Artikelformat

Linktipp: Leben ohne Google in zehn Schritten

Leben ohne Google in zehn Schritten

Drüben bei im Hyperland gibt es ein paar Anregungen zu Google-Alternativdiensten. Ich persönliche finde diesen Weg-von-Google-Aktionismus, in den viele Leute verfallen ohne sich mal gründlich Gedanken gemacht zu haben nicht wirklich produktiv. Wer online (zurecht) gegen mangelhaften Datenschutz wettert, offline aber seine Daten freiwillig oder gar unwissentlich Adresshändlern zur Verfügung stellt ist kein Digital Native, sondern eher (digital) naiv. Back to topic: Die Liste an sich ist sicher mal einen Blick wert.

20 Kommentare

  1. Leider übersieht der Autor den Mehrwert der durch Google bereitgestellten API’s z.B. für Google-Reader …

  2. Ich habe mir in letzter Zeit auch Gedanken darüber machen sollte, ob ich nicht langsam auf ein paar Google-Dienste verzichten sollte und mir mehr Sachen offline speichern sollte.
    Nicht aus Datenschutzgründen, sondern eher aus Datenverlustgründen.

    Was ist, wenn meine Daten auf einmal weg sind, weil Google Server-Probleme hat (wäre nicht das erste mal) oder weil sie (klingt wohl momentan unwahrscheinlich) ihre Dienste schließen?
    Oder Deutschland oder die EU entscheiden, dass gewisse Google-Dienste datenschutztechnisch hier nicht mehr tragbar sind und sperren uns die Angebote. Klar, gibt es Proxys, aber das ist keine dauerhafte Lösung.

    Gut, vieles kann einem woanders auch passieren und die Wahrscheinlichkeiten von Datenverlusten würde ich woanders jetzt bei einzelnen Diensten höher einschätzen, aber das ganze läuft dann dezentral ab, was es sicherer macht.

  3. Nette Liste, aber viele der Alternativen scheinen mir doch nicht vergleichbar bzw. gleichwertig zu sein. Diaspora und Vimeo etwa haben einen ganz anderen Fokus als Google+ und YouTube.

    Ich war überrascht, Newstral.com dort als Google News Konkurrenten zu finden. Ich selber nutze diesen Dienst täglich, dachte aber bisher, dass er noch recht unbekannt ist.

  4. These: Wer nicht im Internet erscheinen will, muss sich direkt nach der Geburt einschließen lassen.

    Ich kenne Leute die haben noch ein Nokia 6210 und nicht mal eine email Adresse. Googelt man nach dieses Namen wird man fündig. Name, Adresse, Festnetznummer. Warum? Sehr engagiert im Verein tätig. –> Google weis Bescheid!

    Meine Adresse, Telefonnummer, email usw. haben ca. 300 Leute. Ich habe keinen Einfluß darauf wie die Leute mit meinen persönlichen Daten umgehen. Garantiert die Hälfte derer syncen über Google ihr Adressbuch. –> Google weis Bescheid!

    …Podcaster die Google total meiden, aber Twittern was das Zeug hält und in Blogs gelistet werden…usw… –> Google weis Bescheid!

    Ich könnte jetzt noch einige Gründe nennen, warum Google über mich , oder andere Bescheid weis.

    Und jetzt die Gegenfrage: Warum soll ich mir das Leben den unnötig schwer machen und nicht auf die Google Services zurückgreifen, sondern auf Alternativen zurückgreifen, wo ich auch nicht weis was mit meinen Daten geschiet?

    • Weil die nicht versuchen, jeden Lebensbereich zu erfassen.

      Übrigens: Auch, wenn du dich einschließen lässt: Deine Eltern können über dich bloggen.

      • Mach dir mal keine Sorgen, sämtliche deiner Lebensbereiche werden nicht nur durch Google erfasst und gespeichert. Wie auch immer.

        Bitte keine Erbsen zählen bei der These, war nur sinngemäß zu meinem Kommentar…

        • Ach so, dann kannst du ja beruhigt nackt durch die Straßen rennen, irgendwer kennt dich eh nackt, ne?

          • Gehts noch? Verstehe die Argumentation nicht wirklich und lass es dann damit mal.
            Nettes Leben noch!

          • Nö!

            Wie heißt es: Der Klügere gibt nach.

