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Infografik: Was Musiker verdienen – Eine Beispielrechnung

Nachfolgend ein sehr interessantes Video zum Verdienst eines Musikers bzw. einer Band mit fünf Mitgliedern.

Und, überrascht?!

(via)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

11 Kommentare

  1. Ziemlich interessant. Das Beispiel gilt für eine Top 20 Band und meistens hält sich so eine Band kaum zwei Jahre, bevor sie in der von der Bildfläche verschwindet.

    Wobei die im Raum stehende Frage bleibt: Was würde ein anderes Urheberrecht bewirken? Was würde so eine Band ohne Verwerter verdienen? Kann man es überhaupt noch ohne die Verwerter in die Top 20 schaffen, um so wenigstens halbwegs über die Runden zu kommen?

  2. Ich finde es krass, weil ich dachte, dass man von der GEMA als Top20-Musiker mehr bekommt… Wohin verschwindet bei denen das viele Geld?

    • Vermutlich bei den Leuten, die Youtube auf Urheberrechtsverletzungen durchsucht ;)

      Eigentlich ne lustige Vorstellung, so etwas zu machen: Den ganzen Tag auf Youtube herum surfen und Musik hören und dann ganz nebenbei die ganze Netzgemeinde trollen :D

    • Soweit ich mich erinnere, bekommen Künstler mit sehr vielen Radioplays und besonders Fernseh-”Plays” das meiste ausgeschüttet. Der Komponist der “Marienhof”-Melodie hat wohl ausgesorgt – da fällt 2 Wochen Heavy-Rotation im Chart-Radio nicht so ins Gewicht.
      Allerdings steht der Verteilungsschlüssel der GEMA schon lange stark in der Diskussion. Die GEMA hat da insofern vorgesorgt, dass nur die GEMA-Mitglieder Stimmrecht haben, die am meisten am jetzigen Schlüssel verdienen.

    • “Das ‘viele’ Geld” verschwindet in einer ganz kleinen Clique von Leuten, die die GEMA vor Jahrzehnten uebernommen haben wie die Kommunistische Partei China. Als ich denen mal kritische Fragen stellte, erhielt ich vor Schreck lauter Hochglanzbroschueren. Und meine Klienten nie wieder Mahnungen …

  3. Mich würde aber auch mal der Arbeitsaufwand interessieren. Als Hobbymusiker mit einigen Bekannten im (Semi-)professionellen Bereich kann ich nur sagen: Vollzeit lebt kaum ein Künstler von (seiner) Musik. Die meisten haben nebenher einen ganz normalen Job oder sind bestenfalls “tagsüber” Musiklehrer. Die Produktion von (eigener) Musik ist bestenfalls ein Teil, häufig eher ein kleiner.

    Deswegen würde mich interessieren, wieviel die Profis an den erwähnten 20.000€ im Jahr arbeiten. Ich habe selber schon im Studio gearbeitet (und gespielt), viele Bühnen in der Region bespielt – alles allerdings nach Feierabend zusätzlich zum normalen 40-Stunden-Job. Natürlich nicht in der Qualität und mit dem Aufwand einer AAA-Produktion.

    Wie viel Nettostunden arbeitet man tatsächlich an so einem Album in der 1. Liga? Grade als Amateur habe ich da zwar Einblick, aber eben nur einen begrenzten und einige Aussagen (Monate/Jahre im Studio aufgenommen) erscheinen mir oft einfach nicht glaubwürdig.

  4. Gar nicht überrascht. Entspricht ungefähr dem was ich ausgerechnet hatte als es damals bei mir darum ging diesen Schritt zu gehen. Allerdings anhand eines Label Besitzers der für ein bekannteres Elektro Label auch nur 1800€ mit nach Hause nimmt. Wegen dem Geld macht man diesen Job nicht.

    Was der Spiegel aber (zumindest) nicht erwähnt ist, dass Musiker über die Jahre mehr durch Titel verdienen die schon veröffentlicht wurden. Mich würde die Rechnung mal in 5 oder 10 Jahren interessieren.

  5. die rechnung will ich mal bei einer lady gaga sehen… die macht ja “ein wenig” mehr geld.

    1600+ mh so schlecht nicht. was erwarten die jetzt? direkt millionär zu werden. gibt schon genug die mit nichts kohle ohne ende bekommen. und bei den ganzen bands die es gibt weltweit kann halt nicht jeder dicke kasse machen. irgendwo muss das geld ja her kommen. zb von mir … würde mal sagen überangebot, da bleiben halt welche auf der strecke bei den ganzen musikern. gibt ja auch genug die sich dumm und dämlich verdienen an uns ;)

  6. Schließ mich Nano an. So schlecht ist das für den ERSTEN Top Title nicht. Sofern man das Gehalt nicht in Koks und Partys investiert.
    Was verdient im Vergleich ein Assistenzarzt im Krankenhaus, nach all den Jahren Ausbildung??? Für die er übrigens auch noch zahlen durfte? Auch hier wird nur ein kleiner Teil am Schluss gut verdienen, aber niemals soviel wie Lady Gaga …

  7. 40 Konzerte pro Jahr sind für eine Profiband etwas arg wenig, das ist noch nicht einmal ein Konzert pro Woche. Jetzt fragt sich natürlich was die unter “Konzert” verstehen. Meinen die damit jeden Auftritt oder wirklich nur komplette Konzerte?

    Bei einer Band die einen Vertrag hat, dürften zumindest große Teile der Kosten für Konzerte von der Plattenfirma übernommen werden. Zudem übernimmt die Plattenfirma die Produktionskosten, deswegen gehen die Bands ja zu einer Plattenfirma und deswegen bekommen die ja auch so einen großen Batzen von den Verkaufserlösen ab.

    Also entweder rechnet man die Kosten für Produktion und Konzerte wieder auf den Verdienst drauf. Oder man zieht beim Verkaufserlösen den Anteil der Plattenfirma nicht ab.

    Und wie in den Kommentaren schon erwähnt wurde, Erlöse werden ja auch später noch erzielt wenn die Lieder lediglich im Radio gespielt werden. Die Anfangsinvestition von 20.000 Euro darf man demnach nicht auf das erste Jahr voll anrechnen, sondern müsste es auf einen größeren Zeitraum verteilen. Wenn die Band alle 2 Jahre ein Album raus bringt, dürfte man nur die Hälfte, sprich 10.000 Euro, anrechnen.

    Schöne Darstellung wo welche Kosten entstehen können. Leider nicht so ganz stimmig.