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Erfahrungsbericht: Google Nexus 7 (3G)

Knapp 2 Wochen ist es jetzt her, dass ich mir das Google Nexus 7 (3G) bestellt und in Betrieb genommen habe. Nachdem die anfänglich nicht vorhandene Euphorie verfolgen ist, wird es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Aber fangen wir ganz vorne an.

Zuvor hatte ich ein Samsung Galaxy Tab (GT-P1000) im Einsatz und war eigentlich auch sehr zufrieden, von den nicht vorhandenen Updates von Seiten Samsung eben abgesehen, was am Ende auch der Grund für meine Entscheidung gewesen ist, das Nexus 7 3G zu bestellen. Also auf die Webseite bei Google Play und sich auf die Liste der Interessenten gesetzt.

Das ganze Gejammer im Web um den Bestellprozess spare ich mir jetzt einfach mal, ich hatte einfach Glück schnell genug gewesen zu sein und neben den 500 Fehlermeldungen einen Bestellung abzusetzen. Ironie am Rande: Die E-Mail von der Interessenliste – in der stand, ich könnte das Tablet jetzt bestellen – kam ungefähr 10 Minuten, nachdem ALLE Geräte bereits ausverkauft waren.

Nun denn, Dienstag bestellt, Mittwochs die Versandbestätigung erhalten und Donnerstag das Tab bereits in der Hand gehalten und ausgepackt. Also kommen zum Gerät:

Die Hardware:
Was nach dem Auspacken als allererstes auffällt, ist die wirklich gute Verarbeitung. Es stimmen alle Spaltmaße und alles passt sauber aufeinander. Insgesamt macht es einen sehr wertigen Eindruck, den mir auch andere, die das Tablet in der Hand hatten, bestätigt haben. Durch die gummierte Rückseite liegt das Nexus 7 dazu recht griffig in der Hand. Der einzige Punkt, der mich persönlich ein klein wenig stört, sind die „gefühlt“ weit über das Gehäuse hinausstehenden Knöpfe für die Lautstärkeregelung sowie dem Ein-/Aus-Schalter. Der USB-Anschuss sitzt nicht zu locker und nicht zu fest, im Gegenteil zum Head-Set-Anschluss, wo man schon ein wenig Kraft benötigt, den Stecker komplett einzustecken.

Einen Punkt möchte ich noch ansprechen, den ich etwas „unglücklich“ gelöst finde. Im Karton ist ein büroklammerähnliches Etwas, womit man den Micro-Sim-Slot öffnen muss. So weit nix Besonderes, nur sind auf der Seite im Abstand von 2 cm gleich zwei kleine Löcher. Und so wird es in der Eile bei dem Ein oder Anderen sicherlich vorkommen (wenn man vorher nicht genau hinschaut), dass man sich mit dem Werkzeug eines der beiden Mikrofone killt. Also Vorsicht, wo ihr das büroklammerähnliche Etwas reinsteckt!

Ok, das soll es zur reinen Hardware erst einmal gewesen sein, schalten wir das Tab mal ein …

Die Software:
Von meinem GT-P1000 war ich Android 4.0.4 (cyanogenmod9) bereits gewohnt und so gravierend sind die Unterschiede zur Version 4.2 jetzt nicht unbedingt. Was aber SOFORT(!) auffällt, ist das butterweiche Scrollig! Hier hat Google einiges getan, denn so butterweich habe ich es noch keine Android-Version zuvor gesehen.

Also alles gut? Hmmmm, nicht ganz, wobei diese „Probleme“ eher von persönlicher Seite sind. So hat zum Beispiel WhatsApp „gesagt“, dass man keine Pläne habe, die App für Tablets anzupassen, was ich grundsätzlich verstehen kann. Aber kann mir WhatsApp dann einmal erklären, warum sie auf dem GT-P1000 problemlos funktionieren und dies auf dem Nexus 7 3G unterbinden? Schlüssig ist das nicht. Auch eine SMS-App (mir ist klar, dass man diese u.a. für WhatsApp benötigen würde) fehlt komplett und müsste durch „rooten“ des Gerätes nachinstalliert werden. Mal sehen, ob ich mir das antuen möchte.

Fazit:
Ich habe jetzt ein Tablet, wo ich mir sicher sein kann, die voraussichtlich nächsten 18 Monate mit Updates direkt von Google versorgt zu werden. Habe mit dem neuen Spielzeug jedoch zwei „Funktionen“ (SMS und WhatsApp) verloren, die mir mit dem fast 2 Jahre alten Gerät von Samsung zur Verfügung standen. Dazu musste ich meine Sim-Karte von Fyve zu einer Micro-Sim zurecht frickeln – hat funktioniert, war aber ein „one way ticket“.

