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Angetestet: iHub Basis – Kalender und Adressen-Sync ohne Wolke

Nova Media hat mit iHub Basic eine neue Software auf den Markt geworfen und verspricht damit eine reibungslose Synchronisation von Kontakten und Kalender drahtlos zwischen mehreren Macs und iOS-Geräten. aptgetupdateDE hat sich diese erste Version für euch einmal genauer angesehen.

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Um mit iHub Basic arbeiten zu können, muss man erst einmal auf dem „Server“ in iCal und dem Adressbuch ein CalDav bzw. ein CardDav-Account angelegen. Das geht recht einfach direkt in den Anwendungen und zeigt das iHub Basic auf genau diesen beiden Standards zur Synchronisierung  setzt. Eine einfache Anleitung zur Erstellung der Accounts findet man in der zugehörigen Anleitung. In dieser Anleitung findet man auch ein Hinweis auf die sicher sinnvolle Sicherung der Kalender- bzw. Accountdaten. Diesen guten Rat sollte man auch tunlichst folgen, auch wenn iHub selbst noch mal regelmässig Sicherungsstände sichert, die man über den Einstellungsdialog wiederherstellen kann.

iHUB Basic arbeitet mit selbstsignierten Zertifikaten, was zu Warnhinweisen führt, die man aber auch auf den jeweiligen Clients als vertrauenswürdig einstufen und damit verstummen lassen kann. Der eingerichtete Server ist mit einem Account, den man beim ersten Start konfiguriert abgesichert.

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Hat man zum Beispiel die Kalenderfreigabe in iHub Basic aktiviert, kann man jetzt einzelnen Kalender zum synchronisieren freigeben. Technisch gesehen kopiert iHub sämtliche Daten von iCal in die eigene Datenbank und bietet sie fortan über seinen Dienst an. Das funktioniert mit dem Adressbuch ganz ähnlich. Beim Deinstallieren funktioniert es genau umgekehrt.

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Derzeit findet man CalDav- in iOS 3.x bzw. CardDav-Unterstützung erst ab iOS 4, deshalb wird zwar theoretisch das iPad unterstützt, aber erst dann, wenn auch endlich die 4er Version in die Läden kommt. Auf dem iPhone 3GS mit iOS 4 konnte ich aber die angebotene Funktionalität erfolgreich testen. Der zu benutzende Account-Typ „Andere“ unterstützt aber kein Push, sondern nur die „Laden“-Funktionalität, so dass auf dem „Server“ eingetragene neue Daten erst im eingestelltem Intervall auf das iPhone synchronisiert werden. Trägt man auf dem iPhone ein Datum ein, werden sämtliche Daten sofort abgeglichen.

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Ist man jetzt mal unterwegs und iHub Basic läuft auf dem mitgenommenen Macbook, so wie in meinem Testfall, kann man direkt aus der iHub Anwendung ein Ad-Hoc Wlan Netzwerk erstellen lassen, mit dem man dann seine iGeräte auch mobil synchron halten kann. Sicherheitstechnisch konnte man jetzt nichts weiter einstellen, außer die Geräte auf Mac-Adressen-Basis zuzulassen. bekanntermassen keine sichere Konfiguration. Das eingerichtete Wlan benutzt weder WEP noch WPA/2 und sollte man daher auch nur im absoluten Notfall benutzen, auch wenn der iHUB Server selbst mit SSL Verschlüsselung arbeitet.

Fazit

iHub ist eine klasse Lösung für Leute, die nicht gerne mit sogenannten Cloud-Internet-Diensten arbeiten wollen, aber trotzdem ihre Kalender- und Kontaktdaten mit ähnlicher Funktionalität auf allen Geräten synchronisiert zu haben, ohne das man diese per Kabel und iTunes verbunden haben muss. Voraussetzung und das sollte man bei iHub bedenken, ist aber ein laufender Rechner, der dann als zentraler Cal- bzw. CardDav Server fungiert.

Die Demo Version kann man 14 Tage kostenlos testen. Es wird mindestens ein Intel-Macintosh mit OS X 10.6.x vorausgesetzt. Die Einzellizenz von iHub Basic kostet 29,95€.

Links
http://www.novamedia.de/de/mac-ihub-basic.html
http://www.novamedia.de/pdf_dokumente/iHub%20Basic%20Anleitung.pdf

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

5 Kommentare

  1. Soweit ich es verstanden habe, kann man nur ein Benutzer anlegen. Ich würde das Programm interessanter finden, wenn man mehrere Benutzer anlegen könnten. Stichwort: Familie

  2. Hallo Kettil,

    das ist schon in Planung. Im Moment kann jeder auf alle freigegeben Kontakte und Kalender zugreifen, später wird man das einfach einschränken können.

    LG

    Jan von nova media

  3. Klingt gut. Aber für knapp 30 Euro bin ich froh, kein Terminal nutzen zu müssen und eine GUI zu haben. Dennoch eine gute Alternative…

  4. Naja, da benötigt man wirklich nur beim einrichten die konsole, ansonsten webbrowser.

    Es ist aber schön das sich mal abseits von exchange und cloud etwas tut, denn nicht jeder will seine Daten online haben oder ein Produkt von MS einsetzen.