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Mac App Store: Meinung?

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Seit ein paar Stunden nun kann man mit dem neuen Mac OS X Update 10.6.6 und dem Hauptfeature, dem Mac App Store spielen und alles ausprobieren. Mein erster Eindruck ist wirklich nicht schlecht. So findet man jetzt schon ca. 100 kostenlose und über 100 kostenpflichte Apps zum Runterladen. Und ich glaube, es werden sehr schnell sehr viel mehr werden. Und ich bin doch überrascht wie viele Entwickler, auch gerade im Hinblick auf die kostenlosen Angebote, diesen Weg eingeschlagen haben. Die Installation funktioniert im Grunde genommen wie auf dem iPhone und co.: App anklicken und ein paar Sekunden später findet man im Dock ein neues Icon und kann die App benutzen. Dazu das ganze auch mal wieder sehr schick animiert.

Einige Apps wurden als „installiert“ erkannt. So unter anderen die Programme der iLife Suite, aber auch Apple unabhängige Tools, wie zum Beispiel Things. Andere Tools, wie zB. Evernote kann man installieren und ersetzen, das bisher installierte Programm.

Gut finde ich Liste der gekauften bzw. geladenen Apps. Das sollte Apple auch für iOS so anbieten:

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Darüber hinaus hatte ich angenommen, dass man die Apps aus der AppStore Anwendung heraus auch wieder deinstallieren kann. Das kann man bisher nicht bzw. habe ich es nicht gefunden. Apps deinstalliert man wie gewohnt.

Preislich findet man alle Kategorien vertreten. So kostet Angry Birds 3,99€ (noch mit 50% Rabatt), Chopper 2 0,79€ oder Pixelmator 23,99€. Ich bin gespannt, wie dynamisch sich die Preise noch entwickeln werden. Ob es auch so viele kurzfristige Angebote geben wird?

So jetzt seit ihr dran! Gefällt euch der neue AppStore? Gefällt euch diese Entwicklung? Habt ihr Bedenken?

Hinweis: Bei einigen Benutzern trat beim ersten Starten folgender Fehler auf: Error 100 – hier ist die Lösung: einfach ~/Library/Preferences/com.apple.appstore.plist sichern und löschen und den „AppStore“ neustarten. (via Twitter)

Links
http://www.apple.com/de/mac/app-store/

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

57 Kommentare

  1. Bin hellauf begeistert und freue mich bereits über diverse Vergünstigungen wie man es auch auf dem iOS gewohnt ist.
    Aperture um 63 Euro ist einfach der Oberknaller!

  2. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, ich hatte mit dem bisherigen Prozess kein Problem, klar ist das suchen und installieren einfacher geworden, aber der Rest ist umso komplizierter.

    Beispiele
    1.) DaisyDisk 2.0
    Wird einerseits im MacStore andererseits auch auf dem normalen Weg zu erwerben sein.
    Wofür soll man sich da entscheiden?
    Die „normale“ ist Apple-frei und man kommt durch ein Upgrade günstiger ran.

    2.) Coversutra
    Schöne Geschichte, es wird nur MacStore exklusiv und stößt damit Bestandskunden vor dem Kopf in dem man Updates bis Version 3.0 verspricht. Im MacStore aber die neue 2.5 nur exklusiv anbietet.

    Ich glaube da werden im Laufe der nächsten Tage noch weitere Geschichten dazukommen…

      • Apple unterbietet es, dass man solche Upgrades machen kann. Entweder der Entwickler muss neue Funktionen kostenlos als Update anbieten, oder man muss sich das ganze App eben neu kaufen.

        • Wäre ja auch kein Upgrade wie z.B. von Version 1 auf Version 2 sondern einfach ein normales Update für Benutzer wie bisher… „Thanks for registering! Coversutra have been registered and you have free upgrades till version 3“

        • Es ist ja nur ein minimales Update. Mein Things wird z.B. auch vom Mac AppStore erkannt als installiert.

          Die Lösung die Apple den Entwicklern anbietet ist meiner Meinung nach zu steif und zu unflexibel.

          Was passiert eigentlich, wenn Things 2 kommt? Werde ich wie gewohnt dazu aufgefordert für das Upgrade zu zahlen oder geht es wie im iOS AppStore einfach weiter, weil ich bereits eine Lizenz für dieses Programm erworben habe? Denn eine neue Version in den Store stellen, wie es z.B. Tweetie im iOS AppStore gemacht hat ist gut, weil man sich entscheiden kann, welche Version man erwerben möchte, aber was ist dann mit den Einstellungen? Die gehen ja für gewöhnlich dabei flöten.

