Artikelformat

11,6 Zoll Ultrabook Showdown · Apple MacBook Air vs. Asus Zenbook UX21E (Teil 2/2)

Bezugnehmend auf meinen ersten Artikel zum Asus Zenbook UX21E, der sich hauptsächlich auf das Äußere bezog, möchte ich heute, wie versprochen, auf diverse Benchmarks zu diesem Gerät zu sprechen kommen.

Wie man auch nachfolgend feststellen wird, werde ich jetzt, bis auf wenige Ausnahmen, kein Vergleichsfeuerwerk zwischen dem MacBook Air und dem hier getesteten Zenbook abfackeln. Zum einen ist die Hardware nicht identisch (Core i7 vs. Core i5) und zum anderen habe ich auf meinem MBA kein Bootcamp für vergleichbare Testbedingungen installiert.

Bevor es losgeht, lohnt sich natürlich wieder ein Blick auf das Innenleben beider Geräte:

Apple MacBook Air (mid 2011)Asus Zenbook UX21E-KX004V
Prozessor1,8 GHz Intel Core i7 (i7-2677M, Dual Core, Sandy Bridge Architektur)1,6 GHz Intel Core i5 (i5-2467M, Dual Core, Sandy Bridge Architektur)
Arbeitsspeicher4 GB DDR3 RAM (@1333 MHz)4 GB DDR3 RAM (@1333 MHz)
GrafikkarteIntel HD Graphics 3000 mit 384 MB shared memoryIntel HD Graphics 3000 mit 384 MB shared memory
Festplatte256 GB SSD128 GB SSD
Display11,6 Zoll LED-backlit glossy widescreen
- 29,49 cm Diagonale
11,6 Zoll LED-backlit glossy widescreen
- 29,50 cm Diagonale
Displayauflösung1366 x 768 Pixel (16:9)1366 x 768 Pixel (16:9)
Maße (BxTxH)299,5 x 192 x 3-17 mm299 x 196 x 7-17 mm
Gewicht1,08 kg1,1 kg
AnschlüsseWi-Fi 802.11n
Bluetooth 4.0
Facetime Kamera

2 x USB 2.0
1 x Thunderbolt / Mini Display Port
1 x 3,5 mm analoger Kopfhörerausgang
Wi-Fi 802.11n
Bluetooth 4.0
Webcam (0,3 Megapixel)

1 x USB 3.0
1 x USB 2.0
1 x Mini-VGA / Mini D-Sub-S (15-Pin)
1 x micro HDMI
1 x 3,5 mm analoger Kopfhörerausgang
AkkuLithium-Polymer mit 35 Wattstunden und 45 Watt MagSafe NetzteilLithium-Polymer mit 35 Wattstunden und 45 Watt Netzteil
BetriebssystemMac OS X 10.7.3Windows 7 Home Premium SP1 64-bit
Preis (UVP)1.599,00 €

(1.149,00 € für ein, mit dem hier getesteten Asus Zenbook, vergleichbares MBA)
999 €

Einen etwas detaillierteren Einblick beim Zenbook bieten freie Tools wie HWiNFO oder CPU-Z.

Verbaut sind neben einem 2011er Dual Core Intel Core i5-2467M der Sandy Bridge Architektur mit dem Standardtakt von 1,6 GHz, der im Turbo-Modus auf 2,3 GHz hochfährt, 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher, sowie eine 128 GB SSD. Dazu gibt es eine Intel HD 3000 Grafiklösung mit shared memory, die direkt auf der CPU untergebracht ist.

2012-04-22 19h43_542012-04-21 01h55_562012-04-21 01h56_072012-04-21 01h56_19

Beginnen möchte ich mit dem Windows-Leistungsindex, der mit einer Bewertung von 5,7 recht ordentlich ausfällt. Hier sieht man schon, wo die Stärken und Schwächen des von mir getesteten Zenbooks liegen.

Die OnChip Grafiklösung von Intel ist der Flachenhals. Das ist übrigens bei meinem MacBook Air nicht anders. Wer also mehr der Gamer ist oder viel Wert auf das Rendern von Computeranimationen legt, sollte sich vielleicht ein anderes Notebook kaufen. Für den normalen Officebetrieb oder mal ne Runde Angry Birds reicht es aber dennoch allemal. Die Stärken liegen wiederum ganz klar in der Festplatte, was durch die verbaute SSD sicherlich niemanden verwundern wird.

