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Tweetbot for Mac · schick, teuer und viele fehlende Funktionen

Das ist es nun endlich… Tweetbot, auf das gefühlt wohl 90% aller Mac-User mit Twitteraccount gewartet haben, wurde gerade im Mac App Store veröffentlicht.

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Die gebotenen Funktionen sind weitestgehend aus den iOS-Versionen für iPhone und iPad von Tweetbot bekannt. Erwähnenswert ist meiner Meinung nach einzig der iCloud-Sync, der es Tweetbot erlaubt mit den iOS-Versionen beim Lesen der einzelnen Tweets im Sync zu bleiben.

Der ganze Spaß kostet schlanke 15,99 Euro und setzt minimal OS X 10.7.4 zur Installation voraus.

Lohnt sich die App?

Von meiner Seite ein klares NEIN, denn der Schein trügt gewaltig. Der Client sieht ohne Zweifel gut aus, der iCloud Sync ist toll und auch einen Mute-Filter nach User, Client oder Keyword möchte ich nicht mehr missen.

Das wars dann aber auch schon mit den tollen Funktionen. Ich nutze beispielsweise seit fast zwei Jahren YoruFukurou und funktional ist Tweetbot dagegen ein schlechter Witz. Als Beispiel möchte ich nur einmal den bei Tweetbot fehlenden Content-Filter nach User, Keyword oder RegEx, der für meine Nutzung von Twitter essentiell wichtig ist, erwähnen. Ich habe keine Lust alle Tweets selbst nach Themen zu sortieren, um nichts Wichtiges zu verpassen. So etwas muss zwingend ein Client bieten.

Ich hatte den Jungs von Tweetbot übrigens auch nach der Veröffentlichung der ersten Alpha-Version zu genau diesen fehlenden Features eine nette kleine Mail geschrieben. Leider ohne jede Reaktion. Schade, in diesem Zustand ist Tweetbot mindestens 10 Euro zu teuer.

Apropos teuer: Man hat den genannten Preis bei Entwickler Tapbots sehr bewusst gewählt, so dass ich darüber gar nicht meckern will. Außerdem zahle ich für gute Software gerne etwas mehr. Mir geht es einzig und alleine um den sehr beschränkten Funktionsumfang.

Tweetbot for Twitter (AppStore Link) Tweetbot for Twitter
Hersteller: Tapbots
Freigabe: 4+
Preis: 9,99 € Download
Night Owl (AppStore Link) Night Owl
Hersteller: Akihiro Noguchi
Freigabe: 17+
Preis: Gratis Download

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

9 Kommentare

  1. Danke für den Tipp mit YoruFukurou. Ist echt ein super Programm. Das Aussehen des GUI könnte man noch verbessern, aber sonst bietet es alles, was man sucht.
    Ich nutze auch Tweetbot auf dem iPhone und iPad. An der Mac Version war ich auch interessiert. 16 Euro ist mir da aber definitiv zu viel. Wenn man bedenkt, dass man für das gleiche Geld schon iPhoto oder pages kaufen kann. Vielleicht machen die Anbieter irgendwann eine Aktion mit Preissenkung. Dann könnte man es sich mal überlegen.

    • Stimmt, YoruFukurou sieht alles andere als schick aus aber da ich Twitter nicht nur zum Durchrauschen lese, sondern daraus auch u.a. Inhalt zum Bloggen finden möchte, brauche ich Funktionen, die Tweetbot auf dem Mac nicht bietet. Daher ist die App für mich absolut sinnfrei… Leute die aber tatsächlich nur lesen und nicht produktiv mit Twitter arbeiten wollen, werden mit dem Client sicher glücklich werden.

      Unter iOS nutze ich aber Tweetbot, da ich dort die Filter und Funktionen eines YoruFukurou vom Mac nicht zwingend brauche. Dort ist mir Usability und Aussehen schon wichtig, da ich Twitter mobil anders nutze als auf dem Desktop.

      Preislich hab ich nicht das Problem 16 Euro für einen Twitterclient auszugeben. Die Gründe für den Preis sind ja auch oben verlinkt. Und Tweetie, Echofon & Co. haben bei ihrer Veröffentlichung vor 2,3 oder 4 Jahren genauso viel gekostet. Aufgeregt hat sich damals niemand… Gute Software kostet nunmal Geld. Das war so, das ist so und das wird sich nicht ändern. Das Preis-Thema ist daher auch nur heiße Luft.

    • Hmm, was hat das jetzt mit meinen gewünschten Contentfilter zu tun, der ständig präsent ist und mich ggf. neben Growl auch akustisch auf neue Tweets zu genau einem bestimmten Thema hinweist? Korrekt, genau gar nichts ;)

      Oder was wolltest du mir sagen? Dass Tweetbot unter iOS und wohl auch auf dem Mac, vom Mute-Filter mal abgesehen, über sehr rudimentäre, nach genau einem Kriterium gestaltete, Suchen (Filter) verfügt, ist mir schon klar. Damit kann ich aber überhaupt nichts anfangen, da ich x verschiedene Kriterien für einen einzigen Content-Filter unter YoruFukurou nutze.

  2. Pingback: 7 Links, die ich noch loswerden wollte (2012/43) - Servaholics

  3. konfluenzpunkt

    21.10.12, 15:20, #5

    Wie erstellst Du unter YoruFukurou einen „Content-Filter nach User“ CMIIW – aber Filterbedingungen sind meiner Meinung nach nicht möglich.

  4. Ich bin mit der Tweetbot-Version sehr zufrieden. Und meiner Meinung nach wird hier Aussehen mit Usability verwechselt. YoruFukurou ist mir zu wenig intuitiv. Zum Glück haben wir durch die Vielfalt der Clients (noch) die Wahl. An dieser Stelle RIP „Echofon“.

  5. Ich habe auch lange gezögert und habe heute früh zugeschlagen. Ich hatte es eh genutzt und die gebotene Funktionalität finde ich super und ausreichend. Alleine der Sync zwischen meinen drei Geräten (Mac, iPhone, iPad) ist sein Geld wert. Ich hatte eher Bedenken an Twitter als Dienst, ob dieser weiterhin für mich persönlich interessant bleibt oder nicht. Schauen wir mal.

  6. ich bedanke mich dafür das es mal jemand ausspricht (naja schreibt), ich bin es Leid diesen „Indie“ Hype, es passiert leider immer öfters das diese kleinen Entwickler in den Himmel gelobt werden und diese dann ihre Position mit Preis oder ewig nachgetragenen fehlenden Updates ausnutzen dürfen.

    Das betrifft nicht alles und jeden. Hier ist es aber schon ziemlich deutlich, Token Problem hin oder her.