          • Ja, da bin ich dann auch gespannt. Vor allem bei größeren Tools, wie Aperture bin ich sehr gespannt, wie Apple das handhaben wird.

  3. Der MacAppStore ist grundsätzlich eine hübsche Art Programme zu installieren. Aber es ist leider kein freies Portal, es wird durch die Firmenpolitik von Apple und der amerikanischen Gesellschaft kontrolliert. Obwohl die alternativen Softwarewege nicht abgeschafft werden weiss Apple was ich auf meinem Mac für Programme nutze. Der Mac AppStore macht den Erwerb von Software zwar leichter, aber das nutzen von Umrechnungskursen leider kaputt, wenn die Entwickler alle auf das Schiff Mac AppStore aufspringen um dort ihre Software exklusiv vertreiben. Einige Programme werden schön vom Store erkannt, wie z.B. Things, aber andere wie z.B. Coversutra erwarten, dass man diese noch einmal erwirbt. Es ist im Falle von Coversutra zwar nicht viel, aber als Besitzer der Version 2 wurde einem versichert, dass man Updates bis Version 3 erhält, nun steht Version 2.5 exklusiv im Mac AppStore zur Verfügung und soll dafür einen Obolus entlehnen.

    Thema Geld ist ein gutes Stichwort. Die Zahlungsmethoden bei Apple sind immer noch auf Kreditkarten und Click&Buy beschränkt und leider immer noch kein PayPal, welches ich wesentlich lieber einsetze als Click&Buy.

    Neue Funktionen und Usability sind toll, aber welchen Preis zahlen wir dafür? Für den User und den Entwickler werden einige schwierige Dinge abgenommen, wie z.B. die Eigenwerbung, Vertrieb oder Sicherheitsmechanismen und der User erhält dafür leicht zu findende Software, welche sich leicht bezahlen lässt. Für den unerfahrenen User ist das klasse, aber für die etwas talentierteren doch etwas doof.

    Trotz dieser kleinen Negativerfahrung bin ich gespannt, wo dieses Schiff uns hinführt und inwieweit es das Leben verändert und ob die Gleichschaltung stärker oder schwächer wird.

    • Kauf dir lieber so Gutschein-Karten von iTunes. Die gibt es immer wieder mal in allen erdenklichen Geschäften richtig günstig zu kaufen!
      Damit kann man echt viel Geld sparen ;-)
      Ich habe zwar eine Kreditkarte, aber kauf mir schon seit geraumer Zeit nur mehr solche Rubbelkarten.

      • Der Gedanke kam mir auch schon, auch wenn die Situationen scheiße sind, wenn man kein Guthaben mehr hat wie beim Prepaid-Telefon. Rewe sollte man im Auge behalten. ;D

        Es wird bestimmt die Zeit kommen, in der Schulkinder nicht mehr mit dem Essensgeld die Rüpel bezahlen, sondern mit Apple Gutscheinen, damit die sich die neusten Programme oder neusten Scheiben ihres Lieblingskünstlers laden können.

  4. Wie es scheint muss man eine Kreditkarte oder ähnliches angeben. Ich kaufe die Sachen bis jetzt nur über Gutscheine. Der Store lädt einfach nichts runter, auch keine kostenlose Software. Schade..

    • Mein Problem hat sich gelöst. Ich habe bei iTunes meine iPhone Apps geupdatet, musste dort meine Daten aktualisieren und dort konnte ich sagen, dass ich keine Kreditkarte und Co habe….

      Seit dem kann ich im Shop kostenlose Apps laden

  5. Wo ich oben gerade die Überschrifteinblendung sehe. Es ist auch etwas das Ende von Softwarebundles bzw. unattraktiv werden von diesen, wenn die attraktiven Programme nur noch über den Mac AppStore vertrieben werden.

  6. Ich halte vergleichsweise wenig vom AppStore für den Mac. Guckt euch doch manche Programme unter „Medizin“ oder „Sprache lernen“ mal an. Da sind nicht mal die Apple Human Interface Guidelines berücksichtigt worden, die „Programme“ sehen einfach nur widerlich aus. Jetzt gibt es selbst Entspannungs-Programme, die wenig mehr als ein Bild und Gesäusel sind. Da tun es doch auch mp3s. Nur will halt jeder an der Hybris (und die ist seit dem originalen AppStore nun verbrieft) teilhaben und da wird halt alles in ausführbare Form gepresst, was auch eine pdf-Datei sein könnte.

