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Google Mail: Ich fühl mich nackig

Mir bleibt diese Woche wohl auch gar nichts erspart. Erst schüttet jemand ein Glas Brause in mein Macbook, ja solche Erlebnisse verfolgen mich und dann werden in der letzten Nacht Spam-Mails über mein Google Mail Account versendet. An dieser Stelle erst mal vielen Dank an die vielen „Bescheidsager“, die mich gestern Nacht wachgehalten haben. Mein Passwort habe ich natürlich sofort geändert. Ich hatte dann noch die 2-Faktor-Authentifizierung im Hinterkopf, die ich aber auf die Schnelle nicht finde konnte. Dank eines Tipps heute früh, konnte ich aber die Einrichtung vornehmen. Es gibt zwar schon ein paar deutsche Anleitungen zum Thema bei Google, dieser Anfang des Jahres eingeführten Methode, doch ist der Aktivierungslink nur dann erreichbar, wenn man sein Konto auf „Englisch“ umstellt bzw. diesen temporären Link benutzt.

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Man wird dann in einem Einrichtungs-Wizard durchgeleitet und kann wählen, wie man neben dem normalem Passwort, einen zweiten Einmal-Code erhalten kann. Entweder man benutzt die SMS Methode, wo man sich bei der Anmeldung eine SMS zuschicken lassen kann oder man benutzt eine der kostenlosen Mobil-Apps für iPhone und Android.

Google Authenticator (AppStore Link) Google Authenticator
Hersteller: Google, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

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Diese Methode sollte auf jeden Fall ein wenig mehr helfen, als wenn man nur ein Passwort benutzt. Für Applikationen oder Geräte, die diese 2-Faktor-Authorizierung nicht unterstützen, gibt es die 16-stelligen Anwendungspasswörter, die man sich auch nicht aufschreiben soll, sondern immer dann erzeugt, wenn man sie braucht.

Nach diesem Erlebnis würde ich allen Nutzer die Einrichtung empfehlen. Was bleibt, ist das ungute Gefühl, dass jetzt eventuell jemand mehr weiß, als mir vielleicht lieb ist.

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Noch ein Tipp am Rande: Man kann sich über einen recht versteckten Link am unteren Rand der Google Mail Seite über die letzten 10 Zugriffe auf das Konto informieren. Das war mir bis dato auch nicht bekannt. Leider habe ich erst heute darauf zugegriffen und konnte nur meine eigenen IP-Adressen entdecken. 10 ist nicht viel und auf weitere hat man keinen Anspruch, „sofern dies aufgrund eines gültigen Gerichtsbeschlusses oder eines anderen rechtlichen Verfahrens erforderlich ist.“ siehe Link

Links
http://www.google.com/accounts/ManageAccount?hl=en
http://mail.google.com/support/bin/answer.py?ctx=gmail&answer=45938

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

20 Kommentare

  1. Und wer sagt nun, dass sich jemand in deinen Account gehackt hat? Ich denk eher, dass die die Absenderadresse einfach kopieren. Wie das geht, frag ich mich in der Firma immer, denn ich bekomm immer Spam-Mails von meiner alten Mailadresse, allerdings ist diese Mailadresse bereits seit 3 Jahren geändert, bzw. haben wir nun eine andere Domain.

    • Das wäre sehr schön so und ist sicher auch möglich. Nur in meinem Fall ist es doch etwas anders: In den Mails kann man erkennen, dass die Mails über die Google MX authorisiert gesendet wurden. Das könnte man vielleicht auch noch fälschen. Aber es wurden ganz gezielt nur Adressen aus meinem Google Adressbuch und nur die ich dort verwende gesendet. ;(

    • Nicht sonderlich komplex. 8 Zeichen – leider kein Sonderzeichen – ich wollte es schon ewig ändern, aber meine Bequemlichkeit hindert mich immer dran ;) Selbst Schuld.

  2. Extrem hilfreicher Tipp und mehr Leute sollten es nutzen.

    Nutze „2-step“ schon länger mit PayPal und eBay. Das Google Account seit kurzem mit der SMS Option.

    Komischerweise ist der Online Banking Zugriff noch immer einer der unsichersten. Die meisten Banken können max 4-5 Stellen als Passwort nutzen, kein 2-Step, etc. – DA wird es mal Zeit das die etwas machen!

  3. Bedeutet das jetzt dann eigentlich, dass man immer einen SMS-Code bekommt, wenn man sich online einloggen will? Was mach ich mit Mailprogrammen ala Mail.app, oder dem iPhone?

  4. Pingback: 2-Schritte-Anmeldung bei Google » 2-Schritte-Anmeldung, Passwort, Google, Möglichkeit, Beispiel, iPhone » Smirnes Blog

  5. Pingback: Linkschleuder vom 24.06.2011 — Konstantin Klein