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He’s dead Jim.

Vor ein paar Tagen hatte ich noch spekuliert, nun ist es soweit und Grooveshark, ein Musikstreaming-Dienst macht die Pforten in Deutschland dicht.

2012-01-18 10h47_05

In diesem Sinne… DANKE GEMA und ein Hoch auf ausländische Proxy.

LINKS
http://grooveshark.com/
(via)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

57 Kommentare

  1. Das Problem ist vermutlich „weniger die GEMA“ sondern eher die ganzen „schlauen“ Künstler die ihr beitreten. Durch diese finanziert sich die GEMA überhaupt erst.

  2. Naja, Grooveshark ist aber auch etwas doof gewesen. Haben die tatsächlich gedacht, dass man Musik einfach gratis zur Verfügung stellen kann und man dabei vielleicht auch noch etwas verdienen kann? Wie naiv sind die?

  3. Kommt das für euch überraschend? Für mich nicht.
    Zudem Grooveshark schon immer tendenziös im Graubereich der Legalität unterwegs war. Ich weine diesem Dienst keine Träne nach.

    Ich warte gerade noch auf den Start von Spotify in Deutschland – mit simfy, napster und rdio gibt es ja bereits 3 Dienste, bei denen man für 10€/monat millionen Songs hören kann. In guten Qualität und auch auf mehreren PCs / Smartphones etc.

    • Das aber bei rdio, das einen ähnlich großen Content wie Spotify aufweist in Deutschland viele Künstler gesperrt sind, ist dir klar? So wirds mit Spotify in DE nicht anders laufen

      • Also ich habe seit vielen Jahren n „deutschen“ Account bei Spotify und das (wirklich hörbare) Angebot übertrifft das von rdio, simfy & co. bei Weitem.

        • Da kannst du auch einen „deutschen“ Account bei Grooveshark anlegen, hat Dinge, die Spotify nie haben wird.


  4. wazi:

    Naja, Grooveshark ist aber auch etwas doof gewesen. Haben die tatsächlich gedacht, dass man Musik einfach gratis zur Verfügung stellen kann und man dabei vielleicht auch noch etwas verdienen kann? Wie naiv sind die?

    Auch Simfy kannst du per Weboberfläche gratis nutzen.

    Ich werde auch weiterhin nicht auf Simfy (mieses Angebot) oder Spotify (Facebook-Scheiße) umsteigen. Lieber nehme ich eine weitere Seite in meinen Perfect-Privacy-Proxy auf. :)

  5. Sein Businessmodell auf geklautem Content aufzubauen und sich dann zu beschweren, wenn die Beklauten einem den Laden dichtmachen, das ist wie ’ne Oma die Treppe runterzuschubsen und zu fragen „was rennste denn so?“.

  6. @tux.: Um so öfter du hier rumtrollst, um so besser werden deine Aussagen nicht. Grooveshark ist und bleibt in einer Grauzone. Die Künstler verdienen damit keinen Pfenning und das ist de facto Mist! Es ist allen bewusst, dass das Beste wäre CD’s zu kaufen, aber wenn man da keinen Bock drauf hat, dann setzt man lieber auf Streamingdienste o.Ä. Da kann ich wenigstens nach Lust und Laune auf alle möglichen Tracks klicken und bisher sind mir kaum Platten über den Weg gelaufen, die es da nicht gibt.

  7. kurzer Sidekick: als Piratenparteimitglied, -aktivist, -schlagmichtot wundert mich deine „Im Internet sollte alles frei verfügbar sein“-Einstellung eh nicht. Wieviele Hoster unterstützen wir denn? Filesonic, Netload, Filepost, … bla bla bla …, Rapidshare, Uploaded.to, … bla bla bla …, File jungle, Uploadstation, … bla bla bla …

    „Wenn sie nicht gestorben sind, dann saugen sie noch heute.“
    tux.

      • Dann halt zensiert von deiner Spamadresse an meine Spamadresse. Lösch alle Metadaten aus den Fotoinfos.

        Verkrümel dich nur nicht hinter dem Datenschutzargument. Das ist extremst feige!

        • Es geht keinen etwas an, welche CDs ich besitze. Das ist nicht feige, es ist Datenschutzbewusstsein. Heul doch.

          • Och, weißt du. Mir ist es eigentlich egal.
            Ich genieße gerade mit einem süffisanten Grinsen deine Lüge und mache Spotify an.
            Schönen Abend noch!

