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“Back to the Mac” – Nachlese

Gestern Abend war es mal wieder soweit: Steve Jobs und Kollegen sprachen im Rahmen der “Back to the Mac” Veranstaltung zu ihren Jüngern. Und wie der Name schon erahnen lies, sollte es diesmal fast ausschließlich um den Mac gehen.

Die “Keynote” ansich war eher unaufgeregt und, den Umständen entsprechend, mit vielen Demos gespickt. Nach der üblichen Lobhudelei und den erschlagenden Verkaufszahlen von Mac, iPhone, iPad & Co. ging es auch direkt los:

iLife ‘11
Die Vorstellung der neuen Version war ja jetzt keine große Überraschung mehr, nachdem Apple bereits am Nachmittag versehentlich (?) die entsprechenden Diskussionsforen freigeschaltet hatte.

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Eine echte Überraschung dagegen war der Preis, denn iLife gibt es ab sofort bereits ab 49 Euro (Einzelplatzversion) bzw. 79 Euro (Familienlizenz). Schaut man sich das Paket jedoch ein wenig genauer an, ist der Preis nachvollziehbar.

Wirkliche Neuerungen gibt es dabei lediglich in iPhoto ´11, iMovie ´11 und GarageBand ´11. Zwar sind im Paket auch weiterhin iWeb und iDVD enthalten, nur werden diese so klein nebenbei bzw. beiläufig erwähnt, dass hier wohl kaum mit Änderungen oder Erweiterungen zu rechnen ist.

Ob die neuen Features der drei ´11er Versionen den Kaufpreis rechtfertigen, muss da wohl jeder für sich entscheiden. Der Preis ist fair, keine Frage.

Facetime for Mac
Der konsequente Schritt, damit sich das mit dem iPhone 4 und später iPod Touch eingeführte Facetime nun auch im Mac-Universum etabliert. Eine erste Beta-Version ist auch schon seit gestern Abend verfügbar.

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Damit steht der Videotelefonie auf dem Mac mit kompatiblen Geräten oder zwischen zwei Macs nichts mehr im Wege. Warum Facetime aber nicht einfach in iChat integriert wurde und dafür jetzt eine separate App her musste, wird wohl ein Geheimnis von Apple bleiben.

Leider war der Server zur Verifizierung der Apple ID gestern derart überlastet, dass ich die App nicht richtig ausprobieren konnte. Schade, aber heute ist ja auch noch’n Tag ;)

Mac OS X 10.7 Lion
Meine größten Erwartungen, und ich stehe damit sicher nicht alleine, zielten auf das nächste große Major-Release von Mac OS X.

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Mac OS X 10.7, auch Lion genannt, werden wir schon im Sommer 2011 in den Läden zu kaufen bekommen. Der kurze Zeitraum von Snow Leopard macht es aber schon deutlich, dass der Löwe wohl eher ein kleines Kätzchen ist. Oder doch nicht?

Die größte Neuerung, die uns Steve angepriesen hat, ist ein AppStore für Mac OS X Apps, mit der üblichen 70-zu-30 Gewinnbeteiligung an den Einnahmen. Nicht, dass wir das so nicht alle schon ahnten, aber auf die Umsetzung und die zukünftige Entwicklung bin ich gespannt. Ist das ein Model mit Zukunftscharakter? Neu ist es ja nicht, sogar Ubuntu hat seit Neustem einen Software-Store für kommerzielle und nicht-kommerzielle Apps. Wieso auch nicht. Zudem wird dieser Mac App Store in einigen Wochen auch für OS X 10.6 Snow Leopard verfügbar sein.

Die nächsten Neuerungen sind ein App-Launcher inkl. ‘Folders’ der sehr an iOS erinnert und Fullscreen-Apps. Es deutet also alles auf eine engere Verzahnung von OS X und iOS hin.

Als Letztes wurde vorerst Mission Control, bekannt aus Apollo 13 („Houston, we’ve got a problem.“), angesprochen. Dahinter verbirgt sich die Mac Kommandozentrale, die alles, was gerade auf dem Mac aktiv ist übersichtlich anzeigt. Das schließt beispielsweise auch Exposé, Spaces und das Dashboard mit ein. Apps können aus der Vogelperspektive betrachtet werden und und und.

