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Kurztest: Nokia Booklet 3G

Ich hatte diese Woche die Möglichkeit das neue Netbook eines Kollegen, ein Nokia Booklet 3G, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Die Verarbeitung des Booklets kann sich wirklich sehen lassen. Das Gehäuse kommt in einer Art unibody-Case aus gebürsteten Aluminium daher und sieht wirklich schick aus. Einzig das aus Kunststoff bestehende Scharnier zum Bildschirm und der grell glänzende Deckel (Klavierlack?) trüben diesen Ersteindruck. Fingerabdrücke sind da leider vorprogrammiert aber ein Reinigungstuch liegt im Lieferumfang bei.

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Das Display ist mit 10,1 Zoll und, für ein Netbook, überdimensionalen 1.280 x 720 Pixeln ausreichend groß. Leider ist es aber auch so ziemlich das “glossy-gste” Display, das ich bisher gesehen habe. Licht ist also, neben Fingerabdrücken, der zweite Feind dieses Gerätes ;)

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Die Tastatur ist Netbook-typisch eher klein und auch die Größe des Touchpads hätte optimaler, gerade wenn man sich die Anordnung der beiden Tasten ansieht, ausfallen können.

Der Sound aus den vorne links und rechts eingebauten Stereo-Lautsprechern ist wirklich gut und stellt mein Samsung NC10 deutlich in den Schatten. Zusätzlich ist noch eine 1,3 MPixel Kamera verbaut, was nicht umhaut aber für Videochat in Skype & Co. völlig ausreichend ist.

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Die Anschlussmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen: Neben WLAN (n-Standard) und Bluetooth, gibt es 3x USB, einem SD-Karten Slot und, sehr bemerkenswert, einen HDMI Ausgang. Endlich werden wir von Adaptern befreit und können direkt einen externen TFT ansteuern (Apple?!).

Darüber hinaus besitzt das Booklet 3G, wie der Name schon vermuten lässt, ein internes UMTS-Modem. Dieses ist, zusammen mit dem SD-Karten Slot, seitlich angebracht. Man muss also nicht, wie ich beispielsweise bei meinem NC10, zuerst den Akku entfernen, um die SIM-Karte einzusetzen bzw. herauszunehmen.

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Apropos Akku: Dieser soll 10 Stunden durchhalten, was die Mobilität des Gerätes extrem erhöht.

Ist Euch etwas aufgefallen? Richtig, es gibt keinen Ethernet-Anschluss aber ich bin ehrlich: Der wird überschätzt! Ich für meine Begriffe habe das letzte Mal vor gefühlten 12 Monaten ein LAN-Kabel am Netbook/MacBook gehabt.

Als Betriebssystem kommt Windows 7 Starter zum Einsatz. Zum ausgiebigen Testen fehlte es einfach an der Zeit aber trotz des recht alten Atom Prozessors (ca. 2 Jahre) und nur 1 GByte RAM liefen die “Standard-Anwendungen” flüssig und ohne Probleme. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang noch, dass das Booklet 3G, dank nicht vorhandener Lüfter, völlig geräuschlos im Betrieb ist und trotzdem kaum Wärme entwickelt.

Abschließend noch einige Vergleichsfotos mit meinem 13 Zoll MacBook (late 2008), um einen Eindruck von Qualität und Größe zu bekommen.

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Das Nokia Booklet 3G gibt es seit ca. einem Jahr zu kaufen. Der Preis (aptgetupdateDE Unterstützer-Link) hat sich in diesem Zeitraum deutlich nach unten orientiert, so dass man es schon für recht günstige 400 Euro bekommen kann.

Fazit
Nokia hat mit dem Booklet 3G ein sehr schickes und vor allem wertiges Netbook auf den Markt gebracht. Wer mit den kleinen Schwächen (ultra-glossy Display, wenig RAM) leben kann und eh gerade auf der Suche ist, wird die Anschaffung bestimmt nicht bereuen.

Technische Daten
Maße BxTxH: 264 x 185 x 19,9 mm
Gewicht: 1.250 g

Prozessor: Intel® Atom™ Z530, 1,6 GHz
Chipsatz: Intel® Poulsbo US15W
RAM: 1 GByte DDR2
Festplatte: 120 GByte

10,1-Zoll-Display, 1.280 x 720 Pixel
1,3-Megapixel-Digitalfokus-Kamera

WLAN: 802.11 b/g/n
Bluetooth 2.1 + EDR (Enhanced Data Rate)
Integriertes UMTS-Modem: WCDMA 900/2100; HSPA

HDMI 1.2-Ausgang für HD-Video
3 x USB 2.0
3,5-mm-Kopfhörerausgang (dient in Verbindung mit OMTP-Headsets auch als Audio-Eingang)
DC-Eingang
SD-Kartenleser
SIM-Karten-Steckplatz

Windows 7 Starter
Integrierter GPS-Empfänger mit Unterstützung für A-GPS
Anwendung Ovi Karten vorinstalliert

LINKS
http://www.nokia.de/produkte/mini-laptops/nokia-booklet-3g

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

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