2012-04-21 01h54_322012-04-21 01h54_23

Apropos SSD: Hier setzt Asus auf die ADATA XM11, die mit 128 GB für meine Begriffe etwas knapp bemessen ist. Aber sei es drum, denn die Leistungswerte dieser SSD sind sehr gut und schlagen die meines MacBook Air im damaligen Benchmark, zumindest im Bereich Lesen von Daten, deutlich.

Durch verschiedene Festplatten Benchmarks wie HD Tune (in einer etwas angestaubten aber kostenlosen Version 2.55) oder die ebenfalls kostenlos CrystalDiskMark bzw. AS SSD Benchmark, lassen sich Werte von über 400 MB/s im sequentiellen Lesen und über 120 MB/s im sequentiellen Schreiben von Daten festhalten.

Bei HD Tune sieht man übrigens auch, dass die Festplatte eine versteckte 8 GB Recoverypartition hat, die das Gesamtvolumen der SSD nochmals auf 120 GB schrumpfen lässt.

2012-04-21 02h24_502012-04-21 02h09_232012-04-22 20h13_452012-04-22 20h03_09

Weiter soll es mit Geekbench gehen, das vielen OSX Usern sicher ein Begriff sein wird. Im damaligen Benchmark mit meinem frisch ausgelieferten MacBook Air (Core i7-2677M) erzielte ich knapp 6.700 (32-bit Benchmark) bzw. 6.900 Punkte (64-bit Benchmark), was ein knappes 3/4 Jahr später durch ein nicht mehr ganz so sauberes System etwas schlechter ausfällt.

Asus liefert mit dem Zenbook (Core i5-2467M) im Auslieferungszustand knapp 4.600 Punkte im 32-bit Benchmark. Einen detaillierten Überblick über die einzelnen Werte zum Prozessor und RAM zu diesem Benchmark findet Ihr im von mir hochgeladenen Geekbench Browser.

2012-04-21 02h43_432012-04-21 03h16_32

Als nächstes ist Cinebench dran, das die CPU- und Grafikleistung überprüft und auf dem Profitool Cinema 4D von Maxon basiert.

Die OpenGL-Leistung von 9,39 BpS und entsprechende Vergleichswerte verdeutlichen wiederholt, dass die OnChip Grafikkarte für komplexe Grafikgeschichten eher nicht geeignet ist. Der CPU-Test fällt hingegen recht recht positiv aus. Da der verwendete Core i5 vier Threads gleichzeitig berechnen kann, wird die 3D Szene im rechten Screenshot recht zügig bewältigt.

2012-04-21 01h58_462012-04-21 02h03_05

Darauf aufbauend habe ich natürlich auch einige Futuremark Benchmarks, alá 3DMark und PCMark durchgeführt. Ich will es gar nicht großartig kommentieren. Schaut Euch einfach meine erzielten Ergebnisse detailliert im Browser an.

Bevor Fragen kommen: 3DMark 11 lief mangels DirektX 11 Grafikkarte nicht; PCMark05 verweigerte vehement seinen Dienst (vielleicht zu alt???) und für die Nutzung von PCMark Vantage muss man einen Trial-Key anfordern, worauf ich keine Lust hatte.

Abschließend sei der Passmark Performance Test erwähnt, der noch mal das ganze Zenbook gequält hat und schlussendlich knapp 1.150 Punkte erreichte.

2012-04-22 18h54_19

Anschließend habe ich diesen erreichten Wert gegen ein, in der Online-Datenbank von Passmark, gefundenes Zenbook UX21E mit Core i7-2677M vergleichen.

2012-04-22 19h05_162012-04-22 19h05_222012-04-22 19h05_272012-04-22 19h05_322012-04-22 19h05_372012-04-22 19h05_432012-04-22 19h05_51

Sontiges

Zum Booten hatte ich noch gar nichts gesagt: Im Auslieferungszustand benötigt das UX21E vom Drücken des On-Schalters bis zum vollständigen Hochfahren von Windows keine 20 Sekunden, was ein sehr guter Wert ist. Ein Instant-On aus dem Schlafmodus geht sogar in weniger als zwei Sekunden über die Bühne.

Ein heikles Thema ist bei diesen 11,6 Zoll Geräten, mangels Platz im Gehäuse, die Akkulaufzeit. Im normalen ‘Officebetrieb’, und das wird wenig verwundern, konnte ich zum MacBook Air keinen Unterschied feststellen. Beide Geräte halten ca. 3,5 bis 4 Stunden durch, was unter konstanter 100% CPU-Last brachial auf ca. 2 Stunden zusammenschrumpft. Wer darauf angewiesen ist, sollte lieber zum 13,3 Zoll Modell, egal ob MacBook Air oder Zenbook, greifen, die beide wesentlich mehr Platz für den verbauten Akku bieten.

