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Simply Macnificent: Sleipnir for Mac (beta)

Der Webbrowser-Markt ist ja bekanntlich hart umkämpft. Neben den Platzhirschen Safari, Google Chrome und Firefox finden aber auch immer mal wieder kleinere Projekte den Weg in die breite Öffentlichkeit. Diese bestechen dann meist durch einzigartige Feature, um sich vom Markt abzuheben und so die User zu überzeugen.

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Einer dieser Kandidaten ist Sleipnir, vielen sicher in der Mobile-Variante für iOS bekannt, welcher aktuell als Beta für den Mac veröffentlicht wurde.

Entwickler Fenrir Inc. setzt auf ein minimales und funktionales Design. Und in der Tat: Der Browser startet superschnell und sieht in seiner Oberfläche sehr aufgeräumt aus. Tabs werden in Form von kleinen Thumbnails angezeigt und können in Tab-Gruppen zusammengefasst werden. Beim Wechseln der Tabs oder für einen simplen Überblick der geöffneten Webseiten werden erste Multitouch-Gesten unterstützt.

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Darüber hinaus wird keine offensichtliche Adresszeile in Sleipnir angezeigt. Will man hier etwas per Hand eingeben, muss oben rechts auf die derzeitige Adresse geklickt werden. Das spart vor allem Platz und ist zudem auch schön animiert.

Außerdem gibt es ein sogenanntes Smart Bookmark Management. Dahinter versteckt sich nichts anderes, als eine Sortierung der Lesezeichen nach Ribbons bzw. Etiketten. Zusätzlich gibt es, ähnlich wie beim Safari 5.1 eine versteckte Download-Zeile oben rechts in der Ecke des Browsers.

In den Einstellungen von Sleipnir for Mac geht es noch recht übersichtlich zu. Neben der Startseite lassen sich die Multitouch-Gesten oder die Autovervollständigung für Passwörter definieren. Des Weiteren hat man hier die Möglichkeit über den Dienst Fenrir Pass die Lesezeichen mit seiner iOS Version von Sleipnir zu synchronisieren.

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Sleipnir for Mac funktionierte bei mir in seiner aktuellen Betaversion schon sehr gut. Wichtige Funktionen wie ein Sync der Bookmarks aus einem anderen Browser oder auch eine (Lion-)Fullscreenfunktion werden derzeit noch nicht angeboten. Dennoch freue ich mich auf frischen Wind in der Szene und rechne dem Projekt gute Zukunftschancen aus.

Sleipnir for Mac setzt mindestens Mac OS X 10.6 voraus und ist voll zu Lion kompatibel. Zum Download geht es hier entlang. Wer sich Sleipnir Mobile für iOS ansehen möchte, sollte folgenden Link klicken:

Sleipnir Mobile - Web-Browser (AppStore Link) Sleipnir Mobile - Web-Browser
Hersteller: Fenrir Inc.
Freigabe: 17+3
Preis: Gratis Download

LINKS
http://www.fenrir-inc.com/global/mac/sleipnir.html

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

11 Kommentare

  1. Kannte ich bisher weder vom iOS noch sonst irgendwie, aber werde ich mir nachdem Beitrag hier mal unter laden auf iPhone und iPad sowie Mac und austesten.

    Danke für den Tip! :D

    • Jetzt wäre ich beinahe drauf reingefallen, konnte aber gerade noch deine unsichtbaren Ironie-Tags sehen ;)

      • Ja, so halb ironisch. So insgeheim fürchte ich um meine Daten, auf der anderen Seite ist das vielleicht einfach nur ein Dev der seinen Weg in die Selbständigkeit wagt. :D

  2. Schönes Programm. Danke für den Tip! \(^_^)/
    Ich bin sowieso auf der Suche nach einer Safari Alternative gewesen, dass ein bisschen schlichter daher kommt. Vielleicht wird das hier ja mein neuer Lieblingsbrowser! (^_^)

    Eine Frage, kann man per Tastaturkürzel irgendwie das Adresszeile aufrufen? Weiß das hier jemand? (-.-)???

  3. Mir gefällt der Trend gar nicht, URLs im Browser zu verstecken. Ich würde mir viel mehr wünschen, dass dem im WWW wichtigsten Navigations- und Orientierungsmittel endlich _mehr_ Aufmerksamkeit geschenkt wird. Z. B. könnten Pfadelemente und Get-Parameter ähnlich wie lokale Pfade in Finder oder Explorer einzelne GUI-Elemente werden, beim Überfahren mit der Maus einzeln hervorgehoben werden und manipuliert werden können, die man anklicken kann, in deren Kontextmenü sich eine Historie befindet und die einzeln vervollständigt werden.

    Das Verstecken der Adressleiste macht es imho Menschen nicht einfacher, sondern befördert nur noch mehr ihre Hilflosigkeit. Heute geben sicher genügend Leute “ebay” oder gar “google” in das Google-Suchfeld ihres Browsers ein. Man erinnere sich an die Readwriteweb-Facebook-Geschichte http://www.switched.com/2010/02/12/readwritewebs-facebook-log-in-fiasco-angers-confounds-google/ – das wird nicht besser, wenn URLs noch unsichtbarer werden.

  4. In diesem Stadium ist der Browser bestenfalls ein Spielzeug, aber jeder fängt mal klein an ;)

    Der kleine Download (2MB) hat mich irritiert. Zumindest bei html5test.com spuckt er das gleiche Ergebnis wie Safari 5.1 aus (293 Punkte), was vermuten lässt, dass der Browser auf Safari aufsetzt und er keine eigene Rendering-Engine mitbringt, denn Webkit (oder eine eigene Rendering-Engine) wäre ja deutlich größer als 2MB.

  5. Ich habe den Browser jetzt seit ca. 2 Wochen. Und er ist schon mein Hauptbrowser. Im Hintergrund gibt es noch iCab, wenn benötigt.

    Ich stelle privat an einen Browser keine besonderen Anforderungen. Ich habe ein paar Standard-Seiten, die ich besuche. Selten einmal eine kleine Recherche.

    Was für mich aber wirklich wichtig ist: Der Browser soll schlank, klein und schnell sein, da ich einen etwas älteren iMac mit wenig RAM habe.
    Und da schießt bei mir Sleipnir den Vogel ab! Dazu kommt noch ein minimalistisches, gutes Design. Ich persönlich verzichte gerne auf die Adresszeile ;-)

    Und das ist nicht alles: Sleipnir verwaltet die Lesezeichen mit Labels und Ribbons, so etwas in der konsequenten Art kenne ich gar nicht. Dann noch die Möglichkeiten, Seiten in Kategorien zu sortieren und zu stapeln – das ist wirklich fein.

    Der Support ist gut und schnell, ein Forum gibt es auch.

  6. Pingback: aptgetupdateDE » Ultimate simple: Sleipnir 3 for Mac and Windows