Ich bin zwar noch unschlüssig, ob ich den Weg über Root gehen soll, um die fehlenden Funktionen nach zu installieren oder ob ich einfach versuche damit zu leben. Auch sind mir die bisher bekannten Bugs während der täglichen „Arbeit“ nicht negativ aufgefallen. Die Akkulaufzeit ist in Ordnung, wenn man berücksichtigt, dass ich doch recht viel damit spiele.

Und am Ende ganz klar die Ausgabe von mir: „Ja, ich würde es wieder kaufen!“

Fragen? Fragen!
Dies soll nach 2 Wochen jetzt ein erster Erfahrungsbericht sein. Wer jetzt hoch Fragen haben sollte – sicherlich ist der Erfahrungsbericht recht kurz, oberflächlich und habe ich jetzt mindestens 500 Sachen vergessen – einfach in den Kommentaren stellen. Ich werde versuchen allen Fragen zu beantworten.

Autor: Stefan

Der aus Mönchengladbach mit der Raute im Herzen! Kann mit Computern grundsätzlich umgehen, ist aktuell jedoch mehr sportlich motiviert mit seiner Kamera in den Stadien von NRW unterwegs.

17 Kommentare

    • Hallo kartolo,

      naja, für mich persönlich käme bzgl. SMS nur die Original-SMS-App in Frage, weshalb ich noch keine anderen Apps installiert habe. Es gibt aber genug Alternativen, die wohl zufriedenstellen funktionieren sollen.

      Man begründet den Schritt die SMS-App weggelassen zu haben damit, das die Netzanbieter für Tablets spezielle Tarife haben, die keine SMS enthalten. Das mag in den USA vielleicht auch so sein, ist hier aber nur bedingt richtig. „GO SMS Pro“ soll beispielsweise eine Alternative sein, habe ich bisher aber nicht getestet.

  1. Kannst du noch was zum Akku sagen?
    Wie lange hält er denn im StandBy, kommst du damit über mehrere Tage ohne es aufladen zu müssen?

    Oder kannst du ihn im Idealfall sogar direkt mit dem Akku eines iPads vergleichen? :)

    • Ich habe auch seit 1 Monat ein Nexus 7 ohne 3G und ich habe auch nicht viel auszusetzen, außer dem Akku. Wenn du das iPad gewöhnt bist, dann schneidet das Nexus gerade im Standby-Modus sehr schlecht ab. Ein iPad kann ich eine Woche liegen lassen und es hat 2% Akku verloren. Das Nexus 7 ist nach 2-3 Tagen komplett leer, ohne jetzt irgendwas zu optimiert zu haben. Aber ich habe außer Standardapps nichts weiter installiert. Das deckt sich aber mit meinen anderen Android-Erfahrungen und scheint einfach normal zu sein.

    • Hallo Felix,

      also ich denke mit dem Akku des iPad ist es nicht zu vergleichen. Ich kenne aber auch nur iPads ohne 3G. Beim Nexus 7 3G komme ich bei „übermäßiger“ Benutzung gut über den Tag. Lässt man es einfach nur liegen, braucht es dennoch gut 25% am Tag. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Wlan, 3G und GPS immer eingeschaltet habe.

      Ladekabel habe ich zum Glück aber sowohl zu Hause wie auch im Büro, Dank des Standard-USB-Anschluss.

      Wenn man es wirklich nur zu Hause benötigt und man GPS und 3G ausschaltet, kann ich mir schon vorstellen, dass die Laufzeit besser wird, aber ich habe mich ja bewusst für das 3G entschieden, weil ich den mobilen Datenempfang (meine) zu benötigen.

      Wer sein Nexus 7 3G also wie ich viel benutzt, da ich ja auch kein Smartphone mehr habe, muss damit rechnen, es jeden Abend aufladen zu müssen.

  2. Ich als Apple-Fanboy hatte auch ein paar Wochen ein Google Nexus 7 und kann bestätigen, das die Hardware sehr gut ist. Die Apps die von Google kommen, sind auch toll, die meisten anderen Apps sind aber eher unbefriedigend in Fundktion und aussehen.
    Oft bekommtnman einfach nur ein UI das fürs Telefon entwickelt und auf 7″ hochskalliert wurde. Nicht schön.

    Gleichzeitig zeigten mir die paar Wochen mit Android spielen, auf welch hohem Niveau die Apple-User immer jammern.