FAZIT

Es sieht nicht nur schick aus, es ist auch sehr performant… dieses 11,6 Zoll Ultrabook von Asus. Ich kann daher nur mein Fazit aus dem ersten Artikel wiederholen: Wer nichts mit Apple oder OSX anfangen kann und auf der Suche nach einem treuen Begleiter für Unterwegs ist, sollte zugreifen.

Im Alltag ist das Zenbook quasi lautlos und der Lüfter ist kaum bis gar nicht zu hören. Das liegt letztendlich natürlich auch am Aluminiumgehäuse, was, ähnlich wie beim MacBook Air, eine nahezu perfekte Abwärme garantiert. Wird allerdings Last drauf gelegt und die Rechenpower ausgereizt, wird das gute Stück recht schnell sehr laut. Das konstante Lüftergeräusch und die damit verbundene Abwärme, sowie der sehr warm werdende Aluminiumboden tun ihr Übriges.

Das ist aber alles kein Drama, denn auch das MacBook Air ist unter Last nicht gerade der leiseste Kandidat. Wie ich damals schon schrieb: Irgendwie muss bei der flachen Bauweise dieser Ultrabook die Abwärme aus dem Gerät herauskommen. Dass es da mal etwas lauter wird ist halt einer der wenigen Nachteile.

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

12 Kommentare

  1. Super gutes Review! Ich liebäugele schon länger mit dem Zenbook und bin mir trotz allem immer noch nicht ganz einig, ob ich es denn nun kaufen soll.
    Außerdem glaube ich mal gelesen zu haben, dass in der neusten Version auch eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur verbaut ist (??? korrigiert mich, wenn das nicht stimmt), was du im ersten Teil ja noch bemängelt hast. Die neuen Modelle, sollten ja jetzt auch mit den neuen Sandy Bridges kommen.
    Die zu kleine SSD, wie du oben schreibst sehe ich hingegen auch wieder nicht als Kritikpunkt, denn das MBA hat ja auch Standardmässig nur die 128GB verbaut. Das Zenbook kann man meines Wissens auch auf die 256GB Variante aufrüsten.
    Und wieder aus der Gerüchteküche: Vorsicht ist geboten wie beim MBA, habe gehört es werden auch wieder zwei verschiedene SSDs verbaut (korrigiert mich, falls ich falsch liege).

    • Danke Dir! :)

      Zur aktuellen Revision vom Zenbook kann ich leider nichts sagen. Es wäre aber nur sinnvoll eine Tastaturbeleuchtung einzubauen und eine größere SSD zu verwenden.

      Und die neuen Intel Prozessoren (Ivy Bridge) sind ja seit gestern oder so erst draußen. Kann mir kaum vorstellen, dass Intel direkt alle Hardwarehersteller ausreichend beliefern kann. Man wird den ‚alten Kram‘ erst abverkaufen, bevor man etwas Neues ins Lager legt. Meine auch irgendwo gelesen zu haben, dass Apple bei diesen Ivy Bridge Prozessoren mal wieder ein Vorkaufsrecht für die neuen MBA bzw. MacBook Pro hat und andere Hersteller, wie es auch schon bei der Sandy Bridge Architektur war, erst einmal das Nachsehen haben.

      Davon ab sind diese neuen Ivy Bridge Prozessoren nicht wesentlich schneller. Die haben ’nur‘ eine ca. 30% höhere Grafikleistung (im Vergleich zur Sandy Bridge) und durch den kleineren Fertigungsprozess einen ‚geringfügig‘ geringeren Stromverbrauch.

  2. Ganz ehrlich, ich finde den Vergleich vollkommen überflüssig. Einen Mac kaufe ich mir wegen dem besten OS, dem besten Gesamtpaket, vielen genialen und kreativen Programmen und erst dann wegen dem Design und der Hardware. Darum macht ein Vergleich mit jedem Windows-Rechner keinen Sinn. Benutzer die sich zw. MacBook und Zenbook entscheiden wollen, haben keine Ahnung was sie da genau kaufen, und entscheiden sich deshalb wahrscheinlich für ein Macbook weil Apple „ja so cool ist“ (gähn) ist oder das Design super ist. Alle die sich für das Zenbook entscheiden machen das weil ihnen das Macbook wahrscheinlich zu teuer ist. Ich kann mir nicht vorstellen das es viele Leute gibt die vor der Entscheidung Macbbok oder Zenbook stehen. Falls doch finde ich es traurig…

    • Ich würde sagen, du kommst von deinem hohen Ross runter und schaust über den Tellerrand hinweg.

