Archiv für Oktober, 2011
Laptop mit Ubuntu Linux: Rockiger Satchbock
0Seit einer Woche habe ich nun das Rockiger Satchbook als Teststellung bei mir und ich habe es mir recht intensiv angesehen. Das Besondere an diesem Laptop: es kommt mit Ubuntu Linux daher. Das weckte natürlich auch mein Interesse. Wird doch seit 10 Jahren das Jahr des Linux-Desktops hervorbeschworen – nein, ich glaube mittlerweile nicht mehr.

Linux ist heute immer noch eine Randerscheinung auf neuen Laptops, Notebooks oder Desktop PCs. Nicht desto trotz hat sich Linux und mit ihm diverse Oberflächen, Distributionen und Software aller Art um Linux herum immens weiterentwickelt. Ubuntu Linux ist da ein gutes Beispiel für kontinuierliche Weiterentwicklung gerade für diesen angesprochenen Enduser-Desktop-Bereich.
Deshalb freut es mich natürlich, dass jemand den Mut hat, in diese Lücke zu springen und so ein Produkt anzubieten. Rockiger, ein kleines Unternehmen aus Deutschland mit Geschäftsführer Marco Laspe, wollen mit diesem Gerät Leute ansprechen, die mit Linux eine freie Alternative benutzen wollen und perfekt dabei unterstützt werden. Fehlender Treibersupport rund um Linux ist gerade bei Neugeräten immer noch ein Thema, wenn sich dieses Problem auch etwas in den letzten Jahren entschärft hat. Aktuelle Artikel wie zum Beispiel in der ct 20/11 zeigen diesen Missstand erneut auf. Zitat: “Mit lediglich einem fast perfekt und drei halbwegs gut laufenden Laptops scheint das Ergebnis ziemlich ernüchternd.”
Rockiger hat sich aus diesem Grund folgendes zum Ziel gesetzt: “Wir geben den Menschen ihre Freiheit zurück. Wir verbinden Ubuntu mit Laptops. Dabei nehmen wir Laptops, die perfekt mit Ubuntu zusammenspielen und kombinieren sie mit Ubuntu. Mit dem Geld, das wir so verdienen fördern wir gezielt wichtige Open-Source-Projekte, damit Ubuntu noch besser wird.”