Aber war das alles Apple?
Also entweder kommen da kurzfristig noch einige Hammer-Features, die zuvor nicht verraten werden sollen oder das Ganze ist ne ziemlich schlappe Nummer…

Die Entwicklung von Lion liegt laut Steve derzeit voll im Zeitplan. Ob das Betriebssystem dann wieder für 29 Euro über die Ladentheke geht, ist bisher leider nicht bekannt.

MacBook Air
Zu guter Letzt kam das berühmte “One more thing” und im Prinzip bestätigten sich nur die vorher weit gestreuten Gerüchte: Die neue Generation des MacBook Air ist schlanker, setzt zu 100% auf Flash-Speicher und ist, dank Unibody, aus einem Stück Aluminium gefräst.

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Das neue Air ist als 11,6” und 13,3” Variante verfügbar. Bei beiden Modellen ist auf jeden Fall das HiRes-Display mit 1366×768 (11,6 Zoll) bzw. 1440×900 Pixeln (13,3 Zoll) und die, wie ich finde, etwas maue Akkulaufzeit von 5 (11,6 Zoll) bzw. 7 Stunden (13,3 Zoll) erwähnenswert.

Ein interessanter Punkt auch ist die Systemwiederherstellung. Während bei “normalen” Macs das System auf DVDs zur Wiederherstellung mitgeliefert wird, liefert Apple beim Mac Book Air das System mangels optischem Laufwerk auf einem schicken USB-Drive/Stick mit.

Im Endeffekt findet ein Mix aus iPad und dem normalen MacBook (Pro) statt, was Apple auch gar nicht abstreitet. Die Preise bewegen sich demzufolge auch ab 999 Euro aufwärts.

Und nein, ich rege mich nicht auf, dass die MacBook Pro kein Update erfahren haben.

Zum Ende möchten wir noch gerne Eure Meinung zu Keynote erfahren. Bitte bewertet entsprechend der Schulnoten:

Back to Mac - Event Note:

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http://www.apple.com/de/ilife/
http://www.apple.com/de/mac/facetime/
http://www.apple.com/de/macosx/lion/
http://www.apple.com/de/macbookair/

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

35 Kommentare

  1. Korrektur? – Mac Book Pro hat doch ein Update erhalten, wenn auch ein kleines. Gegen einen Aufpreis bekommt man nun beim 15 und 17 Zoll nun eine bessere i7 CPU. Wurde allerdings nicht im Rahmen der Veranstaltung erwaehnt.

    • Mag sein aber wer will denn so riesen Schlachschiffe als Notebook haben?! ;)

      Ich möchte, im Vergleich zu 15 und 17 Zoll, nur ein gleichwertiges 13 Zoll MBP (gleiche Ausstattung und Features) mit mind. 1 TB Festplatte :)

  2. Ich war gestern kurz versucht mir iLife zu kaufen. Offenbar kostet es im EDU-Store nur die Hälfte. Dann ist mir aber aufgefallen, dass ich lediglich iPhoto nutze und ich von den zusätzlichen Funktionen nur einen geringen Mehrwert hätte. Da bleib ich doch einfach bei Version ’08. Wenn dort nur endlich die Verknüpfung von Videos wieder korrekt funktionieren würde…

  3. Ich hatte mir von „Lion“ auch mehr erhofft, z.B. neues Filesystem oder eine verbesserte oder gar neue Umsetzung von Time Machine. Geht aber immer mehr in Richtung Consumer irgendwie :(

  4. Also ich fand die Keynote mehr als gelungen. Sehr viel Neues vorgestellt. Das kann eigentlich nur Apple in so kurzer Zeit machen.
    zum Thema Lion glaube ich, das noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Es sind noch mehrere Monate Zeit bevor es erhältlich ist und wieso jetzt schon alles verraten ?
    Wie Steve bereits gesagt hat, will er damit ein extra Event machen. Da darf man gespannt sein.