    Ein paar Beobachtungen/Gedanken:

    Smultron, ehemals OpenSource wurde aufgrund von „Zeitmangel“ nicht weiterentwickelt. Das Programm ist die wenigen Euro wert, aber da ist dann schon ziemliches Geflunker am Werk.

    Ich werde weiterhin die Entwicklerseiten aufsuchen, weil dort die Programme ordentlich vorgestellt werden können und es Betas und Trials gibt.

    Bei gleichem Preis werde ich lieber vom Entwickler kaufen: Der muss seine Infrastruktur eh weiter bereithalten und lieber Unterstütze ich ein kleines Unternehmen als dass ich bei jedem Software-Kauf Apple am Kuchen teilhaben lasse. Und – verglichen mit anderen Plattformen – das Stückchen ist ganz schön groß.

    • Das versteh ich jetzt nicht so ganz. Du haltest vom App Store nichts, weil es dort auch miese Programme gibt?
      Miese Programme gibt es doch überall…
      Was mir nicht gefällt, das kauf ich auch nicht. So einfach ist das.
      Und wie man bereits auf iOS sieht, versucht Apple solchen miesen Programmen ohnehin den Gar auszumachen.
      Auf längere Zeit gesehen werden solche Stümper ohnehin kein „Leiberl“ reißen ;-)

      • Ich denke Timmey kritisiert die Einstellung der Menschen, welche auch ein Stück vom Kuchen haben wollen und deshalb aus jedem Mist eine Applikation machen, auch wenn diese nur ein Bild ist wie „I am rich“ es gemacht hat.

        Der Konflikt, welcher seitdem Start des ersten AppStores besteht ist doch der, dass das Bergwerk von Apple manchmal merkwürdige Entscheidungen trifft bzw. eine verquere Sichtweise von manchen Dingen hat. Manche coole Sachen wurden in der Vergangenheit abgelehnt, aber solch minderwertige Programme kommen durch und werden auf die Masse losgelassen. Wenn Apple schon der Meinung ist, dass Sie mitreden zuhaben, dann sollten diese auch entsprechende Qualitätskriterien verfeinern, damit solch Müll nicht durch kommt.
        Alternativ soll Apple nur Geld für den Ladenplatz Geld nehmen und den Inhalt in Ruhe lassen, wie eine Art Einkaufszentrum.

        • Du schreibst mir aus der Seele. Die letzte Idee ist übrigens interessant, auch wenn viele (gute) Apps sich dann wohl kaum so entwickelt hätten.

      • Kurz: Es entwickeln Leute für die Mac-Plattform, die dies ausschließlich tun, weil sie einen Goldrausch wittern. Sie haben keinen Sinn für Ästhetik und keinen Sinn für Interface-Design. Ich weiß nicht, wie lange du „dabei“ bist, aber mir macht das ein wenig Sorge, weil ich so langsam aber sicher den liebgewonnen Charakter von Mac OS X flöten gehen sehe. Oder besser: Manche Neueinsteiger (ich sehe das regelmäßig) haben überhaupt keine Vorstellung mehr, was an dieser Plattform anders oder vorteilhaft ist oder wie man „Dinge hinkriegt“. Meine Aussage, dass ich vom AppStore nichts halte, bezog sich eher darauf, dass ich diese Bezugsquelle nicht brauche.

        • Ok, verstanden. In diesen Punkten bin ich absolut deiner Meinung!
          Mir geht es ähnlich mit diversen Freelancern im Grafikbereich, die einfach nur die Preise kaputt machen und sich keinerlei Gedanken mehr machen.

    • Nachdem Smultron ewig nicht weiterentwickelt wurde, hat sich auch ein Zweig entwickelt: Fraise ( http://www.fraiseapp.com/ ).

      Gefällt mir persönlich besser, und da ich den App Store irgendwie nicht unterstützen will kommt Smultron nun auch nicht mehr in Frage.

  7. Tolle Sache. Außer das mit Coversutra. Und endlich ist Tweetie wieder da, ich bin von der neuen Version bisher sehr begeistert obwohl mir die Schrift auf meinen 27″ iMac bisschen zu klein ist.

    Leider erkennt der App Store meine bereits installierten Programme nicht. Kann das eventuell daran liegem. das ich sie nicht unter „Programme“ liegen habe, sondern unter „Programme/Meine Programme“?