      Deiner und meiner Meinung nach mag OSX das beste Betriebssystem sein. Viele sehen komplett anders, auch wenn die schicken Mac-Apps schwer wegzudiskutieren sind, und freuen sich über einen Windows Laptop, der ein ähnlich zeitloses Design wie das MBA hat und sich zudem ganz ähnlich bedienen lässt.

      Von daher ist dieser Vergleich alles andere als überflüssig ;)

      • Naja, ist ja nur meine persönliche Meinung, da brauch ich von keinen hohen Ross runter kommen. Ich arbeite auch gerne mit Windows 7. Und Windows 8 werd ich mir auf alle Fälle auch kaufen. Ich schaue mir fast jedes System an. Einfach weil ich technikbegeistert bin. Bei mir gibt es auch keine überflüssigen Systeme. Alle haben ihren Sinn und ihren Einsatzzweck. Aber den Mac bzw. Apple komplett sehe ich persönlich als absoluten Favoriten. Aber wie ich schon geschrieben hab, ich glaube nicht das es viele Käufer gibt die vor der Entscheidung MacBook vs. Zenbook oder irgendeinen anderen Ultrabook stehen. Und falls doch gehen sie an die Entscheidung komplett falsch an. Darum macht ein Vergleich, auch wenn es vielleicht nur in meinen Augen so ist, absolut keinen Sinn.

    • „Zu teuer“ :D Der Preisunterschied für ein etwa gleichwertiges Modell, liegt bei 150€ — nimmt man weniger Speicherplatz in Kauf, tut sich da gar nichts. Aber schön wie Du die gängigen Stereotypen nochmal bedienst Apple werde vor allem aus „Coolnessgründen“ gekauft bzw. aus Geldgründen nicht gekauft. Überhaupt sind die meisten Nutzer sowieso zu inkompetent eine rationale Entscheidung zu treffen… naja alle außer Dir. Das meintest Du nicht so? Natürlich nicht, liest sich aber so ;)

      Ich kann jetzt zumindest guten Gewissens das Zenbook empfehlen, wenn jemand auf Windows besteht und auf der Suche nach einem MBA-Äquivalent ist, danke Björn! :)

      • Mein Kommentar bezog sich ausschliesslich auf Käufer die überlegen „kauf ich mir ein Air oder das Zenbook?“. Also Käufer die sich „einen“ Computer kaufen. Diese Käufer entscheiden meiner Meinung nach meistens nach Geldbeutel, Design oder eben Coolnessfaktor. So, jetzt verstanden?

        • Danke für das Überlesen der Ironie meiner letzten Antwort und Deine aufrichtige Sorge, sowie die weitere Erläuterung zum besseren Verständnis :D

          Im Ernst: Mal angenommen das wären wirklich die wichtigsten Entscheidungskriterien, besteht immer noch kein Grund sich so darüber herabzulassen (deshalb mein stark polemische Beitrag weiter oben^^). Davon abgesehen, traue ich anderen schon zu zuerst nach inneren und dann erst nach äußeren Gesichtspunkten zu entscheiden. Mir fallen da spontan etliche nicht mal besonders technikinteressierte Leute ein, die das auf der Suche nach einem Laptop schon getan haben.

          Das MBA war lange Zeit die Referenz seiner Klasse. Der Vergleich macht allein deshalb schon Sinn, weil der geneigte Käufer des bestmöglcihen mobilen Laptops mittlerweile nicht mehr unbedingt ein Air kaufen muss, nur um sich anschließend ein anderes OS aufzuspielen, sondern es mittlerweile mit dem Zenbook und anderen brauchbare Windows-Alternativen gibt.

  3. Hatte das Teil die Woche mal in der Hand und obwohl es dem MBA doch sehr ähnlich ist, finde ich das Apple Design/ die Haptik noch deutlich besser.
    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass heute die meisten Geräte *einer Geräteklasse* sehr ähnliche Performance haben und man entscheidet nur noch das drumherum: Display, Verarbeitung und OS.

    • Womit deine Theorie bestätigt wäre. Die neuen Zenbooks sind am A hinter der bisherigen Nummer zu erkennen (UX21A bzw. UX31A):

      -> Intel Ivy Bridge Prozessor
      -> neues IPS Display (MATT!!! mit einer sensationellen Auflösung von 1920x1080px bei 11,6 Zoll)
      -> Tastaturbeleuchtung
      -> 2x USB 3.0 (anstatt 1x USB 2.0 und 1x USB 3.0)

      http://www.youtube.com/watch?v=9HWTYajU4pM

  4. Pingback: First Look: Apple TV (2012) | TrendSurfer