            Ich überlass dann mal den Trollen das Feld…

            @Oliver &Co. Nette Leute tummeln sich hier. Nicht!

          • @Piepe,
            lass dich doch nicht ärgern. Der tux kann halt nicht anders. Er ist seit geraumer Zeit unser Haustroll, der sich einen Spaß daraus macht andere zu provozieren. Ich weiß auch nicht genau, wie er bei uns gelandet ist. Ich vermute einfach mal, dass Heise oder Golem uns irgendwo mal verlinkt hatten.

          • Ich trolle keinesfalls, ich finde es eher merkwürdig, dass ein mir Unbekannter mir statt einer sachlichen Diskussion „schönes Leben noch“ entgegenkräht – das kenne ich sonst nur von verflossenen Liebschaften.

            Ansonsten: Nein, ein Blog.

    • Ich kann logischerweise nur für mich und nicht für den Autor des verlinkten Beitrages sprechen. Für mich persönlich geht es nicht primär um die Frage der Privatsphäre (oder in Deinem Fall Post-Privacy), sondern um Filterblasen, in diesem Fall konkret um Informationsfilterblasen. Wenn ich mich möglichst umfassend über ein Thema informieren möchte, ist es nicht sachdienlich, wenn eine Suchmaschine mir Ergebnisse ausspuckt, welche die größte „Schnittmenge“ mit den vorher von mir gesammelten Daten aufweisen.

      Beispiel: Ein Fußballinteressierter wird beim Google-Suchbegriff Bayern anteilig immer mehr Ergebnisse zum Fußballverein als zum Bundesland erhalten. Deswegen greife ich je nach Anforderung an die Suche mal zu Google (intelligentere Ergebnisse → schnell mal Fußballergebnisse nachschauen), mal zu DuckDuckGo (neutralere, unpersonalisierte Ergebnisse → politische Recherche). Das Thema ist durchaus komplex und natürlich nicht auf diese eine Regel zu kondensieren — ich werde dazu bald mal was längeres tippen.

      Wie auch oben schon erwähnt: Meine Erachtens nach spielt Privatsphäre, also ob Google (oder irgendein anderer Online. oder Offline-Dienst) etwas über mich weiß“ eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist es zu reflektieren, ob dieses „Wissen“ mir etwas nützen kann, ob keine weitere Auswirkung hat oder ob es mich sogar daran hindern könnte mein Ziel zu erreichen. Im letzteren Fall sollte man sich eine Alternative suchen.

      Zu Deiner Gegenfrage: Warum nicht beispielsweise die Mailadresse und den RSS-Feed-Aggregator auf dem eigenen Server hosten? Dort würde ich wissen, was mit meinen Daten geschieht, das technische Know-How vorausgesetzt. Bei privaten und universitären Mails ist Google Mail einem privaten Mailserver nicht überlegen, warum sollte ich da Daten reinfüttern? Anders sieht es bei Anmeldeadressen für Foren und andere Dienste aus, die ich allesamt bei Google angelegt habe → der Spam-Filter ist einfach besser. Abwägen und den goldenen Mittelweg finden, das ist einfach wichtig.

      • Warum überhaupt webbasierte Aggregatoren nutzen? RSSOwl genügt vollkommen, und der Filter ist Spitze.

        Was Mail betrifft: auch Wegwerfadressen sind auf einem eigenen Server – oder zumindest einem, auf dem man vmailmgr und spamd selbst einrichten kann, z.B. Uberspace – gut aufgehoben, da schnell ersetzbar – eine Google-Mail-Adresse braucht da mehr Aufwand.

        • Damit ich Feeds unterwegs schonmal vorselektieren kann und auf allen Geräten, auf denen ich mich so rumtreibe, synchron hab.

          Ich hab eine feste Forenadresse (für den Fall, dass mal ein PW verloren geht, etc.). Wegwerfadressen generierte ich früher über Spamgourmet, seit einigen Monaten mach ich das ebenfalls bei Uberspace :) Guter Hoster.

          • Ich habe auch eine feste Forenadresse, aber man weiß ja nie…

            Synchrone Feeds: Muss ich passen. Habe aber für alle Fälle TinyTinyRSS auf meinem Server – falls ich es mal haben will oder so.

  5. Pingback: Leben ohne Google › HappyBuddha