    • Die Hoffnung habe ich auch noch. Eventuell kommen, die für uns interessanten Features (neues Filesystem usw.) einfach später und in einem anderen Kontext (Entwicklerkonferenz …). Ich bin ja schon froh, dass es mit OS X überhaupt weitergeht und nicht alles iOS ist.

  5. Ich fand die Keynote ehr schwach. Die „great new features“ von iPhoto sind ehr „little enhancements.“ Aber Steve ist nunmal ein sehr guter Redner und kann selbst solche Kleinigkeiten sehr gelungen an den Mann bringen.
    Das sich iLife nicht sonderlich verbessert hat kann ich gut wegstecken und der verhältnismäßig geringe Preis macht auch einiges wieder gut.
    Das neue MacBook Air interessiert mich persönlich zwar wenig, macht aber einen guten Eindruck. Nicht revolutionär, aber gewohnte Apple-Qualität.
    Enttäuscht war ich vor allem vom Mac OS X Lion. Ich hätte mir einige „tiefergehende“ Änderungen gewünscht, zB am Dateisystem (& Finder). Die Sache mit dem AppStore sehe ich mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist es sicher eine große Chance, anderseits befürchte ich, dass in 2-3 Jahren es eventuell die einzige Möglichkeit sein wird, Software zu erwerben und zu installieren und somit Apple unglaublich viel Kontrolle auf die verwendeten Technologien (Beispiel: Flash und iPhone – wobei ich beim Thema Flash ehr auf Apple’s Seite stehe) hat. Wir werden sehen wohin das geht. Die anderen Änderungen sind für mich im wesentlichen grafischer Schnickschnack..
    Aber ich bin weiterhin gespannt was Apple vielleicht noch so an Innovation reinstecken wird.. Wer weiß überraschen sie uns bis zum Sommer 2011 doch noch mehr als wir glauben. Bisher sieht es für mich nach einem erneuten Snow Leopard aus – kleine Erweiterungen, Verbesserungen, leichte grafische Veränderungen und sonst wenig..

  6. Wozu wir nach Dock und Stacks nun auch noch einen App-Launcher brauchen wird wohl ewiges Apples Geheimnis bleiben…
    Wenn das die Strategie zur Verschmelzung von Mobile-Features mit denen herkömmlicher Betriebssysteme ist, bin ich enttäuscht und sorgenvoll überrascht, dass Apple offensichtlich in dem gleichen allgemeinen Ratlosigkeits-Dilemma steckt, wie auch Microsoft, was die „Entdeckung“ wirklicher Key-Features für die Betriebssysteme betrifft.

    EinApp-Shop mag interessant sein, den wird es aber auch für Snow geben. Bleibt also nur Mission Control und App-Launcher – Das dann als neue OS-Version zu verkaufen
    ist ein schlechter Witz, den man früher nur Microsoft zugetraut hätte…

    Auch frag ich mich, iPhoto nun endlich „gelernt“ hat, Gesichter übersichtlich anzuzeigen, die es nicht zuordnen konnte – selbst Picasaweb macht das schon besser …

  7. Pingback: Apple Neuheiten – Oktober 2010 | JustGeeks.de

    • Mhh ich denke einfach, das es in Zukunft nicht mehr all zu viel an den Betriebssystem zu drehen gibt. Vorher müssen neue Eingabegeräte etc. ‚entdeckt‘ werden. Und dafür denke ich macht Apple seinen Job ganz gut.

  8. Ich muss sagen, ich bin mir der Keynote gestern wirklich zufrieden. Klar hätte ich gern mehr über Lion erfahren, aber wir wussten doch alle, dass dies wie bei Snow Leopard lediglich ein Review mit einigen Funktionen sein wird. Ich bin trotzdem zuversichtlich bezüglich des neuen Dateisystems und so. Die grafischen Spielereien sehen natürlich auf der Website für nicht technikaffine Menschen besser aus, als Texte über die Vorteile eines Dateisystems.
    Der Mac App Store bereitet aber auch mir ein bisschen Kopfzerbrechen. Er ist bestimmt eine nette Sache, aber ich hoffe, dass es in Zukunft nicht erst nötig sein wird Cydia zu installieren…
    Achso und die MacBook Air. Gefallen mir richtig gut, aber warum zur Hölle ein Core2Duo? Da hat man doch schon vor dem Kauf das Gefühl veraltete Hardware zu bekommen… Der Preis geht dafür aber in Ordnung, vor allem wegen der SSD.