Zum Gerät: Das Satchbook 15″
Leider kann dieses Gerät meinen persönlichen Anforderungen in keinster Weise gerecht werden. Es ist auf den ersten Blick gar nicht mal so unschick, aber es wirkt auf mich wie ein Gerät aus dem letzten Jahrzehnt. Ein typisches Kunststoff-Laptop, wie man es im Technik-Markt nebenan noch zu Hauf findet. Mir persönlich ist es einfach mit 3,5 cm zu dick. Das Gerät wiegt ca. 2,5 kg (nachgewogen inkl. Akku) und fällt damit gerade so in meine Kategorie “mobiles Notebook”. Wenn man zudem, wie ich, seit einigen Jahren “Metall-Gehäuse”-Notebooks benutzt, wirkt wohl jedes Notebook aus Kunststoff irgendwie billiger verarbeitet.
Das Äußere ist aber nicht der entscheidende Nachteil dieses Gerätes. Das Satchbook besitzt einen 15,6 Zoll LED hintergrundbeleuchteten Bildschirm mit der winzigen Auflösung von 1366 x 768 Bildschirmpunkten. Tut mir leid, aber das geht eigentlich gar nicht. Das Display ist sonst ok, recht hell, matt und gut ausgeleuchtet, die Auflösung aber viel zu gering (ich betone – für meine persönlichen Ansprüche).
Im Inneren werkelt ein Intel Core i5-2410M Prozessor, mit 4 GB Ram ist man geschwindigkeitstechnisch auf dem aktuellen Stand und kann diesen Laptop für alle möglichen Alltagsanwendungen gebrauchen. Die Spieletauglichkeit wird eher durch die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 beschränkt, die aber sonst keine schlechte und stromsparende Grafikkarte ist. Das Satchbook besitzt darüber hinaus eine Webcam, sowie eine 500GB S-ATA Platte. Die Hardwarekomponenten können wahlweise bei der Bestellung aufgerüstet werden. Mit einem Core i7-2620M, 8 GB Ram oder mit einer 256 GB Samsung SSD S-ATA lässt sich die Performance, aber auch der Preis des Gerätes immens steigern. Kostet das Satchbook in der Normalfassung 789 €, muss man für die genannten Teile schon 1639 € hinlegen. Das ist ehrlich gesagt für dieses Gerät, auch wenn das Innere überzeugen kann, in meinen Augen viel zu teuer.
Recherchiert man ein wenig weiter, entdeckt man, dass als Grundlage des Satchbooks ein Notebook der Firma Wortmann dient. Genauer gesagt das Terra Mobile 1562, welches bei anderen Anbietern ca. 50 bis 100 € günstiger angeboten wird. Nun kann man 50 € für ein angepasstes und fertig installiertes Ubuntu durchaus zahlen, wenn man sich den Installationsstress ersparen möchte.
Die Tastatur besitzt einen Nummernblock, schreibt sich ganz okay, drückt nicht durch und hat einen vernünftigen Tastenanschlag. Ungünstig finde ich die Pfeiltasten angeordnet. Gerade die Hoch- und Runter-Tasten lassen sich recht schwer bedienen.
- Intel Core i5-2410M 2x 2.30 GHz
- Intel GMA HD 3000 (IGP) shared memory
- 15.6″ WXGA non-glare LED TFT (1366×768)
- 4096 MB (2x 2048 MB) RAM
- 500 GB HDD
- DVD+/-RW DL Brenner
- 3x USB 2.0 / Gb LAN / WLAN 802.11abgn / Bluetooth / HDMI / ExpressCard Slot / Card Reader
- Webcam (1.3 Megapixel)
- Li-Ionen-Akku (6 Zellen, 5200mAh)
Zur Software: Ubuntu 11.04
Das Satchbook kommt vorinstalliert mit Ubuntu 11.04 und mit einer eigenen Wiederherstellungs-DVD. Das System läuft prima und die Hardware wird wie versprochen unterstützt. Das Einschlafen und das Aufwachen des Rechners funktioniert zuverlässig und schnell. Einziges Manko: Ich konnte das Touchpad nicht zum Scrollen animieren, auch wenn es explizit als Feature auf der Produktseite beworben wird.
Fazit
Das Projekt Satchbook bedient sich der lobenswerten Motivation, ein gutes Ubuntu Linux auf ein aktuelles Notebook anzubieten. Hardwaretechnisch ist es ein solides Alltagsnotebook mit optischen Schwächen und insgesamt dafür in meinen Augen auch einfach zu teuer in der Anschaffung. Ich hatte ein wenig mehr erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass Rockiger in seinen nächsten Releasezyklen einen brauchbareren Hardwareunterbau findet. Das Projekt und diesen Ansatz finde ich prima.
Links
http://rockiger.com/de/shop/product/satchbook
http://www.tuxhardware.de/product_info.php?info=p266_Notebook-Terra-Mobile-1562.html
Ambientweet – der minimale Twitterclient für den Mac
0Bei der Durchsicht der letzten Artikel fiel eines auf: Lange keinen Twitterclient mehr vorgestellt!!!
Dabei ist vor ein paar Wochen ein wirklich außergewöhnlicher Kandidat im Mac App Store erschienen: Ambientweet
Das Besondere an Ambientweet: Man sieht immer nur einen Tweet aus seiner eigentlichen Timeline. Daraus resultiert natürlich auch ein äußerst minimalistisches Design, das neben Retweet, Reply oder neuem Tweet, auch das Faven von besonderen Tweets erlaubt. Auf das Ansehen von Profilen, Listen oder gar Follower Management wird komplett verzichtet.
Diese App ist also perfekt für Leute, die mit dem Twitter-Webinterface nichts anfangen können und für die ‘normale’ Clients zu überladen sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass Menschen, die relativ wenigen Leuten folgen, mit diesem Client sehr gut bedient sind.
Ambientweet steht kostenlos im MAS zum Download bereit. Es wird mindestens Mac OS X 10.6 vorausgesetzt. Nebenbei beachte man den Namen der Softwareschmiede: Elegant Chaos… :D
AmbientweetHersteller: Sam Deane
LADEBEFEHL!!! Nuts!™ (iOS Universal)
0Eigentlich ein klarer No Brainer! Fantastische Grafik, super Animationen, geiles Gameplay!!!
Nur kurz: Man muss mit einem Eichhörnchen Nüsse einsammeln.
Nuts!™Hersteller: Limbic Software, Inc.

