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Praktische Apps für Elektriker

Ob iPhone oder ein anderes Smartphone, viele Menschen benutzen es heute täglich, und das nicht nur zum Telefonieren oder Nachrichten schreiben, sondern auch für alltägliche und berufliche Hilfestellungen. So zum Beispiel hat ein Techniker oder Elektroniker den Anspruch, nach der Auftragsdefinierung schnellstmöglich zu schauen: was brauche ich alles, was kostet es und wo bekomme ich es?

Bildschirmfoto 2012 10 26 um 17 03 15Vorteil der Apps ist ganz einfach der: man kann sich immer und überall damit beschäftigen und ist nicht auf Internetverbindung und PC, Stift und Zettel etc. angewiesen. Was sollte also eine gute App für die Berufsgruppe bieten? Erörtern wir mal: erstens wäre ein Shop für alle mobilen Geräte wünschenswert, in welchem sich die Produkte schnell durch eingelesenen Strichcode finden lassen. Zweitens ein Warenkorb, in den man die gefundenen Produkte legen kann und in dem sie ordentlich aufgelistet werden. Drittens vielleicht sogar praktischerweise ein GPS System, mit dem die Ware direkt an den entsprechenden Ort, zum Beispiel zu einer Baustelle, gebracht werden kann. Dies wäre der Idealfall. Leider hat die Suche auf dem deutschen Markt nach einer solchen App keine Ergebnisse geliefert. Hier besteht noch Nachholbedarf.

Bleibt die Frage, ob die großen Elektronikteilanbieter denn überhaupt schon etwas Verwendbares aufweisen können. Dazu sollen hier einmal zwei Giganten unter die Lupe genommen werden.

Conrad

Was zum Beispiel Conrad in dem Bereich bietet, sind zwei Apps, allerdings nur für Apple Geräte. Die erste, genannt „KatalogApp“, ist ein Katalog, in dem man besser auf dem iPad blättert. Hier kann man zwar blättern und Lesezeichen setzen, aber nicht bestellen. Es gibt keinen Warenkorb, das heißt man müsste dann noch einmal alle Lesezeichen aufrufen und später auf dem Computer in den Warenkorb legen.

Mit der anderen App, genannt „ConApp“, lässt sich eher „Verwaltungskram“ erledigen, wie z.B. das Speichern und Verwalten von Kassenzetteln. Ein Pluspunkt hier, der recht nützlich erscheint, sind die online verfügbaren Bedienungsanleitungen von sämtlichen über Conrad vertriebenen Produkten, welche sich über das Einscannen des Strichcodes schnell finden lassen. Beide Apps sind in iTunes oder auf der Conrad-Seite erhältlich.

ConApp (AppStore Link) ConApp
Hersteller: Conrad Electronic SE
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download
CONRAD (AppStore Link) CONRAD
Hersteller: Conrad Electronic SE
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

 

Farnell

Auch Farnell bietet zwei Apps an, wobei auch hier leider der Shop zum Bestellen fehlt, aber wenigstens lassen sich Anwendungen neben der iPhone/iPad Version auch für Android verwenden und sind ebenfalls kostenlos. Beide Versionen finden sich auf der Farnell-Seite oder auf iTunes.

Die erste App, speziell für den Elektronikbereich mit Namen „Farnell“, bietet Produktsuche und auch die Identifizierung benötigter Teile. Wenn man also die passenden Molex Stecker sucht, Widerstände oder sonstige Ersatzteile heraussuchen muss, kann man es ruhig mal mit der App probieren. Außerdem beinhaltet sie einen Umrechner der verschiedenen Messeinheiten des Berufsfelds und neueste Informationen aus dem Elektronikbereich in Newsticker-Form.

Die zweite App ist eine Art Forum namens „element14 Everywhere“, wo Experten unter Ihresgleichen Neuigkeiten aus der Welt der Technik diskutieren, Fragen und Antworten liefern und die aktuellen Themen der Branche besprechen können.

Farnell (AppStore Link) Farnell
Hersteller: Premier Farnell PLC
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download
element14 Everywhere (AppStore Link) element14 Everywhere
Hersteller: Premier Farnell PLC
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

 

Fazit

Obwohl das alles ganz nett ist, besteht hier eindeutig ein Rückstand, und die Elektronikanbieter sollten sich um die „Nachrüstung“ ihrer Apps kümmern, sonst kommt, wie meist der Fall, bald ein „kleinerer Fisch“ und gräbt das Wasser ab. Nichtsdestotrotz sind manche der vorgestellten Apps sicher interessant und da sie kostenlos sind, können sie einfach ausprobiert werden.

Autor: marco

Hallo ich bin Marco, 37 Jahre alt und zähle mich zur technikbegeisterten Hälfte der Menschheit. Ich versuche, meine Begeisterung auch an andere über das Internet weiterzugeben.

5 Kommentare

  1. Sorry, aber ich glaube du hast dich im Titel vertan. Ich dachte zuerst, dass es um Elektriker (der Typ, der dir ’ne Steckdose installiert); dabei geht es doch um Elektroniker, oder?

  2. Die heißen jetzt alle Elektroniker, sind jedoch in Fachrichtungen aufgeteilt (Energie- und Gebäudetechniker ist z.B. der typische Steckdosen-Installateur :D )

  3. äh, ja, ok… Techniker und Elektroniker sind das Hauptklientel dieses Blogs, von daher hat der Artikel sicherlich seiner Berechtigung…