    Hab ich das richtig mitbekommen, muss ich die App nur einmal kaufen und kann sie dann auf meinen beiden Macs nutzen?

    • Ja, denn laut Apple soll man die Applikationen in „Programme“ installieren und ich vermute, dass der Mac AppStore nur diese Verzeichniseben durch geht und keine Unterordner wie „Meine Programme“

      Ja, so soll es laut Apple sein. Du kaufst keine Einzelplatzlizenz mehr, sondern eine Benutzerlizenz, welche unabhängig ist von der Anzahl seiner Computer.

    • Ich verstehe die Erkennung nicht. iLife wird erkannt, iWork nicht. Things wird erkannt. Pixelmator nicht.

  8. Auf in die neue Unfreiheit und hin zum totalen Closed Source OS mit allen seinen Abhaengigkeiten und zentralisierten Filtern. Ich kann der Sache nichts abgewinnen und man kann nur hoffen, dass es freie Loesungen ebenfalls weiterentwickeln (ala MacPorts…).

    Andernfalls braucht man bald „Jailbreak“ fuer Mac OS?

  9. Ganz meine Meinung. Es wird mich nicht erstaunen, wenn mit OSX 10.8 Programme offiziell nur noch wia AppStore installiert werden können.
    Für mich ist nun nach über 8 Jahren Apple mal wieder die Zeit für einen „Switch“ gekommen. Die Firma hat ihre Besonderheit verloren ist Mainstream und baut nur noch an ihrer Macht. Wofür Microsoft noch vor wenigen Jahren gescholten wurde wird Apple jetzt bejubelt. Schade, nach dem Wechsel von Mac OS zu OSX hatte es zunächst den Anschein als würde man in Cupertino für mehr Offenheit eintreten (offenes OS, offener Browser, …), das war ganz offensichtlich ein Irrtum.

  10. Ich halte davon gar nichts. Nicht so lange die Sache so irre restriktiv ist.
    Hier sind ein paar üble Punkte aufgelistet.
    http://lifehacker.com/5726764/why-the-mac-app-store-sucks

    Möglicherweise ist sogar der AppStore der Punkt am Mac der mich endgültig zu Linux oder zurück zu Windows switchen lässt.

    Apple ist für mich zu einem reinen Entertainment-Witz verkommen, für mich wichtige Software wie Final Cut Pro etc werden nicht mehr gepflegt, MacBook Pro und MacPro rücken immer weiter von dem „Pro“-Gedanken ab.

    • Der Anfang vom Ende? Eine berechtigte Frage. Wie bereits weiter oben in den Kommentaren, nimmt die Qualität von Software ab, weil jeder etwas von Kuchen haben möchte. Ich selbst liebe den Mac, wegen der Usability der Programme und das Sie nach den gleichen Richtlinien gestrickt sind und ich die Funktionalität die sie bitten nicht unter Windows gefunden habe. Aber dies wird zunehmend kaputt gemacht durch gierige Entwickler bzw. auch durch deren Anwender, die die Plattform nicht schätzen. Bei den meisten Applikationen für den Mac merkt man mit wie viel Herzblut diese entwickelt wurden und dies sollte nicht verloren gehen. Es ist fast wie früher mit der Einführung der Manufakturen. ;-)

      Apple hat mit dem ersten AppStore etwas geschafft, weswegen Apple für viele Konkurrenten ein Vorbild ist. Mittlerweile hat jede große Mobile Plattform einen eigenen AppStore. Es sit doch wirklich nur noch eine Frage der Zeit, wann Microsoft sich entschließt einen ähnlichen Store unter Windows zu integrieren. Vielleicht mit Windows 8 oder auch erst in Version 9.

  11. Eigentlich will ich nur meine mir zustehende Version von Tweetie 2 die ich bei MacHeist erworben habe und keinen ganzen ApplicationStore, ganz zu schweigen von einem Systemupdate xx.x.6. wo bleibt hier die freie Entscheidungsmöglichkeit des Benutzers daran teilzunehmen oder nicht? Die Mündigkeit des Users geht bei Apple immer mehr und mehr den Bach runter. Das sieht man doch schon sehr schön am iOS und der ganzen Jailbreakerei. Wie lange wird es noch dauern bis das OSX so aussieht wie iOS.

    Mir bleibt ja nichts anderes übrig als Update zu machen und dann mal zu sehen obs da ein paar Einstellungen gibt.