TIPP!!! Mexiball (iOS Universal)
0Sehr schönes Rätselspiel.
Mexiball
Hersteller: Donut Games

Blockado Desert (iPhone)
0Blockout in 3D. Wirklich hübsch umgesetzt.
Blockado DesertHersteller: Bitfield GmbH

Test: FIFA 12 für das iPhone
11Ihr kennt das: Jedes Jahr bringt uns Electronic Arts einen neuer Aufguss seiner Fußballsimulation. Hier ein Pixel mehr, da ein Bewegungsablauf flüssiger… Ich hatte am Wochenende die Chance mir das nagelneue FIFA 12 auf dem iPhone anzusehen und hier nun meine Eindrücke in einem kleinen Review.
Los geht es mit der Installation des Spiels. Hier müssen, egal ob die Version für das iPhone oder iPad, ca. 1 GB Daten aufs Device geschaufelt werden. Man sollte sich also nebenbei eine sinnvolle Beschäftigung suchen, denn das Ganze dauert. Ich weiß auch nicht, warum das Spiel so groß ist. Dass es deutlich schlanker geht, zeigt Konami mit dem mobilen Pro Evolution Soccer 2012, welches gerade mal 100 MB auf die Waage bringt.
Ist die Installation geschafft, lädt FIFA 12 aber selbst auf meinem iPhone 3GS recht zügig und man befindet sich im Hauptmenü. Hier hat man, neben diversen Grundeinstellungen, die Wahl zwischen einem Schnellen Spiel und dem Managermodus.
Das Schnelle Spiel ist im Prinzip auch schnell erklärt: Man wählt zwei aus insgesamt 500 verfügbaren lizensierten Mannschaften aus und betritt den heiligen Rasen. Vorher kann man natürlich ein wenig Team-Management, sprich Aufstellung, Freistoßschützen, Taktik u.s.w., betreiben, sowie die Trikots, den Spielball und das Stadion inkl. Wetter auswählen.
Anschließend geht es los. Laufen, grätschen, Tore schießen… Macht wirklich Spaß, die sehr guten englischen Kommentatoren und passenden Fangesänge tun ihr Übriges.
Die Steuerung war für mich, der Fußballspiele ausschließlich auf der Playstation spielt, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es fehlen einfach die Trigger am iPhone aber letztendlich gewöhnt man sich recht schnell dran. Wer gar nicht klarkommt, kann sich in einem extra angebotenen Trainingsmodus mit der Steuerung genauer vertraut machen.
Man kann das Spiel, wie gewohnt, jederzeit unterbrechen. An seiner Taktik feilen, Umstellungen vornehmen oder auch diverse Statistiken einsehen.
Das Prunkstück von FIFA 12 ist aber ohne Zweifel der Managermodus. Hier wählt man anfangs sein Lieblingsteam aus insgesamt 22 lizensierten Ligen aus. Anschließend hat man, je nach Team, ein gewisses Startvermögen und Vorgaben vom Präsidium, die man tunlichst erfüllen sollte. Andernfalls droht der Weg zum Arbeitsamt ;)
Der Managermodus ansich ist nicht so überladen, wie man es aus normalen Managerspielen gewöhnt ist. Man kümmert sich nur ums Nötigste und muss nicht jeden einzelnen Grashalm pflegen, was ich persönlich sehr gut finde.
