Artikelformat

Aktualisiert: Blackberry Playbook 2.0

Blackberry scheint das Playbook noch nicht ganz aufgegeben zu haben. Trotz niedriger Verkaufszahlen und mageren Entwicklerunterstützung in Bezug auf Apps für dieses System aktualisierte Blackberry sein Playbook nun offiziell auf die Version 2.0. Ich habe kurz einen Blick drauf geworfen.

Bildschirmfoto 2012 02 22 um 09 42 49

Die Aktualisierung erfolgt direkt auf dem Gerät und vollkommen automatisch. Nach dem Download der neuen Firmware, die ungefähr 500MB groß ist, musste ich das Playbook noch einmal neustarten und das neue System war installiert. So stellt man sich vor.

Optisch hat sich so gut wie gar nichts getan. Alle Gesten funktionieren wie gewohnt. Neu ist die ActiveSync Funktionalität zum Abgleich von Mails, Kontakt- und Kalenderdaten. Dazu kommt ein Mailclient „Nachrichten“, der neben POP3, IMAP4 auch Facebook und Twitter beherrscht. Direkte Unterstützung für Hotmail und GoogleMail-Konten ist auch integriert. CalDav und CardDav werden auch unterstützt. Diese neuen Apps sind durchaus brauchbar und lange lange überfällig.

IMG_00000038.jpgIMG_00000040.jpg

Was ich nicht bestätigen kann, aber gelesen habe: die Akkuzeit soll sich deutlich verlängert haben. Darüber hinaus hat man jetzt das Keyboard für Texteingaben geändert und das von Android bekannte SwiftKey eingesetzt, welches zum Beispiel eine hervorragende Autovervollständigung hat.

Im AppStore „AppWorld“ hat sich ein wenig getan. Er ist jetzt übersichtlicher, aber schnarch langsam. Negativ fällt weiter auf, dass Apps von Drittanbietern entweder gar nicht starten oder ständig abstürzen. Weitere Änderungen wie PrintToGo oder der Blackberry Device Service (BDS) sind eher uninteressant. Im großen und ganzen hätte ich mir das Abstauben des Playbooks sparen können. Ich denke nun wirklich, der Zug ist abgefahren. Außer aus mir unerfindlichen Gründen springen jetzt noch eine Menge Entwickler auf den Playbookzug auf und bieten ihre Apps auch für diese Plattform an. Der vermeintliche Rettungsanker Android-Apps nativ laufen zu lassen, wird leider eher dazu führen, dass plattformuntypische und unbedienbare Apps dem Store überfluten. Selbst kleine Apps wie eine ToDo App brauchen mehrere Sekunden bis sie geladen sind und sie fühlen sich wie ein Fremdkörper an. Will man das?

“While Android is important to fill out the long tail of apps, the focus is on building out native and HTML5 apps” (Jeff Gadway, RIM’s Senior Brand & Marketing Communication)

Ich drücke die Daumen, dass BB noch die Kurve bekommt. Das System ist im Grunde nicht schlecht, aber mein iPad würde ich derzeit nicht im Traum dafür liegen lassen.

IMG_00000019.jpgIMG_00000020.jpg

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

2 Kommentare

  1. „I’ve started to notice a trend where Apple competitors can’t bring themselves to mention the iPad by name. There are no other successful tablets. It’s just one: the iPad.“ (*)

    [John Gruber]

    • Da hat der Gruber wohl recht, dennoch ist der Wunsch nach Alternativen nachvollziehbar. Früher oder später wird es die auch geben – das regelt alleine schon der Preis: siehe Smartphones und Android.