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Die Parkscheibe für die Bibliothek

„In Brrrrraunschweig an der Uni, da herrrscht noch Orrrrdnung….“

So oder so ähnlich müssen sich die Studenten der Universitätsbibliothek Braunschweig fühlen, denn folgendes Bild wurde mir gerade von Andre per Email zugesandt.

Pausenscheibe

Jeder (Student) kennt das: Man kommt in die Bibo und kein Platz frei. Zusätzlich sind 50% dieser Plätze, typisch deutsch, nur mit Handtüch… ehh Büchern und anderen Arbeitsmaterialien belegt. Weit und breit kein Eigentümer zu sehen…

Die Unibibliothek Braunschweig hat das Problem aber erkannt und gibt neuerdings sogenannte Pausenscheiben an die Studenten aus. Ich dachte erst an einen verfrühten Aprilscherz aber man meint es anscheinend ernst:

Pausenscheiben
Um Ihnen trotz Klausur bedingten Platzmangels das Arbeiten in der UB zu ermöglichen, führen wir auf Ihren Wunsch die Pausenscheiben ein.
In den am meisten frequentierten Zeiten holen Sie sich bitte in der Zeit von 9 bis 19 Uhr beim Verlassen des Arbeitsplatzes im eigenen Interesse am Auskunftsplatz des jeweiligen Lesesaals (im Tünzelsaal an der Information) eine Pausenscheibe. Stellen Sie die Zeit ein, zu der Sie den Arbeitsplatz verlassen.
Tische ohne oder mit abgelaufener Pausenscheibe können unverzüglich abgeräumt werden, damit andere Nutzer den Arbeitsplatz einnehmen können. 
Seien Sie fair! Profitieren Sie von der Fairness anderer!

LINKS
http://www.biblio.tu-bs.de/
(via) (via)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

15 Kommentare

  1. Gibts bei uns in Bayreuth auch, hier sind die Scheiben direkt auf die obere rechte Ecke des Tischs geklebt, also fest am Platz.

    Es wird aber einfach nicht genutzt: Leute stellen es nicht ein und andere räumen Plätze nicht leer.

  2. Na klar wird das in Bayreuth nicht genutzt. Bayreuth kontrollieren das doch en nicht, genau wie die Prüfung von Quellen angaben :D ;)

    Aber finde das ist doch ne ganz witzige Idee.

  3. Da ich derzeit täglich von dem Problem betroffen bin, finde ich die Idee gut und fair. Sollten sie bei uns auch einführen.

  4. Geniale Idee! Würde ich mir hier für Bremen auch wünschen. Vorallem dann in der Folge auch eine konsequente Umsetzung.

  5. Finde ich interessant! Aber wie ist dann die kurze Pause definiert, also ab wann darf der Tisch leergeräumt werden?

  6. Zum einen finde ich es typisch deutsch und auch etwas schlimm weil so kontrollemäßig.

    Andererseits gibt es halt immer wieder egoistische Leute die wirklich stundenlang die Plätze blockieren bzw. eben einfach ewig weg sind.
    Deshalb ist das ganze zumindest einen Versuch wert.
    Wenn es keine Schlägereien oder andere Probleme damit gibt setzt es sich ja vielleicht durch.

  7. In München (Stabi) werden vom Personal Karten auf belegte Plätze gelegt. Wenn die Dritte Karte fällig wäre, wird das Material auf einen Stapel auf dem Tisch zusammengeräumt, damit sich andere hinsetzen können.

  8. @Alex: Jaja, immer ist alles „typisch deutsch“. Nirgendwo gibt es auf der Welt in Bibliotheken dasselbe Problem. Nur hier. Nirgendwo versucht man damit umzugehen. Nur hier. Immer diese doofe deutsche Regulierungswut.

  9. Ich wünschte dieses System gäbe es an meiner Stammbibliothek (der ULB in Darmstadt). Die hat allgemein schon relativ wenige Plätze die zu allem Überfluss dann tatsächlich von vielen Stundenlang besetzt werden und bleiben, auch wenn dort gar nicht gearbeitet wird. Hier herrscht notorischer Platzmangel.