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Jot Pro

Ich habe jetzt schon einige Stifte für das iPad ausprobiert, benutzt und teilweise frustriert in den Müll geschmissen. Denn getaugt haben die wenigsten. Das ist nicht unbedingt der Qualität der Stifte anzurechnen, sondern vielmehr der Display-Touch-Technologie, die einfach nicht für die Stiftbenutzung ausgelegt ist, sondern ihren Bedien-Fokus auf die Finger gelegt hat. Was ja auch, zugegebener Maßen, wunderbar funktioniert. Trotzdem wünsche ich mir nicht selten, neben textuellen Notizen, auch kleine Zeichnungen anzufertigen und ein Stift in der Hand wäre dabei wunderbar.

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Deshalb versuchen viele Hersteller diesen Wunsch vieler Nutzer nach einer alternativen Eingabemöglichkeit zu befriedigen. Am zufriedensten war ich bisher mit Wacom Bamboo Stift. Doch seit einer Woche nun habe ich einen neuen vielversprechenden Kandidaten im persönlichen Test. Es handelt sich hier um den Jot Pro von der Firma adonit. Diese Firma produziert diesen Stift mittlerweile in verschiedenen Ausführungen.

Der augenscheinlichste Unterschied zwischen dem Jot Pro und anderen Stiften ist die Spitze, die aus einer kleinen Kugel und einem transparenten Kunststoff “Saugnapf” besteht. Der Vorteil dieser Spitze ist erstens die verbesserte Sicht auf die Spitze beim Malen bzw. Schreiben. Bei anderen Stiften sieht man diese einfach nicht, so dass es immer sehr unnatürlich wirkt. Und zweitens kann man den Jot Pro in einem fast beliebigen Winkel benutzen. Auch hier haben anderen Stifte das Nachsehen. Beim Schreibgefühl kommt der Jot Pro einem normalem Stift und Papier schon sehr nahe.

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Der Jot Pro besteht aus Aluminium (Metall), wirkt dadurch sehr hochwertig, ist angenehm schwer und liegt perfekt in der Hand. Die Schutzkappe kann man auf die Rückseite schrauben, so dass der Stift noch mal an Länge gewinnt. In der Mitte befindet sich eine gummierte Fläche, um der Hand mehr Griff zu geben. Der Stift ist zudem magnetisch und hält so sehr gut auf dem Rand vom iPad.

Ich hatte am Anfang etwas Angst, da die Spitzenkonstruktion auf dem Bildern recht wackelig wirkt. Dem kann ich aber widersprechen. Der Stift macht insgesamt einen super Eindruck und hat meinen Bamboo erst mal in die Schranken gewiesen.

Der Jot Pro kostet ca. 30€ und kann zB. beim autorisierten Applehändler Arktis bestellt und gekauft werden. Ich danke Arktis für die Teststellung und für den netten Support. Diesen Stift gibt es neben Türkis auch noch in den Farben Rot, Silber und Gun Metal Grau.

-> http://www.arktis.de/adonit-jot-pro-eingabestift-in-tuerkis/

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Zum Abschluss noch ein paar lose App-Empfehlungen für diesen Stift, die ich persönlich sehr gut finde und perfekt mit dem Jot Pro harmonieren.

Procreate (AppStore Link) Procreate
Hersteller: Savage Interactive Pty Ltd
Freigabe: 4+4.5
Preis: 5,49 € Download
Adobe Ideas – Vektorzeichnung und Illustration (AppStore Link) Adobe Ideas – Vektorzeichnung und Illustration
Hersteller: Adobe Systems, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

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Bamboo Paper - Notizbuch (AppStore Link) Bamboo Paper - Notizbuch
Hersteller: Wacom Europe GmbH
Freigabe: 4+4.5
Preis: Gratis Download

 

Nun meine Frage an unsere Leser: Was benutzt ihr derzeit, um mit dem iPad Notizen zu erstellen oder kleine Zeichnungen zu zaubern? Was ist eure Lösung? Oder geht das iPad für diese Art von Arbeit vielleicht gar nicht?

