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Trends. Unsere.

Cem schrieb, dass Bloggen immer unwichtiger würde und startete damit unbeabsichtigt eine kleine Blogparade. Die ist mittlerweile zwar wegen Überfüllung wieder beendet, trotzdem möchten wir unseren Senf kurz mal drunterschmieren. („Stiller“ Link zum Ursprung: https://sprechblase.wordpress.com/2012/01/11/trend-meiner/)

Stefan D.:
Über Facebook läuft viel Kommunikation zum Studium und diversen Musikprojekten, außerdem kann man seinen Stream ja mittlerweile nach Leuten filtern, die etwas zu sagen haben, da steigt der Unterhaltungsfaktor enorm. Soziales findet kaum digital statt, die überraschend geringe Smartphonedichte meines Freundeskreises ist hier nicht ganz unschuldig. Twitter sorgt für die kleinen Lacher zwischendurch. Um meine digitale Lesesucht zeiteffektiv zu befriedigen, wird mit Reeder (die App macht RSS-Abos erst zu dem, was sie sind) und auf Quote.fm, Rivva und wirres.net vorsortiert — gelesen dann im Zug auf dem iPhone 3G mit Read It Later. Der wichtigste Punkt jedoch: Gebloggt wird nach Lust und Laune, frei Schnauze und vor allem gern. Soziale Netzwerke können das nicht ersetzen.

Björn:
Ich sehe es ähnlich wie Stefan: Bloggen soll in erster Linie Spaß machen und kein Stress sein. Daher schreibe ich auch nur etwas, wenn ich Lust habe und ich es entsprechend interessant für unsere Leser finde. Wenn es also mal ne Woche nichts zu sagen gibt oder Urlaub ansteht, ist das auch nicht weiter schlimm. Dann gibt es auch immer wieder Situationen, in denen ich irgendetwas ergoogle, stundenlang nach er Lösung zu einem Problem suche und froh bin, wenn ich etwas gefunden habe. Auch hier setze ich mich gerne hin und schreibe einen Artikel mit Problem und Lösungsvorschlag, anstatt mir ein Lesezeichen im Browser zu setzen.

Für das Social Networken setze ich ausschließlich auf Facebook, bei dem ich bis auf 2-3 Ausnahmen auch nur mit Leuten befreundet bin, die ich persönlich kenne, und Twitter. Von Google Plus, Diaspora, Path und anderen ‚Derivaten‘ halte ich mich fern. Ich sehe nämlich keinen Sinn darin die ganzen Facebook-/Twitter-Updates auch noch bei Google Plus & Co. zu posten. Mit dem Anmelden ist es ja meisten nicht getan. Solche Networks wollen auch be-social-t werden und dafür fehlt mir schlicht und ergreifend die Zeit.

Meine News bekomme ich aus dem RSS Reader (Google Reader via Reeder App), in dem ich momentan genau 101 Subscribtions habe. Zusätzlich setze ich Read It Later ein, um das zeitversetzte Lesen dieser News auch auf die Reihe zu bekommen.

Fazit Das Bloggen ist alles andere als tot. Die ganzen Links bei Facebook, Google+, Twitter & Co. müssen ja auch mit Inhalt gefüllt werden. Und was gibt es da Besseres als unabhängige Blogger, die ihre Meinung niederschreiben?!

Oliver:
Bloggen ist für mich vor allem die Leidenschaft „zu Schreiben“ – Gedanken in Worte zu fassen. Das gelingt mal gut mal weniger gut. Und genau dafür finde ich einen Blog perfekt. Ich halte gerne Dinge fest, die mich faszinieren und die persönlich gut finde. Einer der Gründe vielleicht, wieso es AGU eher positive Meinungen von mir gibt. Negativ ist die Welt schon genug und gejammert wird auch genug. Dafür gibt es geeignetere Orte.

Bloggen ist für mich aber auch die Faszination der Technik drum herum. Es macht mir immer noch Spaß am Blog herum zu friemmeln, auch wenn ich viel zu viele Baustellen habe. Für mich gehört es aber einfach dazu. Mein Zuhause ist auch nicht perfekt. Es ist vorwährend im Fluß, wie eben das Leben selbst. Tools wie Twitter nutze ich zum Aggregieren von News. Facebook ist eine Art persönliches Netzwerk. Alle anderen Dienste sind zwar existent, werden von mir auch hier und da mit unregelmässiger Begeisterung ausprobiert und genutzt. Etabliert sind aber nur Twitter und Facebook.

Bloggen ist ein Teil meiner Kommunikation und mir immer noch sehr wichtig.

Autor: Stefan D.

Ich bin Stefan, Student einer Naturwissenschaft und nebenbei als Grafiker an meiner Uni tätig. Mit der Zeit bin ich etwas Dienst-sparsamer geworden, aber nach wie vor über die gute alte Mail erreichbar.

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