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Smartphones machen nicht süchtig…

OP gelungen, Patient funkt

Der amerikanische Konsumforscher Martin Lindstrom hatte den Verdacht, dass Menschen von ihrem iPhone, ähnlich wie von Zigaretten, Alkohol und Videospielen, abhängig werden können. Um seine These zu prüfen unterzog er Probanden einer Magnetresonanztomografie, während er ihnen Video- und Tonaufnahmen von klingelnden und vibrierenden Apple-Produkten zeigte. Doch die Gehirnareale, die bei Suchtverhalten normalerweise aktiv werden, blieben regungslos. Die Smartphone-Kognitionen erregten andere Hirnregionen – jene, die für Liebe und Zuneigung zuständig sind.

Interessanter Punkt, jedenfalls würde das erklären, warum ich mir immer noch diese dämlichen, religiös angehauchten, unsachlichen iOS/Android-Trollereien geben muss. Liebe > Vernunft. Und ihr so?

6 Kommentare

  1. Die Aussage über die Aktivierung der Bereiche für „Liebe“ decken sich mit der von mir gestern angeschauten Doku auf Arte („Das Coolness-Diktat“, Link: http://videos.arte.tv/de/videos/das_coolness_diktat-4298324.html )

    Liebe ist ein stark dehnbarer Begriff. Für mich spielen Haptik, gut durchdachtes Design, Qualität, leichte Bedienbarkeit usw. bei technikrelevanten aber auch bei alltäglichen Gebrauchsgegenständen eine wichtige Rolle. Das kann also auch als „Liebe“ oder eher „Liebe zum Detail“ verstanden werden und entsprechende Teile in meinem Gehirn aktivieren.

    Für andere kann „Liebe“ auch Anerkennung bedeuten. „Schaut mal, ich habe ein Apple Produkt, darum gehöre ich zu euch.“ Eine Kerbe, in die Apple Basher gerne schlagen. Zurecht. Nur leider erwischen sie damit auch Personen wie mich und Dich.

    • Ich glaube es geht hier um Liebe im Sinn von Zuneigung, nicht Anerkennung oder Liebe zum Detail, was auch aus der Lektüre des Artikels hervorgeht.

      Ist wie mit Kindern und Teddybären. Könntest Du das Kuscheltier klonen, würden sie trotzdem ihren Teddy haben wollen, keinen anderen.

  2. Das ist mal wieder so eine „Studie“ deren Fördermittel besser als Brennmaterial gedient hätten.
    Da könnte man auch gleich eine Studio anfangen über die Beziehung zu Toilettenpapier da das von unzähligen Massen, täglich mehrmals, verwendet wird und ein paar Strolche es wagen nicht das Billigste zu kaufen. Eindeutiges Suchtverhalten!! ^^