Produktvideo von Arktis.de:

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

8 Kommentare

  1. Nun meine Frage an unsere Leser: Was benutzt ihr derzeit, um mit dem iPad Notizen zu erstellen oder kleine Zeichnungen zu zaubern? Was ist eure Lösung? Oder geht das iPad für diese Art von Arbeit vielleicht gar nicht?

    Ich hatte ursprünglich auch einen solchen Stift, allerdings von einem anderen Hersteller. In Asien werden solche Styli mit der Plastikscheibe ja en masse produziert, erhältlich beispielsweise bei DAGi und identisch mit den teureren Markenprodukten … ich war damit allerdings nicht zufrieden, unter anderem auch weil die Plastikscheibe ein Verschleissteil ist. Nun verwende ich einen COSMONAUT und bin damit vergleichsweise zufrieden um ab und zu etwas zu skizzieren.

    Für «echte» Notizen halte ich das iPad allerdings für ungeeignet, dazu ist die mögliche Auflösung beim Schreiben zu grob und das Schreibgefühl eher bei einem groben Filzstift als bei einem Kugelschreiber. Dazu trägt auch die spürbare Verzögerung beim «Schreiben» bei und die ständigen Hand- sowie Fingerabdrücke nerven …

    • Bin auch mal gespannt wie lange der hält. Die Trägheit beim Schreiben hängt übrigens auch stark von der eingesetzten App ab.

      • «Bin auch mal gespannt wie lange der hält.»

        Das Aufbewahren der Ersatz-Plastikscheiben war bei mir übrigens der grösste praktische Aufwand. Ausserdem verdreckten die Plastikscheiben schnell. Direkt defekt gingen sie nie.

        «Die Trägheit beim Schreiben hängt übrigens auch stark von der eingesetzten App ab.»

        Stimmt, wobei ich bislang noch keine App gefunden habe, die Striche unverzüglich umsetzen kann. Das ist bei der iPad-Nutzung zumindest für mich eher ungewohnt.

  2. Ich habe vor einer Weile einen Wacom Bamboo geschenkt bekommen, den ich sehr gerne mit Paper nutze – aber nicht die App von Wacom, sondern die gleichnamige kostenlose von FiftyThree, die ich so toll fand, daß ich mir die zusätzlichen Werkzeuge dazugekauft habe.
    Den JotPro fand ich interessant, die Spitze sah mir aber zu empfindlich aus… muß ich mir irgendwann mal anschauen.

  3. Ich habe den Jot Pro schon länger, habe ihn damals direkt aus Mailand bestellt. Ich nutze ihn nur noch, ist mein Stift Nr. 1.

  4. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass der Stift sogar die Scheibe zerkratzt hat weil an der Scheibe dreck war.

  5. Ich habe mir vor langer Zeit den Kensington K39304EU Virtuoso Eingabestift mit integriertem Kugelschreiber zugelegt. Ich bin mit dem sehr zufrieden, vor allem der eingebaut echt Kugelschreiber ist praktisch, wenn man mal in einem Kundengespräch sitzt und zu echtem Papier greift.
    Was ich absolut nicht verstehe ist, warum ihr die Bamboo App empfehlt. Die haben damals ganz groß angekündigt, dass die Updates kostenfrei sind, bla bla bla. Und dann kommen sie auf einmal mit “weitere Bücher nur per In-App-Kauf” möglich!

  6. Ich habe den just mobile Alu Pen Pro, der eigentlich ganz schön, mir aber etwas zu dick und zu weich ist.

    Vor Kurzem hab ich mir den Kensington Virtuoso Stylus gekauft. Der ist etwas härter und v.a. dünner, was mir sehr gefällt. Ich mache handschriftliche Notizen in Penultimate. Von den Funktionen her würde ich gern Bamboo Paper verwenden, aber die Linien sind trotz Update für das iPad 3 leider pixelig.