Neben dem schon bekannten Team-Management aus dem Schnellen Spiel, kann man hier Spieler-Transfers tätigen, den Trainerstab verbessern, das Training festlegen oder einfach nur Vertragsgespräche mit den eigenen Spielern führen.
Hat man sich da ausgetobt, gehts wieder auf den Platz. Wer nicht selber spielen möchte, hat nun auch die Möglichkeit die Spiele zu simulieren.
Nach dem Schlusspfiff bekommt man einen Überblick über die Spielerentwicklung oder erhält Details über seine Ruhm-Punkte.
Darüber hinaus geht das Managerleben von vorne los. Finanzübersicht, Transfers, Statistiken & Co. bestimmen den Alltag.
Fazit
Ich muss ehrlich zugeben, dass gerade der Managermodus in FIFA 12 sehr motivierend ist. Mit 22 voll lizensierten Ligen bzw. 500 real existieren Mannschaften inkl. Spielern bietet EA zudem ein sehr breites Spektrum an. Vorneweg: FIFA 12 kann ich jedem Fußballfan wärmstens empfehlen!
An die Steuerung gewöhnt man sich, dank Trainingsmodus, recht schnell. Den EA-typischen, sehr guten Spielmenüsound gibt es auch in der mobilen Variante des Spiel. Die englischen Kommentatoren, die mir übrigens 10x besser gefallen als das deutsche Pendant, inkl. der fantastischen Fangesänge rocken! Das Gameplay selber gefällt auch, auch wenn man auf dem iPhone keine dicken Finger haben sollte. So kam es bei mir hin und wieder vor, dass der Ball unter einem der beiden Daumen war und ich nicht so recht wusste, was, wie und wohin?! Wenn man ein iPad besitzt, ist man damit sicher deutlich besser aufgestellt.
Leider muss ich auch sagen, dass die Grafik auf meinem iPhone 3GS etwas krisselig aussah. Keine Ahnung ob es am 3GS lag und ob es mit Retina-Display besser aussieht aber für mein Befinden ist hier noch etwas Luft nach oben. Zudem hatte ich auch ab und an diverse Lags beim Spielen, was auch nicht soooo toll war.
Als weiterer Kritikpunkt sei angefügt, dass es EA Mobile immer noch nicht geschafft hat seine Spiele als iOS Universal Apps zu verkaufen. Dementsprechend gibt es auch für FIFA 12 getrennte iPhone und iPad Versionen im App Store.
FIFA 12 by EA SPORTSHersteller: EA Swiss Sarl

Während die iPhone bzw. iPod Touch Version derzeit 4,99 Euro kostet, schlägt die iPad Version mit aktuell 6,99 Euro zu Buche.
Bei der iPad App hat man zudem die Möglichkeit FIFA 12 mit der kostenlosen EA SPORTS Gamepad App vom iPhone aus zu steuern. Hier gibt es allerdings die (unverständliche) Einschränkung, dass dieses Feature nur in 2-Spieler Partien funktioniert.
FIFA 12 by EA SPORTS for iPadHersteller: EA Swiss Sarl

EASPORTS GAMEPADHersteller: EA Swiss Sarl

Slideshow+ (iPhone)
0Wie der Name der App schon vermuten lässt, kann man hier sehr einfach Slideshows von Fotos mit etlichen Effekten erstellen… u.a. auch direkt mit einer Picasa Anbindung.
Diashow+Hersteller: Shenzhen Socusoft Co., Ltd