  12. Wie so viele meiner Mitkommentatoren beweine ich das Ende der freien Softwarewelt und die um sich greifende Applediktatur. Wollen die doch tatsächlich Geld verdienen!
    Aber wir haben ja leider keine Wahl…

    ;P

  13. Ich versteh diese negative Grundhaltung garnicht. Apple hat hier einen neuen alternativen und _OPTIONALEN_ Vertriebs- / Bezugsweg für Software geschaffen. Das ganze ist quasi nichts anders als ein apt-get interface. Das manche Programme abgelehnt werden erachte ich als nicht wirklich schlimm. Jeder kann seine Software auch über andere Wege vertreiben. Und Spekulationen darüber ob der Appstore irgendwann mal die einzige mögliche Quelle für Apps auf dem Mac sein wird sind reine Ratereien ohne stichfeste Anhaltspunkte. Und ich frage mich: Auch wenn man den Appstore nicht mag, ist OS X dadurch jetzt irgendwie schlechter geworden?

    • am Beispiel von den Pixelmator-Entwicklern kann man ja schon erkennen das selbst ein „größerer“ Mac-Entwickler wohl AppStore-Only gehen wird. Wie soll das dann erst bei kleinen Entwicklern laufen. Wenn eine Software (aus welchen Gründen auch immer) abgelehnt wird kann man die Software natürlich auch über eine Webseite vertreiben, aber wird der durchschnittliche bzw unterdurchschnittliche Macuser oder Einsteiger in wenigen Jahren überhaupt noch wissen, wie das Installieren via DMGs läuft, wenn er erstmal den AppStore gewöhnt ist? ich meine ich kenne viele Leute die jetzt sogar schon probleme mit dem Konzept „DMG öffnen, Programm verschieben, DMG schließen und wegwerfen“ haben.

      Das wird letztendlich dazu führen, dass Software, die nicht im MacAppStore geführt wird einfach kaum mehr Beachtung findet, denke ich.
      Und das ist ein üble Entwicklung. Apple kann damit ganz genau lenken was wie verkauft wird und Ihrer Ansicht nach „böse Software“ kann sehr gut verdrängt werden.

    • Ich zweifle an der dauerhaften Optionalität. Mit dem Entfernen der Download-Seite auf apple.com wurde schon gezeigt, in welche Richtung es geht (Argument: „durch Mac App Store“ ersetzt – leider sind viele Programme nicht vorhanden und viele durch die Richtlinien bereits jetzt ausgeschossen). Ohne Mac OS 10.6.6 oder Lion kein Mac App Store. Vorhandene Tiger-Nutzer stehen vor der Tür, wenn ein Entwickler AppStore-Only wird. Das mag ein kleiner Anteil sein, aber die alleinige Bereitschaft einen Teil der Kunden auszusperren um andernseits massiv in den AppStore zu drängen zeigt mir, dass individuelle Interessen – wie auch immer die geartet sein müssen – schlichtweg nicht von Interesse sind und die Möglichkeiten einen Mac zu nutzen (die berühmten x Möglichkeiten, etwas zu erledigen) eingeschränkt werden.

      Apple setzt letztlich auch großen Herstellern (Adobe, Microsoft) die Pistole auf die Brust: Entweder unsere Konditionen oder jeder kleine Software-Laden ist euch in dieser Frage vorraus. Die Konditionen sind inakzeptabel: Wieso sollte ein großer Player mit vernünftiger Infrastruktur auf einmal 30 % des Umsatzes an einen direkten Konkurrenten abgeben, der – Beispiel Aperture – die neuen Möglichkeiten gnadenlos nutzt, um die Preise zu drücken und damit Konkurrenten zu verdrängen. Das ist nur teilweise im Interesse des Kunden (Preis). Soll Adobe bei Lightroom jetzt nachziehen, obwohl man – im Gegensatz zu Apple – seine Pro-Applikationen pflegt und regelmäßig aktualisiert, diese in der Fachpresse i.d.R. besser abschneiden (LR vs. Aperture), Nutzer an Beta-Programmen teilhaben lässt, und LR nachweislich im Profi-Einsatz verbreiteter ist? Apple reduziert sich ausschließlich auf Masse: Wo Masse nicht möglich ist, hat der Entwickler gegenüber dem Kunden, der primär auf den Preis schaut und exklusive Vertriebsplattformen nutzt, ein gewaltiges Problem.

  14. vom Pro und Contra mal abgesehen, wie kann ich den Appstore denn deaktivieren ?
    In manchen Firmen wird es vielleicht nicht gern gesehen, dass Benutzer ihre eigene Software kaufen.


