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Quo vadis Reeder for Mac?

Da ich meine News hauptsächlich über den Google Reader beziehe, bin ich auf dem Mac, nicht zuletzt mangels guter Alternativen, ein großer Fan der ersten Stunde des RSS Newsclients Reeder.

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Die App ist schlank, schnell, sieht gut aus und wurde stetig weiterentwickelt. Gestern Abend wurde nun Version 1.2 (Changelog) vom Reeder for Mac veröffentlicht, die neben neuen Sharing-Services eine, für mich, recht unverständliche Änderung mit sich bringt:

Changed

  • Post on Twitter now uses the system wide sharing service (Mountain Lion only)

Heißt also, dass ich mich, wenn ich die sehr praktische Twitter-Integration vom Reeder nutzen will, unter OS X Mountain Lion zwingend systemweit über die OS X Systemsteuerung bei Twitter anmelden muss. Gleiches gilt auch für die neue Facebook-Integration.

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Will ich das? Nein, ich persönlich möchte das auf keinen Fall, denn sowohl Twitter, als auch Facebook sind von Apple mehr als nur halbgar systemweit integriert worden und für mich, gerade im Zusammenhang mit Reeder, absolut nicht nutzbar. Das fängt bei der Integration der Links an und hört beim nicht integrierten Shorten-URL-Service auf.

Aber wieso machen die Entwickler von Reeder hier einen dermaßen großen Cut und lassen den User nicht selbst entscheiden was er möchte? Zumindest eine Wahloption hätte ich mir hier gewünscht. Das Ganze lässt sich auch nicht auf die ach so böse neue Twitter API schieben, denn Nutzer von OS X Lion oder Snow Leopard haben, mangels systemweiter Twitter-Integration, natürlich auch mit der neuen Version 1.2 das alte Verhalten.

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Ich für meinen Teil habe daher vorerst die alte Reeder Version 1.1.7 aus einem alten Time Machine Backup wieder hervorgezaubert und schaue mich ab sofort nach Alternativen um. Ich hoffe dennoch, dass die Reeder-Entwickler hier zukünftig eine Wahlmöglichkeit einbauen. In der Zwischenzeit werfe ich mal wieder einen Blick auf Caffeinated.

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Caffeinated (AppStore Link) Caffeinated
Hersteller: Curtis Hard
Freigabe: 4+
Preis: 5,49 € Download

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

16 Kommentare

  1. Hm, Zwangsumstellungen sind tatsächlich doof. Hast du denn den Entwickler mal angeschrieben? Manchmal braucht man halt ein bisschen Feedback. ;)

    • Nicht speziell zu diesem Thema aber an die Jungs und Mädels von Reeder habe ich in der Vergangenheit schon die eine oder andere Support-/Bug-Mail geschrieben. Dazu diverse @replys an den Twitteraccout…

      Die Reaktion war gleich NULL. Und da bin ich bei weitem nicht der Einzige. Der Support ist bei Reeder, man verzeihe mir den Ausdruck, unter aller Sau. Das ist Fakt und leider nicht erst seit gestern so. Gerade bei so einer erfolgreichen und weit verbreiteten App ein mehr als peinliches Armutszeugnis für Silvio und seine Crew.

      • Er hat eine Crew? Ich dachte er arbeitet alleine, aber auch das rechtfertigt es nicht.

        • Kann ich dir gar nicht so genau sagen aber ich nehme mal an, dass er mittlerweile ne kleine Crew hat. Davon ab hast du natürlich Recht: Selbst wenn er alleine ist, sollte er sich dringend um den Support kümmern. Ohne geht es einfach nicht.

  2. Silvio ist stark desinteressiert an den Meinungen anderer, sein Support reagiert gar nicht.

    – leider gibt es keine Alternative zu Reeder, aber ich muss sagen: ich nutze keine Sharing Services, und an die Umstellung von Reeder am iPhone hab ich mich sehr schnell gewohnt, und finde es jetzt (nachdem man vieles so konfiguriert hat wie es vorher oob war) besser als vorher…

  3. Bin unlängst wieder zurück zu NetNewsWire gewechselt. Gibt IMO so einige Alternativen.
    Reeder war insgesamt träge, Flash crashte alle 2min, häufig wurde nicht richtig aktualisiert, ewig kamen keine Updates, und „open in browser“ ging nicht im Hintergrund (also dass der Tab im Browser geöffnet wird, man aber in der Reeder-App bleibt).
    Mit NNW geht alles wieder gewohnt flott von der Hand, kann ich nur empfehlen. Sieht halt nicht Hipstermäßig schick aus :)

    • NNW ist leider keine Alternative, und das mit dem Link im Hintergrund öffnen hab ich schon zichmal wie auch das nicht jeder per Nachricht (iPhone) Links teilen will, per email bemängelt.

      Was mich noch viel mehr nervt ist iOS 6 Mail: Einfach Löschen gegen Archiv tauschen, oder das selbe beim auswählen (bearbeiten) und selbst wenn man drauf bleibt und das obere Rote auswählt (Email-löschen) es landet im Archiv! Der fehlende Papierkorb in einer geöffneten Mail brachte dann den super gau, am liebsten hätte ich das iPhone 5 zurückgeschickt, wäre es nicht so …

    • Gruml hatte ich vor 2-3 Jahren das letzte Mal verwendet. Damals war es neben NNW das nonplusultra aber schon sehr langsam. Keine Ahnung, wie es dort mit der Entwicklung aktuell aussieht. Werde ich mir aber auch gerne mal ansehen.

  4. Reeder ist sehr solide und ich nutze das Programm gern. NNW ist vorerst keine Option für mich, auch wenn ich es lange im Einsatz hatte

    Was mich an Reeder am ehesten enttäuscht (an allen Versionen): Es gibt Facelifts, Änderungen an den Sharing-Diensten. Richtige neue Features gibt es nicht. Vielleicht ist das auch ein Problem mit Apple: Retina-iPhone. Retina-iPad. Retina-MBP. iPhone-5-Display. Ein Entwickler muss ständig reagieren, bei so einem kleinen Unternehmen ist das vielleicht ein logistisches Problem. Hinzu kommen Änderungen/Neuerungen bei genutzten Diensten.

    Ich fände ja eine Filterung, synchronisiert über iCloud, sehr geil (Google Reader bietet das nicht): Ein Dutzend Regeln würde die Zahl der Einträge um 15, 20 % drücken.

  5. Hmm, ist die Nutzung von Systemdiensten nicht genau das, was man möchte? Seine Credentials einmal hinterlegen und fertig?

    Ich würde ein solches Feature in NNW jedenfalls begrüßen.

  6. Also ich finde es super, wenn Betriebssystemfeatures von Programmen auch verwendet werden. Wenn man jedes Detail bis in die 1000. Ebene konfigurieren möchte ist man bei Linux vielleicht besser aufgehoben.

  7. Ich kenne die genauen MacAppStore-Bedingungen nicht, aber müssen vielleicht die Funktionen vom System eingebaut werden, um die Software über den MAS vertreiben zu dürfen?
    Da gab es doch zuletzt recht viel Kritik und einige Entwickler sind wieder zurück gerudert (weg vom MAS).

  8. Neben den bereits genannten Problemen bei Reeder kommt hinzu, das die iPad Version meiner Meinung nach eine mittlere Katastrophe ist – von einem angenehmen Handling ist die App. weit entfernt. Zum Glück habe ich Mr. Reader für das iPad entdeckt – bietet genau das, was ich zum lesen der Feeds benötige. würde es von Mr. Reader eine Mac OS Version geben, würde ich auch auf dem Mac selber sofort Reeder den Rücken kehren.