  9. Ich fand die Keynote auch schwach. Die Keynote hat mich an die Vorstellung erinnert, wo er Copy&Paste vorgestellt hat. Stichwort Fullscreen, dass man die hälfte der Keynote im Endeffekt nur die Fullscreen-Funktion vorstellt hat und so tut, ob es die neuste Erfindung wäre.

    iLive
    Nette Sachen, aber nicht der Brüller. Ich hätte mich gefreut, wenn Places bei iPhoto „verbessert“ würde, die Umsetzung fand ich bei iLive09 grottig (im Gegensatz zu Aperture). Die Trailer Funktion in iMovie finde ich witzig.

    Von Lion bin ich sehr enttäuscht (, bis jetzt ;) ). Ich kann nicht verstehen, warum FaceTime nicht in iChat integriert wurde. Apple integriert alles in iTunes, aber eine logische Verbindung von iChat und FaceTime aber nicht. Mich hätte es nicht gewundert, wenn der MacAppStore in iTunes integriert wäre.
    Der MacAppStore, ich fürchte mich vor dem Programm mehr, als ich mich freue. Wenn man auf dem Mac keine Programme mehr selbst installieren kann, da bin ich weg vom Mac! Für mich ist die Gefahr dahin sehr groß, da Apple der Meinungen der Kunden am Ar*** vorbeigeht. Von der Sammlung von Nutzerprofilen ist ein anderes Blatt.
    Ich hätte von Lion auch mehr erwartet: Neues Dateisystem, verbessertes TimeMachine ala Snapshot, Zerschlagung von iTunes (Vidoe, AppStore, Sync in jeweils in ein extra Programm auslagern. Stellt euch vor iCal, Adressbuch usw. würde ins iTunes wandern, da es dort gesync würde… :D ).

    Naja, die Zeit wird es zeigen….

  10. obwohl Apple in jüngster Zeit immer erfolgreicher wird, werden die Produkte immer inkonsistenter. iLife bringt wenig Neues (die 2, 3 Features sind nichts wirklich Tolles), und für ein Major Release bringt 10.7 eigentlich gar nichts Brauchbares (so far). Im Prinzip sind das alles schöne optische und technische Spielerein, aber ich habe von Apple im OSX Bereich schon lange nichts mehr gesehen was für den produktiven und ernsthaften Bereich gemacht ist. Nur mehr vermehrt Eyecandy für die jüngere Generation die sich einen Mac kauft weil ein Apfel auf der Rückseite klebt und weil alles so schön bunt ist. Anstatt mal richtig kräftig am UI, an nativen Cocoa Apps (Stichwort iTunes), und komplett an 64bit Apps zu arbeiten, werden so unwichtige Sachen wie Folders etc. implementiert. Insofern muss ich @Dr. Fischmuetze zustimmen.

    MBA hat mich auch nicht aus den Socken. Was soll man mit 64GB SSD anfangen? Selbst 128GB sind noch zu wenig, wenn man bedenkt dass das durchschnittliche Netbook bereits 250GB hat.

    • Beim Flashspeicher sehe ich auch das große Problem. So nett die neuen Airs sind, so unbrauchbar sind sie für mich.

      Dennoch zeigt der Weg, wohin es vielleicht in Zukunft beim MacBook Pro gehen kann. HiRes-Displays und komplette unibody-Gehäuse werden sich sicher als Standard etablieren. Vom 100% Flash Speicher hoffe ich es einfach mal nicht.

      Auch die 1,4 GHz bei 11 Zoll bzw. 1,8 GHz beim 13 Zoll finde ich mehr als lächerlich. Aber daran lässt sich schon der Anwendungszweck der Airs erahnen. Die sind wirklich nur für mobile Zwecke gebaut und haben mit richtigen Arbeiten nichts am Hut. Für den richtigen Mac-User also komplett unbrauchbar.