    • Kann ich nur bestätigen!!
      Ich war mit meinem ASUS Transformer und Android 4 auch sehr zufrieden…wären da nur nicht die teils meisen Apps.

      Ich bin nach wie vor davon überzeugt das Android als OS mehr Potential hat als iOS, nur hilft leider das beste System nichts wenn man mit der Software von Drittherstellern nur Probleme hat.

      Besonders genervt hat mich immer „die App wurde nicht für dein Gerät freigegeben“ (oder so ähnlich) solange diese nervigen kleinen Fehler nicht behoben werden wird iOS bei immer die Nase vorne haben.

      • Potential alleine reicht leider nicht aus. Viele haben WebOS viel Potential zugesprochen, aber was nutzt Potential, wenn es nicht genutzt wird?

        Meine persönliche Prognose ist, dass Android vielleicht in der Menge der dominierende Markt wird, Apple mit iOS jedoch für Entwickler die wichtigste Plattform sein wird, gefolgt von Android. Ich persönlich glaube nicht, dass WP8 im kommenden Jahr eine (prozentual gesehen) große Rolle spielen wird.

    • Hallo Maik,

      es ist ja kein Geheimnis, dass die meisten Spiele, von wenigen Ausnahmen abgesehen, erst für iOS kommen und erst danach, so fern sie erfolgreich waren, für Android umgesetzt werden. Es gibt zwar viele Apps, die zwar grundsätzlich gut gedacht sind, aber eine grausige UI haben, wenn es um Tools geht. Bei den erfolgreichen Spielen steht Android iOS aber in Nichts nach. Vielleicht in der Menge, aber die meisten Spiele werden ja 1:1 umgesetzt, wenn man Angry Birds und Co mag.

      Ich komme mit den von mir genutzten Apps sehr gut aus, vermisse aktuell lediglich WhatsApp und SMS, da ich eben kein Android-Smartphone habe.

  3. Ich hatte bis jetzt nur das Nexus 7 mit Wifi und konnte mir heute endlich das mit 3G bestellen. Bin sehr zufrieden mit dem Nexus 7 und finde bis jetzt das beste 7″ Tablet das es gibt.

  4. Wegen des Preises habe ich mich vor ca. 8 Wochen für das Nexus 7 WLan entscheiden und nicht bereut, ich bin zufrieden.

    Im wesentlichen nutze ich es als eBook Reader mit Nebenfunktionen aka. Internet, Mail, Feedreader.

    Auch vor dem Update auf 4.2 habe ich immer wieder mal leichte Hänger bei Aufruf von Chrome/Firefox nach einem Klick auf Links im Feed-Reader, damit kann ich leben. Weil ich das WLan nur bei Bedarf anschalte, Bluetooth nicht brauche, kann ich über die Laufzeit des Akkus nicht meckern. Das liegt auch mal eine Woche und hat immer noch 70% Ladung.

    Wie oben schon erwähnt, nervt es auch mich wenn eigentliche Telefon-Apps einfach nur hochscaliert werden. Doch bin generell ein schlechter App-Store Kunde, denn ich brauche nicht viele zusätzliche Tools und habe auch kaum Spiele. Filme kaufe/miete ich mir gleich gar nicht (bei dem Angebot hierzulande auch nicht schwer sich das zu verkneifen), Musik kaufe ich bei emusic, magnatune oder Amazon Mp3, manchmal auch im iTMS, Bücher via KindleApp oder PlayBooks. Mehr braucht es für mich nicht.

    Auf dem Nexus pflege ich weder Adressbücher noch Kalender, weil es mir sehr suspekt ist, dass Apps ohne ersichtlichen Grund und mMn. auch völlig unsinnig Vollzugriff darauf haben wollen. Auch deswegen gibt es keine SMS-App oder Messenger.

    Was ich vermisse ist ein brauchbares Dock und etwas mehr „Grip“ auf der Rückseite, denn trotz Gummierung ist nach einer gewissen Zeit das Lesens mit einer Hand im Liegen nicht unbedingt angenehm. Mit dem iPad 2 war das aber noch viel schlimmer.

    Ein tolles Tablett. :)

  5. Danke für den Review. Ich fänd´s prima, wenn Du deinen Erfahrungsbericht nach einiger Zeit nochmal aktualisieren könntest und schreibst, ob sich beispielsweise nach Updates was verändert hat bezüglich Akkulaufzeit oder anderen Funktionen. Ich warte jetzt erstmal auf das Nexus4 (hab bei der ersten Welle leider noch keins ergattert :-(

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