  15. Pyth0n:

    Ja, so soll es laut Apple sein. Du kaufst keine Einzelplatzlizenz mehr, sondern eine Benutzerlizenz, welche unabhängig ist von der Anzahl seiner Computer.

    Das heisst, wenn ich den Rechner mit mehreren Usern nutze, muss jeder die App kaufen, obwohl ich sie bereits auf dem Rechner per AppStore installiert habe?

    Macht ja irgendwie so gar keinen Sinn…

      • Für Privatpersonen ist jede gekaufte Lizenz quasi eine Familienlizenz.

        Für gewerbliche Zwecke gilt: Die Lizenz gilt für eine Person auf mehreren Computern oder für mehrere Personen auf einem Computer.

        Das ist nur die Lizenz und hat nichts mit technischen Möglichkeiten zu tun.

  16. Meiner Meinung nach ist ein exklusiv Vertrieb über den Mac App Store ein Schuss in das eigene Bein. Entwickler geben damit ihr wertvollstes Gut – die Kundenbeziehung – an einen Dritten ab.

    D.h. sie kennen ihre Kunden nicht und können sie nicht einmal ansprechen. Beispielsweise sind damit keine Newsletter zu Aktionen oder kommenden Verbesserungen mehr möglich.

    Mal sehen wohin die Reise geht. Der Instapapergründer hat zu der ganzen Thematik einen sehr lesenswerten Artikel verfasst: http://www.marco.org/1432156914

    • Ein guter und wichtiger Punkt. Gerade die Nähe zum Entwickler ist wichtig um „magical“ Apps zu schaffen.

      Aktionen werden weniger bzw. Rabatte für bestimmte Kundengruppen fallen im jetzigen Konzept unten Tisch.

  17. Pingback: Mac App Store: Meinung?

  18. Geht bei mir 0.

    Stürzt immer ab wenn ich
    eine App installieren will.

    Twitter for Mac – schaut aus wie Tweety 2.0 ?! :)

    Schade.

  19. Was für ein Scheiß, für jede Sache muss ich mein Passwort angeben, aber beim Einkaufen, dann nicht mehr…..

  20. Für mich als User ist der AppStore im Moment das kleinere Übel gegenüber den sich immer weiter verbreitenden DRM-Terror durch einzelne Hersteller. Ich denke da z. B. an solche Auswüchse wie diesen IRC-Client „Linkinus“, der nur läuft, wenn er immer wieder nach Hause telefonieren darf. Ich weiß zwar nicht, ob meine Programme aus dem AppStore noch laufen, wenn ich die Systemplatte an einen anderen Rechner hänge, doch ich gehe davon aus. Der klassische Ansatz wäre hingegen, bei zig verschiedenen „Aktivierungsservern“ zu betteln.

    Und ich hoffe, dass einen die AppStore-Richtlinien auch vor anderem Mist schützen. Z. B. unerwünschte und immer wieder installierte Autostart-Einträge wie den GarageSaleHelper oder Werbe-/Crossselling-Einblendungen, die einem gleich noch die Mailadresse aus dem Adressbuch fischen und nach Hause schicken (der Müll von Boinx beglückt einen mit solchen Scherzen).

  21. Die große Aufregung ist bei mir weniger über den Mac AppStore, sondern über seine Bedeutung in der heutigen Zeit, in der Firmen versuchen die Kunden massiv zu binden und Regierungen versuchen das Netz in Staatsgebiete zu unterteilen. Es geht um das große ganze, wo eine solche Kleinigkeit uns hinführen wird. Werden dem User zunehmend Grundliegende Dinge entzogen und bis in die Lächerlichkeit für eine breite Masse vereinfacht? Es gibt meiner Meinung nach bei jedem komplexen Problem einen Punkt, wo es reicht das Problem weiter zu abstrahieren, denn irgendwann geht einfach zuviel verloren und in diesem Fall z.B. die freie Entscheidung, was ich auf meinen Rechner haben möchte. Die User werden statt technisch versierter immer dümmer. Irgendwann braucht man z.B. ein Wizard um einen Ordner zu erstellen oder eine Tabelle in einem Word Dokument, welcher diese auch mit Inhalt füllt. Und wie allgemein bekannt sein dürfte, kommen neue Idioten jeden Tag nach.

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  23. Meinung? Gern: keine Demos, undurchsichtiger Installations- und Lizensierungsprozess, Apple-Zensur –> braucht man nicht.

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