  11. …und ich hatte schon sorge ich hätte gestern was verpasst, aber so wirklich viel neues war es dann ja nicht. Der Handtäschchen Mac ist schon fein, allerdings frage ich mich ob bei 1,8 GhZ das neue Lion dann überhaupt performant laufen wird…

    danke für das summary

  12. Meine Favoriten sind Mission Controll, Full Screen Mode und der AppStore. Mission Controll ist eine sehr gelungene Idee und macht aus den geschmähten Spaces und dem unnützen Dashboard etwas brauchbares, Tolles. Auch wenn der AppStore nicht neu ist, ist er ein echtes Feature. Damit kann auch meine Frau Software installieren :-). Der Fullscreenmode ist etwas sehr sinnvolles um konzentriert zu arbeiten. Bin schon gespannt die Dinge zu probieren.

  13. Die iLife Präsentationen waren stinklangweilig, auch wenn die Features in iMovie und Garageband nette Ingenieursleistungen sind und sicherlich eine Zielgruppe haben.

    Lions komischen Applauncher verstehe ich nicht, der Applications-Stack auf Fullscreen aufgeblasen dupliziert quasi Dock und Finder, wieso? Ist das so ein halbgarer Schritt auf dem Weg zu touch-Macs?

    Lions beste Features waren die am rande erwähnten: Apps einfach resumen und automatisches Speichern. Könnte evtl. auch veränderungen am Filesystem zur Grundlage haben, wir werden sehen.

    Die ganze Veranstaltung war ja sehr auf visuelle Features ausgelegt, Keinerlei Schlagwörter für Entwickler oder Leute mit halbwegs dezentem Computersachverstand.

  14. Das war mit Sicherheit nicht alles, was in Lion kommt – da lohnt sich kein Update. Hier ging’s wohl nur darum, zu zeigen, was man vom iOS rüberholt – die nichtvorhandene Dateiverwaltung ist’s ja zum Glück nicht geworden.
    Ich sehe absolut keine Gefahr, daß der App Store irgendwann geschlossen sein wird – kontrolliert darf er aber gerne sein.
    Ich frage mich allerdings, ob Flash unter 10.7 noch funktioniert…

  15. Ich fand die Keynote insgesamt eher gut. Die neuen MBA orientieren sich an der bisherigen Käuferschicht und die war – auch im Bekanntenkreis – mit dem eher schwachbrüstigen aber soliden und extremen Computer für Office-Anwendungen zufrieden.

    iLife 11 fand ich überzeugen, insbesondere bei iMovie und GarageBand entwickelt sich das ganze konsistent weiter. Solide Software für Amateure, die damit ordentliche Ergebnisse produzieren können. Das Trailer-Feature ist doch der Hammer. Was hätte ich als Jugendlicher für GarageBand gegeben?!

    Zu Lion: Jungs, hört doch mal auf, rumzujammern

  16. Der Grund für das separate FaceTime ist für mich offensichtlich: Man hält sich die Option offen, das Tool auf Windows zu portieren.

    Über iLife mögen die Leute urteilen, die es nutzen. Der App-Store macht mir jedoch Angst, und zwar nicht wegen der Schlüsselrolle, die Apple bei der Softwareverteilung anstrebt, sondern wegen des denkbaren zukünftigen Kontrollverlustes über den eigenen Rechner.

    Der Vollbildmodus ist ein Segen und ein neuer Anreiz, den Mac auch mal an einen Fernseher zu hängen. Eine AirPlay-Funktion zum Senden von Vollbildanwendungen an andere Geräte wäre denkbar. Außerdem wäre eine durchgängige Unterstützung durch die Apps der erste Schritt zu einem zukünftigen Tablet-Mac, bei dem Vollbild einfach (im Betrieb ohne Peripherie) der Default ist.