          • Und hoffe natürlich, dass irgendwo tief in dir drin, dass schlechte Gewissen an die knappert.
            Und ja, eigentlich müsste es auch an mir knabbern, da Streamingdienste die Künstler noch nicht genug entlohnen. Dafür kaufe ich ja dann noch von richtig guten Alben Vinyl.
            Schicke auch gerne Fotos davon im Übrigen.

          • Ein schlechtes Gewissen – wieso denn das?

            Ich halte jede Wette, dass ich für Tonträger (so richtig analoge) schon mehr Geld ausgegeben habe als du noch wirst. Insofern: Guten Appetit, schlechtes Gewissen.

          • Die Wette gilt.
            Ach nein.
            Sekunde.
            Datenschutz.

            So ein Mist.
            Ach nein.
            Ich soll ja heulen.
            Hmm.
            Ich such mir Taschentücher und bin gespannt auf deine Auflistung aller analogen Tonträger.
            Die Kassetten aus TKKG Zeit zählen auch. Versprochen!

  8. (Das Kommentarsystem hier ist gegenwärtig zu dämlich, meine Antworten richtig anzuzeigen, scheint mir. Na, dann nicht.)

  9. Abschließend zum Thema Kulturflatrate (mir war schon vorher der Begriff bekannt, belesen,…):

    Wer entscheidet wieviel welcher Künstler bekommt?
    Wird nach Plays auf jedem Smartphone, MP3-Player, Laptop entschieden?
    Wird jedes Musikabspielgerät dann mit einem „Nach-Hause-telefonier“-Tool versehen? Datenschutz?

    • Ist wie mit der kommenden GEZ-Flatrate: Jeder zahlt und darf dafür nutzen, was ihm Spaß macht. (Das ist jetzt übertrieben einfach dargestellt.)

      • Wie hoch soll der Betrag dann sein?
        Die GEZ Flat (die im Übrigen wieder nen Haufen Leute umgehen werden, Bafög & Co.) bringt beträge auf die sind nen Witz im Vergleich zu dem was die Musikindustrie mittlerweile schon mit Downloads verdient.

        Hab ehrlich gesagt auch keine Lust mehr mit dir zu diskutieren. Hab lange genug in einer Musikredaktion gearbeitet und weiß, dass das Musik heute arme Schweine sind.

        Ich mein damit nicht so Spacken wie Bohlen, Guetta und wie se alle heißen. Sondern gute Künstler die 2-3 Platten rausbringen und sich danach Produktionen nicht mehr leisten können.

        Schönen Abend noch.

        • Wie hoch der Betrag ist, musst du die fragen, die das letztendlich beschließen. Ich komme nicht aus der Wirtschaft und habe somit keine Ahnung davon. Dass aber auch viele Musiker die Piratenpartei unterstützen, sollte dir zu denken geben.

          Tschüssi, Heulsuse.

          • Junge Junge,
            wenn ihr genau so polemisch argumentiert (Stichwort Heulsuse) auf parteilicher Ebene, dann aber jute Nacht. Meine Stimme habt ihr nicht.

            Zu Musikern die die Piratenpartei unterstützen möchte ich aber ne stichhaltige Statistik bis ich der Aussage glauben schenke.

          • „Junge, Junge“, du wählst Parteien danach, ob einzelne Mitglieder von dir genervt sind oder nicht? Gibt es da noch eine, die du wählen kannst? Ich wähle ja eher nach Inhalten. Ich weiß, das ist sooo 80er…

            Statistiken lügen. Das Wiki ist leider heute nicht erreichbar, aber schau doch morgen mal rein. Dort gibt’s Belege.

          • Dann hab ich nen anderes Internet aufm Rechner.
            Bei mir gehts: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

            Und natürlich mache ich es NICHT von einer Person abhängig. Bewerte nach Inhalten.
            Sekunde. Inhalte bei der Piratenpartei? Achso. Hmmm. Ja. Wirtschaftspolitik? Enthaltung. EU-Politik? Enthaltung.

            Naja, bevor es jetzt politisch wird und lasse ich dir das Gefühl des Triumphes, denn Parteianhänger lassen sich selten überzeugen.

          • Was genau hat denn die Wikipedia mit dem Piratenwiki zu tun?

            Inhalte bei der Piratenpartei? Ja. Parteiprogramm gelesen? Nein? Merke ich.
            Vielleicht solltest du das mit dem Wählen echt besser lassen.

            Bei der letzten Kommunalwahl habe ich übrigens nicht die Piraten gewählt. „Anhänger“.

  10. So, jetzt mal ich zwischendurch.

    Sorry, dass ich Euch unterbrechen muss aber das ist hier nicht das Heise-Forum ;) Wenn ihr diskutieren wollt, dann tauscht bitte eure Mailadressen, Skype-Accounts oder sonst was aus.

