Monat das zweit-kleinste Modell der HyperMac-Akkus im europäischen Shop von HyperMac. Ein durchaus relevanter Grund weswegen ich mir nicht das kleinste Modell bestellt habe, ist (natürlich abgesehen von der Kapazität) das kostenfrei beigelegte CarKit. Dieses ermöglicht einem, sein MacBook (Pro) z.B. während einer längeren Autofahrt mit Strom zu versorgen.

Bildschirmfoto 2010-05-25 um 07.06.11.jpg

Die Bezahlung des MBP-100 Modell lief unproblematisch über PayPal ab und so wurden insgesammt 285,05 € (inkl. Lieferung über DPD) von meinem Bankkonto abgebucht. Weniger Tage darauf klingelte es an meiner Haustür und ein Mitarbeiter der Firma DPD überreichte mit mein neustes Gadget.

Seit diesem Tag habe ich meinen HyperMac Akku eigentlich permanent dabei, wenn ich außer Haus unterwegs bin. Er dient vorallem als Hauptenergiequelle für mein MacBook, um bei diesem den internen Akku zu schonen.

Hier ein paar Fakten zum kleinen Energiespender:
Ausmaße (B*H*T): 12,5 cm x 2,1 cm x 19 cm
Gewicht: 730 Gramm
Kapazität: 100 Watt-Stunden

Doch wie viel Power liefert dieser Alu-Kasten denn tatsächlich?
Über diese Frage musste ich einen kurz Moment nachdenken, denn man nutzt seinen mobilen Computer ja nicht jedesmal identisch. D.h. der Energieverbrauch schwankt natürlich und dadurch auch die Testergebnisse.
Also habe ich mehrere Volllast-Tests durchgeführt, um ordentliche Werte zu erhalten.
Volllast habe ich durch 2x “yes > /dev/null” im Terminal simuliert (Tipp via MacNotes.de.)

Ausgangsdaten
MacBook 13″ (Early ’09)
Internem Standard-Akku (120 Cycles) frisch kalibriert und vollständig geladen
HyperMac-Akku vollständig geladen
50% Helligkeit

1. Test: Nur MacBook-Akku
Zeitraum bis zur Abschaltung unter Volllast: 75 Minuten

2. Test: Zuerst HyperMac entladen, danach MacBook:
Zeitraum bis zur Abschaltung unter Volllast: 200 Minuten (= 170% mehr)

3. Test: Zuerst MacBook entladen, danach HyperMac anschließen:
Zeitraum bis zur Abschaltung unter Volllast: 185 Minuten (= 150% mehr)
Wobei hierbei der externe Akku auch recht warm wird.

Diese Testergebnisse lassen sich auch während der normalen Benutzung des MacBooks erreichen.

Was ich bisher noch nicht erwähnte ist, dass der Akku auch einen USB-Anschluss (5V) hat, mit welchen sich externe Gerät laden / auch mit Strom versorgen lassen. In meinem Fall ist dies mein iPhone und in Zukunft wohl auch mein iPad. Zu den Ladezeiten für ein iPhone kann ich aber leider nichts sagen, da ich diesen Anwendungszweck relativ selten habe. Das iPad wird, wenn man den Newsseiten glauben darf, nur im “locked” Modus geladen, da das iPad eine Ladespannung von 10V voraussetzt.
Übrigens beträgt die Ladezeit des MBP-100 ungefähr 2,5 Stunden.

Einige, wenige Worte zum oben angesprochenen CarKit, welches als kostenloser Zusatz den Modellen ab MBP-100 beiliegt:

Es funktioniert, hat aber einen (wie ich finde) großen Nachteil. Man kann mit diesem Adapter nur sein MacBook laden. Es ist weder möglich, direkt einen USB-Adapter anzuschließen, geschweige denn, den teuer gekauften externen Akku zu laden. Ich finde dies extrem Schade, da ich seltener direkt mein MacBook lade, sondern eher meinen neuen Energielieferanten.

Links
http://twitter.com/DTDSR
http://www.hypershop.com
http://www.macnotes.de/2010/01/11/tipp-zur-akkupflege-akku-kalibrieren-beim-macbook/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

9 Kommentare

  1. Schön geschrieben. Mir erschliesst sich aber irgendwie der Sinn des ganzen nicht. Mein original Akku hat sich jetzt nach 2 Jahren und (mindestens) einmal täglichem Laden verabschiedet. Der Austausch Akku hat keine 100 Euro gekosten (was immern noch viel Geld für ein Akku ist wie ich finde). Für den o.g. externen gebe ich 300,- aus. Also soviel wie 3 komplette Ersatzakkus was mir also rund 8 Jahre MBP-Freude beschert, bevor sich das Ding rechnen würde. Ausserdem noch ein Teil was man mehr mitschleppt. *grübel* Habe ich irgendwas übersehen?

    • Ich finde den Preis auch etwas hoch, um ehrlich zu sein. Leider kann man bei den neusten Macbooks den Akku nicht so leicht tauschen, wie es früher möglich war. Da hatte ich auch immer 2 Akkus dabei.

  2. @Fladi:
    Nein, du hast nichts übersehen. Du hast natürlich recht, dass ein “normaler” Akku, den man austauschen kann, es auch getan hätte. Aber mir ging es halt darum auch längere Zeit unabhängig von einer Steckdose zu sein. Und auch der USB-Ladeanschluss hat seine Vorteile. Trotzdem ist der Preis natürlich sehr hoch.

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  5. Dieser Beitrag ist jetzt schon ein paar Monate alt, aber da es einer der wenigen deutschen Beiträge zum Hypermac ist, möchte ich hier noch meinen Kommentar loswerden:
    Ich besitze ebenfalls die 100W-Variante des Hypermac. Er dient dabei nicht als “überteuerter” Ersatz für den integrierten Akku, sondern als zusätzliche Stromquelle. Als Fotojournalist bin ich auf eine unabhängige Stromquelle für mein MBP angewiesen. Seit Apple den Akku fest integriert hat, ist die Laufzeit leider sehr begrenzt. Üblicherweise reicht der Strom für ein Bundesliga-Fussball-Spiel aus, für einen zweiten Auftrag am gleichen Tag allerdings nicht!
    Die Test-Laufzeiten von @DTDSR aus diesem Bericht kann ich absolut bestätigen.
    Aus diesem Grund hat der Hypermac bei mir einen festen Platz in der Kameratasche!

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  7. Vielen Dank für diesen Testbericht Jan. Endlich mal jemand der auch was über diese nützlichen Akkus geschrieben hat. Aufgrund Deines Tests habe ich mir jetzt auch den HyperMac heisst ja jetzt HyperJuice MBP 100 gekauft. Ich kann Deine Testergebnisse nur bestätigen, ich bin auch voll zufrieden mit meinem HyperJuice. Der Akku ist jetzt immer mit dabei. Die Akkus gibts ja jetzt auch direkt aus Deutschland, habe meinen bei http://www.hyperbatteries.de bestellt. Das hat gut geklappt, kann ich sehr empfehlen.