    Die Lion-Preview war arg verwirrend, denn eigentlich wurde ja fast nichts gesagt. Mein Favorit ist hier etwas, das ich mir vorher schon gewünscht habe, nämlich die Unterstützung für das Persistieren von Apps durch das OS. Damit sieht der Desktop in Zukunft hoffentlich nach einem Neustart exakt so aus wie zuvor, inklusive aller geöffneter Anwendungen und Dokumente. Es gibt aber noch zahlreiche weniger offensichtliche Möglichkeiten. Ein Tablet-Mac im Vollbildmodus hätte zum Beispiel die Möglichkeit, Hintergrundanwendungen automatisch einzufrieren, um nicht unnötig Strom zu verbraten.

    • Das mit dem Persistieren von Apps durch das OS halte ich für durchaus denkbar. So ein Feature wünsche ich mir schon ne halbe Ewigkeit.

      Vielleicht wird es in kommenden MB oder MBP auch eine Art Zwitter-Festplatte geben: 32GB Flash und 500GB+ SATA… Wünschenswert wäre es auf jedenfall.

  17. Appstore bedeutet ja wohl auch, dass Apple (endlich) wie in den meisten Linux Distributionen Software Repositories einrichtet, d.h. ich kann mein OS und meine Software aus EINER Quelle mit einem Klick aktualisieren. Das habe ich immer als ein (kaum vermarktetes) Killerfeature von Linux-Distributionen gegenüber Mac & Win gesehen.

    Bez. Lion – manches ist hier glaube ich nicht erwähnt worden: „iOS features Lion borrows: Multitouch gestures, App Store, app home screens (springboard), Auto save, full screen, apps resume when launched“ (aus dem Twitter Feed von macosrumors).
    Also: Auto-Save und Apps Resume klingen spannend – und über die Konzentration auf Full Screen bin ich beim 13,3″ MBP auch froh.

    Dass Sie Touchscreens bei den Notebooks einführen finde ich völlig nachvollziehbar. Außer bei Geräteformen wie Telefon, Tablet oder einem alleinstehenden Monitor (wobei letzterer im richtigen Winkel stehen muss!) machen Touchscreens m.E. keinen Sinn.

  18. Pingback: Meine Gedanken zum Mac App Store | alexDAILYkrams

  19. Viel kann ich nicht mehr sagen, aber zum Glück sind keine neuen MacBooks gekommen. Ich habe mir nämlich vor. ca 3 Wochen ein nagelneues MacBook Pro mit 13″ gekauft

  20. Was ich nicht verstehe ist, dass manche Leute hier so tun als wäre das gestern gezeigte OS bereits das fertige Lion. Steve hat doch gesagt es ist nur eine kleine Vorschau und soll nur zeigen in welche Richtung die Entwicklung läuft. Jetzt bleibt mal ganz ruhig und wartet auf die nächste Keynote. Ich bin mir sicher Apple hebt sich die besten Features bis kurz vor den Release von Lion auf.

      • Sehe ich nicht – ne Menge bekanntere Entwickler sind (vorsichtig bis sehr) optimistisch, was den App Store angeht, fast alles andere von dem Wenigen, was wir sehen konnten, betrifft das UI. Was genau von dem, was vom OS GEZEIGT wurde, gefällt nicht? ;)

  21. ich war doch innerlich schon am weinen, als steve den scheis mit vom iOs zurück zum mac erzählt hat. das da keine touchscreensteuerung kommt kann er sich auch in die haare schmieren. allein wenn man sich das programmlayout der neuen ilife suite anschaut. alles perfekt zu drauf rumtatschen (fullscreen zb oder die iphone ähnlichen menüs). so auch das launchpad, das mach einfach keinen sinn wenn man nur mit der maus bedient und schon dock und stacks hat. und ich will einfach meinen mac nicht mit meinen fettigen griffeln bedienen.

    Und mir gefällt die von vielen erwähnte richtung einfach nicht… wirklich ALLES embedded (ram,storage usw), alles bunt leicht zu bedienen aber für leute die wirklich ernsthaft am mac arbeiten und nicht nur klickibunti wollen einfach keine inovationen mehr.

    Von der hardware her fände ich ein 13″ pro das wie jetzt ist nur etwas dünner (so wie das air momentan ganz hinten beim magsafe) echt schick. Gebt mir wie beim mac mini noch ne version ohne das verdammte dvd-laufwerk, ein neues highdef display und nen i3/i5 und packt in den freien platz mehr akku und evtl einen 1,8″ Schacht für ne ssd. Das Teil würde ich sowas von kaufen.