    Und bleibt bitte sachlich. Jeder hat seine Meinung und das sollte man auch akzeptieren, egal wie richtig oder falsch die auch sein sollte.

    • Ich akzeptiere falsche Meinungen nicht, ich stelle sie richtig oder strafe den solches Äußernden mit Verachtung. Ich nenne es Courage.

  11. Es kann hier doch jeder wählen was er will…
    Und dass die GEMA es den Deutschen schwer macht ist allgemein bekannt und wird sich auch nicht ändern, da es keine Partei gibt die Verbeamtung in ein paar unnötigen Bereichen wie Finanzen und bürokratie aufheben will. Soviel dazu die beiden Sachen zu verbinden!

  12. Lieber Björn,

    das GEMA-Bashing gegen Ende, macht diesen Artikel leider sehr unprofessionell.

    Cashy hat der Sache auch einen Eintrag gewidmet, der es auf den Punkt bringt.
    Zitat:

    Zusammenfassung für Leute, die den langen Text nicht lesen wollen. (tl;dr – too long, don’t read): Wenn ihr Kostenloses bekommt, dann nehmt es ruhig. Ohne schlechtes Gewissen. Musik. Speicherplatz. Whatever. Aber wir haben nicht das Recht zu meckern, wenn Kostenloses eingestellt oder eingeschränkt wird. Nein, auch nicht, wenn es digital ist und ohne Aufwand zu vervielfältigen ist.

    • Caschys Argument ist hinkt ein bisschen und setzt voraus, dass eine Rechteverwertungsgesellschaft auch einen fairen Kostenkatalog besitzt. Die Sache ist ohnehin ein bisschen undurchsichtig. Grooveshark impliziert, dass die GEMA ihren Schlund nicht voll genug kriegen kann und selbige behauptet noch nicht mal gefragt worden zu sein.

      Die Meinung „Ich nehm alles was gratis ist und ärgere mich nicht, wenn es kostet“, greift in einer Urheberrechtsdebatte leider zu kurz und ist auch etwas gefährlich. Wir brauchen eine faire Entlohnung der Künstler und faire Rechte für den Konsumenten. Die GEMA trägt ihren Teil dazu bei, dass dies nicht geschieht. Grooveshark und Konsorten übrigens auch.

      Und wir sind ein persönliches Blog — Professionalität ist nicht unser Ziel ;)

    • Dies ist immer noch ein privates Blog und da gebe ich meine Meinung wieder. Ob diese Meinung dann professionell wirkt oder nicht ist mir relativ egal ;)

      Carstens Artikel habe ich aber auch gelesen. Sehr schön geschrieben.

      • @stefan:

        Ich bezog mich eigentlich auf den entscheidenden Satz:
        „Aber wir haben nicht das Recht zu meckern, wenn Kostenloses eingestellt oder eingeschränkt wird. Nein, auch nicht, wenn es digital ist und ohne Aufwand zu vervielfältigen ist.“
        Man hat sich über die Jahre an kostenlose Dienste, wie Youtube gewöhnt, die uns mit Musikvideos versorgt haben. Das Gleiche gilt auch für Grooveshark. Es darf einfach nicht als Selbverständlichkeit angesehen werden. Kostenlose Musik ist kein Grundrecht.

        @Björn: fair enough

        • Ich bezog mich ebenfalls auf diesen Satz. Kostenlose Musik ist kein Grundrecht, aber man ärgert sich dennoch, wenn der Kostenkatalog einer Verwertungsgesellschaft es nicht zulässt günstige und gute Angebote in Anspruch zu nehmen. Wir haben nicht das Recht zu meckern, wenn Kostenloses eingestellt wird, aber wir können schon meckern, dass Erschwingliches nicht oder nur sehr zögerlich ermöglicht wird. Caschy beleuchtet die Sache halt sehr einseitig.

  13. So ihr Turteltäubchen, die Diskussion bewegt sich langsam auf einer Ebene, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat. Andere Meinungen zu akzeptieren, reflektieren und höflich damit umzugehen, kurz: Sozialkompetenz, ist manchmal wichtiger als im Recht zu liegen. Sowas mit Verachtung zu „strafen“, nennt sich nicht Courage, sondern Ignoranz. Das konnten bestimmte Leute vor 70 Jahren auch ganz gut. (Und damit wäre dann Godwins Gesetz auch erfüllt :D)

    Bitte verlagert die Diskussion an einen anderen Ort.