  22. So, nachdem mein Posting vom Telefon vorhin nur abgehackt ankam:

    Mich würde mal interessieren, wie ihr Mac OS bisher so nutzt, gerade in Hinsicht auf Programme.

    „so auch das launchpad, das mach einfach keinen sinn wenn man nur mit der maus bedient und schon dock und stacks hat.“

    Es war bei Apple immer so, dass man verschiedene Aufgaben auf verschiedenen Wegen absolvieren konnte, ohne, dass man zwangsweise alle kennen musste. Ich habe bspw. noch nie ein Programm aus einem Stack gestartet, Stacks nutze ich nur als Download-Ordner. Ich habe auch kaum Programme im Dock. Früher habe ich alles über Spotlight gestartetet, mittlerweile über Launchbar.

    Auf Mission Control freue ich mich, fristen Exposé, Spaces und das Dashboard bei mir doch ein Nieschendasein. Die Konzepte hatten bisher keinen einheitlichen Rahmen, der kommt jetzt. Mal gucken, ob ich es nutze (ich muss ja nicht).

    Wie bereits gesagt, die Oberflächen-Änderungen, die gewiss kein Betriebssystem-Update ausmachen, was noch ein dreiviertel Jahr vor uns liegt, sind irgendwie konsistent. Es lief alles darauf hinaus. Alte Konzepte unter einem Dach perfektioniert. Eine sonderliche Revolution hinsichtlich der Bedienung (Fabian: „und ich will einfach meinen mac nicht mit meinen fettigen griffeln bedienen.“) bleibt doch aus. Jobs hat sich klar und deutlich vom Touch-Konzept, wie es andere Firmen teilweise schon implementiert haben (HP) distanziert. Warum? Weil es beschissen ist. Insofern war ich darüber froh, dass er diesem unergonomischen Blödsinn eine Absage erteilt hat.

    @Fabian: Was ist denn so neu an der „leichten Bedienung“ und am „Programmlayout“? So war iLife schon immer. Apple wird den Mac nicht auf ein iOS-Device stutzen, dass man aber von dieser Plattform auch Designelemente übernimmt, überrascht hingegen nicht.

  23. App in MacOS:
    Bin ich der einzige, der Angst vor einer Verschmelzung „normaler“ Programme mit denen aus dem Appstore hat? Ich fürchte, dass die Grenzen zwischen beiden Welten sehr bald nach Veröffentlichung von Lion verschwinden und schlussendlich nur noch Programme über den Appstore bezogen werden können. Dann denke ich an Begriffe wie Zensur, Offenheit und Freiheit. Bin ich der einzige, der hier Bauchweh hat?

    Touch-Konzept:
    Es gibt eine berührungsempfindliche Fläche mit animiertem Untergrund (bislang iOS-Geräte) sowie eine b. Fläche ohne (Macbooks, das Trackpad etc.). Ein gravierender Unterschied. Wie kann ich mir das Bedienkonzept jetzt vorstellen? Die Programme werden auf den nicht-iOS Geräten gänzlich anders aussehen müssen. Ob sich das dann durchsetzen wird; Ich bin gespannt!

    Macbook Air:
    Ein Notebook (Netbook?) mit einem so filigranen Aussehen, dass man trotz Unibody Angst haben muss, es zu zerbrechen und Schutzhüllen nur dazu dienen, streifende Passanten nicht aufzuschlitzen. Leicht, klein und flach, Schön und gut. Aber – meiner Meinung nach – einfach zu … zu weiblich.

    • @ Timmey: So erfolgreich wie die Apps auf den iOS Geräten laufen, wird dieser Store absolut sicher kommen. Gerade weil auch alternative Betriebssysteme dies anbieten, wie Du auch geschrieben hast.
      Die farbliche Anpassung finde ich zwar gewöhnungsbedürftig, letztendlich aber richtig, sofern keine schwerwiegenden Änderungen aufkommen („Heute“-Knopf verschwindet o.ä.). Aber da vertraue ich Apple sehr.